Ich müsste wahrscheinlich einfach wissen, wozu so ne Schubberei gut ist, so dass es mich nicht mehr aus den Latschen haut bei jedem Windhauch, oder eher, warum es mich so aus den Latschen haut, das ist mir ja noch nicht wirklich klar. Ich empfinde so ne Schubberei nicht als hocherotisch, sondern als pervers.

So gesehen bin ich wirklich nicht zentriert in mir. Ich bin ja sowieso immer "alleine" in dem Sinne, aber mich dem zu stellen, ist so saumäßig hart.

Und das was ich glaube, haben zu müssen, dadurch dass ich mich auch an anderen schubbere, ist wohl am Ende auch wertlos, wenn nicht gar unmöglich zu kriegen.
nun ja, bei mir ist es so, daß ich mich immer da schubbere, wo ich mich noch entwickeln kann. Bzw. halte ich da die Reibe raus, wo ich weiß, daß man mich nicht mehr wundschubbern kann, weil ich da an dieser Stelle schon heile bin. Oder ich halte einen Spiegel hin, oder erzähle etwas und gebe etwas von mir selber Preis. Manchmal kann der Andere damit etwas für sich dann beginnen.
Es ist halt auch immer die Frage: stelle ich mich überhaupt schon dem, was ich bin und was ich erlebe? Oder will ich es noch wegbekommen und lieber etwas anderes erleben?
Im kleinen Teil ist doch immer auch die Ganzheit enthalten; holografisch gesehen.
hm. Im Kern eines Apfels ist der gesamte Apfelbaum enthalten. Nur im Kern. Im gesamten großen Rest des Apfels und auch des Apfelbaums aber
nicht.
Der Apfelkern ist also sozusagen die Essenz des Apfelbaums. Er enthält die holographische Information, aus der heraus sich ein Apfel im Holon entfaltet.
Analog dazu ist es vielleicht die menschliche Aufgabe, den eigenen Kern zu finden, aus dem sich die gesamte Information abrufen läßt. Eine Möglichkeit, zu diesem Kern zu finden, ist, den Kern als gegeben und unveränderbar, als gottgeschöpft, hinzunehmen und ihn nicht verändern zu wollen.
Es entsteht dadurch innerer Frieden. Vielleicht erst nur kurz, aber wenn man bemerkt, daß man aus dem Frieden wieder herausgefallen ist, kann man einfach wieder zurückfinden. Weil man den Weg schon kennt. Man muß einfach nur erkennen, daß da ein Kern ist in mir, in dem alles gut ist, in dem ich nichts verändern muß, sondern um den herum ich mich als Mensch wandeln kann.
Das beinhaltet, daß man die eigenen Erinnerungen zuläßt im Erkennen, warum man so ist, wie man ist und lernt, es letztlich so zu lassen. "Ich habe dieses da erlebt, daher bin ich so und so geworden." Wenn man dies so lassen kann, ist schon viel gewonnen. Nicht mehr sein zu wollen, als man hier und jetzt ist, ist eigentlich sehr einfach. Dann vergeht jede Menge Leid schon einfach so.
lg