Gender-Mainstream

Du könntest dir mal bewusst werden, dass es "grüne Fanatiker" waren, die hier sowas wie Umweltschutz eingeführt haben (auch wenn die meisten von ihnen inzwischen eher neoliberal sind und das mit den ursprünglichen Grünen nicht mehr viel zu tun hat.
Ich bin alt genug, das Aufkommen der Grünen vor 30 Jahren miterlebt zu haben. Mit Umweltschutz mit Sinn und Verstand hatten die es nie. Es waren immer Traumtänzer...

LG
Grauer Wolf
 
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Grauer Wolf
Es waren immer Traumtänzer...
Das ist gar nicht mal so ne schlechte Wortwahl! Es erinnert mich an die Tänze der Indianer, die ja auch nicht primär von dem Intellekt oder der Ratio gelenkt werden, sondern vom Instinkt und der Intuition ausgehen. Auch viele Menschen aus dem Aufbruch der 68er gingen weg vom Intellekt und wandten sich der Intuition zu - Naturverbundenheit war damals auch ein wichtiges Thema - und aus diesem Weltbild bildeten sich die Grünen heraus um eine bessere Welt zu schaffen, aber da es leider immer Verzögerer, Blockierer und Ewiggestrige gab und gibt, konnte diese Neue Welt nicht geschaffen werden (jedenfall nicht im Großen - einzelne Menschen gingen schon ihren Weg weiter - siehe Naturverbundenheit Storl und andere, Bio-Anbau, gesunde Nahrung etc). Die Menschen wurden in den Politikapparat eingegliedert und sind heute kaum noch von anderen Politikern zu unterscheiden. Und die Ideen inspirierten dann andere und die menschlichen Partei-Konserven machten es zu ihrer Idee (z.B. Energiewende) wobei Merkel da ziemlich gegen die in ihrer Partei übliche Starrheit ankämpfen musste.

LGInti
 
Zuletzt bearbeitet:
GrauerWolf #161
Egal, was die grünen Fanatiker rumspintisieren, bestimmte Verhaltensweisen dürften im Menschen genetisch fixiert sein, insb. der "Brutpflegetrieb" bei Frauen (Puppenspiele bei Mädchen) und der "Jagdtrieb" bei Männern (körper- und kraftbetonte Spiele bei Jungs). Alleine schon der Geschlechtsdimorphismus und Hormonhaushalt beim Menschen zeugt davon (übrigens bei allen Säugetieren!). Wobei die unzweifelhaft vorhandenen Unterschiede in einer technisierten Zivilisation nicht mehr das Gewicht haben wie zu Urzeiten...
Daß es eine beträchtliche Schnittmenge gibt, bestreite ich nicht, aber das grüne "Alles ist gleich, es gibt keine Unterschiede resp. sie sind anerzogen." ist einfach nur {Selbstzensur}.
Wir nennen uns zwar zivilisiert, aber trotzdem schlägt in uns das Herz unserer Vorfahren von vor zig tausenden Jahren, von denen uns nur eine sehr dünne Tünche der "Zivilisation" trennt.
Vor dem Hintergrund wundert mich die zitierte Beobachtung gar nicht...

Und was genau hat dieser Beitrag mit Gender-Mainstreaming zu tun?
Dabei geht es um das soziale Geschlecht, sprich die verschiedenen möglichen Verhaltensweisen, die wir (unabhängig vom biologischen Geschlecht) in unserem sozialen Kontext ausleben (können).
GrauerWolf #169
Wenn er selber den Wunsch hat, ist das kein Thema, soll er... Brisant wird's, wenn durch Kindergärtnerin oder Grundschullehrerin in diese Richtung gedrängt wird, obwohl er eigentlich nicht will und lieber Fußball oder mit Autos spielt... Und genau da hin stößt die Initiative der grünroten Weltverbesserer...

Kleiner Filmtipp: Billy Elliot – I will dance
Darin wird auch deutlich mit welchen Voruteilen und Klischees Menschen zu kämpfen haben, die Neigungen etwas außerhalb der derzeit geltenden, sehr traditionellen Rollenbilder verwirklichen möchten. Gender-Mainstreaming möchte diese klischeehaften Stereotypen aufweichen und es Männern wie Frauen gleichermaßen erleichtern, ihren gleichberechtigten Platz im Leben zu finden.
Es geht dabei dezidiert nicht um Zwang, sondern um geeignete Rahmenbedingungen.
 
Ich bin alt genug, das Aufkommen der Grünen vor 30 Jahren miterlebt zu haben. Mit Umweltschutz mit Sinn und Verstand hatten die es nie. Es waren immer Traumtänzer...

LG
Grauer Wolf
Nur mal als Beispiel: In den 70ern war der Rhein hier eine Giftkloake, gesäumt mit toten Fischen. Heute gibt es wieder Lachse darin, und man kann darin schwimmen, ohne Ausschlag zu kriegen. Und das ist der grünen Umweltpolitik zu verdanken, die den Menschen die Gefahr der allgemeinen Umweltverschmutzung bewusst gemacht hat.
Die, die früher gegen die langhaarigen Bombenleger und Spinner geschimpft haben, regen sich heute selbst über die kaputte Natur auf.
und die menschlichen Partei-Konserven machten es zu ihrer Idee (z.B. Energiewende) wobei Merkel da ziemlich gegen die in ihrer Partei übliche Starrheit ankämpfen musste.
Merkel hat Umweltschutz auch nur da gefördert, wo es ihren Interessen diente. Nach Fukushima hat sie den Atomausstieg versprochen, weil die Menschen noch geschockt waren, und ein anderes Programm viele Wählerstimmen gekostet hätte. Jetzt rudert sie wieder zurück, denn sie will sich nicht wirklich mit der Atomlobby anlegen.
Sorry, ist OT, aber das Geschimpfe über die rot-grüne Gefahr ist ziemlich penetrant.
 
GrauerWolf schrieb:
Wenn er selber den Wunsch hat, ist das kein Thema, soll er...

Kein Thema sagst du. Aber ist es nicht so, dass ein Junge, der mehr auf Puppen und Ballett steht, als auf Autos und Fußball, immer noch belächelt, wenn nicht gar als Schwuchtel beschimpft und ausgegrenzt wird? Diesen gesellschaftlichen Druck gilt es zu beseitigen, sonst ist es mit der Entscheidungsfreiheit, die du ja offenbar jedem zugestehst, nicht weit her. Siehst du dieses Problem nicht als solches oder wenn doch, hast du Vorschläge, was man dagegen tun könnte?


GrauerWolf schrieb:
Aber "bunte Vielfalt" hat im Sexualkundeunterricht imho nichts zu suchen.

Ja genau, lasst uns sexuelle Orientierung weiter tabuisieren und in der Öffentlichkeit totschweigen, sonst kommen all diese Andersartigen am Ende noch auf die Idee, dass sie normale Menschen seien.


GrauerWolf schrieb:
diese grünroten "Sexperten" mit ihren kruden Ideen...die GrünSozen...die rotgrünen Pädophilenversteher...der grünroten Weltverbesserer...

Mein Gott, wurdest du mal von einer Grünen wegen eines Sozis sitzengelassen oder so?


Gruß
McCoy
 
Brisant wird's, wenn durch Kindergärtnerin oder Grundschullehrerin in diese Richtung gedrängt wird, obwohl er eigentlich nicht will und lieber Fußball oder mit Autos spielt...
Ich kenne viele Pädagogen und keinen Einzigen, der das anstellt.
Aber ich stelle mir gerade Folgendes vor:
Ein Mädchen legt ein Weihnachtsbaby in die Krippe und ein Junge einen VW Touareg.
Weltbild wieder okay?
 
Nun ja, ich habe tatsächlich schon von erzieherischen Konformierungsversuchen in Schweden gelesen, auch aus Quellen der Gender Leute selbst. Das ging dann weit darüber hinaus, dass es ok wäre sich auch wie ein Mädchen zu verhalten. Nein, die Kinder wurden dazu genötigt.

Allerdings kannte ich das auch, dass es äußerst unangenehm für Jungen sein konnte für schwul erklärt zu werden. Das passierte mir als Kind teilweise auch in der Schule, weil ich introvertiert und schüchtern war, obwohl ich nicht schwul bin.

Man kann es schon übertreiben, und es wird auch übertrieben, in beide Richtungen. Die andere Richtung wäre unter anderem die Segregation nach Geschlechtern in islamisch britischen Schulen (vor kurzem in einem anderen Thread von erfahren), aber man könnte auch reine Jungen- und Mädchenschulen nennen. Halte ich nichts davon.

Die Kinder sollten zusammen in den Kindergarten und in die Schule gehen, gleich behandelt werden, aber tun worauf sie Lust haben. Es gibt fast immer eine sinnvolle Mitte.

LG PsiSnake
 
Wenn er selber den Wunsch hat, ist das kein Thema, soll er... Brisant wird's, wenn durch Kindergärtnerin oder Grundschullehrerin in diese Richtung gedrängt wird, obwohl er eigentlich nicht will und lieber Fußball oder mit Autos spielt... Und genau da hin stößt die Initiative der grünroten Weltverbesserer...

LG
Grauer Wolf
Gib doch einfach mal einen Link, wo das passiert. Also wo Kindergärtnerinnen Jungs dazu zwingen, mit Puppen zu spielen.
 
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Wow, das ist aber jetzt ein ganz schön harter Text ...
Ich arbeite selbst im Pflegeheim und sehe ganz verschiedene Schicksale, jeden Tag.
Die wenigsten "Alten" gehen freiwillig ins Heim und die wenigsten Angehörigen fühlen sich selbst wohl damit.
Ich weiß nicht was du für Menschen kennst, aber das klingt für mich noch gruseliger als ich es sehe.
Man kann es so sehen wie du es schreibst, wenn man das will, aber das bestätigt mir eigentlich nur, was ich zur Familienzerstörung denke.
Ich weiß, dass auf den ersten Blick einiges, was ich meine, etwas "altmodisch" klingt. Aber Mode hat meiner Ansicht nach nichts damit zu tun ob es für ein menschliches Wesen gesund ist.

LG
Waldkraut

Hallo Waldkraut,

die Lebensweise der Menschen hat sich verändert. Mehr vom "irgendwie überleben müssen" hin zur individuellen Verwirklichung.

So muss eine Frau nicht zwangsläufig gebären, den Haushalt führen und es ihrem Mann bequem zu Hause halten, es darf auch gerne 50:50 oder sogar umgekehrt sein. Damit gibt es bestimmt auch einige negative Aspekte, besonders darum, weil wir uns gesellschaftlich in einer Umorientierungsphyse befinden.
Für gesund halte ich feste Rollen, die an das Geschlacht gebunden sind, jedenfalls nicht und ich finde es gut, dass es viele verschiedene Beziehungs- und Familienmodelle gibt und auch heute geben darf.

Das schließt rückwärtsgerichtete Lebensweise natürlich mit ein, meint: konservativ Kinder-Küche-Kirche. Wenn eine Frau das mag darf sie auch heute so leben. Sie darf aber selbstverständlich auch Single bleiben, ab und an einen Lover nebsther laufen haben und eine berufliche Managerkarriere starten. Oder eben mit einer andren Frau eine Liebes- und Lebensbeziehung führen. Oder Single bleiben.

Ebenso gilt es für den Mann. Welcher Homosexuelle hatte denn bitte vor 50 Jahren noch eine echte Chance mit seinem Geliebten offen zusammen zu sein, geschweige denn zu heiraten und ein Kind zu adoptieren? In einigen Ländern geht dies bereits und auch das finde ich gut. Das ein Mann eben nicht buckeln muss, die Famile ernähren, sie zeitgleich kaum mehr zu Gesicht bekommen, weil eine berufliche Karrire, wo Mann genug verdient seine Lieben durchzubringen, nun mal viel Zeit und Engagement einfordert. Genau da sehen sich heute auch viele Männer nicht mehr, als Versorger und Ernährer. Entsprechend gibt es auch gleichberechtigte Modelle, wo beide Eltern sich die Erziehungsaufgaben wirklich fair teilen.

Das würde in deinem konservativen Weltbild alles nicht sein dürfen. Das Leid, das dieser Zwang aber eben auch mit sich brachte, kannst Du es nicht sehen oder möchtest Du es nicht sehen? Es war früher nicht alles besser. Nur gezwungener, festgelegter, einengender für alle Beteiligten. ;)

LG
Any
 
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