Die Würde des Menschen ist unantastbar?

Was wäre wenn du dich im Recht fühlst und dafür verlacht wirst?
Wenn du dich im Recht fühlst, aber dafür verlacht wirst,
musst du für dich prüfen, auf welche Rechte DU dich stützt.

Was für den einen Menschen Wahrheit ist, ist für den anderen ein Lüge
und umgekehrt.

Stütze dich auf deine Wahrheit und lasse dann dem anderen seine.
Ich habe es mir abgewöhnt, Menschen von meiner Wahrheit überzeugen
zu wollen.
Wer nicht wirklich offen ist und gerne diskutiert, wird, wird damit nicht
gut umgehen, sondern versuchen, seine Scherze auf meine Kosten zu machen.

Da dies nicht sehr produktiv ist, gehe ich diesem Menschen aus dem
Weg und suche mir den Umgang, der mir mehr gut tut.
 
Werbung:
Mich interessiert einfach wo jeder seine Grenze sieht beim Gegenüber.

Grenzen wohin?

Sobald ich den Eindruck habe, dass sich für mich, für Angehörige oder auch allgemein für die Gesellschaft sehr unschöne Konsequenzen ergeben würden, wenn sich die Meinung meines Gegenübers mit der anderen Meinung durchsetzen würde. Das mindert natürlich nicht seine Rechte und würde keine diversen Übergriffe rechtfertigen, aber dann kann ich meine Meinung dem gegenüber stellen und vertreten.

Es gibt eine Meinungsfreiheit, aber sind wir auch bereit dafür?

Wie meinst Du die Frage? Meinst Du, ob wir als Personen bereit sind, andren ihre freie Meinung zu lassen? Oder meinst Du, ob die Menscheheit bereit ist, dass Meinungsfreiheit gut praktizierbar ist?

Meinungsfreiheit so wie das Recht der freien Meinungsäußerung bedeutet ja nicht Widerspruchsfreiheit und das Recht, dass die eigene Meinung unkommentiert stehen bleibt.

Mir scheint, dass viele Menschen auf andere losgehen ohne Rücksicht auf Verluste.

Ja, kommt vor, kam vor und wird wahrscheinlich noch sehr lange weiter immer wieder vorkommen.

Wenn ich Diskurse so von außen betrachte, fällt mir manchmal auf, dass einige Leute scheinbar sehr extrem kategorisieren. Für diese menschen scheint es nur die beiden Kategorien "nur gut" und "nur böse" zu geben, und jemand der auch nur einen Hauch abweicht bzw. vereinzelt Blödsinn erzählt, ist sofort komplett unten durch. Und das Bemühen alles 100% richtig zu machen, trägt dann manchmal skurile Blüten:

Die Friday for Future Bewegung in Deutschland hat zu einer Veranstaltung eine Sängerin eingeladen (ich weiß jetzt nicht mehr welche). Im Bemühen wirklich makellos zu sein, haben sie die Sängerin dann wieder ausgeladen, weil diese rastalocken trägt, was ja auch als kultrelle Aneignung betrachtet werden könnte und somit rassistisch. Der Wunsch gegen Rassismus vorzugehen und nicht-rassistisch zu handeln, ist dabei absolut richtig, aber hier komplett falsch umgesetzt. "Gut gemeint" ist das Gegenteil von "gut gemacht".

Ein jüngeres Beispiel ist, dass es Boykott-Aufrufe zu einem Computerspiel über Harry Potter bzw. Hogwarts gab, weil J. K. Rowling sich mal transfeindlich geäußert hat. Warum? Ich finde die fraglichen Aussagen von Rowling zwar auch nicht ok - sie hat zu Recht dafür Kritik geerntet - aber auch nicht so schlimm, dass jetzt ihr ganzes Schaffenswerk zum Tabu erklärt werden müsste, an dem eben nicht nur sie verdient sondern jetzt auch ziemlich viele Programmierer und Spiele-Entwickler.

Einige Menschen müssten meiner Ansicht nach lernen, dass es eben nicht nur ganz oder gar nicht gibt, und dass ein Mensch nicht sofort zum Feind wird, wenn es in vereinzelten Punkten Meinungsverschiedenheit gibt. Wenn wir es schaffen könnten, dass bei mehr Menschen Leute mit unterschiedlicher Ansicht in vereinzelten Punkten, nicht sofort total "verscheißen" (man verzeihe mir den ausdruck), wäre glaube ich schon einiges gewonnen.

Damit will ich nicht sagen, dass man nun alle anderen Menschen mit anderer Meinung so differenziert betrachten muss - natürlich kann man immernoch andere Leute "in Gänze" ablehnen. Es brauch bzw. sollte aber eben nicht sofort sein.
 
Wenn mich jemand mit seiner Meinung, gerade wenn ich sie falsch finde, nervt, dann geh ich denjenigen auch Mal barsch oder unfreundlich an, ja kann auch eine Beleidigung rausrutschen.
Ist mein gutes Recht bin ja auch Mensch und verletzte auch nicht wirklich seine Würde, (Seinen Stolz vllt, aber eben nicht wirklich seine Würde)

Erst wenn ich jemanden wegen seiner Meinung Zusammenschlage oder ihn verbal so richtig bedrohen(seine Unverzertheit zum Beispiel), ist es Verletzung seiner Würde

Beleidigung ist eine Verletzung des guten Tons, aber noch lange keine Verletzung der Würde(Ja klar kann man drüber streiten)
 
Du (Anm.: Hedonnisma) bist abgehoben. Tut mir leid, aber ich kann mit deinem Unterhaltungsstil nicht viel anfangen. Du und @SYS41952 lacht euch hinterrücks kaputt über die Dumme die sich provozieren lässt. Das ist so arm. Aber nicht wirklich mein Problem. Und es passt letztlich zum Thema.

Wie wären diese Zeilen im Sinne des Threads zu betrachten?
Wie ist es da mit Mobbing / Meinung / Würdeverletzung ...?
Was darf man denn überhaupt noch? Immer nur gutschigu?
 
___________
Da Art. 5 Abs. 1 Satz 1 GG jedem das Recht gibt, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten, auch wenn dies in polemischer oder verletzender Weise geschieht, greifen strafrechtliche Verurteilungen wegen Beleidigung (§ 185 StGB) in das Grundrecht der Meinungsfreiheit ein.
Eine ehrbeeinträchtigende Äußerung ist daher nur dann eine gemäß § 185 StGB tatbestandsmäßige und rechtswidrige (§ 193 StGB) Beleidigung, wenn das Gewicht der persönlichen Ehre in der konkreten Situation die Meinungsfreiheit des Äußernden überwiegt.
_______
 
Werbung:
Stimmt, weil wie man weiß, alle Obdachlosen Drogen u. alkoholsüchtig sind...alle...ausnahmslos...alle:rolleyes:
Ich jobbe selbst in einer Tagesstätte für Wohnungslose, die im Winter auch Übernachtungsmöglichkeiten anbietet – Und komme daher relativ oft mit Obdachlosen ins Gespräch.
Na ja, ganz ohne, zumindest nicht mal gelegentlich was „Betäubendes“ konsumieren wenn „man“ auf der Straße lebt – ist wohl zwar wirklich eher die Ausnahme als die Regel – Jedoch bedeutet das ja nicht zwingend, dass dies auf einer wirklich körperlichen/“seelischen“ Abhängigkeit beruht.

In anderer Umgebung und geregelteren „Lebensbahnen“ können/könnten viele von ihnen jetzt noch problemlos die Kurve kriegen und auch ohne vorherige Entziehungskuren etc. einfach ihren Konsum einschränken oder ganz einstellen, so meine feste Überzeugung.


Wir haben bei uns übrigens eine Gedenkstätte mit namentlicher (falls bekannt) Auflistung verstorbener Gäste eingerichtet. Wobei mir besonders deren Durchschnittsalter mehr als zu denken gibt. An Altersschwäche ist offensichtlich jedenfalls kaum einer von ihnen gestorben.
„Ungesund“ und lebensgefährlich ist es für Obdachlose also ohnehin – Womit ich aber keinesfalls sagen will, dass Drogen und Alkohol generell dabei nur eine Nebenrolle spielen – wenn es um ihr jeweils individuelles Dasein und ihren, statistisch betrachtet, damit verbundenen - oftmals allzu frühen Tod geht.
 
Zurück
Oben