Guru, Avatar, Lehrer, Scharlatan - wo sind die Unterschiede ?

  • Ersteller Ersteller AmandaJohneson
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Guru, Lehrer oder Scharlatan ? Welchen Sinn oder nicht machen spirituelle Lehrer ?

  • Mit einem Guru/s habe ich gute Erfahrungen gemacht.

    Stimmen: 6 12,8%
  • Ich bin mein eigener Guru/Lehrer, brauche keinen.

    Stimmen: 18 38,3%
  • Leider geraten sie oft in den Verdacht des Mißbrauchs der Schüler, habe meine Zweifel.

    Stimmen: 5 10,6%
  • Mein Lehrer hat mich außerordentlich bereichert und ist das Beste, was mir passieren konnte.

    Stimmen: 15 31,9%
  • Lehrer finden sich überall, sie sind immer da.

    Stimmen: 19 40,4%
  • Ich habe selbst schlechte Erfahrungen gemacht (Mißbrauch o.a.)

    Stimmen: 4 8,5%
  • Oft mündet es in einem Abhängigkeitsverhältnis Guru/Schüler.

    Stimmen: 10 21,3%
  • Ich bin unschlüssig, manches spricht dafür, manches dagegen.

    Stimmen: 6 12,8%

  • Umfrageteilnehmer
    47
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*auchmalkurzreinschnau*

Morgen zusammen,

was mir seit Tagen nicht aus dem Kopf geht:
Warum muss ein Guru moralisch-ethisch westlichen Vorstellungen der Postmoderne entsprechen?

Zwar halte ich eine hoch entwickelte Spiritualität in Kombination mit krimineller Energie (-> sprich ich will Menschen unterdrücken, Macht spüren, Geld haben) für unglücklich, aber möglich.

Es entspricht nur meiner ethischen Idealvorstellung, dass ein spirituell hoch-entwickelter Mensch, der andere unterrichtet, barmherzig sein muss.

Aber wenn ich davon ausgehe, dass es Gott und damit eine geistige Welt gibt, in der es kein Gut und Böse gibt, dann heißt das ja auch, dass Gut und Böse und das Urteil darüber rein menschliche Errungenschaften sind, dem Göttlichen müssen sie demnach gleich sein.

Womöglich ist es sogar unsere Aufgabe auf diesem Erdball, das Leid und die Freude kennen zu lernen. Wir versuchen nur immer wieder, das Leid zu eliminieren, obwohl es utopisch ist - wir sind schließlich mit einem sterblichen Ich ausgestattet (neben einem anfälligen Körper und einer anfälligen Psyche).

Und Jesus, der ja die Humanität in Reinform war, ja, in dessen Namen gab es zahlreiche Morde.

LG von Sansara
 
nochmals unterschiede...........

ein etwas langer post, sorry

ein spiritueller lehrer, guru, wird wohl auch seine schüler in der bildung des herzens unterrichten. er wird sie aufmeksamkeit lehren.
ich kann mir vorstellen, dass die innere sicht seiner schüler so sein kann wie die innere sicht seines gurus.

so denke ich die deine, payre, ansicht von von bombay eine nette touristische, geradezu oberflächliche, vom taxi aus beobachtet, mit vielem unterhaltungswert erlebte geschichte ist.

schwärmerisch, neben jeglicher realität.

dazu eine andere sicht der dinge wie sie, allerdings in kalkutta erlebt wurde.

der rundbrief eines jungen, sich spezialisierenden kinderarztes, der seine ferien in den slums von kalkuta verbringt, um dort ohne entlöhnung seine arbeit als arzt ausübt.
eigentlich in einer art der vorhölle.

natürlich schaut ein arzt mit anderen augen, durch seine ausbildung sieht und erlebt er seine umwelt anders.
dennoch hätte er bequem in deutschland golf oder tennis spielen können, anstatt seine gesundheit in einem der vielen slums kalkuttas zu riskieren.

ich kenne seine "lehrerin" die ihn dazu motiviert hatte, sie ist eine sehr gute freundin, selbst kinderärztin, christin und budhistin, auch sie arbeit oft in diesem wahnsinn von kalkutta, auch unentgeltlich natürlich.

strahlende augen erst nachdem ein wenig hoffnung aufgetreten ist, wie der rundbrief beschreibt, den ich mit erlaubniss des schreibers, ausschnittweise in diesen post hinein copiere.

wie unterschiedlich doch lehrer sein können.
wie unterschiedlich ihre schüler sein können.
wie unterschiedlich die innere schau in der äusseren realität wirkt.

oder habe ich wiedereinmal nix verstanden:clown:

hier ein ausschnitt einer ander sicht.

2 wochen sind vergangen und die ersten 1600 patienten sind versorgt (von unserem 2er-team).
was mir in dieser zeit mehr und mehr auffaellt sind depressive stoerungen gerade unter der armen bevoelkerung, die haeufig zu einer somatiserung fuehren und entsprechend schwierg von anderen erkrankungen abzugrenznen sind (gerade wenn man nur 3-4 minuten fuer jeden patienten zu verfuegung hat). Diese stoerungen sind bereits schon im jugen alter deutlich sichtbar, insbesondere bei den vielen kindern und jugendlichen, die nicht zur schule gehen. verstaendlich wird dieser umstand, wenn man hier einmal sogenannte home visits mitmacht. dabei besucht man bestimmete patienten in ihrem zuhause und muss sehen, wie eine familie mit 7-10 menschen auf 7 oder 8 qm lebt. ich konnte es kaum glauben, bis ich es gestern mit meinen augen gesehen habe. manche dieser zimmer haben neben ihrere geringen groesse zudem noch nicht einmal putz an den waenden und sind feucht (weil kueche, bad und schlafen in einem zimmer). im schlimmsten fall aber haben sie noch nicht einmal ein fenster und so sitzt die familie die meiste zeit bei kuenstlichem licht, auf engstem raum! es sit somit also kein wunder, dass viele menschen in der folge depressiv werden, sich ansteckende erkrankungen wie ein lauffeuer ausbreiten und viele kinder und frauen (ein grossteil im slum ist muslimisch und damit groesstenteils verschleiert) an rachitis erkranken (alles natuerlich auch in rahmen der mangelernaehrung).

die tage in der ambulanz sind interessant aber auch schon ziemlich anstrengend, insbesondere wegen der grossen zahl an patienten, mit in der regel mehr als 3 symptomen. anders als in manila behandel ich hier in der hauptsache erwachsene patienten (60%, in manila 30%). das team ist allerdings sehr hilfreich und kann mir dann bei der schangeschaftsvorsorge auch mal den ein odere anderen tip geben : )

bloed sind die tage, wenn einem kinder (jetzt mehrere zwischen 4 und 7 jahren) vorgestellt werden, die nicht sprechen koennen und sonst auch verhaltensauffaellig sind. da es sich in diesen faellen haufig um eine geistige retardierung (mit teilweise auch koerperlichen behinderungen) handelt, wahrscheinlich im rahmen einer perinatalen komplikation, muss man dann als sozusagen erster behandelnder arzt der mutter erst einmal offenbaren, dass ihr kind wohl niemals so sein wird, wie die anderen kinder. das ist entsprechend hart, zumal die muetter viele jahre davon ausgegangen sind, dass bei ihrem kind ja sonst alles in ordnung sei. wenn man ihnen dann die prognose darstellt und ihnen ausser physiotherapie nicht viel bieten kann, wollen sie dies natuerlich nicht akzeptieren (zumal einige von ihnen uns als wunderheiler betrachten...).
tragisch, wenn auch anders, sind die patienten mit krebs hier, denen wir meist nur noch schmerz-medikamente durch ihre angehoerigen mitbringen lassen koennen, weil sie es selber nicht mehr in die ambulanz schaffen und in ihrer kleinen engen und dunklen huette auf den erloesenden tod warten. nur in seltenen faellen (kurativ) werden mittellose tumor-patienten hier operiert.

wie ihr seht, sind die probleme hier nach wie vor sehr facettenreich. aber auch, wenn man manch einmal das gefuehl hat, dass man hier doch nichts bewegen koennte, sind es genau in diesem moment die vielen strahlenden und dankbaren blicke der patienten, die einen wissen lassen, dass man auf dem richtigen weg ist!

ich wuensche euch allen alles gute! danke noch einmal fuer eure spenden!



Hallo Troubleshooter,

danke für Deinen Bericht. Ja, Du hast schon Recht, mein Bericht vom ersten Tag in Indien ist sicher der Bericht erst mal eines Touristen. Was ich u.a. aber auch deutlich machen wollte, ist, wie sich mein Empfinden von dem Empfinden meiner Begleiterinnen unterschieden hat, obwohl auch sie Touristen waren.

Und die Lehrerin, von der Du sprichst, schaut auf Indien mit einer anderen Aufgabe. Diese Aufgabe kannst Du auch hier in Deutschland erfüllen, wenn Du unsere Bettler siehst, die Besoffenen auf der Straße, die Kriminalität, die hier herrscht, viele viele Beispiele könnte ich da aufführen. Wenn ich also in einem Asylantenheim arbeite und Deutschland beurteile, dann habe ich ein anderes Bild. Wenn ich in einer Unterkunft für Betrunkene Obdachlose arbeite, habe ich von Deutschland ein anderes Bild.

Nunja, nun war ich ja nicht nur einen Tag in Indien. Natürlich habe auch Menschen in kleinen Dörfern besucht, habe auch die Hütten gesehen, in denen 15 Leute auf kleinstem Raum zusammenleben. Ich erinnere mich noch, als ich so eine Hütte betrat. Sie war innen drin völlig dunkel, ich konnte überhaupt niemanden sehen zuerst, bis meine Augen sich von der grellen Sonne draußen dem lichtlosen Raum angepaßt hatten. Drinnen saß eine Frau, die hatte gerade ein Kind bekommen. Das Kind lag auf dem Boden, eingewickelt in ein recht schmutziges Tuch, klein und dünn. Die Frau saß im Schneidersitz davor. Thema war, daß sie am nächsten Tag eine Gebärmutterentfernung vornehmen wollte, nachdem sie also kurz hintereinander zwei Abtreibungen hatte und jetzt gerade ein Kind geboren hatte. Ich versuchte ihr zu erklären, daß es nicht gut sein kann, nach zwei Abtreibungen und einer Geburt direkt schon wieder solch einen Eingriff vorzunehmen und erklärte ihr, daß es Verhütungsmittel gibt. Von der Pille hatte sie noch nie gehört, sie glaubte mir das nicht! Von Kondomen schon, aber der Mann will keines benutzen. Ich ging also raus und sprach mit dem Mann. Der lächelte mich an und schüttelte immer den Kopf. Ich hatte extra einen Übersetzer mitgebracht, damit es keine Mißverständnisse gibt. Aber ich hatte keine Chance. Weder die Frau noch der Mann nahmen mich sonderlich ernst und am nächsten Tag beobachtete ich also, wie die Familie zur Operation fuhren.

Auch habe ich erlebt, daß ein Ehepaar in dem Hausflur eines Hauses wohnte. Sie hatten ein Baby, aber nichts zu essen. Sie sind regelmäßig mit Essen versorgt worden, ließen es neben dem Baby liegen und aßen auch selbst nicht, was man ihnen gab. Das Baby starb nach ein paar Tagen.

Das ist eine Seite. Was mich da viel mehr berührt hatte, war das Bewußtsein, das so manchen dieser Menschen zu so manchen Dingen veranlaßte. Es gab auch Bettler, die verletzt waren, und der festen Überzeugung waren, daß sie kein Geld hatten, zum Arzt zu gehen und deshalb ihre Verletzung eitern ließen und sich entzünden ließen. Ich machte sie darauf aufmerksam, daß es in Puttaparthi ein Krankenhaus gibt, wo man nichts bezahlen muß. Sie glaubten es nicht, obwohl sie direkt in Puttaparthi lebten. Also mußte ich sie gemäß ihrer eigenen Überzeugung zu einem Arzt bringen und die Rechnung bezahlen.

Indien ist groß und voller verschiedener Facetten. Ich habe auch Menschen gesehen in größter Armut, voller Herz und mit diesem Leuchten in den Augen. Sie waren zufrieden. Man kann das auch nicht mit westlichen Maßstäben anschauen. Man muß selbst in Einfachheit leben, um dieses Leben schätzen zu lernen. Ich hab oft genug auf einem Plumpsklo gesessen, daß von Spinnen und anderem Ungeziefer übersät war, ich hab selbst auf der Straße geschlafen, und dieses Etwas gespürt, was den Menschen dort normal ist, während sie VOR ihren kleinen Hütten übernachten und das Leben eigentlich draußen passiert. Sie haben kleinen Raum in den Hütten, aber das Draußen gehört mit dazu. Sie haben einen Zusammenhalt innerhalb des Dorfes, sind füreinander da, wie das aussieht, hängt mit ihrem Bewußtseinsstand zusammen. Wenn man anfängt, darüber zu urteilen, und mit eigenen Maßstäben daran geht, kann man eigentlich nur noch schockiert sein. Ein bißchen reinbegeben in diese Welt und erleben, wie es ist, so zu leben, hilft. Gibt einem einen anderen Einblick.

Z. B. ist es Indien vollkommen verpönt, mit offenen Haaren herumzulaufen. Auch das Rauchen auf der Straße gilt nicht. Also ich spreche natürlich von FRAUEN. :-) Und davon, was die denken, wenn sie Westler mit offenen haaren sehen und auf der Straße rauchen. Alles Nutten. Ganz klar! Da gibt es auch kein rechts oder links. Zumindest bei den Dorfbewohnern nicht. Die wissen genau, was sich gehört und wissen auch genau, was das für ein Mensch sein muß, der sich so benimmt. Gehen die nach Deutschland, sehen, wie die Frauen hier herumlaufen, kommen sie recht bald dazu, das als für Deutschland als normal zu betrachten. werden sie doch überschwemmt von diesem Eindruck. JEDER macht es so. Es wird also normal. Das Urteil verschwindet irgendwie, denn nicht alle Frauen können Nutten sein.

Sowas kann auch in Indien passieren. Auch wir leben hier in Umständen, die wir als normal betrachten. Das Hetzen zu Arbeit, die finsteren Gesichter in der Straßenbahn, das nicht miteinander Reden, obwohl man auf engstem Raum zusammensitzt, das nicht Singen und Feiern, das nicht Lachen und Scherzen in der vollen Bahn, Sitten und Regeln sind hier anders, für uns normal. Wir halten das für angemessen. Ein Inder wird erschrocken sein, über das, was er hier zu sehen bekommt. Gibt es noch vieles, was ich da aufzählen könnte.
 
Danke Pyare und troubleshooter für eure lebensnahen Berichte!




Fakten sin fakten, und fakten haben keine zwei pespektiven.

es gibt nicht ein krieg zu führen und gleichzeitig nich zu führen.
Es gib nich gleizeitig arm zu sein un reich zu sein.
Es gib nicht gleizeitig krank zu sein und gesund zu sein.
blind un sehend
schwartz und weis
oben und unten
links und rechts
das ales gibts nicht gleichzeitig, und man kann die worte egal wie drehen

fakten bleiben fakten

Ja Moirra, du hast recht, Fakten bleiben Fakten.
Fakten sind unbewertete Tatsachen.
Es kommt aber die innere Haltung dazu.
Nun gibt es Menschen, die vom Schicksal zum Loslassen gezwungen werden.
Die einen werden sich der Aufgabe in Demut stellen und die Erfahrung machen, dass sie- wenn sie dem Wollen entsagen- in allem Elend von einer überströmenden Liebe innerlich getragen bleiben, die von Leben und Tod, Reichtum und Armut unabhängig bleibt.
Andere werden sich mit aller Kraft gegen die Annahme des Schicksals wehren und wahrscheinlich um so tiefer in die Auswegslosigkeit gezogen werden. Das wären dann die Menschen, die resignieren.

Ich urteile hier nicht über Lebensbedingungen. Das ist ein andres Thema, was ich sehr interessant zu besprechen fände...

Und eben diese Indienfahrer:
Diejenigen, die sich auf das Leid konzentrieren, werden wahrscheinlich eher die resignierten Gesichter in Erinnerung behalten und diejenigen, die nach dem inneren Licht suchen, speichern eher die strahlenden Menschen in ihrem Gedächtnis...
Beides ist da. Das ist Fakt :) .

@Alana:
Da geb ich dir recht. Schicksalsergebenheit heißt auch für mich nicht, dass alles so bleiben soll, wie es ist, sondern für mich heißt es offene Annahme der Gegenwart. Und dann die Aufgabe drin erkennen. Wir sitzen nicht passiv in unsrem Leben. Wir reagieren ständig. Erkennen, was unsre Lebenslage an Potential birgt und es erlösen...


Sole schrieb:
man kann gleichzeitig krank sein und gesund
auch kannst du sehr arm sein und doch sehr sehr reich
auch kannst du in Frieden leben und doch Krieg führen
und das größte Paradoxon ist, das du Gott bist und doch nicht Gott bist.
Wenn du dieses Paradoxon verstehst, hast du die Vorraussetzung geschaffen um irgendwann einmal selbst Welten zu erschaffen.
Wunderschön und klar ausgedrückt, finde ich!

K.S.
 
Guten Morgen,

ja, danke für eure Erlebnisberichte mal als erstes.

Dann, Sansara, finde ich deine Fragen ganz elementar, die du eben gestellt hast. Ich gehe da jetzt nicht im Detail darauf ein, hatte jedoch gerade eine andere Assoziation dazu. Und Kali, du weißt, daß ich die gestern nicht persönlich angesprochen habe, nur dein Beitrag hat mich inspiriert noch einmal etwas zum Ausdruck zu bringen. :liebe1:
Und Morschie, danke für die Frage nach der Demut, die möchte ich gerne mal aufgreifen jetzt.

Demut bedeutet für mich auch, das Image (Ego) zu demütigen, um es vom Thron zu stossen. Warum ? Damit der Trohn Gottes wieder von dem besetzt werden kann, der dort darauf gehört. Was nicht heisst, daß das Image-Ego eliminiert werden soll, keinesfalls, ich würde sagen, es gilt es zu verfeinern. Dafür müssen aber erstmal diverse (Image-)Schichten abgeschält werden.

So, um beim Thema zu bleiben - was macht also ein Meisterlehrer u.a. auch in (tiefer) in Übereinstimmung mit einem Schüler ? Er demütigt das Image. Ich möchte ausdrücklich betonen, daß Mißbrauch in meinem Weltbild und bei meinem Lehrern nicht dazugehört. Aber, es gibt genug andere Gelegenheiten, wo das Image/Ego herausgefordert werden kann. (Ganz sicher ein Grund, warum sich so viele davor so sehr fürchten .... es geht nämlich um Veränderungen, um echte Veränderungen.)

Die ganzen Disziplinen in der Schule sind darauf aufgebaut, neben der Wissensvermittlung (in philosophischer oder auch quantenphysikalischer Ausrichtung - da gibt es wirklich High-Lights :) ) also sie sind so aufgebaut, daß das Image herausgefordert, ermüdet wird - damit das ANDERE hervorbrechen kann. Was ist das andere ??? Nun, es ist der zweite Weg, den ich beschrieben habe, der Weg des Vaters im Innern.

Wenn du Stunde über Stunde über Stunde über Stunde mit verbundenen und Augen mit Hunderten anderer oder Tausenden über ein Feld rennst und auf etwas focussierst, was dort an einem Zaun angebracht ist und es darum geht, das innere Sehen zu entwickeln, dann kommt dir da ´ne ganze Menge in den Sinn.

"Ich habe Durst, ich habe Hunger, meine Füsse tun weh, ich bin patschnass, völlig durchgetrieft, muß dringend aufs Klo, was mache ich hier eigentlich für eine .....? Ich muß bescheuert sein, daß ich das hier tue, oh wieder nicht gefunden, ich bin nichts wert, schau mal, die anderen können es alle besser, ich tauge nichts, Zweifel, Unmut, Wut auf alles und jeden, wie lange denn oh Herr ... nochmal dauert das noch ? Will ins Bett, bin müde, morgen reise ich ab, so ein Blödsinn. Mann, hab ich einen an der Waffel, ob sie es jetzt ist ? Nein, wieder nicht. Ich gebe auf, ist mir schei..egal, ob ich meine Karte noch finde oder nicht. Sollen mich doch alle mal hier am .... . Morgen fahr ich sowieso nach Hause. Bin doch nicht blöd...........
Entspannung, ich fang an zu lachen, ist das göttlich, solch ein Blödsinn, sowas kann auch nur mir einfallen, naja und ein paar Hunderten anderen offenbar. Kichern, ist das köstlich, hab ich einen an der Waffel, *grins* innerliches oder auch äußerliches schallendes Lachen, naja, ich latsche halt so weiter hier, aufpassen, daß mir nicht weiter einer auf die Füsse trampelt wie vorhin, boah, das tat echt weh. Blöder Hammel, der. Nö, klappt ganz gut, keine Zusammenstösse mehr, komisch, irgendwie weichen alle aus oder ich weiche aus, na wie auch immer. Ah, der Zaun, mal gucken - oh *brüll* meine Karte, nein, ich habe meine Karte gefunden ist das geil ... juuhuu.... "

and so on.

Es darf sich belustigt werden, wer das möchte. Wer möchte, kann aber auch die tiefere Botschaft dahinter verstehen.

Es gibt ´zig andere Situationen, in die man geführt wird oder besser, sich eigenmächtig begibt und das tut übelst weh, oh, es geht immer und immer wieder darum, die Schichten abzuschälen und den Vater im Innern freizulegen, ganz einfach. Dafür muß man die Schichten kennen, sie ansehen und abschälen.

Und für diejenigen, die da mangelnde Liebe zu erkennen glauben, ich würde in diesem Fall das Konzept der *Bedingungslosen Liebe* mal überdenken und ggf. einer Erweiterung unterziehen. Und Liebe nicht immer (autokratisch nach eigenen Vorstellungen) einfordern, nur mal als Idee. Vielleicht birgt die *Bedingungslose Liebe* etwas mehr, als MENSCH vermutet.

:)
 
Unsere Vorfahren leben auch in der 5. Dimension, das ist schon jedem klar, ja?

In dieser Dimension ist der Geist der Lebenden, der Toten und der Untoten vereint.

Das ist ja das Schöne, unaussprechlich Schöne. Ich bin wieder bei meinem Vater. Der starb als ich sieben war. Das ist Fünfte Dimension. Verbunden sein, die Heilung alter Wunden.

:liebe1:

Liebe an Euch, weil es Euch Menschen gibt!!

C.
 
Der Tod selber-- auch Fünfte Dimension. Der ist da immer links hinter der Schulter unterwegs, sagen die Schamanen gerne. Das liegt an einer Achse die sie kennen, in der Bewußtsein verankert ist in unserem körperlichen Energiesystem. Daher hat der Tod seinen festen Platz. Wenn man ihn im Leben bemerkt, da links, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, daß man ihm dann auch im Tod wirklich begegnet, diesem universalen Meister. Denn man kann ihn nicht bemerken, wenn man nicht auch die rechte Schulter spüren lernt mit ihrem mythologischen Raum, den sie trägt wie ein Kreuz, und auch mit dem Wesen, das da hinter dieser Schulter steht und hinter dem Rücken mit dem Tod Händchen hält.

:liebe1:
 
Unsere Vorfahren leben auch in der 5. Dimension, das ist schon jedem klar, ja? In dieser Dimension ist der Geist der Lebenden, der Toten und der Untoten vereint. Das ist ja das Schöne, unaussprechlich Schöne. Ich bin wieder bei meinem Vater. Der starb als ich sieben war. Das ist Fünfte Dimension. Verbunden sein, die Heilung alter Wunden.
Lieber Trixi,

Aja - so kann ich mit der 5. Dimension etwas anfangen. Ich nenne es "seelische Wirklichkeit". In der kann man sich seelisch bereits jetzt bewegen. Und da kannst Du sicher auch der Seele Deines Vaters begegnen. Bei ihm SEIN zu wollen (das ist mehr als "ihm begegnen" - das führt üblicherweise in die Todessehnsucht, oder ? Da wäre es gut nachzufragen, ob das überhaupt in seinem Sinne ist - ob er nicht mit anderem beschäftigt ist.

In der seelischen Wirklichkeit (der 5. Dimension) treten doch meist verwandschaftliche Beziehungen zurück - da hier die Erfahrungen des Bogens ALLER Leben zählen (und da ist man sich in verschiedensten Beziehungskonstellationen begegnet.)

LG, Reinhard
 
1. Demut bedeutet für mich auch, das Image (Ego) zu demütigen, um es vom Thron zu stossen. Warum ? Damit der Thron Gottes wieder von dem besetzt werden kann, der dort darauf gehört. Was nicht heisst, daß das Image-Ego eliminiert werden soll, keinesfalls, ich würde sagen, es gilt es zu verfeinern. Dafür müssen aber erstmal diverse (Image-)Schichten abgeschält werden.

2. So, um beim Thema zu bleiben - was macht also ein Meisterlehrer u.a. auch in (tiefer) in Übereinstimmung mit einem Schüler ? Er demütigt das Image.
1. Das meinte ich, dass immer auch politische Situationen in spirituelle Bilder einfließen : das Bild des (Königs)Throns. Vielleicht geht es auch darum, den Thron mit zu entrümpeln.

2. Nein. Das wäre spirituelles Sadomaso. Ein "Meisterlehrer" demütigt nicht. Niemals. Er begleitet einen durch Erfahrungen, in denen man unter anderem demütig wird. Zur Demut führt vor allem die ehrliche Begegnung mit sich selbst und das Erleben der Liebe, die einem geschenkt ist.

Die Sprache unterscheidet mit gutem Grund zwischen "demütig werden" und "gedemütigt werden".

Wer gedemütigt wird, wird in der Regel nicht demütig sondern hart.

LG, Reinhard
 
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So, um beim Thema zu bleiben - was macht also ein Meisterlehrer u.a. auch in (tiefer) in Übereinstimmung mit einem Schüler ? Er demütigt das Image.

Wenn du Stunde über Stunde über Stunde über Stunde mit verbundenen und Augen mit Hunderten anderer oder Tausenden über ein Feld rennst und auf etwas focussierst, was dort an einem Zaun angebracht ist und es darum geht, das innere Sehen zu entwickeln, dann kommt dir da ´ne ganze Menge in den Sinn.

Entspannung, ich fang an zu lachen, ist das göttlich, solch ein Blödsinn, sowas kann auch nur mir einfallen, naja und ein paar Hunderten anderen offenbar. Kichern, ist das köstlich, hab ich einen an der Waffel, *grins* innerliches oder auch äußerliches schallendes Lachen, naja, ich latsche halt so weiter hier, aufpassen, daß mir nicht weiter einer auf die Füsse trampelt wie vorhin, boah, das tat echt weh.

Es gibt ´zig andere Situationen, in die man geführt wird oder besser, sich eigenmächtig begibt und das tut übelst weh, oh, es geht immer und immer wieder darum, die Schichten abzuschälen und den Vater im Innern freizulegen, ganz einfach. Dafür muß man die Schichten kennen, sie ansehen und abschälen.

Liebe Amanda!

Wenn ich das richtig verstanden habe, geht es darum, das Ego abzubauen, indem man an die "Grenze" geführt wird.

Ich erinnere mich an viele Situationen in meinem Leben, in denen ich an einer Grenze stand.

Als ich z.B. verzweifelt versuchte, ein Baby zu reanimieren und erkennen musste, wie UNWICHTIG doch 90% der Dinge sind, über die wir uns den Kopf zerbrechen.

Als ich in einem anderen Fall ein Herz wieder zum Schlagen brachte - da weisst Du dann, was GLÜCK sein kann.

Als ich, weil der Arzt zu spät kam, einem Baby auf die Welt helfen durfte, und als es in meine Hände rutschte und ich das erste Mal WUSSTE, was DEMUT bedeutet.

Als ich eines Tages im überflutetem Keller stand und einen Ofen vor dem Explodieren bewahrte, indem ich bereits weißglühende Kohlen herausschaufelte und vor lauter Dampf nichts mehr sah. Ich hatte Gummistiefel an, war im Nachthemd und heulte, weil ich mir keinen neuen Ofen leisten konnte und meine drei Kinder nicht frieren sollten. Es war Silvester - und alle anderen Familien feierten zur selben Zeit fein mit Kaviar und Sekt. Und ich kämpfte im Dampf verbissen um einen Ofen, der jederzeit in die Luft fliegen konnte. Dann kam dieses Gefühl - ich wusste auf einmal, wie skurril das Leben sein kann - und ich stand in meinen Gummistiefeln und zerkugelte mich über mich selbst, über die Situation, über alles. Und ich schaffte es.

Liebe Amanda, das waren nur einige wenige Beispiele, ich könnte stundenlang noch erzählen. Was ich damit sagen möchte: DAS LEBEN ist mein Allerheiligster Meister. Es bietet "Grenzen" ohne Ende. Und LIEBE, wohin Du guckst.

Liebe Grüße
Reinfriede
 
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