Fußball Europameisterschaft 2020 / 2021

  • Ersteller Ersteller SchattenElf
  • Erstellt am Erstellt am

Wer wird Fussballeuropameister 2020 / 2021 ?

  • Frankreich

    Stimmen: 3 12,5%
  • Spanien

    Stimmen: 0 0,0%
  • Italien

    Stimmen: 7 29,2%
  • Deutschland

    Stimmen: 4 16,7%
  • England

    Stimmen: 4 16,7%
  • Niederlande

    Stimmen: 0 0,0%
  • Kroatien ( als Vizeweltmeister)

    Stimmen: 1 4,2%
  • Sonstige

    Stimmen: 5 20,8%

  • Umfrageteilnehmer
    24
Werbung:
Und in der Türkei und Russland und wohl auch in Polen steht man Homosexuellen und Transgender nicht wohlwollend gegenüber, auch da wird mit Repressalien gearbeitet.
Und die WM in Katar wird auch nicht besser. Große Probleme vor der WM 2022 in Katar: "Die Fifa kann nicht einfach wegschauen" - Sport - Tagesspiegel Auf Regenbogenfahnen sollten dort Fans aus gesundheitlichen Gründen verzichten, so wie auf jegliche Accessoires in diese Richtung.
Ist alles bekannt, ja.
Letztlich ist gleichgeschlechtliche Liebe noch in 72 Ländern illegal und in einigen Ländern droht sogar die Todesstrafe.

Der aktuelle Fall setzt DFB, Vereine und die Politik weiter unter großen Druck für die kommende WM im autoritären Katar. Dem gegenüber stehen aber eben auch große ökonomische Interessen. Bayern München z.B. hält unbeirrt von Kritik regelmäßig sein Winter-Trainingslager dort ab. Qatar Airways ist übrigens einer der Hauptsponsoren der aktuellen Europameisterschaft.
 
Doch, das sollte er.

Ist auch meine Meinung. Wenn so eklatant gegen grundlegende Menschenrechte verstoßen wird wie in Ungarn, ist es sogar Plicht, dagegen deutlichst Zeichen zu setzen. Die Amnesty International-Akte von Ungarn ist lang, und die Menschenrechtsverletzungen so gravierend, dass AI sich bemüßigt fühlte, aktiv in die Regenbogen-Causa einzugreifen:
-----------
Als Zeichen der Solidarität mit der ungarischen LGBTI-Community verteilt Amnesty International beim morgigen Fußball-Europameisterschaftsspiel zwischen Deutschland und Ungarn Regenbogenfahnen an die Fußballfans am Rande des Stadions in München.

Amnesty International wird zusammen mit dem Christopher Street Day Deutschland am Mittwochabend Regenbogenfahnen an die Besucher_innen des Fußballspiels der deutschen und ungarischen Nationalteams in der Münchner Allianz Arena verteilen, damit diese während des Spiels ein Zeichen der Solidarität mit der Community lesbischer, schwuler, bisexueller, trans- und intergeschlechtlicher Menschen (LGBTI) in Ungarn senden können.

Dávid Vig, Direktor von Amnesty International in Ungarn, sagt: "Es ist ein hoffnungsfrohes Zeichen für jedes Mitglied der LGBTI-Community in Ungarn, wenn wir beim Spiel in München vor und im Stadion für eine regenbogenfarbene Kulisse sorgen und der Kapitän der deutschen Nationalelf mit Regenbogen-Armbinde aufläuft – gerade nach der Verabschiedung des jüngsten Anti-LGBTI-Gesetzes in Ungarn."

https://www.amnesty.de/allgemein/pr...solidaritaet-lgbti-community-em-fussballspiel
 
Zuletzt bearbeitet:
wer sport politisieren will hat nicht verstanden um was es beim sport geht..
sport verbindet eine große zahl an sportlern und sportfans sämtlicher nationalitäten auf der gesamten welt..
da haben politische meinungen nichts verloren!
 
Doch, das sollte er.

Individuelle Sportler sollten das Recht haben ihre Meinung zu sagen (wie jedes Individuum), aber Sport ist kein gesellschaftliches Vehikel seine eigenen politischen Positionen zur Schau zu stellen. Das läuft ganz schnell auch darauf hinaus, dass der Erfolg der eigenen Athleten damit verbunden wird, dass man das bessere politische System hat. Der diplomatische verbindende Charakter wird dadurch gestört und zerstört. Individuelle Athleten werden zu den gewünschten politischen Ansichten genötigt.

Und ich finde es ausgesprochen schädlich, dass Jugendlichen in Ungarn nun vermittelt wird, dass ihre Sexualität falsch ist und totgeschwiegen wird. Andere Jugendliche werden daraus auch eher ableiten (ganz zu verhindern ist es natürlich nie), dass Mobbing hier ok ist, und das hätte mich vermutlich sogar persönlich getroffen, denn ich wurde auch mit schwulenfeindlichen Ausdrücken gemobbt und beleidigt (obwohl ich nicht schwul bin/war, aber man wird zum Ziel, wenn man anders ist, und ich war auch optisch ziemlich androgyn vor der Pubertät).

Aber wie in so einigen anderen Threads auch, ist einigen Leuten schlicht jedes (zumindest vergleichsweise) Mittel recht. Sport darf nun politisch instrumentalisiert werden (hier), soziale Medien dürfen den politischen Diskurs kontrollieren (Trumps Abschaltung auf Twitter). Solange man sich im Recht fühlt, sieht man keine Probleme damit jedes denkbare Mittel auszunutzen.

Im Extremfall könnte man ein Land natürlich ausschließen, aber da würden nicht demokratische Länder (und da gibt es viele) noch klar vor Ungarn stehen. Und das ist insgesamt auch ein Vorgehen, dass auf Konfrontation aus ist, und ist für Sportler auch zusätzlich ein Problem, weil Siege ihren Wert verlieren, wenn die Konkurrenz nicht antreten kann. Zusätzlich würden Sportler in den Ländern für die Politik in ihren Heimatländern bestraft. Insgesamt halte ich davon also wenig (bzw. es muss sich um einen Extremfall handeln), und von Zurschaustellung der politischen Positionen in Sportveranstaltungen generell nichts aus genannten Gründen. Ein Sport(ler) ist nicht eure politische Werbefläche.
 
Werbung:
Ich finde, Auswüchse (speziell im Fussballsport, aber nicht nur da) dürfen und müssen auch mal angesprochen werden.
Der Bau der Sportstätten (plus Infrastruktur) hat in Katar tausende Menschen das Leben gekostet.
An die 6500 Tote wurden von der Regierung offiziell zugegeben, die Dunkelziffer dürfte noch um vieles höher sein, weil es größtenteils Wanderarbeiter aus anderen Ländern betrifft, die wie Sklaven behandelt wurden.

Und dann rennen dort auf diesem blutgetränkten Boden hochbezahlte Fussballmillionäre herum und lassen sich feiern und scheffeln noch mehr Millionen samt ihren Clubs und Managern und dem ganzen milliardenschweren Business.
Das ist derart obszön und krank, das hat mit einem völkerverbindenden Sportfest nichts mehr zu tun.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zurück
Oben