esperanto schrieb:
hi astroharry
ich denke schon. stell dir die einfache frage: "was ist lebensbejahend"
oder: "was dient der bejahung des lebens?"
lg, esperanto
Der reine Materialismus kennt kein Leben als selbständigen Begriff.
Leben ist lediglich eine Funktion der Materie. Daher kann eine solche Funktion oder Maschine nicht sich selbst bejahen. Sie funktioniert lediglich.
Diese starre Haltung läßt soetwas wie Lebensbejahung nicht zu, denn um etwas bejahen, also fördern zu können muss ich ihm eine eigene Existenz zubilligen. Das tut der Materialismus nicht.
Lebensbejahung bedeutet das Leben zu akzeptieren und dadurch zu fördern, ihm gewissermaßen zuzustimmen.
Wenn ich einem Menschen zustimme, ihn bejahe, dann weise ich ihm damit auch eine eigene Existenz zu. Das tue ich auch mit dem Leben, wenn ich es bejahe.
Vom Leben an sich zu sprechen ist ja schon Christlich, denn Leben kann ja nur jeder für sich. Wenn ich das veralgemeinere, dann stelle ich das "Leben" über das Einzelindividuum, das lebt. Ist das aber nicht Christus, der von sich sagt "Ich bin das Leben"
Und so stelle ich immer wieder fest die Diskussion kommt immer wieder auf Gott zu sprechen, wenn es um Ethik geht, denn man könnte Ethik auch als die Bejahung des Lebens sehen, das über den Einzelnen, der lebt gestellt wird.
Daraus leiten sich alle sozialen Regeln ab.
Gruß Willibald