Mir fällt da gerade was auf: Wie, wodurch definiert sich eigentlich Fremdenergie beziehungsweise Eigenenergie? Gibt es da tatsächlich einen Unterschied, oder verhält sich das, was man hier so bezeichnet, eigentlich doch etwas anders als es gemeinhin hier angenommen oder dargestellt wird?
Was mir noch auffällt ist der Umstand dass von Fremdenergie ja nur dann die Rede ist, wenn man diese negativ oder unangenehm erlebt. Wenn sie angenehm oder positiv ist, kräht kein Hahn danach oder fragt sich, ist das nun meine Energie oder Fremdenergie.
Was dann natürlich auch zur Frage führt, kann man sozusagen negative oder positive Fremdenergie, oder auch Eigenenergie filtern, sich davor schützen oder nicht? Mit der Eigenenergie wird's natürlich nochmal interessant, wie schütze ich mich vor meiner eigenen Energie, wie schütze ich andere vor meiner eigenen Energie? Denn wenn das in die eine Richtung, nämlich gegen Fremdenergie funktionieren soll, dann ja wohl in die andere Richtung auch.
Da wird wohl angenommen, die eigenen Energie wäre automatisch immer gut, positiv. Möglicherweise erleben das aber andere völlig konträr. Irgendwoher muss ja diese ganze negative Fremdenergie, die einigen Probleme zu bereiten scheint, auch kommen.
Also wie funktioniert das Prinzip, der Mechanismus tatsächlich?
Zunächst einmal geht es ja anscheinend weniger um Energie als um Informationen, würde ich meinen. Also, ich empfange fremde Informationen.
Die in weiterer Folge in mir Empfindungen, Emotionen, Gefühle bis hin zu körperlichen Symptomen, Beschwerden auszulösen vermögen.
Ich selbst erlebe bewusst die Informationen erst als unangenehme Erfahrung, als Schmerz.
Frage 1: Was habe ich möglicherweise bereits davor übersehen oder wollte es nicht sehen?
Frage 2: Sind diese Informationen tatsächlich für mich bestimmt, an mich adressiert, was haben die mit mir zu tun, könnten sie mit mir zu tun haben, sind sie eigentlich an jemanden anderer adressiert (gewesen) und sozusagen irrtümlich bei mir gelandet? Dann stellt sich zumindest die Frage, warum? Wofür war, bin ich da offen dass das mir passiert ist? Wozu fordern mich die Informationen auf? Kann, will ich das tun oder nicht? Was geschieht, wenn ich sie ignoriere, beiseite lege, missachte, ignoriere?
Was tue ich jetzt mit meinen Emotionen, Beschwerden, Schmerzen? Verändert sich etwas, klingen die ab oder kommen sie wieder?
Was kann ich tatsächlich tun, oder nicht tun?
Frage 3: Warum bin ich demgegenüber überhaupt so offen? Ist das eine Art Gabe, die ich immer hatte, etwas Erlerntes, oder beruht diese Offenheit, Sensitiviät auf eigenen Wunden, Verletzungen, Traumata, die ich beiseite geschoben, verdrängt habe und die jetzt versuchen, sich mir eben auf diese Art sichtbar, verständlich zu machen? Oder ist das eine Art Mischform?
Frage 4: Was tue ich das nächste Mal in einer derartigen Situation?
Bestimmte Informationen, Energien, Schwingungen lösen in einer Person etwas Bestimmtes aus. In einer anderen etwas Ähnliches, nichts oder auch etwas Anderes. Was die Vermutung nahelegen würde, dass es alleine an der Information, Energie, Schwingung wohl nicht nur liegen könnte. Also geschieht auf Grund dieser Informationen in demjenigen selbst zumindest auch etwas. Und in einem anderen etwas Anderes. Würde ich mal meinen. Was also? Was genau?
Wenn ich nun sensitiv wäre oder eine empathische Ader hätte, und mir immer wieder mal oder auch öfter so einiges anscheinend Fremde reinknallt, so würde mich schon interessieren, was da tatsächlich abläuft, wie das funktioniert und vor allem, wie man dann damit tatsächlich umgehen kann, soll.
Wenn sich nun aber im Fall von Fremdenergie, wie Constantin ja behauptet, die Dinge tatsächlich etwas anders verhalten als in esoterischen Kreisen üblicherweise beschrieben oder angenommen, also Versuche wie die Ursache alleine bei sich selbst zu suchen und zu finden, oder diverse Schutzmagien oder Ähnliches anzuwenden, um die positiven und negativen Energien voneinander zu trennen, zu filtern, tatsächlich nicht wirklich funktionieren, bestenfalls als Art Placebo, so wäre es nochmal ratsam, darüber mehr herauszufinden um derartige Phänomene besser verstehen zu können, schätze ich. Besonders, wenn man eigentlich davon ausgehen kann, dass einem so etwas durchaus, wenn man dafür empfänglich ist, wieder passieren kann und wird.
Aber seltsamerweise habe ich inzwischen hier doch ein wenig den Eindruck, dass das nicht unbedingt tatsächlich allzuviele interessiert. Der Verlauf hier lässt mich eher vermuten dass eher nach ein wenig seelentröstenden Scheinlösungen gesucht wird, die das Ganze etwas dämpfen mögen, tatsächlich aber nach Möglichkeit nicht allzuviel bewirken oder gar verändern, und vor allem auch nicht allzuviel eigenen Aufwand oder gar Veränderungen bei einem selbst erfordern sollen.
Vielleicht irre ich mich diesbezüglich ja auch...