Hallo Waldkraut,
die Lebensweise der Menschen hat sich verändert. Mehr vom "irgendwie überleben müssen" hin zur individuellen Verwirklichung.
So muss eine Frau nicht zwangsläufig gebären, den Haushalt führen und es ihrem Mann bequem zu Hause halten, es darf auch gerne 50:50 oder sogar umgekehrt sein. Damit gibt es bestimmt auch einige negative Aspekte, besonders darum, weil wir uns gesellschaftlich in einer Umorientierungsphyse befinden.
Für gesund halte ich feste Rollen, die an das Geschlacht gebunden sind, jedenfalls nicht und ich finde es gut, dass es viele verschiedene Beziehungs- und Familienmodelle gibt und auch heute geben darf.
Das schließt rückwärtsgerichtete Lebensweise natürlich mit ein, meint: konservativ Kinder-Küche-Kirche. Wenn eine Frau das mag darf sie auch heute so leben. Sie darf aber selbstverständlich auch Single bleiben, ab und an einen Lover nebsther laufen haben und eine berufliche Managerkarriere starten. Oder eben mit einer andren Frau eine Liebes- und Lebensbeziehung führen. Oder Single bleiben.
Ebenso gilt es für den Mann. Welcher Homosexuelle hatte denn bitte vor 50 Jahren noch eine echte Chance mit seinem Geliebten offen zusammen zu sein, geschweige denn zu heiraten und ein Kind zu adoptieren? In einigen Ländern geht dies bereits und auch das finde ich gut. Das ein Mann eben nicht buckeln muss, die Famile ernähren, sie zeitgleich kaum mehr zu Gesicht bekommen, weil eine berufliche Karrire, wo Mann genug verdient seine Lieben durchzubringen, nun mal viel Zeit und Engagement einfordert. Genau da sehen sich heute auch viele Männer nicht mehr, als Versorger und Ernährer. Entsprechend gibt es auch gleichberechtigte Modelle, wo beide Eltern sich die Erziehungsaufgaben wirklich fair teilen.
Das würde in deinem konservativen Weltbild alles nicht sein dürfen. Das Leid, das dieser Zwang aber eben auch mit sich brachte, kannst Du es nicht sehen oder möchtest Du es nicht sehen? Es war früher nicht alles besser. Nur gezwungener, festgelegter, einengender für alle Beteiligten.
LG
Any