Ist das "Vater unser" "überchristliches" Schutzgebet?

:)

Ich bin hier und da in der Lage Wirklichkeit aus reinem Geist aufzunehmen.
Anders lasst sich Wirklichkeit nicht erkennen.

Über die Sinne lassen sich nur Wahrheiten aus den Illusionen aunehmen.
Und Wahrheiten sind nur als etwas für wahr angenommenes, bzw. wahr
gehaltenes. Somit kann eine Wahrheit gar die größte Lüge sein.

Somit schon etwas ganz anderes.

:schnl:
 
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sobald ich nur meine es sei eine Wahrheit, ich mich aber Täusche oder irre, ist es für mich keine wirkliche Wahrheit sondern nur eine vermeintliche und in Wirklichkeit ein Irrtum oder/und eine Täuschung!

Ein Vorurteil ist meiner Ansicht nach auch keine Wahrheit, auch nciht, wenn man es solange dafür hält, solange man nicht erkannt hat, dass es nur ein Vorurteil ist.
 
Romaschka schrieb:
Hallo Karthasix,
ich habe den Eindruck, dass du RitaMarias "Eher richtig: Und führe uns IN der Versuchung." nicht richtig interpretiert hast.

Es bedeutet nicht: Führe uns in die Versuchung, sondern WÄHREND der Versuchung.

Ich möchte in der Versuchung, die mir begegnet, geführt werden.
Hat heute ganz gut geklappt. *lach*
Versuchung hat mich heimgesucht. Ich habe kurz gezögert, gedacht: "Nicht schon wieder dieselben Fehler...", ein kurzes Stoßgebet nach oben, Gefühl umgeschaltet, Verstand eingeschaltet, und nach kurzer Zeit war die Versuchung von mir geistig verringert und nicht mehr so im Vordergrund, dass ich ihr erlegen gewesen wäre.

LG, Romaschka


(wann) willst du erwachsen werden und dich selbst in der Versuchung führen?

Gott erkennt meiner Ansicht nach nicht alle inneren dunklen Ecken in uns. Drum ist es an uns dort Erkenntnis-Licht hinein zu bringen.

die Widersacher freun sich natürlich, wenn wir uns in kindlicher Weise auf einen angeblich allmächtigen /allwisssenden Gott ausruhen

hälst du Gott für perfekt?

für mein Gefühl ist - zumindest hier auf der Erde - Perfektion eine Versuchung

kann ich ein schöpferisches Wesen freilassend bitten, mich nicht in die Perfektion zu führen?
 
Geheiligt werde Dein Name.
Wie lautet dieser Name? Wieso soll der Name Gottes
und nicht Gott selbst geheiligt werden?

Im Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott und das Wort WAR Gott, das selbige war am Anfang bei Gott..

heiligt man also den (zur Zeit Unaussprechlichen) Namen des Heiligen und Hochheiligen Israels so heiligt man zugleich auch den Helden Abrahams, Isaaks und Jakobs, da dieser mit seinem Namen Identisch ist, bzw sein Name identisch mit ihm...
betrachtet man in der Bibel das Buch Bereshit, so ist einses sehr prägnannt, Gott spricht, und das Gesprochene wird, ohne dass da noch eine andere Schöpfungskraft währe, ohne dass er Hände (oder wie die Gnostiker gerne Fabulieren einen Demiurgen) benötigen würde... Gott spricht und sein Wort wird...
Nennt man nun Gott den Schöpfer, und beachtet dass er durch sein Wort schöpft, also sein Wort schöpfungskraft hat, so muss das wort mit ihm Identnisch sein, denn währe dies nicht der Fall, so währe das Wort schöpferisch, nicht aber Gott...

etwas weniger Biblisch / Christlich ausgedrückt : es ist die Bewegung die das Leben macht (und ein Wort ist immer eine Bewegung, als Schall) und das Leben und die Bewegung sind identisch und man kann nicht das eine ohne das andere Denken, wie die grossartigen Griechen schon früh erkannt haben : alles fliesst

mfg by FIST
 
Hallo

Das Vaterunser wurde zu aller erst in griechisch geschrieben.
Und später von Christen in der angehörigen Sprache übersetzt.Es gibt in manchen Sprachen geringe Abweichungen, aber im Endefekt ist das gleiche gemeint.
Es ist übrigends auch in der Bibel zu finden.

LG Tigermaus
Übrigens, auf " Hebräisch". Ursprünglich war
es ein Gebet.

Alles ist Gott ! Es existiert aus sich selbst heraus. Notwendiges. " Sein"..
 
Übrigens, auf " Hebräisch". Ursprünglich war
es ein Gebet.
📚:unsure:
Man geht davon aus, dass das „Vater unser“ von Lukas der ursprünglichen Fassung noch am nächsten liegt. Da dieses Gebet schon bei den frühen Christen im Umlauf war, hatten die Schreiber auf die Worttreue geachtet.

Soll heißen, dass Lukas dieses Gebet möglicherweise aus der Quelle „Q“ ins Griechische übersetzte. Es gibt keinen Hinweis, dass es da eine hebräische Fassung gegeben haben könnte. Zu der Zeit Jesus war Aramäisch die Umgangsspreche der jüdischen Bevölkerung, Hebräisch war nur noch eine sakrale Schrift.

Wesentlich später hatte man noch versucht das Gebet authentisch ins Aramäische zurückübersetzen.

Luther:​
Lukas 11
[1] Und es begab sich, dass er war an einem Ort,
und betete. Und da er aufgehört hatte, sprach
seiner Jünger einer zu ihm: Herr, lehre uns beten,
wie auch Johannes (der Täufer) seine Jünger lehrte.
[2] Und er sprach zu ihnen: Wenn ihr betet, so sprecht:
Unser Vater im Himmel, dein Name werde geheiligt.
Dein Reich komme. Dein Wille geschehe auf Erden
und im Himmel.
[3] Gib uns unser täglich Brot [4] Und vergib unsere
Sünden, denn auch wir vergeben allen, die uns schuldig
sind. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse
uns von dem Übel.

Merlin
.
 
Zuletzt bearbeitet:
📚:unsure:
Man geht davon aus, dass das „Vater unser“ von Lukas der ursprünglichen Fassung noch am nächsten liegt. Da dieses Gebet schon bei den frühen Christen im Umlauf war, hatten die Schreiber auf die Worttreue geachtet.

Soll heißen, dass Lukas dieses Gebet möglicherweise aus der Quelle „Q“ ins Griechische übersetzte. Es gibt keinen Hinweis, dass es da eine hebräische Fassung gegeben haben könnte. Zu der Zeit Jesus war Aramäisch die Umgangsspreche der jüdischen Bevölkerung, Hebräisch war nur noch eine sakrale Schrift.

Wesentlich später hatte man noch versucht das Gebet authentisch ins Aramäische zurückübersetzen.

Luther:​
Lukas 11
[1] Und es begab sich, dass er war an einem Ort,
und betete. Und da er aufgehört hatte, sprach
seiner Jünger einer zu ihm: Herr, lehre uns beten,
wie auch Johannes (der Täufer) seine Jünger lehrte.
[2] Und er sprach zu ihnen: Wenn ihr betet, so sprecht:
Unser Vater im Himmel, dein Name werde geheiligt.
Dein Reich komme. Dein Wille geschehe auf Erden
und im Himmel.
[3] Gib uns unser täglich Brot [4] Und vergib unsere
Sünden, denn auch wir vergeben allen, die uns schuldig
sind. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse
uns von dem Übel.

Merlin
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Eigentlich ist es " blunzn wurscht" ob "Griechisch ,Hebräisch oder Aramäisch".
 
Eigentlich ist es " blunzn wurscht" ob "Griechisch ,Hebräisch oder Aramäisch".
:unsure:
Mag für manchen so sein, es gibt aber manche Übersetzungen, die nicht so ganz klar sind.
Ein klärendes Beispiel zu dieser Frage dürfte ein Vers aus dem Evangelium des Johannes sein:

Luther:
1[1] Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott,
und Gott war das Wort.

[2] Das selbe war im Anfang bei Gott.

So steht eigentlich im griechischen Text des Codex Sinaiticus bei Johannes 1[1-2]:
[1] στην αρχή είναι το λόγος* και το λόγος είναι για τον Θεό
[2] και το θϲ είναι το λόγος τουϲ στην αρχή.
(*λόγος = Lόgos)

Es ist nun so, dass der Begriff Logos ein geläufiger Begriff aus der griechischen Sprache ist und sich nur sehr schwer übersetzten lässt.
„Logos/ λόγος“ bedeutet eigentlich der Grund im Sinne einer Ursache. Das „Wort“ an sich ist das „Léxi/ λέξη“ und der Gedanke die „Sképsi/ σκέψη“.

So ließe sich also der Vers eher, wie folgt übersetzen:
[1] Am Anfang ist der Grund und der Grund ist Gott
[2] und Gott ist der Grund vom Anfang.

So war auch Joseph kein Zimmermann, sondern ein Tecton/Bauhandwerker. Damit bekommen dann auch die Gleichnisse vom Eckstein und Petrus ihren eigentlichen Sinn. Luther hatte durch seinem Irrtum, den Bauhandwerker als Zimmermann übersetzt.

Der Eckstein war der erste Stein eines Bauwerkes, an dem sich die weiteren Bauarbeiten ausrichteten.
So bezeichnet Jesus auch Simon als den Eckstein/Képhas/Pétros seiner Lehre.
*Πέτρα - pétra - Stein; Βράχος vráchos - Fels.

Der Fels Petrus dürfte also eine Interpretation Luthers sein!

Merlin
 
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