Es kommt immer wieder vor, dass die Quantenphysik in einen Kontext gesetzt wird, der so nicht stimmt. Aus heutigem Stand eignet sich die Quantenphysik (noch?) nicht zur Beschreibung der Wirkung des Geistes, da der Geist in diesem Zusammenhang überhaupt nicht untersucht wird.
Sansara hat recht. Lehrsatz A hieße korrekt:
Die Messung beeinflusst das Ergebnis.
Dabei beziehen sich Quantenphysiker ausdrücklich
nicht auf einen psychischen Prozess (siehe Kopenhagener Deutung).
Quia, zum Satz "alles geht":
Nur wenn ich noch
nicht gemessen/"beobachtet" habe, kann jeder mögliche Zustand eines Quantenobjektes herauskommen.
Sobald du "beobachtest", ist der gemessene Zustand etlichen physikalischen Gesetzmäßigkeiten unterworfen, Bsp. Energieerhaltungssatz. Das einzige, das man - bevor man misst - sagen kann, ist, dass keine deterministischen Aussagen über die Zukunft möglich sind.
Die Gesetzmäßigkeiten besagen z.B. auch, dass ein Ball eine Mauer nicht durchdringen kann. Der Tunneleffekt wird nur beobachtet,
je dünner die "Mauer" ist und je weniger Quantenobjekte (je kleiner der Ball, also verschwindend) ist, der gegen die Barriere stößt. Die Realität sieht so aus, dass es für eine geringe sehr Anzahl an Quantenobjekten wie beim Rastertunnelmikroskop möglich ist, aber einen Ball nicht.
Fönwellen oder heiße Luft?

Dieser Satz wäre mir neu, denn korrekt wäre eigentlich nur: Wenn ich Quantenobjekte nicht beobachte, kann ich nichts darüber sagen.
Und sobald du beobachtest, kommt die Unschärferelation ins Spiel, so dass du letztendlich wieder keine konkreten Angaben über Ort und Impuls gleichzeitig machen kannst - was heißt, dass sich die Quantenmechanik für statistische Wahrscheinlichkeiten eignet. Aber nicht, dass man das spirituelle "Realitätenerschaffer-Prinzip" 1:1 naturwissenschaftlich belegen könnte, wie es gern fälschlicherweise gemacht wird.
Wie beschreibst du die unterschiedliche Wirkung "absoluter Beobachtung" und die "ego-beeinflusste Beobachtung" quantenmechanisch?
Da wärst du der erste, der das hinbekommt.
@Saraswati,
sorry, sollte ich deinen roten Faden gerade unterbrechen, aber dieser Aspekt war doch zu interessant, um ihn einfach im Raum stehen zu lassen.