

Man geht davon aus, dass das „Vater unser“ von Lukas der ursprünglichen Fassung noch am nächsten liegt. Da dieses Gebet schon bei den frühen Christen im Umlauf war, hatten die Schreiber auf die Worttreue geachtet.
Soll heißen, dass Lukas dieses Gebet möglicherweise aus der Quelle „Q“ ins Griechische übersetzte. Es gibt keinen Hinweis, dass es da eine hebräische Fassung gegeben haben könnte. Zu der Zeit Jesus war Aramäisch die Umgangsspreche der jüdischen Bevölkerung, Hebräisch war nur noch eine sakrale Schrift.
Wesentlich später hatte man noch versucht das Gebet authentisch ins Aramäische zurückübersetzen.
Luther:
Lukas 11
[1] Und es begab sich, dass er war an einem Ort,
und betete. Und da er aufgehört hatte, sprach
seiner Jünger einer zu ihm: Herr, lehre uns beten,
wie auch Johannes (der Täufer) seine Jünger lehrte.
[2] Und er sprach zu ihnen: Wenn ihr betet, so sprecht:
Unser Vater im Himmel, dein Name werde geheiligt.
Dein Reich komme. Dein Wille geschehe auf Erden
und im Himmel.
[3] Gib uns unser täglich Brot [4] Und vergib unsere
Sünden, denn auch wir vergeben allen, die uns schuldig
sind. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse
uns von dem Übel.
Merlin
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