Eltern - und andere Lebensgefahren

"Es" setzte sich was fort, in unserer Familie.
Oma war zu gutmütig, deren Tochter zu ichbezogen, ich zu gutmütig, meine Tochter zu ichbezogen...
bis ich erkannte, dass ich nicht mich lebe, sondern die Rolle, die mir familien- intern *zugeteilt* worden war.
Also schaute ich mir... nein, nicht die Oma...denn darauf kam ich ja erstmal gar nicht... sondern meine Mutter und meine Tochter an und staunte, als ich feststellte wie ähnlich sich die beiden sind. Ich versuchte sie zu verstehen, doch das gelang nicht- weil ich mich selbst nicht verstand.
Sie mussten so sein, damit ich ebenfalls ein *zu* entwickeln konnte. Sie spiegelten quasi, wenn auch scheinbar das ganze Gegenteil von ich.
Damit etwas ausgewogen sein kann, bedarf es immer des Gegenteils... und sucht sich auch das Gegenteil.. solange, bis mal jemand ausbricht. Dann stehen erstmal ALLE da und schauen dumm.
Ich bin also wie Oma, zu gutmütig... ohweia. Wieso nur? Ganz einfach, damit ichs den anderen schwer machen kann ebenso gut zu sein wie ich. Das ist also meine *Rache* für all die Verletzungen seit kleinauf. Im Grunde BINICH so gar nicht da, MICH gibts gar nicht, sondern ich werde ja gelebt! Eine erschreckende Erkenntnis, so unfrei zu sein... aber auch ebenfalls der Anfang, eine riesen Chance bei mir anzufangen.
Sayalla


ooooh jaaa!

Hallo Sayalla,

danke für "Fleisch" :)

Ich sehe da die systemischen Ausgleichsbewegungen und eben jene verborgenen Einflüsse, mit denen ich als Aufstellerin zugange bin.
Ich hatte dich hiermit:
Im Grunde denke ich genau deswegen, dass ich übers Du zum ich gelange...


so verstanden, dass du dich allgemein gesprochen im Du, also in anderen, spiegelst und dich dabei selbst entdeckst.

Jetzt verstehe ich das so, dass du dich in einem bestimmten Reigen wieder gefunden hast, also indem du Verhaltensmuster erkanntest, die sich wie spiegelverkehrt zueinander verhielten aber aufeinander bezogen waren.

Bin ich jetzt im selben Film?

Lieber Gruß,
Eva
 
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so verstanden, dass du dich allgemein gesprochen im Du, also in anderen, spiegelst und dich dabei selbst entdeckst.

Jetzt verstehe ich das so, dass du dich in einem bestimmten Reigen wieder gefunden hast, also indem du Verhaltensmuster erkanntest, die sich wie spiegelverkehrt zueinander verhielten aber aufeinander bezogen waren.

Bin ich jetzt im selben Film?

Lieber Gruß,
Eva

Das KANN ein- und dasselbe sein. Muss nicht, kann aber. Kommt auf die Bewertung an, was man gedenkt damit machen zu wollen bevor man es loslässt.

Sayalla :)
 
Hallo.
Ich habe da auch noch einen Weg nach Rom, der euren etwas näher erläutert.
Vielleicht hilft es ja ein wenig.

  • Als Baby hat man seine Eltern bedingungslos geliebt.
  • Man war recht „unprogrammiert“ und hatte wenig Ängste, Einstellungen.
  • Durch diese bedingungslose Liebe hat man sogut wie Alles was die Elter selbst waren übernommen. Auch unbewusste Muster, die sie selbst auch von ihren Eltern hatten.
  • Eines dieser Muster war, das sie sich selbst nicht Lieben durften (Ursprung wohl zum Teil durch die Religion ect)
  • Da Liebe aber Lebensnotwenig war, mussten sie diese von Aussen, anstatt von innen erhalten.
  • Dadurch passten sie sich an alles an, machten allen anderen „vermeindlich“ alles recht und verrieten dabei sich sozusagen selbst.
  • Nun, da wir unsere Eltern so bedinungslos geliebt haben und alles angenommen haben ohne es infrage stellen zu können, liebten wir uns nicht mehr und auch sie nicht mehr, sondern wollten ihnen , Anderen und der Familie statt dessen lieber alles Recht machen um von IHNEN Liebe zu erhalten.
  • Dummerweise hatten sie keine für SICH, und was man nicht hat, kann man nicht geben.
  • Sie gaben allerhöchstens den Mangel daran.

Wenn man SICH wieder wirklich Liebt und diese Liebe für sich in sich findet, lieb man auch seine Eltern wieder und ist nicht mehr im Mangel drin

Das gleiche glt für Muster wie Verantwortung, Schuld, ect..
 
Suena schrieb:
Ich möchte nicht in der Ausschließlichkeit einer einzigen Lösung drinbleiben - ich sehe es als befreiend an, dass es mehrere Wege nach Rom gibt.

Denn bei vielen Deiner Postings klingelts in mir, da gibt es etwas, das auf Resonanz stösst, da haben wir zwei wahrscheinlich in der Kindheit gerade bei diesem Punkt ähnliche Erfahrungen gemacht - daher die Resonanz.

Und es gibt auch Postings von Dir, die ich nicht verstehe - wo einfach nix klingelt. Und das nicht deshalb, weil Du es nicht gut erklärt hättest, sondern weil eben keine Resonanz stattfindet, weil die Erfahrungen da offensichtlich anders gelagert waren.

Würde ich nun in einem Absolutsheitsanspruch von nur einem Weg (sei es nun Familienstellen oder anderes) hängen bleiben, hätte ich damit ein Problem, weil ich dieses Posting und die für Dich passenden gezogenen Konsequenzen daraus dann nicht auf mich anwenden kann. Das wäre ein (für mich vermeidbares) Stoppschild.

Darum finde ich es gut, wenn dieses Thema von mehreren Seiten beleuchtet werden darf - so kann sich jeder das mitnehmen, wo es klingelt bei ihm.

Die Menschen sind verschieden, die Erfahrungen in der Kindheit sind bei manchen Dingen gleich, bei manchen Dingen völlig anders gelagert - die Konsequenzen daraus werden auch andere sein.

Das hast du schön gesagt, Suena. Man darf bei den Kindheitserfahrungen nicht vergessen, dass es halt subjektive Erfahrungen sind, die in ihrer Gesamtheit so nicht auf alle übertragbar sind. Da muß halt jeder schauen, was für ihn (noch) stimmig ist oder nicht.

LG
Urajup
 
Das hast du schön gesagt, Suena. Man darf bei allen Kindheitserfahrungen nicht vergessen, dass es halt subjektive Erfahrungen sind, die in ihrer Gesamtheit so nicht auf alle übertragbar sind. Da muß halt jeder schauen, was für ihn noch stimmig ist oder nicht.

LG
Urajup

Liebe Urajup!

Freut mich, dass noch dranbleibst an dem Thema - hatte Dich schon vermisst!

Liebe Grüße
Suena
 
Liebe Urajup!

Freut mich, dass noch dranbleibst an dem Thema - hatte Dich schon vermisst!

Liebe Grüße
Suena

Hi Suena,:)

doch, doch, ich lese schon noch mit.....Aber in Anbetracht von den vielen wirklich schlimmen Erfahrungen einzelner hier, hatte ich nun wirklich nicht so viel beizutragen und ehrlich gesagt, fühle ich mich dann auch ein wenig ausgeschlossen und nicht wirklich dazugehörig........

Aber dann finde ich doch mal so ein Post, wie von dir, welches ich gut nachvollziehen kann und freue mich darüber.....
Ich mag deine Posts sehr gerne lesen. In irgendeiner Weise bist du zwar involviert, aber beziehst eine Position, die übergeordnet wahrnehmen und dies auch wiedergeben kann. Schön das zu lesen!:)


Lieben Gruß
Juppi
 
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Nur zwischendurch - danke für die vielen Gedanken hier, die schon wieder dastehen.


Suena, deine Nachfrage zum "zu nah dran, auch im Guten" ist auf der Checklist. Da schilder ich dir ein paar kleine Begebenheiten.

Und ich hab einiges entdeckt, in mir, zu der gestern abend entstandenen Frage, was fasziniert mich denn an den Typen - was zeigt mir denn das ... aber es ist noch nicht zum Aufschreiben fertig.

Am Abend dann, wenn der Tag zur Ruhe kommt - und dann hab ich auch schon Frau Doktor :) und ihre ruhigen kleinen neuen Denkanstöße mit im Gepäck... ich bin schon gspannt...

Also bis später!
 
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