Glaubenskriege

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Tiana

Guest
Hier möchte ich einfach mal ein aktuelles Thema in den Raum stellen.
Was haltet Ihr davon, wenn Menschen verschiedener Glaubensrichtungen zu erbitterten Feinden werden?
Ob es Moslems gegen Christen, Hindus gegen Moslems oder Juden gegen Moslems sind und umgekehrt.
Überall auf der Welt sind Auseinandersetzungen im Namen des jeweiligen Gottes im Moment aktuell.
Ich finde, es ist furchtbar!
Wo doch aller Glauben nur einen Ursprung hat!
Ich würde mich über Eure Meinungen sehr freuen!
Tiana :angry2:
 
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Astarte

Guest
Ich vermute (es entspräche jedenfalls sehr der menschlichen Natur), daß es auch bei religiösen Kriegen - wie bei jedem Krieg - um ganz andere Dinge geht: um Ressourcen (Sudan, Israel-Palästina), um Macht (Taliban), um Wer-hat-recht (dito), um wer-setzt-sich-durch, wirtschaftlich und politisch (USA). Götter und heere Ziele werden da gerne vorgeschoben.
 

LaCaro13

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Hallo @ all.

Ich finde es einfach schrecklich, wenn Menschen sich Aufgrund ihres unterschiedlichen Glaubens bekriegen. Jeder hat ein Recht auf seinen Glauben und niemand darf gezwungen werden etwas anderes zu glauben! Das war ja auch eine schreckliche Zeit, als die Christianisierung statt fand: Indianer etc. wurden ihres Glaubens beraubt, viele wollten aber ihren alten Glauben behalten. Doch ihnen blieb ja fast nichts anderes übrig, als dem Christentum zu folgen. Das soll jetzt keineswegs eine Verurteilung des Christentums sein, sondern lediglich als Beispiel zur Veranschaulichung dienen.
Ich finde es einfach SCHRECKLICH und UNFAIR wie die unterschiedlichen Religionen sich untereinander bekriegen - ich kann es nur immer und immer wiederholen. "Leben und leben lassen", ist meine Devise. Solange in den einzelnen Religionen niemand zu schaden kommt, gilt öffentliche Religionsfreiheit. Man kann andere Religionen anzweifeln, das steht außer Frage; aber nicht auf unfairer Basis. Ich hoffe, ihr versteht was ich meine.

In diesem Sinne,
alles Liebe und Kopf hoch - alles wird gut;
glG, eure LaCaro13.
 

Christoph

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Hallo Ihr,

Religion und Glauben haben vornehmlich die Funktion, dass über sie ein System reguliert, wer dazugehört und wer nicht. Wenn die Religion dabei noch beinhaltet, dass jene, die ihr angehören, "besser" sind, als jene, die ihr nicht angehören, dann ist Krieg vorprogrammiert.

Die Einen meinen, mehr Rechte zu haben, als die Anderen. Sie fühlen sich beim Angriff im Recht und berufen sich auf Höheres.

Dabei wissen wir aber nicht, im Dienst welcher größeren Kraft sie dabei stehen. Vielleicht sind bei solchen Kriegen alle Parteien vor einer größeren Kraft nicht nur gleich sondern stehen beide im Dienste derselben.

Der Sinn dahinter mag sich uns nicht erschließen, wie vieles. Aber vor diesen Kräften sind sie dennoch einander ebenbürtig.

Liebe grüße
Christoph
 

Sick_Spasmoid

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Ich finde es immer wieder interessant, wie gegen Kirchen gewettert wird, der Glaube aber immer herausgehalten wird. Schließlich ist so eine Religion der Nährboben für die ganzen Auswüchse. Monotheistische Religionen haben immer einen universellen Wahrheitsanspruch. Ich spreche jetzt von den grundauf gläubigen Schäfchen. Sie sind der Meinung den Schlüssel zum ewigen Glück zu haben, und sind auch noch durch ihr Buch gezwungen, die frohe Botschaft zu verbreiten. Sie dürfen nicht tolerant sein, weil das Anerkennen anderer Glaubensrichtungen ihren eigenen Glauben relativieren würde;wenn es nur einen Weg zu Gott gibt, und man der Meinung ist, ihn gefunden zu haben, dann muß man einfach den anderen Glaubensrichtungen gegenüber intolerant sein. Ansonsten wäre man nicht fest im Glauben.
:schaukel:

Danke für euer interesse an meiner kleinen Ausführung! :danke:
 

zauberweib

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weise gesprochen.
ich weiss nicht, ich glaub die merken nicht mal, welchen blech sie verbreiten, indem sie einerseits die liebe predigen, andererseits aber alles und jeden bekämpfen, der ihren glauben nicht teilt. :(

ich bin der meinung, dass die die immer noch missionierend in der gegen rumlaufen, und alles "andere" als böse und schlecht bezeichnen,nichts begriffen haben, von dem, was eigentlich in ihrem jeweiligen buch drinsteht. es sind bedauernswerte tröpfe - und seit ewigen zeiten wird dieses scheuklappendenken dazu verwendet, um (weltliche) macht an sich zu reissen. eigentlich ist jeder, der behauptet es gäbe nur einen "richtigen" glauben und das ist natürlich der eigene, und demzufolge sind alle anderen böse und müssen vernichtet werden, ein fundamentalist.

dazu gehört mE auch eine partei die sich "partei bibeltreuer christen" nennt. mir wirds jedesmal übel, wenn ich an deren plakat vorbei muss (was leider täglich der fall ist :( ) auch das hat mE etwas sehr ausschliessliches: ala "wir (weiss, christen) gut, alle anderen: böse, weg damit!) :((((

grüsslies
zauberweib
 

fckw

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@all
Was ist denn das für eine Toleranz hier in diesem Thread, der bibeltreue Christen als Schafe bezeichnet? Was sind denn das für Missionare hier in diesem Thread, welche in ihrem fanatischen Glauben und ohne Begründung den andern das Missionieren verbieten wollen?
 

Christoph

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Ich sag es ja: wer sich rechten Glaubens wähnt, der meint, mehr rechte zu haben als die anderen. und da kommt dann schon mal so etwas heraus.

Im Sinne meines vorgängigen Beitrages können sich auch so manche "Erleuchtete", "Heiligen" und "Esoteriker" (wem der Schuh passt, der ziehe ihn sich an...) angesprochen fühlen. Und ich selbst muss natürlich genau so vor meiner eigenen Haustüre kehren.

Und offenbar ist das nur allzu menschlich und hat seinen Platz, oder?

Kein Glaube, keine Religion, keine Kultur sind besser oder schlechter als irgendeine andere. Vor etwas Größerem sind wir einander gleich. Im Angesicht des Unsagbaren, Nichtbezeichenbaren, wie der Schöpfung sind sie alle klein und wirmit ihenen, auch wenn wir uns in ihrem Dineste wähnten und damit so groß.

Es geht hier auch um Entrüstung. Entrüstung ist moralisch und erhebt den Entrüsteten ebenso scheinbar über den anderen, wie eine Religion, die sich bessser wähnt, als andere. Das gilt auch für jene, die so sehr "gegen" die etablierten oder die eine oder andere Religion wettern.

Wer sich gar auf Gott beruft und so tut, als wäre er beauftragt, der achtet Gott nicht. Denn wenn es Gott oder Götter gibt, die allmächtig wären, dann hätten sie sicher nicht die HIlfe der Empörten nötig. wer sich im Auftrag Gottes empört und über andere stellt, der flucht Gott. (So weit zu den Monotheisten)

Bert Hellinger sagt über die Entrüstung auf seiner HP:

Im Angesicht eines Entrüsteten können die Opfer ihr Leid und die Täter die Folgen der Schuld nur schwer hinter sich lassen. Bliebe es den Opfern und Tätern selbst überlassen, den Ausgleich und die Versöhnung zu suchen, könnten sie sich gegenseitig einen neuen Anfang gestatten. Doch vor Entrüsteten gelingt das nur schwer, denn Entrüstete sind in der Regel nicht eher befriedigt, bis sie die Täter vernichtet und gedemütigt haben, selbst wenn es die Leiden der Opfer verschlimmert.

Ich glaube, die gilt in gleichem Maße für Opfer und Täter von Religionskriegen.

Liebe Grüße
Christoph
 
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Sick_Spasmoid

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fckw schrieb:
@all
Was ist denn das für eine Toleranz hier in diesem Thread, der bibeltreue Christen als Schafe bezeichnet? Was sind denn das für Missionare hier in diesem Thread, welche in ihrem fanatischen Glauben und ohne Begründung den andern das Missionieren verbieten wollen?

Das mit den Schafen steht in der Bibel. Missionieren verbietet dir Niemand. Wenn ich das tun würde, wäre ich nicht besser als du. Denk einfach nur mal über den Inhalt deiner Mission nach. (Ich gehe mal aufgrund deiner aufbrausenden Reaktion davon aus, das du dich der Herde hinzurechnest)

In den Diskussionen auf diesem Board wurde das Christentum schon hinreichend zerpflückt; da muß ich eigentlich kaum noch was schreiben.

... und zitieren liegt mir nicht! :rolleyes: :schaukel:
 
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