Gespräche mit Simi über Simi, Gott und das Leben

Na man selbst macht sich zur Reibungsfläche. Bewußt und aktiv, indem man sich auf eine bestimmte Weise einbringt, so daß sich andere "Schubbern".

Es gibt große Fische, die schwimmen herum und lassen sich von kleinen Fischen Ablagerungen von der Haut knabbern. Das ist immer so und wird auch immer so bleiben, solange es Fische gibt.

Der Punkt an der Sache ist, dass ich damit nicht in Frieden bin; ich will aber in Frieden damit kommen, und da komm ich an der Sache nicht vorbei. Ich kann nix dafür, dass andere meinen, sich an mir schubbern zu müssen (oder doch?).
 
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Um echten Frieden zu finden, bleibt einem doch gar nix anderes übrig als sich abzuarbeiten. Was bringts mir, wenn ich mich rausnehme, die Sache aber innerlich mitnehme - gar nüscht.

Echten Frieden wirst Du empfinden, wenn Du das Dich-Abarbeiten läßt und anerkennst, daß es nichts gibt, das abgearbeitet werden müßte. Dann tritt Frieden ein, lege da meine Hand für in's Feuer. ;-)
 
Hallo Fynn,

ich kann mir vorstellen, dass Chia sich nicht mehr getraut hat, ihr eine pn zu schreiben, bzw. hat er es einfach gebraucht, das öffentlich zu sagen, um nicht allein zu sein damit. Ich frage mich, wie das wohl ausgesehen hat (Simis pn), denn ich dachte eigentlich, dass es nimmer schlimmer kommen kann, als sie es kürzlich öffentlich gemacht hat ("Du langweilst mich mit deinen Posts", etc.)

Was ich unerträglich fand war die Bekanntgabe ihrer Sichtweise, daß Chia Hormone nimmt, um irgendeine spirituelle Veränderung zu erfahren. Aber das ist typisch für Leute, die im Nichts sitzen, daß sie eben das Individuum vermeiden zu sehen. Und dann entstehen solche Verletzungen.

Auf der anderen Seite ist natürlich Chia vielleicht ein Individuum, das eben in der Tat lernen muß, sich abzugrenzen. Das sagt sie ja auch immer wieder selber, daß sie das lernen muß. Mich ekelt ja die Hörigkeit Simi gegenüber, die sie hier in den Posts gezeigt hat, seit geraumer Zeit an. Chia hat das aber auch reflektiert an anderer Stelle und beschäftigt sich mit der Art, wie sie sich Freunde sucht und sich in Beziehung gibt. Dieses Anderen-Menschen-Verfallen ist ihr sehr bewußt und ich schreibe es ihr seit geraumer Zeit auf, daß sie das besser reflektiert. Mir tut das selber weh, wenn ich das lese und würde so gerne helfen. Aber ich weiß, daß ich nur Angebote machen kann indem ich mitschreibe.
 
Echten Frieden wirst Du empfinden, wenn Du das Dich-Abarbeiten läßt und anerkennst, daß es nichts gibt, das abgearbeitet werden müßte. Dann tritt Frieden ein, lege da meine Hand für in's Feuer. ;-)

Na wenn das so ist.... deine Erfahrung kannst du mir ja allerdings auch nicht eintrichtern, so ein Mist. ^^

Wahrscheinlich projizier ich einfach nur meine Angst vor dem Nichtliebenswertsein auf mein Umfeld. Und dann sind die dran Schuld, dass sie nicht mir zuliebe sich so verhalten, wie ich das gerne hätte.
 
Der Punkt an der Sache ist, dass ich damit nicht in Frieden bin; ich will aber in Frieden damit kommen, und da komm ich an der Sache nicht vorbei. Ich kann nix dafür, dass andere meinen, sich an mir schubbern zu müssen (oder doch?).
Das ist eben die Frage, denke ich: wer bestimmt, mit wem Du dich schubberst und wie?

Ich glaube daß auf der Grundlage eines gesunden "ich bin" eigentlich nichts geschehen kann durch die Schubberei Anderer. Es ist sogar ganz schön, sich mitzureiben und wahrzunehmen, was im eigenen Gedankengefühl dadurch vielleicht geschieht. Das ist der persönliche Spaß für mich hier bei der Teilnahme. Aber "ich bin" sollte doch immer dahinter sein.

Die Frage ist, wie Du in dieses "ich bin"-Gefühl hinein kommst und wie Du es Dir dauerhaft erhalten kannst, nicht wahr? Oder? Weiß nicht.

lg

P.s.: ich meine: Eins ist klar: wenn ich laufend identifiziere: "ich bin so und so, weil [astrologischer Zusammenhang]", dann fokussiere ich mich stets auf ein winziges Teil von mir und habe es schwer, meine Präsenz bei meinem "ich bin", also in meiner Ganzheit, zu halten.
Von daher ist ja die Lehre oft auch die, daß man nicht geistig lernen soll, ohne den Körper zu schulen und in ihm Präsenz zu erreichen. Ohne das wird's schwer, denn man wird sich laufend nur als Teil von sich selber empfinden, weil man einen Aspekt fokussiert und sich so mit ihm identifiziert. Das verfranselt und führt nicht in die Einheit, nicht in die Verkörperung und so weiter. Verwirklichung erlebt man so wohl auch nicht, sondern nur Fragen, Fragen, Fragen.

Das ist der Nachteil an Büchern. :)

Vielleicht hilft es, sich ein Fernglas zu kaufen und zu sehen, was Sterne wirklich sind. :thumbup:
 
Es muss ja doch irgendwo in meiner Absicht liegen, sonst würde mir das nicht genauso widerfahren. Ich kann mich nicht aus der Gleichung rausnehmen, das kann keiner, jeder hat einen Anteil an dem, was ihm widerfährt, das ist auf jeden Fall so, wär ja sonst ungerecht.

Die Annahme, das Leben wäre gerecht, ist der erste Irrtum. Der zweite Irrtum ist die Annahme, das alles einen Sinn haben müsse.

Was aber, wenn es eben keinen Sinn, sondern nur Ereignisse gibt? Was, wenn die Annahme, dass Rauch immer auf Feuer hinweisen muss, nachweislich falsch ist?

Was mir widerfährt hat nicht jedenfalls ursächlich mit mir zu tun - zur falschen Zeit am falschen Platz genügt schon, um auf der Titelseite zu erscheinen.

Mensch hat aufgrund archaischer Erfahrung leider noch keine Möglichkeit, Ursache-Wirkung Regelkreise beliebig weit zu dehnen. Meist bleibt es bei ganz simplen Konstrukten, die viabel abbilden, was mensch gerade bemängelt.

Diese bekannte Unzulänglichkeit unseres Denkorgans allerdings zum zentralen Inhalt der Lebensphilosophie zu machen, greift etwas (bedenklich) kurz. Auf diesen Schienen fahren alle populistisch-totalitären Ansprüche...
 
Na wenn das so ist.... deine Erfahrung kannst du mir ja allerdings auch nicht eintrichtern, so ein Mist. ^^
Nein, man kann immer nur helfen dabei, zu erkennen. Wenn ich zum Beispiel schreibe, daß das Beenden des Abarbeitens, das Aufgeben des Widerstands und so weiter zum Frieden führt, dann ist das logisch und verständlich - an sich.

Was wäre es denn für eine Haltung, was wäre es denn für ein Erleben, wenn es anders wäre? "Versetze" Dich doch einfach mal in die Situation des inneren Friedens mit Dir selber und der Welt hinein. Antizipiere das doch mal, "tu doch mal so". So kannst Du es vielleicht schon erfassen, indem Du einfach mal einen natürlichen, großen Frieden in Dir herstellst.

Dazu ein buddhistischer Text, über den ich selber mal Frieden gefunden habe in mir wie soviele andere auch:


Lass ruhen in natürlichem, großem Frieden
diesen erschöpften Geist,
hilflos geschlagen von Karma und neurotischen Gedanken,
wie von der unbarmherzigen Gewalt der wütenden Wogen,
im unendlichen Ozean von Samsara.
Lass ruhen in natürlichem, großem Frieden.

lg
 
Das ist eben die Frage, denke ich: wer bestimmt, mit wem Du dich schubberst und wie?

Ich glaube daß auf der Grundlage eines gesunden "ich bin" eigentlich nichts geschehen kann durch die Schubberei Anderer. Es ist sogar ganz schön, sich mitzureiben und wahrzunehmen, was im eigenen Gedankengefühl dadurch vielleicht geschieht. Das ist der persönliche Spaß für mich hier bei der Teilnahme. Aber "ich bin" sollte doch immer dahinter sein.

Die Frage ist, wie Du in dieses "ich bin"-Gefühl hinein kommst und wie Du es Dir dauerhaft erhalten kannst, nicht wahr? Oder? Weiß nicht.

Ich müsste wahrscheinlich einfach wissen, wozu so ne Schubberei gut ist, so dass es mich nicht mehr aus den Latschen haut bei jedem Windhauch, oder eher, warum es mich so aus den Latschen haut, das ist mir ja noch nicht wirklich klar. Ich empfinde so ne Schubberei nicht als hocherotisch, sondern als pervers. :rolleyes: :D So gesehen bin ich wirklich nicht zentriert in mir. Ich bin ja sowieso immer "alleine" in dem Sinne, aber mich dem zu stellen, ist so saumäßig hart. :autsch: Und das was ich glaube, haben zu müssen, dadurch dass ich mich auch an anderen schubbere, ist wohl am Ende auch wertlos, wenn nicht gar unmöglich zu kriegen.

P.s.: ich meine: Eins ist klar: wenn ich laufend identifiziere: "ich bin so und so, weil [astrologischer Zusammenhang]", dann fokussiere ich mich stets auf ein winziges Teil von mir und habe es schwer, meine Präsenz bei meinem "ich bin", also in meiner Ganzheit, zu halten.
Von daher ist ja die Lehre oft auch die, daß man nicht geistig lernen soll, ohne den Körper zu schulen und in ihm Präsenz zu erreichen. Ohne das wird's schwer, denn man wird sich laufend nur als Teil von sich selber empfinden, weil man einen Aspekt fokussiert und sich so mit ihm identifiziert. Das verfranselt und führt nicht in die Einheit, nicht in die Verkörperung und so weiter. Verwirklichung erlebt man so wohl auch nicht, sondern nur Fragen, Fragen, Fragen.

Im kleinen Teil ist doch immer auch die Ganzheit enthalten; holografisch gesehen. :zauberer1
 
Na wenn das so ist.... deine Erfahrung kannst du mir ja allerdings auch nicht eintrichtern, so ein Mist. ^^

Wahrscheinlich projizier ich einfach nur meine Angst vor dem Nichtliebenswertsein auf mein Umfeld. Und dann sind die dran Schuld, dass sie nicht mir zuliebe sich so verhalten, wie ich das gerne hätte.

Nein - eintrichtern von Erfahrungen macht wenig Sinn. Aber als Angebot zur Refexion sind sie hilfreich. Du akzeptierst ja Adlers Überlegungen auch widerspruchslos - dabei sind das nur geschickt formulierte Annahmen, nicht einmal Erfahrungen eines längst Verstorbenen.

Die Ängste, die ihr in eurer kleinen nach Sichten strebenden Gruppe zum Dreh- und Angelpunkt macht, sind - das ist schon lange bekannt - Negativ-Affirmationen, die unter keinen Umständen zielführend sind. Wer sich wie das Kaninchen auf seine Angst-Schlange fixiert, darf sich nicht wundern, durch sie gebissen zu werden.
 
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Ich müsste wahrscheinlich einfach wissen, wozu so ne Schubberei gut ist, so dass es mich nicht mehr aus den Latschen haut bei jedem Windhauch, oder eher, warum es mich so aus den Latschen haut, das ist mir ja noch nicht wirklich klar. Ich empfinde so ne Schubberei nicht als hocherotisch, sondern als pervers. :rolleyes: :D So gesehen bin ich wirklich nicht zentriert in mir. Ich bin ja sowieso immer "alleine" in dem Sinne, aber mich dem zu stellen, ist so saumäßig hart. :autsch: Und das was ich glaube, haben zu müssen, dadurch dass ich mich auch an anderen schubbere, ist wohl am Ende auch wertlos, wenn nicht gar unmöglich zu kriegen.
nun ja, bei mir ist es so, daß ich mich immer da schubbere, wo ich mich noch entwickeln kann. Bzw. halte ich da die Reibe raus, wo ich weiß, daß man mich nicht mehr wundschubbern kann, weil ich da an dieser Stelle schon heile bin. Oder ich halte einen Spiegel hin, oder erzähle etwas und gebe etwas von mir selber Preis. Manchmal kann der Andere damit etwas für sich dann beginnen.

Es ist halt auch immer die Frage: stelle ich mich überhaupt schon dem, was ich bin und was ich erlebe? Oder will ich es noch wegbekommen und lieber etwas anderes erleben?

Im kleinen Teil ist doch immer auch die Ganzheit enthalten; holografisch gesehen. :zauberer1
hm. Im Kern eines Apfels ist der gesamte Apfelbaum enthalten. Nur im Kern. Im gesamten großen Rest des Apfels und auch des Apfelbaums aber nicht.

Der Apfelkern ist also sozusagen die Essenz des Apfelbaums. Er enthält die holographische Information, aus der heraus sich ein Apfel im Holon entfaltet.

Analog dazu ist es vielleicht die menschliche Aufgabe, den eigenen Kern zu finden, aus dem sich die gesamte Information abrufen läßt. Eine Möglichkeit, zu diesem Kern zu finden, ist, den Kern als gegeben und unveränderbar, als gottgeschöpft, hinzunehmen und ihn nicht verändern zu wollen.

Es entsteht dadurch innerer Frieden. Vielleicht erst nur kurz, aber wenn man bemerkt, daß man aus dem Frieden wieder herausgefallen ist, kann man einfach wieder zurückfinden. Weil man den Weg schon kennt. Man muß einfach nur erkennen, daß da ein Kern ist in mir, in dem alles gut ist, in dem ich nichts verändern muß, sondern um den herum ich mich als Mensch wandeln kann.
Das beinhaltet, daß man die eigenen Erinnerungen zuläßt im Erkennen, warum man so ist, wie man ist und lernt, es letztlich so zu lassen. "Ich habe dieses da erlebt, daher bin ich so und so geworden." Wenn man dies so lassen kann, ist schon viel gewonnen. Nicht mehr sein zu wollen, als man hier und jetzt ist, ist eigentlich sehr einfach. Dann vergeht jede Menge Leid schon einfach so.

lg
 
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