Hass ... der letzte Ausweg, oder...?

silja schrieb:
Ich auch. Ich hätte Hilfe gebraucht und die haben Hilfe geheuchelt, nur um uns dann völlig fertig zu machen und sehr viel Geld damit zu verdienen.
Ich habe mir dieselben Vorwürfe gemacht, aber wer das nicht selbst erlebt, der glaubt das nicht.

Und jetzt brennt die Hütte ... kam eben ein Anruf... jetzt sind die Kinder wirklich in Gefahr ... man will sie raus holen. Ich möcht kotzen. In mir dreht es sich vor Hilflosigkeit

Und nein, einen Hass habe ich noch immer nicht.

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Shit! Kannst du noch irgendwas tun? :umarmen:

Ich werde, sobald ich mich einigermaßen gesammelt habe mit Silja Kontakt aufnehmen ... sie hat mir heute Morgen ihre Telefonnummer ja geschickt.

Ja, die Dame vom Jugendamt rief eben nochmal an, wurde mal ziemlich laut ... sie will schon wieder sprechen ... wozu? Die haben ihr Kopfkino und das wars.

Ich machte jetzt drastische Ansage ... ich habe Fragen, die hätte ich gerne beantwortet und die Dame hat es mir zu quittieren, dass sie das so sagte. Bislang war sowas immer ein flapsiger Spruch, den ich jetzt in die Tat umsetze.

Ich ziehe wirklich noch in den Wald ... man bekommt sogar vorgeschrieben, wo ein Tisch in der Wohnung zu stehen hat, wie lange man sich in einem Zimmer aufzuhalten hat ... geht es über das festgelegte Maß hinaus, ist es auffällig und berechtigt die Kinder raus zu holen, weil Gefahr in Verzug ist. So war eben die Ansage ... mir fehlen dazu jegliche Worte.

Nur Hass ist immernoch nicht da. ne Wut ja, aber kein Hass ... ich habe damit ein problem. Hass ist doch was zerstörerisches, nach dem Leben trachten als beispiel.

Vielleicht verstehe ich es mit der Zeit durch diese Beiträge von Euch, was Hass denn nun ist. ich meine es so, dass ich es selber innerlich nachvollziehen kann.

Aber jetzt pflege ich erst mal meine Kopfschmerzen. :schmoll:

:umarmen:
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Wenn du die Wut zulässt, wird daraus eben nie Hass. Ist ja dann raus, setzt sich nicht fest.

Hey, das ist doch mal ne Aussage, mit der ich auch was anfangen kann. Danke :kiss4:

Dann kann ich es auch irgendwie verstehen, bei meinem Ex ... also jetzt nicht falsch verstehen ... er haut raus und ich wehre mich nicht und das macht ihn dann noch wütender. Ich lasse es nach Außen hin an mir abprallen, gebe keinerkei Angriffsfläche. Nur wie es in mir damit aussieht ist ne andere Sache, diese Demütigungen und Denzunzierungen, Wertschätzung ... woraus bei mir eine Spirale entsteht, ich bins ja eh nicht wert = Depri.

Und was kann ich da tun um aus dieser Spirale raus zu kommen? Meinen Ex werde ich ja nicht los. Doch in den Wald ziehen?

:umarmen:
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Dann kann ich es auch irgendwie verstehen, bei meinem Ex ... also jetzt nicht falsch verstehen ... er haut raus und ich wehre mich nicht und das macht ihn dann noch wütender. Ich lasse es nach Außen hin an mir abprallen, gebe keinerkei Angriffsfläche.

Ist deine Schutzreaktion, die natürlich ihn erst recht provoziert. Er kommt nicht an dich ran, im Gegenteil. So gesehen, ja ok.

Nur wie es in mir damit aussieht ist ne andere Sache, diese Demütigungen und Denzunzierungen, Wertschätzung ... woraus bei mir eine Spirale entsteht, ich bins ja eh nicht wert = Depri.

Das ist die andere Seite, er erwischt dich doch irgendwie. Du zeigst es zwar nicht ihm, aber danach hast du das Problem, das du (ihm) das glaubst.

Die Verbindung selbst ist anscheinend immer noch aktiv. Sonst würde sich das nicht wiederholen. Oder es wäre dir egal. Was es anscheinend nicht ganz ist.

Wenn du sowas wie eine Aussprache, Klärung willst, könntest du ihn beispielsweise mittendrin mal fragen, was ihm daran so weh tut, dass er glaubt, jetzt dir andauernd wehtun zu müssen, damit's ihm weniger wehtut.
Gib's eben zu, dass er dich verletzt. Sein verletzter Teil will ja nur den Erfolg. Dann schenke ihn ihm. Vielleicht ist dann zumindest eine teilweise Klärung auf der Basis möglich. Oder wenigstens eine Veränderung im Umgang miteinander.

Die andere Option wäre, die energetischen Fäden selbst zu kappen. Schwierig, vor allem, wenn danach ein Kontakt weiterhin besteht. Und mag selbst auch schmerzhaft sein.

Und was kann ich da tun um aus dieser Spirale raus zu kommen? Meinen Ex werde ich ja nicht los. Doch in den Wald ziehen?

Worum geht's? Dass dieses Spiel, in dem ihr anscheinend immer noch verknüpft seid, mal aufhört. Das ist für ihn immer noch "seine" Ehe, oder was das war. Der Rest davon. Und deshalb hält er daran wohl auch fest.

Du kannst dich gar nicht darauf einlassen, was aber wenig löst, und vermutlich über die Kinder kaum möglich sein wird, andere Option: Dreh den Spieß mal um. Nicht Stop und Igno, sondern schieß eben mal zurück, wenn's zuviel wird. Warum darf nur er?

Sagt sich jetzt alles leicht, theoretisch, klar. Noch dazu weiß ich nicht, inwieweit so gesehen deine Aktionen, Reaktionen wieder Folgen für dich und deine Kinder haben mögen. Was den Spielraum einschränken mag. Bist ja nicht nur du alleine.

Also nur mal ein paar Ansätze. Ich weiß da wirklich zuwenig, bin da auch nicht so kompetent.

Was willst du, worum geht's dir, und wie kannst du's so ausdrücken, dass er es mal versteht? Damit dieses Programm mal durchbrochen wird. Auf der Ebene kann sowas endlos laufen, leider. Reaktiviert sich jedesmal wieder.
Also, denke ich, wäre es zumindest im beiderseitigem Interesse, das auf andere Füße zu stellen.
 
Hey, das ist doch mal ne Aussage, mit der ich auch was anfangen kann. Danke :kiss4:

Dann kann ich es auch irgendwie verstehen, bei meinem Ex ... also jetzt nicht falsch verstehen ... er haut raus und ich wehre mich nicht und das macht ihn dann noch wütender. Ich lasse es nach Außen hin an mir abprallen, gebe keinerkei Angriffsfläche. Nur wie es in mir damit aussieht ist ne andere Sache, diese Demütigungen und Denzunzierungen, Wertschätzung ... woraus bei mir eine Spirale entsteht, ich bins ja eh nicht wert = Depri.

Und was kann ich da tun um aus dieser Spirale raus zu kommen? Meinen Ex werde ich ja nicht los. Doch in den Wald ziehen?

:umarmen:
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Wertschätzung gibt es nur aus mir selbst heraus für mich. Solange ich erwarte, sie von jmd anderem zu erhalten, bin ich die Angriffsfläche. Und nur weil ich äußerlich nicht reagiere, heißt das lange noch nicht, wie du ja auch beschreibst, dass es innerlich keine Angriffsfläche gibt. (Meist umso mehr).

Wie ich es erlebe, ist, sobald die innere gute eigen Wertschätzung in gesundem Maß vorhanden ist, ergibt sich automatisch auch nach außen die Abgrenzung.

Ebenso anzuwenden für alle anderen Qualitäten.
Ich muss MICH halten können, damit mich jemand anderer halten kann.
Sonst entsteht unmittelbar Abhängigkeit und meine Befindlichkeit dreht sich ums Außen und ich gehe verloren.

Zb hat mein letzter Freund bei der Trennung verabschiedet mit "Das was DU brauchst, kann ich Dir nicht geben" - Damals hab ich ihn in dem Moment gehasst und ihn innerlich wildest beschimpft, als präpotent, als "Was glaubst Du wer Du bist, MIR das zu sagen" abgehandelt.
Zu meiner grooßen Überraschung kam ich beim folgenden Inneres Kind-Seminar drauf, dass er Recht hatte.
Ich strahlte aus dass ich Liebe und Nähe brauche und er versuchte, mir diese zu geben, jedoch mit jedem Schritt, den er auf mich zukam, ging ich einen Schritt zurück.
Er brannte aus, war einfach erschöpft und konnte nicht mehr.
Erstmal für mich damals eine echt bittere Erkenntnis: jemand anderes kennt mich besser als ich, hm
und gleichzeitig der Beginn mich zu lieben und zu halten.

Anm. beglückt bin ich auch, dass wir nachwievor gute Freunde sind und wertvolle Gesprächspartner aneinander gefunden haben und ich ließ ihn auch wissen, was ich herausfand. Das Lied "Ich habe einen Schatz gefunden..." trifft auf ihn so zu. danke.
 
Zb hat mein letzter Freund bei der Trennung verabschiedet mit "Das was DU brauchst, kann ich Dir nicht geben" - Damals hab ich ihn in dem Moment gehasst und ihn innerlich wildest beschimpft, als präpotent, als "Was glaubst Du wer Du bist, MIR das zu sagen" abgehandelt.

Sowas erwischt einen mal. Warum wohl?

Zu meiner grooßen Überraschung kam ich beim folgenden Inneres Kind-Seminar drauf, dass er Recht hatte.
Ich strahlte aus dass ich Liebe und Nähe brauche und er versuchte, mir diese zu geben, jedoch mit jedem Schritt, den er auf mich zukam, ging ich einen Schritt zurück.
Er brannte aus, war einfach erschöpft und konnte nicht mehr.
Erstmal für mich damals eine echt bittere Erkenntnis: jemand anderes kennt mich besser als ich, hm
und gleichzeitig der Beginn mich zu lieben und zu halten.

Interessante Erfahrungen.

Bin auch mal ähnlich an wem verbrannt. No Chance.
Bis die ganze Liebe einfach weg war, nichts mehr da, leer. Batterie alle.
Zu einseitig, ich gab und verhungerte zugleich. Und verstand es damals nicht einmal. Die dann wieder auffüllen, kann dauern.
 
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Bin auch mal ähnlich an wem verbrannt. No Chance.
Bis die ganze Liebe einfach weg war, nichts mehr da, leer. Batterie alle.
Zu einseitig, ich gab und verhungerte zugleich.

Für mich zeigte sich, dass wir beide auf dem gleichen Pendel, jeweils am anderen Ende waren und den jeweiligen Pendelausschlag auslebten.

Er - Geben bis zum umfallen
Ich - Nehmen resp. Fordern

Wir beide waren damals uns selbst gegenüber zu wenig genährt und gleichsam zu wenig achtsam mit uns und unseren Ressourcen.
Wir waren beide durch Prägungen so gefangen im jeweiligen Pendelausschlag, dass wir es damals zusammen nicht schafften, in die gute Mitte zu kommen. in die Balance.
Ich erinnere mich, dass ich damals traurig war, weil ich das Potential für beide von uns sah und wir es trotzdem nicht leben konnten. Ich war sehr verzweifelt. Fühlte mich nicht beziehungsfähig (was ja auch so war, wenn ich es mit dem jetzigen Bewusstsein betrachte :) )...

Und ich weiß (jetzt), dass eben auch diese Geschichte meines Lebens mir half, einen weiteren blinden Fleck zu beleuchten und somit alles Gut war so wie es war.
Was dann ja auch für mich sich folgert: Alles gut ist wie es ist,
denn wie soll ich über etwas urteilen, wen mir vielleicht nur die Erfahrung fehlt, die nötigen Aspekte, die es brauchen würde, zu sehen.
 
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