Hass ... der letzte Ausweg, oder...?

Muss ein supercooles Gefühl sein, so als Leben das wartet (wobei ich edas warten ebenso absichtslos fühle, dh kein erwarten oder schaun wir mal was kommt), zu Wissen, dass es egal ist, was passiert, weil alles wieder nur Liebe ist.

Ist ja schön, es so zu sehen, nur, um gleich zum nachfolgenden Beitrag überzuleiten, glaubst du, eine Mutter, die ihr Kind dem Vater, der es missbraucht hat, anvertrauen muss, kann das ebenso sehen?

Oder bricht der aus Liebe beinahe das Herz?
Und irgendwann tut's so weh, dass daraus Wut, Hasss oder resignierende Ohnmacht wird. Eben aus Liebe, die schmerzt, wehtut.

Egal, was passiert? Ich würde mich darauf nicht verlassen. Mag unter bestimmten Vorraussetzungen so sein. Immer? Einfach so?
Genau das öffnet ja dem eigenen Egoismus auf Kosten anderer Tür und Tor. Ist ja alles nur Illsuion, mir kann nichts geschehen, also kann ich auch alle Grenzen übertreten. Und andere leiden wegen mir.

Kann's das tatsächlich sein?

Im Augenblick mit allen Sinnen. In jedem Moment die reine Ekstase erleben. Total sexy!

Und das alleine wäre der Sinn? Rausch? Er hat schon einen Sinn, das ja. Ist schön, toll, klar.
Nur welchen? Man kann sich auch im Rausch verlaufen. Wo führt der hin, könnte er hinführen?
 
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Liebe silja,
@gebirge: das weiß ich und ich habe das Gefühl, das weiß Faydit auch.
Ich sehe, dass Provokation mitschwingt in dem Beitrag auf den Du antwortest und vielleicht finden wir alle einen anderen Weg, eine andere Art, damit umzugehen. Würd mich - nicht nur in meinem thread - freuen.

Ich nehme Dich wahr, als um Hilfe rufend und tw. spüre ich große Angst, wenn Du eine Hand bekommst, diese auch zu nehmen.

Nein herzenstuer, das stimmt so nicht.
Erstens rufe ich Gott um Hilfe, wenn ich Hilfe brauche, denn nur von dort kann sie kommen. Ich bin selber stark und bekomme auch diese Aufgabe hin.

Wenn ich hier mit anderen rede, so zum einen, um Kontakt zu Gleichgesinnten zu haben, um Erlebtes aufzuschreiben, um über Erfahrungen zu reden und um anderen Hilfe aufzuzeigen, die tatsächlich funktioniert.

Wenn mir jemand liebevoll und respektvoll gegenüber tritt, so bekommt er das auch so zurück, wie du vielleicht erkennst aus verschiedenen Mitteilungen.

Wenn mich aber jemand provoziert, so ist das eine Respektlosigkeit, die ich auch genauso anspreche und das werde ich niemals als helfende Hand, akzeptieren, denn ein Angriff ist ein Angriff und keine helfende Hand.

Für mein Gefühl, ist das ein Aspekt, wieso Qualitäten wie Provokation zB auf Dich wirken können.
Liebe Silja, vielleicht können meine Worte Dein Herz berühren, das tiefe Wunden hat und ich finde es von ganzem Herzen großartig wie Du bist!
Liebe Silja, ich höre Dich.

und danke, dass Du weitergehst!
Ich geh und wie und jetzt erst recht.:kiss4:
Anm.: Wir alle wissen, dass Hass eben nicht der letzte Ausweg ist. Vielleicht können wir - in diesem thread "Schlagabtäusche" wandeln und zeigen dass es auch anders geht.

Es ist nur so, herzenstür, wenn mich jemand angreift- und das musste ich sehr schwer lernen, so werde ich mich immer abgrenzen und das ist auch hier so- wer mich grundlos provoziert, bekommt meine Grenze- denn auch das ist Liebe- mir gegenüber und das ist genau das, was besonders Frauen nicht gut können- sonst hätten sie diesen ganzen Staats- und Männerschlamassel nämlich nicht an der Backe.
:kiss4:
 
FRAUEN ...

vielleicht sollten wir auch dort ansetzen, dass im Besonderen Frauen, sich nicht in ihrer Größe mit all ihren Fähigkeiten und Gaben zeigen.
vielleicht müssten viele Dinge nicht passieren, wenn frau rechtzeitig ihre Bedürfnisse benennt und vor allem diese auch spürt.

Sehr oft sehe ich, dass Dinge eskalieren, weil wir frau uns zu einem gewissen Zeitpunkt von unseren Gefühlen/Wahrnehmungen abgeschnitten haben.
Das fatale daran ist, dass dann alle Gefühle/Wahrnehmungen, also auch "innere Warnungen, ein inneres Achtung" nicht mehr hörbar ist.
Geschweige denn, die schier unbändige Macht die Muster, Traditionen, "das macht man nicht, das macht man schon", etc.
Wieder komm ich zu dem verzweifelten Versuch, dazuzugehören, VERBUNDEN zu sein, der uns leiden lässt und abhängig macht.
 
seeehr große Worte, find ich.
und wenn es so ist, dass DU weißt was die GRÖSSTE Angst von jmd ist, ziehe ich meinen Hut vor Dir.
Ich hab schon viele, große Ängste von Menschen gespürt. Auszudrücken, dass ich wüßte was "Deine größte Angst ist" und vor allem in der Form, mute ich mir keineswegs an.
Mein Leben hat mir gezeigt und zeigt, dass ich selbst KEINE Ahnung habe, was MEINE größte Angst ist und alle "alten größten Ängste", werden, sobald eine neue größte Angst kommt/sich zeigt, vernachlässigbar und - im Vergleich - winzig.
Ich für mich bin jedenfalls mit solchen Formulierungen sehr behutsam.

In Liebe,
herzenstueren

also ich kenne meine größten Ängste und ich empfinde es als maßlos grenzüberschreitend, wenn mir jemand sagt, was meine Angst ist- ohne mich zu fragen und dann noch meint, Bescheid zu wissen.
Das ist Arroganz, weiter nichts und kein bisschen Liebe.
Denn wenn es Liebe wäre, so hätte derjenige Achtung vor meinen eigenen Empfindungen und würde mich danach fragen und nicht mich einfach kleindeckeln mit unechter Überlegenheit.

Und ich finde es sehr wohl sehr richtig, solche Tatsachen auszusprechen und nicht noch besonders freundlich zu demjenigen zu sein- warum denn sollte ich- er ist es doch auch nicht? So habe ich mir jeden Mist ins Haus geholt: zu nett, zu freundlich, zu nachgebend mit den Angreifern.

Mit mir nicht mehr. Und wenn wer Härte nicht versteht am richtigen Punkt, so versteht er auch Liebe nicht in ihrem ganzen Umfang.
 
und das ist genau das, was besonders Frauen nicht gut können- sonst hätten sie diesen ganzen Staats- und Männerschlamassel nämlich nicht an der Backe.

Ich sag mal nur Fekter und Merkel. Oder früher mal Thatcher, Rice,... Machen's die denn anders, besser oder sind die eigentlich die schlimmeren "Männer"?
So einfach alleine ist's auch nicht, denke ich.

Das Problem ist wohl viel grundsätzlicher. Dass unsere Gesellschaft, Politik, Wirtschaft eben nicht menschen- sondern rein profitorientiert, leistungsoptimiert agiert. Und das dermaßen global vernetzt, dass es kaum mehr dazu überhaupt Alternativen gibt.

Der human factor ist zur austauschbaren Nummer verkommen. Jeder beliebig ersetzbar.
 
Ich werde, sobald ich mich einigermaßen gesammelt habe mit Silja Kontakt aufnehmen ... sie hat mir heute Morgen ihre Telefonnummer ja geschickt.

Ja, die Dame vom Jugendamt rief eben nochmal an, wurde mal ziemlich laut ... sie will schon wieder sprechen ... wozu? Die haben ihr Kopfkino und das wars.

Ich machte jetzt drastische Ansage ... ich habe Fragen, die hätte ich gerne beantwortet und die Dame hat es mir zu quittieren, dass sie das so sagte. Bislang war sowas immer ein flapsiger Spruch, den ich jetzt in die Tat umsetze.

Ich ziehe wirklich noch in den Wald ... man bekommt sogar vorgeschrieben, wo ein Tisch in der Wohnung zu stehen hat, wie lange man sich in einem Zimmer aufzuhalten hat ... geht es über das festgelegte Maß hinaus, ist es auffällig und berechtigt die Kinder raus zu holen, weil Gefahr in Verzug ist. So war eben die Ansage ... mir fehlen dazu jegliche Worte.

Nur Hass ist immernoch nicht da. ne Wut ja, aber kein Hass ... ich habe damit ein problem. Hass ist doch was zerstörerisches, nach dem Leben trachten als beispiel.

Vielleicht verstehe ich es mit der Zeit durch diese Beiträge von Euch, was Hass denn nun ist. ich meine es so, dass ich es selber innerlich nachvollziehen kann.

Aber jetzt pflege ich erst mal meine Kopfschmerzen. :schmoll:

:umarmen:
Neme.gif

Ich hab ein Stück Land im Nirgendwo und ein Tipi, eine Hütte und Holz und Geld- ruf mich an. Wenn sie es so wollen, dann machen wir es eben so.
Ruf mich an- ich kann dich aufnehmen.
 
Wieder komm ich zu dem verzweifelten Versuch, dazuzugehören, VERBUNDEN zu sein, der uns leiden lässt und abhängig macht.

Ich würde das schon etwas weniger pauschal sehen.
Wir sind nunmal alle soziale, so gesehen verbundene Wesen. Keiner kann ganz unabhängig von allen anderen.
Allerdings gibt es sowas wie gesunde Verbindungen, Verbundenheiten und durchaus ungesunde.
Bei gesunden kommt unter'm Strich mehr für alle Beteiligten raus als reingebuttert wird, bei ungesunden profitieren wenige unproportional von dem was andere einbringen.

Wir leben, so gesehen in einer sehr ungesunden Welt.
Und diese Gefälle, Unstimmigkeiten führen wieder zu eigenen inneren. usw...
 
Hass endet mit dem Tod,

nein. Ich erlebte in einer Familienaufstellung, dass eine Frau wutentbrannt, zornig, schreiend und tobend, tränenüberströmt Ihren seit Jahren verstorbenen Vater (Stellvertreter), anschrie was er sich erlaube und einbilde, sieee verlassen zu haben. Und das ganze, ich glaub es waren 20 min. purer Hass, Zorn, Wut, Verzweiflung,...Ihr inneres kehrte sich nach außen...
Sie war fast nicht zu stoppen. Ich erinnere mich, dass dieses Erlebnis für alle Beteiligten derart prägend war, dass Jahre später noch davon gesprochen wurde.

Ich weiß, dass bei uns Beteiligten (wenn auch "nur" Zuseher) das echte Demut hervorrief, vor dem Leben, dem Tod, dem Hass.

... und da fällt mir grad dazu auch ein, dass mein Onkel auch noch jahrelang immer wieder über seinen Vater schimpfte, lästerte, etc.

Hass kennt keinen Tod, Hass kann meiner Meinung nach nur gewandelt werden - und das unabhängig ob jmd (der Gehasste) noch am Leben ist oder nicht.

Nein, Hass endet nicht mit dem Tod.

Ich hab meine Mutter neun Monate lang in den Krebstod begleitet- kein anderer hat es ausgehalten.

Während der Zeit hat sie mich, so lange sie konnte in Hasstiraden beschimpft, obwohl ich die ganze Zeit meine Kinder allein gelassen habe, obwohl ich nie ein Gegenwort gesagt habe, obwohl ich sie in den Arm genommen habe, sie gewaschen, sie gepflegt, bei ihr gewesen bin.
Das einzige, was ich ihr gesagt habe, war, dass sie sich um die Liebe zu Gott kümmern solle- weniger darum, ob sie jetzt gesund wird oder nicht- denn sie hatte- eigentlich- eine Beziehung zu Gott, hat sie zumindest behauptet.

Dafür hat sie mich gehasst, dass ich ihr das gesagt habe- ich konnte gar nichts für sie tun. Sie hat mir unendlich leid getan. Ich konnte sie nicht aus ihrem Hass befreien.
Gestorben ist sie in tiefster Verzweiflung.

Danach war sie extrem wütend- so dass ich ihr irgendwann gesagt hab, sie soll sich verpissen mit ihrem Scheiß Hass, das hat mit mir nichts zu tun und kommt nicht von mir und ich werde auch einen Teufel tun und ebenfalls hassen- ich weiß, dass ich mir mein Grab damit schaufle.
Ich musste sie sehr hart weg schicken, weil sie mir das Leben schwer gemacht hat hier- ich kann es nicht zulassen, dass mich jemand mit Hass belästigt, den ich nicht verursacht habe.
Dann war sie vier Jahre beleidigt.

Und dieses Jahr im Januar kam sie an mit der Bitte um Vergebung- alles innen und klar und deutlich- alles ist gut- dieses Verhältnis wurde bereinigt über Zeit und Raum- ihr Auftauchen war zweifelsfrei- denn am selben Tag kam eine Kopie eines Zeitungsartikel über sie, den mir jemand geschickt hat mit einem Foto von ihr- das war echt ein Ding- großartig.

Ich hab sie lieb und alles was war, so schlimm es auch war, ist vergessen.
Danke Mami, du hast es schwer gehabt.:kiss4: Ich freu mich auf unsere Zukunft...
 
also ich kenne meine größten Ängste und ich empfinde es als maßlos grenzüberschreitend, wenn mir jemand sagt, was meine Angst ist- ohne mich zu fragen und dann noch meint, Bescheid zu wissen.
Das ist Arroganz, weiter nichts und kein bisschen Liebe.
Denn wenn es Liebe wäre, so hätte derjenige Achtung vor meinen eigenen Empfindungen und würde mich danach fragen und nicht mich einfach kleindeckeln mit unechter Überlegenheit.

Und ich finde es sehr wohl sehr richtig, solche Tatsachen auszusprechen und nicht noch besonders freundlich zu demjenigen zu sein- warum denn sollte ich- er ist es doch auch nicht? So habe ich mir jeden Mist ins Haus geholt: zu nett, zu freundlich, zu nachgebend mit den Angreifern.

Mit mir nicht mehr. Und wenn wer Härte nicht versteht am richtigen Punkt, so versteht er auch Liebe nicht in ihrem ganzen Umfang.

Habs hier im thread grad noch nicht geschafft, rüberzubringen, dass für mich Liebe absolut NICHTS damit zu tun hat, zu allem Ja und Amen zu sagen.
"Frieden um jeden Preis" ließ mich selbst und viele andere total ausbrennen.

Die Liebe von der ich hier spreche, ist durchaus sachlich, absolut klar, setzt gute Grenzen. Mir gehts um die Art der Mitteilung dem anderen gegenüber und wenn es aus Verbundenheit heraus geschieht, kann es das Gegenüber besser nehmen.
Aus der Haltung der Verbundenheit heraus zu sprechen, IST wertschätzend, achtsam.

Beschönigen, verschweigen, ... hat damit NICHTS zu tun.

Aus Verbundenheit heraus agieren heißt für mich innerlich nackt sein, zart sein, verletzbar sein und die Stärke dieser Qualitäten für meine Sprache zu nutzen.
 
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Will gar nichts dagegen sagen, mag auch individuell unterschiedlich sein.

Wobei man doch eines vielleicht unterscheiden sollte. Die reale, existente, oder eben nicht mehr existente Person und die im eigenen Inneren, die einem vielleicht immer noch auf den Schultern sitzen mag, und die von ihr übernommenen Fremdprogramme, die natürlich über den realen Tod hinaus wirken und agieren können.

Es gibt nicht eine reale und eine nicht reale Person- es gibt nur die Person und es ist egal, ob die in einem physischen Körper lebt oder nicht.
 
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