Fußball Europameisterschaft 2020 / 2021

  • Ersteller Ersteller SchattenElf
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Wer wird Fussballeuropameister 2020 / 2021 ?

  • Frankreich

    Stimmen: 3 12,5%
  • Spanien

    Stimmen: 0 0,0%
  • Italien

    Stimmen: 7 29,2%
  • Deutschland

    Stimmen: 4 16,7%
  • England

    Stimmen: 4 16,7%
  • Niederlande

    Stimmen: 0 0,0%
  • Kroatien ( als Vizeweltmeister)

    Stimmen: 1 4,2%
  • Sonstige

    Stimmen: 5 20,8%

  • Umfrageteilnehmer
    24
Ich finde, Auswüchse (speziell im Fussballsport, aber nicht nur da) dürfen und müssen auch mal angesprochen werden.
Der Bau der Sportstätten (plus Infrastruktur) hat in Katar tausende Menschen das Leben gekostet.
An die 6500 Tote wurden von der Regierung offiziell zugegeben, die Dunkelziffer dürfte noch um vieles höher sein, weil es größtenteils Wanderarbeiter aus anderen Ländern betrifft, die wie Sklaven behandelt wurden.

Und dann rennen dort auf diesem blutgetränkten Boden hochbezahlte Fussballmillionäre herum und lassen sich feiern und scheffeln noch mehr Millionen samt ihren Clubs und Managern und dem ganzen milliardenschweren Business.
Das ist derart obszön und krank, das hat mit einem völkerverbindenden Sportfest nichts mehr zu tun.

Ich hatte da selbst einen Thread dazu aufgemacht. Katar hätte die WM nie bekommen dürfen, und danach hätte sie definitiv abgesagt werden müssen.

Man kann aber nicht von individuellen Fußballern verlangen, dass sie den WM-Traum aufgeben für einen Veranstaltungsort, den sie nicht zu verantworten haben. Die Bosse stehen in der Verantwortung.
 
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Ich finde, Auswüchse (speziell im Fussballsport, aber nicht nur da) dürfen und müssen auch mal angesprochen werden.
Der Bau der Sportstätten (plus Infrastruktur) hat in Katar tausende Menschen das Leben gekostet.
An die 6500 Tote wurden von der Regierung offiziell zugegeben, die Dunkelziffer dürfte noch um vieles höher sein, weil es größtenteils Wanderarbeiter aus anderen Ländern betrifft, die wie Sklaven behandelt wurden.

Und dann rennen dort auf diesem blutgetränkten Boden hochbezahlte Fussballmillionäre herum und lassen sich feiern und scheffeln noch mehr Millionen samt ihren Clubs und Managern und dem ganzen milliardenschweren Business.
Das ist derart obszön und krank, das hat mit einem völkerverbindenden Sportfest nichts mehr zu tun.

Da stimme ich dir zu 100% zu.
Genauso war aber dann auch falsch die WM2018 in Russland austragen zu lassen. Auch wenn man natürlich die Mißstände in Katar und in Russland nicht 1:1 vergleichen kann.
Das kann man alles diskutieren, wenn man möchte und es ist auch legitim.

Die von der Münchner Stadtregierung geplante Lichteraktion im Spiel gegen Ungarn, wo der Orban ja auch geplant hatte persönlich im Stadion als Zuschschauer zu erscheinen, wäre ein direktes politisches Statement gegen das Gesetz gewesen, welches auf demokratischen Weg zustande gekommen ist.
Wie ich schon sagte, mir gefällt das Gesetz auch nicht und mir gefällt auch vieles nicht was in Ungarn passiert.
Klar, die EU ist eine politische Wertegemeinschaft. Und ich teile diese Werte persönlich auch.
Allerdings handelt es sich dabei um westliche Werte, also den Werten von Westeuropäischen Ländern.
Die osteuropäischen Visegradstaaten, deren Regierungen alle nach den demokratischen Regeln an die Macht gekommen sind, teilen diese Werte aber nicht so und zu 100 %
Nun kann man sagen: Ja dann sollen sie eben aus der EU austreten, wenn sie die westlichen Werte nicht zu 100% teilen.
Ich sage: Der Fehler wurde gemacht als man die Osteuropäischen Staaten viel zu schnell in die EU aufgenommen hat.
Und da sollten sich die Westeuropäischen Staaten mal selber an die Nase greifen warum sie das damals so über das Knie gebrochen hatten.
Sie wollten nämlich damals Osteuropa, bevor Russland wieder zu einer ernst zu nehmenden Macht wird, vor dem russischen Einflussbereich fern halten.
Und heute hat die EU den Salat. Heute muss sie sich mit osteuropäischen "Querdenkern" herrumärgern.

Wer traurig darüber ist dass die von der Münchner Stadtregierung geplante Lichteraktion von der UEFA verboten wurde, der ist nicht traurig weil er demokratisch denkt, sondern weil er moralisch denkt.
In einem anderen Thread, wo ich von einer sich langsam abzeichneten Moraldiktatur schrieb und wo ich unter anderem von @Tommy harsch als Rechtspopulist bezeichnet wurde, hatte ich schon auf das Problem hingewiesen welches entsteht, wenn die Prämisse der Politik nicht mehr von der demokratisch gewählten Mehrheit bestimmt wird, sondern von einer lautstarken moralisch überzeugten Minderheit, welche meint ihre moralische Vorstellung wäre ein ewiges Nonplusultra.
Dabei geht es in der Debatte um die Lichteraktion garnicht wirklich um die Rechte von LGBTI-Menschen, sonder um ein politisches Zeichen ,welches umbedingt gesetzt werden soll.
Denn wenn man mal erhlich ist, mit solch einer geplanten Lichteraktion, wo die ungarischen Nation sogar als ganzes und der Orban,der im Stadion noch sitzt, gedemüdigt werden sollte, erreicht man doch nur das Gegenteil.
Es sollte eine ( politische) Demütigung werden, nicht mehr und nicht weniger.
Aber das hat im Sport absolut nichts zu suchen.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ich hatte da selbst einen Thread dazu aufgemacht. Katar hätte die WM nie bekommen dürfen, und danach hätte sie definitiv abgesagt werden müssen.

Man kann aber nicht von individuellen Fußballern verlangen, dass sie den WM-Traum aufgeben für einen Veranstaltungsort, den sie nicht zu verantworten haben. Die Bosse stehen in der Verantwortung.
Verlangen nicht, aber es ist trotzdem ein Jammer, dass kaum einer von selber auf die Idee kommt.
Ich benötige jetzt keine Erklärungen über "sich emporgekämpft" und darüber, wie viel die fürn ihren Erfolg opfern usw. usw. usw., das weiß ich selber. Grad wenn man sich von unten raufgekämpft hat, kanns kein Ding der völligen Undenkbarkeit sein, dass man die Solidarität mit anderen "unten" auch mal über den eigenen Profit und Erfolg stellen kann. Und nein, "so ist halt die das Pofisport-Geschäft und die kapitalistische Welt" - Erklärungen sind jetzt ebenfalls nicht nötig. Es ist schlicht und ergreifend einfach nur abartig, was da abgeht.
 
In einem anderen Thread, wo ich von einer sich langsam abzeichneten Moraldiktatur schrieb und wo ich unter anderem von @Tommy harsch als Rechtspopulist bezeichnet wurde, hatte ich schon auf das Problem hingewiesen welches entsteht, wenn die Prämisse der Politik nicht mehr von der demokratisch gewählten Mehrheit bestimmt wird, sondern von einer lautstarken moralisch überzeugten Minderheit, welche meint ihre moralische Vorstellung wäre ein ewiges Nonplusultra.

Ja, bin sowieso ein moralischer Subjektivist letztlich, und Demokratie meint NICHT, dass meine angeblich großartige ethische Position gewinnt (und das wäre Demokratie), sondern dass der Willen der Bevölkerung insgesamt respektiert wird. Ich sehe da also ebenfalls totalitäre Sichtweisen.

Das hat natürlich durchaus Grenzen. Wenn die Mehrheit, selbst durch faire Abstimmung, der Minderheit das Wahlrecht direkt, oder indirekt (indem man zum Beispiel viel Geld bezahlen muss um zu wählen) entzieht, oder wenn die Minderheit ihr politisches Mitbestimmungsrecht indirekt verliert durch Verfolgung und Flucht, dann ist es natürlich auch nicht demokratisch.

Sollte eine Bevölkerung konkret gegen die Homosexuellen-Ehe abstimmen, wäre das zum Beispiel auch noch eine demokratische Entscheidung, auch wenn ich dagegen wäre (bin für die Homosexuellen-Ehe). Homosexuelle einzusperren wäre hingegen nicht mehr demokratisch aus meiner Sicht (selbst wenn so abgestimmt wurde), sondern Verfolgung. Aber es ist nicht so, dass jedes Gesetz, was auch nur in irgendeiner Weise gegen entsprechende liberale Forderungen hier geht, automatisch die Demokratie auflöst, und dann gegen den Willen der Mehrheit trotzdem umgesetzt werden muss. Zum Beispiel würde ich auch nicht dafür abstimmen, dass man Kirchen und Religionen insgesamt vorschreiben darf verheiratete (oder eben sogar mit dem gleichen Geschlecht verheiratete) Priester/Pastoren/Pfarrer zu akzeptieren. Meine Position ist da schlicht, dass die Religion das selber entscheiden darf, und wem das nicht gefällt, der wechselt die Religion/Konfession.

Denn wenn man mal erhlich ist, mit solch einer geplanten Lichteraktion, wo die ungarischen Nation sogar als ganzes und der Orban,der im Stadion noch sitzt, gedemüdigt werden sollte, erreicht man doch nur das Gegenteil.
Es sollte eine ( politische) Demütigung werden, nicht mehr und nicht weniger.
Aber das hat im Sport absolut nichts zu suchen.

Ja, sehe ich auch so. Und wir haben das Turnier (Teil davon) nicht bekommen, um unser politisches Besser-Sein dem Gast ins Gesicht zu drücken. Die UEFA vergibt das Heimrecht mit dem Gedanken, dass die Gäste respektvoll behandelt werden, und dass es um Sport geht.
 
Ich hatte da selbst einen Thread dazu aufgemacht. Katar hätte die WM nie bekommen dürfen, und danach hätte sie definitiv abgesagt werden müssen.

Man kann aber nicht von individuellen Fußballern verlangen, dass sie den WM-Traum aufgeben für einen Veranstaltungsort, den sie nicht zu verantworten haben. Die Bosse stehen in der Verantwortung.
Wenn man drauf wartet, dass die Bosse mal was ändern, da friert eher die Hölle ein.

Wenn diese Millionäre noch einen Funken Rückgrat besitzen, dann wäre es hoch an der Zeit, einmal aufzustehen und zu sagen: Nein, SO wollen wir unser Geld nicht verdienen!
Es wäre höchst an der Zeit, diesen völlig abartigen Zirkus einmal auf völlig neue Beine zu stellen.
Wenn sie es nicht tun, haben sie jede Glaubwürdigkeit verloren....und da hilft auch kein Regenbogenschleifchen am Arm oder sonst irgendwelche salbungsvollen Erklärungen von wegen Menschenrechte in Ungarn oder sonstwo, wenn man dann wieder zur Tagesordnung übergeht und das Millionenkarussel darf sich weiterdrehn.
 
Verlangen nicht, aber es ist trotzdem ein Jammer, dass kaum einer von selber auf die Idee kommt.
Ich benötige jetzt keine Erklärungen über "sich emporgekämpft" und darüber, wie viel die fürn ihren Erfolg opfern usw. usw. usw., das weiß ich selber. Grad wenn man sich von unten raufgekämpft hat, kanns kein Ding der völligen Undenkbarkeit sein, dass man die Solidarität mit anderen "unten" auch mal über den eigenen Profit und Erfolg stellen kann. Und nein, "so ist halt die das Pofisport-Geschäft und die kapitalistische Welt" - Erklärungen sind jetzt ebenfalls nicht nötig. Es ist schlicht und ergreifend einfach nur abartig, was da abgeht.

Ist ja nicht ganz so negativ.

Siehe zum Beispiel: https://www.tz.de/sport/fussball/na...enrechte-goretzka-fifa-reaktion-90264005.html
 
Wenn man drauf wartet, dass die Bosse mal was ändern, da friert eher die Hölle ein.

Wenn diese Millionäre noch einen Funken Rückgrat besitzen, dann wäre es hoch an der Zeit, einmal aufzustehen und zu sagen: Nein, SO wollen wir unser Geld nicht verdienen!
Es wäre höchst an der Zeit, diesen völlig abartigen Zirkus einmal auf völlig neue Beine zu stellen.
Wenn sie es nicht tun, haben sie jede Glaubwürdigkeit verloren....und da hilft auch kein Regenbogenschleifchen am Arm oder sonst irgendwelche salbungsvollen Erklärungen von wegen Menschenrechte in Ungarn oder sonstwo, wenn man dann wieder zur Tagesordnung übergeht und das Millionenkarussel darf sich weiterdrehn.

Hatte ja gerade verlinkt, dass die deutsche Nationalmannschaft die Situation in Katar durchaus kritisiert hatte.

Wenn du jetzt willst, dass ein Spieler erklärt, dass er da nicht hinfährt, dann ist das aber sehr viel verlangt...

So eine WM (und in unserem Fall ist sogar der WM-Sieg realistisch immer) ist ein, oder möglicherweise der, Höhepunkt des Sportlerlebens, und das lässt sich auch nicht mit Millionen wett machen.

Und ist ja nicht ihre Schuld, und wenn ein Spieler nun absagt rettet er konkret auch kein Leben. Mit zu extremen Argumenten in die Richtung könnte man sonst ja auch fordern, dass jeder alle Teile des Gehalts, die er selbst nicht zum Leben braucht, in die dritte Welt spenden soll.

Insofern erwarte ich von einem Spieler nicht, dass er darauf verzichtet, wenn er gar nichts falsch gemacht hat. Und würde entsprechende Forderungen nicht fair finden. Die Bosse müssten es absagen, und den Spielern einen anderen Spielort geben. Und die Leute oben haben natürlich Blut an den Händen... Aber wie gesagt, ein Spieler muss hier nicht seinen Traum aufgeben, egal ob er Millionen hat oder nicht.
 
Das hat natürlich durchaus Grenzen. Wenn die Mehrheit, selbst durch faire Abstimmung, der Minderheit das Wahlrecht direkt, oder indirekt (indem man zum Beispiel viel Geld bezahlen muss um zu wählen) entzieht, oder wenn die Minderheit ihr politisches Mitbestimmungsrecht indirekt verliert durch Verfolgung und Flucht, dann ist es natürlich auch nicht demokratisch.

Ja, hier zeichnest du die vorhandenen Tücken auf die in der Demokratie liegen.
Demokratie bedeutet nicht nur Mehrheitswillen , sondern auch gleichberechtigung für alle gesellschaftlichen Strömungen.
Für ALLE gesellschaftlichen Strömungen. Also auch für die Strömungen welche an den Rändern sich befinden, selbst wenn sie die Demokratie abschaffen wollen. Damit ist die politische Rechte wie die politsche Linke von mir gemeint.
Die wirkliche Maßgabe für Demokratie ist die Verfassungstreue des demokratischen Staat.
Ich habe oft schon hier im Forum geschrieben, dass die Demokratie ein hartes Brot ist welches es durchzukauen gilt.
In einer Demokratie ist es eine stetige und immerwährende Abwägung.
Für eine wahrlich funktionierende Demokratie muss auch in der Gesellschaft selber das Bewusstsein dafür vorhanden sein.
Sonst funzt wahrliche Demokratie nämlich nicht.
Und moralische Vorstellungen, so heroisch sie individuell auch sein mögen, sind eigentlich Gift für eine wahrlich funktionierende Demokratie.
 
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