Hallo Simi,
auweia, jetzt geht Deine interpretatorische Phantasie aber doch mit Dir durch. Gut, ich antworte Dir, weil ich auch da nur lernen kann. Nämlich darüber, was in anderer Leute Kopf vorgeht bzw. was ich für Denkprozesse auslöse.
Nein, Martina- es handelt sich weder um Interpretation, noch um Phantasie, geschweige denn um Denkprozesse. Es geht um Sehen, um eine Sicht. Das ist das blitzartige Erfassen dessen, was ist- das dauert einen Sekundenbruchteil. Es hinzuschreiben- das dauert. Ich habe nicht mal ein Viertel dessen hingeschrieben, was ich gesehen habe, weil das viel zu komplex ist. Ausserdem ist mir beim Schreiben klargeworden, wie deine Reaktion darauf sein wird- und warum. Und dann habe ich das Schweigen gestreift- das Schweigen des 6ers.
Du hast mein post Zeile für Zeile zerpflückt, aber das hier, das haste unterschlagen:
Für mich ist es nicht der Rede wert, ob eine Entschuldigung kommt oder nicht, weil ich mich eh nicht angegriffen fühle- es interessiert mich einfach nicht. Wenn eine kommt, ist mir deshalb auch egal, ob sie echt ist oder nicht. Und weil mir das egal ist, sehe ich's. Da wir hier aber gerade über Erlösung sprechen, ist es eine günstige Gelegenheit, es doch mal zu tun. Weil es ein schönes Beispiel ist. Und weil ich das denke, liefert mir Lilith die Vorlage, lach.
Das musstest du auch unterschlagen, damit du das hier sagen konntest:
Witzig ist ja, dass Du hier zugibst, mich manipuliert zu haben und Du verlangst für irgendein Hirngespinst - was ich getan haben soll - eine Entschuldigung? Simi ... ne, dazu fällt mir nicht mal mehr eine Frage ein.
Warum verdrehst du meine Worte? Ich sagte, eine Entschuldigung ist mir wurscht- du machst daraus, ich würde eine verlangen. Geht's noch?
Ich hätte es stehen lassen, was soll's- aber du machst munter weiter mit den Wortverdrehungen:
Lies doch noch mal den von dir unterschlagenen Abschnitt, Martina- da steht, wie's war. Ich bin nicht auf eine Schiene aufgesprungen, Lilith hat bloss "zufällig" auch was gesehen. Das passiert mir oft, dass Leute über etwas sprechen, was mich betrifft- und zwar, bevor ich's gesagt habe. Wie heute Luo. Dazu komme ich gleich, lach.
Kayamea schrieb:
Wohlwollen eines anderen kann man dann annehmen, wenn man sich selbst gegenüber wohlwollend eingestellt ist.
Nein. Wer sich selbst liebt, den interessiert es überhaupt nicht, ob jemand anders wohlwollend ihm gegenüber ist.
Kayamea schrieb:
Und wenn man das Wohlwollen eines anderen nich spürt, sondern misstraut oder Aussagen als unaufrichtig hinstellt,...
Auch nicht. Man sieht, wie es ist. Sehen, Martina- nicht interpretieren, nicht fühlen, nicht denken, nicht ver- oder misstrauen, nicht phantasieren- sehen, also klar erkennen.
Kayamea schrieb:
...oder wie Du Lilith, etwas als nicht stimmig empfindet, weil es nicht Deiner Erwartung entspricht, oder sich jemand mal anders verhält, als Du es "gewohnt" bist, dann wäre es sicherlich interessant, das eigene Wohlwollen anderen gegenüber mal zu überprüfen. Oder die Blickrichtung zu verändern.
Oho, jetzt kommt's! Lilith darf also was nicht? Nicht sagen, wenn sie was nicht stimmig findet? Weil- wenn sie etwas nicht stimmig findet, dann liegt's an ihrer Erwartungshaltung, aha. Weil sie etwas "so gewohnt ist".
Ich mach' dir mal ein Beispiel, Martina. Ich erwarte von Besuchern meiner Wohnung, dass sie den Aschenbecher benutzen, wenn sie rauchen. Das bin ich so gewohnt, das ist stimmig für mich. Und weisste was? Wer auf den Boden ascht, aus welchen wohlwollenden Gründen auch immer, der fliegt raus! Da ist Schluss mit lustig- und diesen Blickwinkel, den werde ich bestimmt nicht überprüfen. Und auch nicht verändern.
Kayamea schrieb:
Denn, es ist wichtig zu wissen, dass man mit Misstrauen einem anderen Menschen sehr weh tun im Extremfall sogar sehr schaden kann.
Wer mir wiederholt auf den Boden ascht, fliegt raus. Punkt, aus, Mickey Maus. Er kann ja dann mal schauen, ob er jemanden findet, der das duldet. Ich nicht. Er könnte aber stattdessen auch mal schauen, ob er nicht sieht, woran's lag, dass er rausgeflogen ist. Er kann natürlich auch den Rest seines Lebens damit verbringen, mir Misstrauen vorzuwerfen. Bloss weil er 2 bis 20 mal auf meinen Boden geascht hat.
Bevor du jetzt wieder sagst, ich hätte was abzuarbeiten, diesmal an Besuchern meiner Wohnung- das Beispiel ist erfunden.
In diesem Sinne.
