Mir fĂ€llt seit einiger Zeit vermehrt auf wie schnell kritische Stimmen (die sich, fĂŒr meinen Geschmack, der durchaus streitbar sein mag, weit abseits von wirren Geistern wie Bhakdi und Konsorten bewegen und auf mich einen durchwegs seriösen und integeren Eindruck machen) vorschnell als Impfgegner (siehe voriges Video) gebrandmarkt werden und bubbletypisch (Kultdynamik lĂ€Ăt grĂŒĂen) reflexartig delegitimiert werden, um sich nicht mit dem Gesagten befassen zu mĂŒssen.
Da wird bei einem Namen schnell Wikipedia oder Chat gpt bemĂŒht und sollte da Impfkritiker oder -gegner stehen, wird verworfen.
Trifft das wirklich auf alle derart gebrandmarkten zu?
Das versuche ich zur Zeit herauszufinden. Und ziehe auch gerne in Betrach dabei IrrtĂŒmern aufzusitzen.
Bei diesen Recherchen ist mir ein weiterer Herr untergekommen, (wieder, fĂŒr meinen Geschmack undifferenziert auf Youtube mit dem Impfgegnerschild versehen) ehemaliger Chefarzt einer kardiologischen Klinik, der sich, nach EinfĂŒhrung der Coronaimpfung, mit einer unverhĂ€ltnismĂ€Ăig groĂen Welle an, zum Teil schwerwiegenden Folgeerkrankungen, Tage nach der Impfung konfrontiert sah und daraufhin mehrere, mehr als dubios anmutende Interaktionen mit dem Paul-Ehrlich-Institut beschreibt, das, fĂŒr ihn deutliche Post-Vac VorfĂ€lle in groĂer Zahl ohne Untersuchung von Experten abgeschmettert hat.
Einfach mal reinhören. (Bin da leider pessimistisch)
Nochmal zurĂŒck zu diesem Herren..
Und nein es liegt mir nicht daran durch bewuĂte Falschinformationen die Weltherrschaft an mich zu reiĂen.
Aber ich schau mir durchaus auch kritische Stimmen an und versuche nachzuforschen. Und die eine oder andere verunsichert mich dann doch.
Er beteuert ja ĂŒber 100 seiner Ansicht nach extrem auffĂ€llige, eng mit der Mrna Impfung in Verbindung zu stehen scheinende FĂ€lle ans PEI gemeldet zu haben, wovon alle abgewiesen wurden.
Jetzt hab ich ein bisschen nachgeforscht wie das sein kann, dass in der 'Aussortierungcrew' seiner Aussage nach lt. Info des PEI keine fachspezifische Experten sitzen. Scheinbar werden die FĂ€lle durch einen Algorhytmus der WHO geschickt und danach bewertet.
Chat gpt sagt.
Der WHO-Ansatz zur KausalitĂ€tsbewertung (also der âWHO-Algorithmusâ) ist nicht grundsĂ€tzlich hoch umstritten, aber fachlich durchaus diskutiert und kritisiert â vor allem in Details der Anwendung.
Ich gebe dir eine nĂŒchterne Einordnung:

1. GrundsÀtzlich: eher akzeptiert als abgelehnt
Der Algorithmus der World Health Organization wird:
weltweit verwendet (WHO, nationale Behörden, Pharmakovigilanz)
auch in Àhnlicher Form von anderen Systemen genutzt

Fazit:
breit akzeptierter Standardansatz
nicht âRandmeinungâ oder stark kontrovers

2. Wo es tatsÀchlich Kritik gibt

1. Zu streng bei KausalitÀt
Ein hÀufiger Kritikpunkt:

Der Algorithmus verlangt oft:
klare zeitliche Abfolge
bekannte Reaktion
wenig alternative ErklÀrungen

Problem:
neue oder seltene Nebenwirkungen können dadurch:

eher als âunwahrscheinlichâ eingestuft werden

2. AbhÀngigkeit von vorhandenen Daten
Der Algorithmus fragt:
âIst diese Nebenwirkung bereits bekannt?â

Kritik:
wenn etwas noch nicht gut erforscht ist, wird es:
eher nicht als kausal anerkannt

mögliche Folge:
âblinde Fleckenâ bei neuen Signalen

3. Schwierigkeit bei multifaktoriellen Ereignissen
Gerade bei komplexen Themen (z. B.):
oxidativer Stress
chronische Erkrankungen

Problem:
mehrere Ursachen gleichzeitig möglich

Algorithmus tendiert dazu:
eine âbeste ErklĂ€rungâ zu wĂ€hlen
statt mehrere BeitrĂ€ge zu berĂŒcksichtigen

4. SubjektivitÀt in der Anwendung
Obwohl strukturiert, enthÀlt er:
InterpretationsspielrÀume
Expertenentscheidungen

zwei Gutachter können:
zum Teil unterschiedliche Bewertungen treffen

5. Fokus auf EinzelfÀlle
Der Algorithmus bewertet:

einzelne Ereignisse

Kritik:
eignet sich weniger fĂŒr:
langfristige
diffuse
systemische Effekte

3. Was BefĂŒrworter sagen
Die Vorteile:
verhindert vorschnelle FehlschlĂŒsse (âpost hoc = Ursacheâ)
schĂŒtzt vor falschen Alarmen
strukturiert komplexe FĂ€lle
international vergleichbar

wichtig in der Pharmakovigilanz

4. Gesamtbewertung

Konsens:
nĂŒtzliches Werkzeug
methodisch solide Grundlage
Standard in vielen Systemen

Aber:
nicht perfekt
kann:
seltene Effekte ĂŒbersehen
komplexe ZusammenhÀnge vereinfachen

5. Einordnung fĂŒr deine ursprĂŒngliche Fragestellung
Bei Themen wie:
viele kleine Faktoren
mögliche KumulativitÀt
unspezifische biologische Prozesse

stöĂt der Algorithmus an Grenzen, weil er:
eher auf klare, direkte Ursachen ausgelegt ist
weniger auf:
komplexe Netzwerkeffekte

Fazit
Der WHO-Algorithmus ist:

nicht stark umstritten, aber fachlich diskutiert
Hauptkritik:
tendenziell konservativ
begrenzt bei komplexen, multifaktoriellen Ursachen

Beste Beschreibung:
Ein solides, aber vereinfachendes Werkzeug â gut fĂŒr klare FĂ€lle, weniger geeignet fĂŒr komplexe Systeme.
Jo.
LĂ€Ăt bei mir Fragen ob der tatsĂ€chlichen Bandbreite von Nebenwirkungen und Folgeerkrankungen offen.
Auch mit vielen Berichten im Hinterkopf wie schnell und abwehrend so manch Symptom von einigen Ărzten als 'unmöglich im Zusammenhang mit der Impfung' beiseite gewischt wurden.
Und dass Dokumentation und Meldung potentieller ImpfschÀdigungen durchaus zeitaufwendig zu sein scheinen.
Einfache klare FĂ€lle 10 bis 20 min
Komplexere FĂ€lle 60 - min
Das verunsichert nicht nur sondern macht neugierig.
Vernichtende Argumentation ist wie immer willkommen.
Tobts euch ruhig aus.
