Glück - Ein Versuch über Werte

Kvatar

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*irrsinnig-freu* !!!!! :):):)



Ich bin nicht mein Körper
Ich bin nicht meine Gedanken
Ich bin nicht meine Gefühle

Vielleicht bin ich der, der Körper, Gedanken und Gefühle beobachten kann???




MEIN LIEBER SCHOLLI - JETZT BIN ICH ABER MAL IRRSINNIG BEEINDRUCKT !!!


Also ganz im Ernst - Du hast den Nagel sowas von auf den Kopf getroffen - denn genau darum geht es. Das ist es, das unser Leben zu einer so unglaublichen Chance macht und uns Menschen Spiritualität und Freiheit schenkt.


Tja, jetzt bin ich erstmal sprachlos vor Freude. :winken5:
Und weiss gar nicht, was ich jetzt noch sagen soll, denn alles Wichtige hast Du ja nun gesagt. Was könnte man dem noch hinzufügen ? Der Rest ist Mitgefühl und Freiheit, und das Ende von Schmerz und Leid. Was Du verstanden hast, musst Du jetzt noch in Deinem Herzen verankern, indem Du den (oder "das") findest, der das Leben beobachtet.




Vielleicht ist es besser, sich nun zurückzuziehen.




Ich wünsche Euch allen alles Gute und ein befreites Leben.

Euer Kvatar
 
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LilaLuna

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Hi Cailinn,

freu mich, wenn Dir mein Beitrag gefallen hat. Ich lese übrigens Deine auch immer mit Interesse.

Liebe Grüsse

:winken5:
 

LilaLuna

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Hi Mara,

"was bringt es dir....................distanzierst?"

Es bringt mir unendlich viel. Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie mein Leben aussehen würde, wenn Osho mir diesen schmalen Spalt nicht gezeigt hätte. Er öffnet die Tür zur Ewigkeit, im Hier und Jetzt.

Das war so schön an Osho, du konntest seinen Geschichten lauschen und später in den Gruppen und Meditationen konntest du für dich deine Wahrheit herausfinden.

In einer sehr sanften Meditation (wir lagen auf dem Boden und redeten gibberish) passierte es plötzlich, dass mein Körper sich verselbständigte. Er flog gleichzeitig zickzack und wellenförmig durch den Raum und blieb millimetergenau vor einem Heizkörper liegen ohne irgendeine Verletzung. Es ist absolut unmöglich eine solche Bewegung willentlich auszuführen. Ich selbst war in diesem Moment nicht in meinem Körper. Ich befand mich leicht oberhalb davon. So etwas ist mir später nie wieder passiert, aber ich weiss seit diesem Tag, dass ich NICHT mein Körper bin.

Viel viel wichtiger aber war für mich die Erfahrung, dass ich NICHT meine Gefühle bin und dass gegensätzliche Gefühle eins sind.

In einer Astrogruppe hab ich das erfahren. Wir beschäftigten uns mit den Planeten und zwar nicht so sehr theoretisch, sondern vielmehr versuchten wir ihre Energie zu erspüren. Mit Musik, Bewegung, Spielen und allem Möglichen anderen versuchten wir uns das Wesensprinzip der Planeten zu vergegenwärtigen.
Aus irgendeinem Grund fing ich plötzlich an zu heulen. Wir waren stark sensibilisiert und ich hab eh nah am Wasser gebaut.... Ein einfacher, trauriger Gedanke, an den ich mich nicht mal mehr erinnere löste diese Reaktion aus. Ich weinte und weinte und weinte. Anfangs war der Gedanke noch da, aber dann liess ich ihn los und ging vollkommen in das Weinen hinein.

Ich weinte nicht mehr, ich war zum Weinen geworden, nur noch das Weinen war da und plötzlich musste ich lachen.................... Lachen...lachen....lachen....lachen................................................
Nur ein Verrückter kann so lachen.
Dann weinen. lachen, weinen, lachen. Es war Wahnsinn: Es war dasselbe.

Wir saßen anschließend in einem Kreis. Jeder zog eine Tarotkarte. Ich weiss nicht mehr, was für ein Deck das war.
Auf meiner Karte stand : WIE OBEN SO UNTEN

Manchmal leide ich (seelisch). Ich erinnere mich dann an jenen Tag. Ich setze mich an einen ruhigen schönen Platz, entspanne mich und gehe so tief wie möglich in meinen Atem. Anfangs sind die Gedanken noch da, die an meinem Leid hängen. Ich lasse sie langsam los und fühle nur noch den SCHMERZ. Ich fühle wie er sich ausbreitet. Mit meinem Atem tauche ich tiefer und tiefer in ihn hinein und ob du es glaubst oder nicht, plötzlich ist er weg und FREUDE ist da.

Und da fragst du noch, was es mir bringt?

Es hat sogar bei körperlichen Schmerzen funktioniert. Mir tut selten was weh, aber bei der Geburt von meiner Tochter hatte ich sofort sehr starke Wehen in ganz kurzen Abständen.

Ich ging mit dem Atem in meine Schmerzen und sie waren trotz anhaltender Wehen weg.
Das Problem war, ich war auch weg. Mein Körper war wie Wasser, das nach beiden Seiten wegfloss.

Ich bekam Angst und zog die Schmerzen vor.

"wo ich hinkomme, wenn ich mich nicht selbst liebe?"

Du hast schon recht , mit deiner Frage.
Ich müsste ein bischen nachsichtiger mit mir sein, ein bischen geduldiger, ein bischen liebevoller.

Na ja, was nicht ist , kann ja noch werden.



:reden:
 

LilaLuna

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Hi Kvatar,

ich hab das Ernst gemeint mit dem Postfach. Ich finds wirklich nicht.

Was soll ich dir sagen???

Ich denke, du weisst, was ich weiss und bist auf einem ähnlichen Weg.

Kannst du verstehen, dass ich mich nicht annehmen kann, in meiner Verstricktheit in Gedanken, in meiner Gebundenheit an Gefühle, in meiner Weigerung, ím Hier und Jetzt zu bleiben.

Ich sehe den Weg, einen Weg, der sich in die Unendlichkeit verliert.

Ich weiss jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt und der Entscheidung ihn zu gehen.

Kannst du verstehen, wie sehr ich darunter leide, dass ich diesen ersten Schritt nicht wage??? Und kannst du verstehen, warum ich trotzdem zögere und mich nicht entscheiden kann???

Weisst du was ich glaube was der Grund ist???

liebgewordene alte Gewohnheiten. Habituationen.
Es ist bequemer so. Und morgen ist ja auch noch ein Tag.




:winken5:
 
M

Mara

Guest
Hi LilaLuna,

das hat mir jetzt sehr gut gefallen und jetzt verstehe ich auch erst, was Du gemeint hast.

Ja - das kenne ich - auch ich habe dieses Prinzip bei der Geburt meines Sohnes angewendet - und ich gehe genauso mit meinen "negativen" Gefühlen um. Ich gehe hinein, kuschel mich in das Leid, die Wut, den Hass, den Schmerz und dann irgendwann löst es sich auf und was bleibt, ist Klarheit und Freude. Meistens kommt dann eine sehr tiefe Zufriedenheit, die ich als "Glück empfinden" definieren würde. (Eine Geburt ist doch eigentlich gar nichts anderes, oder?)

Die Abstände werden von mal zu mal länger und der "Negativ"-Zustand wird immer kürzer...

Es gibt unheimlich viele Menschen, die Leid erst gar nicht zulassen. Das hatte ich aus Deinem Posting herausgelesen und da bin ich nicht mit einverstanden. Das ist Verdrängen und diese Wut, das Leiden sucht sich dann einen anderen Kanal - irgendwo in der Welt. Das ist jedenfalls meine Theorie... Gut und Böse - Glück und Unglück gehören nun einmal zusammen!

Es tut mir leid, dass Du noch keine so gute Meinung von Dir hast, aber, LilaLuna, geh da weiter, wo Du jetzt bist, Du machst das sehr gut und bist doch auf dem Weg. Wenn sich die ersten Erfolge einstellen, geht es immer leichter, Du findest immer mehr von Dir in Dir und je mehr Du Dich findest und annehmen und lieben kannst, desto mehr kommt dieses Gefühl auch von außen zu Dir.

Ich spreche aus Erfahrung. Egal, wo Dich Dein Weg auch langführt, und wenn es noch so ein dichter Dschungel ist und Dich nur Dunkelheit umgibt - geh durch - freu Dich. Am Ende lohnt es sich ;) ...

Es dauert leider, aber dafür ist es dann für immer. Denk da mal drüber nach, wenn Du kannst. Alles was sich in Dir auflöst, verändert, verändert sich für immer. Du brauchst es nur einmal machen - dann nie wieder...

Los - geh voran!

mara :wut2:

PS: Dein Postfach ist das, wo die priv. Nachrichten drin rumliegen. Kvatar hat Dir wohl noch nichts rübergeschickt ...
 

LilaLuna

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Hi Mara,

jetzt schweifen wir zwar ab vom Thema oben aber sei´s drum.

Ich finde es ziemlich schwierig mich selbst anzunehmen. Ich weiss ja nicht mal wer ich bin. Die Facetten, die ich von mir wahrnehme, empfinde ich als Masken. Es sind Masken, die mir so schlechte Dienste erweisen, dass es mir nicht schwerfällt, mich von ihnen abzugrenzen. Ich kann sie auch nur ertragen, indem ich sie als Masken erkenne. Aber was ist dahinter? Wenn ich nicht zu blind wäre, es zu sehen, würde ich es ja vielleicht lieben. Wer weiss? Aber ich sehe nur die Masken, und die hasse ich.

Ich will mal mit einem Beispiel konkret werden. Vielleicht kannst Du mir dann ja einen konkreten Rat geben:

Allzuviel rede ich nicht. Ich höre eigentlich lieber zu. Wenn ich aber rede, dann kommen Worte aus meinem Mund, die absolut hohl und fast roboterhaft sind. Wenn ich nicht über meine Zunge stolpere oder fast an meiner Stimme ersticke, dann ist das schon ein echtes Erfolgserlebnis. Mit guten Bekannten ist es anders aber auch da fühle ich mich getrennt.

Kommunikation ist etwas, das man als kleines Kind lernt. (Die Schaltungen im Gehirn werden angelegt). Bei mir war da ein schlechter Elektriker am Werk. Er hat viele Kurzschlüsse eingebaut und die jetzt im Nachhinein zu reparieren ist verdammt schwierig. Ich verzweifele da manchmal dran. Ich bin nämlich ein noch schlechterer Elektriker. Mit einem Kurzschluß den ich beseitige kreiere ich fünf neue.

Ich geb´s aber nicht auf.

Liebe Grüsse


:debatte:
 
M

Mara

Guest
Hi LilaLuna,

je mehr ich von Dir lese, desto mehr denke ich:

Schick doch einfach mal keine Energie mehr in dieses: Ich hasse mich...

Dreh die Sache doch mal um:

Schreib mir mal 10 Sachen auf, die Du an Dir magst...

Schreib mir mal auf, was Du gerne machst, was Du liebst...

Schreib mir mal auf, was Du gut kannst...

mara
 

LilaLuna

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Hi Mara,

frag mich, was das soll?
10 Dinge, die mir an mir gefallen? Soll das eine Art Therapie sein?
Na gut, ich spiel´s mit das Spiel:

- ich bin mutig
- ich kann Sex geniessen
- ich bin gesund
- wenn ich falle, stehe ich wieder auf
- wenn alles über mir zusammenbricht und ich den Boden unter den Füssen verliere, dann konzentriere ich mich auf den nächsten Schritt in der Luft. Und dann wieder den nächsten. Und nochmal den nächsten. Und wie durch ein Wunder fasse ich wieder Fuss. (das mag ich sehr an mir, dass ich das kann)
- ich habe Sinn für Ästhetik und Kunst
- ich kann gleichzeitig in verschiedene Richtungen denken
- ich kann es geniessen, alleine zu sein
- ich kenne einen Punkt in mir, da bin ich unverletzlich.
- ich kann mich vollkommen in Musik verlieren.

was ich gerne mache?liebe?

Reisen, tanzen, Musik hören, wandern, barfuss laufen, Wind in den Haaren, Gebirgsbäche, Meer, Sonne, einen klaren Nachthimmel voller Sterne, Gänseblümchen, Kerzen, Lagerfeuer, Kamin, Gitarrenmusik und dazu gesungene Lieder, Teich mit Froschgequake, Verkleiden, Lesen.....
Mit Freunden quatschen, leben, feiern...
Ich liebe die Liebe. Sie verwandelt alles. Blumen blühen bunter, das fahle Licht des Mondes fängt an zu leuchten, der Bewegung wachsen Flügel...

was ich kann?

Fahrradfahren, schwimmen, träumen, faulenzen, VERSTEHEN, teilen, warten, jeden Tag neu beginnen....

:debatte:

Es gibt Tage,
leicht und zart wie Engelsflügel.
Und andere,
bleischwer, unerträglich in ihrer Last.

Ich kann mir sagen,
es liegt an mir,
wie ich es sehe,
das Glas:
Halbleer oder halbvoll.

Ich habe aufgehört zu sagen.
Ich pflücke Blumen,
wenn sie blühn,
und wenn der Winter
seine Schatten wirft,
umarme ich den Schmerz.
 
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LilaLuna

Mitglied
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Mara,

wenn ich jetzt sagen würde, das kann doch nicht dein Ernst sein, willst du mich jetzt verarschen, dann wäre das ja wieder negativ.

Also gehe ich das Risiko ein und sage:

warmes Hühnersuppenkribbeln im Bauch.....

:clown2: :roll:
 
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