Ich mag auch Kerzen - und vieles an Symbolik allgemein. Natürlich war ich schon im Kölner Dom - aber wenn ich auf Reisen bin, zieht es mich oft eher in die kleine Kapellen als in imposante Bauwerke. Auch habe ich dort schon Kerzen angezündet - obwohl mir bewusst ist, dass niemand etwas davon hat (außer die übliche Spende an "Brot für die Welt" oder so.)
Kerzen sind ja nun in vieler Hinsicht Symbolträger. Hat man ein Date oder lädt zum Festessen ein, stehen meist Kerzen auf dem Tisch.
Grabkerzen scheinen mir eher in katholisch geprägten Gegenden üblich zu sein.
Es gibt sogar Videos, in denen man stundenlang auf eine flackernde Kerze sehen kann.
Zur Mückenabwehr stellen viele an lauen Sommerabenden Kerzen auf - und mein Eindruck ist, dass auch sie eher ein Symbol für Hoffnung sind, als dass sie einen echten Nutzen hatten.
Ein Volksmärchen:
Ein alter Vater wollte entscheiden, welcher seiner drei Söhne sein Erbe antreten sollte. Er gab jedem etwas Geld und stellte ihnen die Aufgabe, einen Raum mit etwas zu füllen.
Der erste Sohn kaufte Stroh (oder Heu) und füllte den Raum teilweise damit.
Der zweite Sohn kaufte Federn und ließ sie im Raum umherfliegen. Sie flogen zwar durch den Raum, sanken dann aber zu Boden.
Der dritte Sohn wartete bis zum Abend, stellte eine Kerze in die Mitte des Raumes und zündete sie an. Das Licht erfüllte den ganzen Raum.