Die Theorie vom Hass

Ich kann mir einfach nicht vorstellen, das ein AC zur Liebe unter Willen wirklich fähig war. Ich denke vielmehr, das er nicht lieben konnte

Ebenso denkbar wäre allerdings auch, dass Liebe eben so gar nicht zu dem angsteinflößenden Image gepasst hätte das er sich bewusst schuf. Und er machte das so erfolgreich, dass er schon zu Lebzeiten Eingang in die Literatur seiner Zeitgenossen fand. Man denke beispielsweise an Ernest Hemingway`s Paris - ein Fest fürs Leben. (A Moveable Feast)...

Auch das natürlich nur eine weitere Theorie...:sneaky:
 
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Ebenso denkbar wäre allerdings auch, dass Liebe eben so gar nicht zu dem angsteinflößenden Image gepasst hätte das er sich bewusst schuf. Und er machte das so erfolgreich, dass er schon zu Lebzeiten Eingang in die Literatur seiner Zeitgenossen fand. Man denke beispielsweise an Ernest Hemingway`s Paris - ein Fest fürs Leben. (A Moveable Feast)...

Auch das natürlich nur eine weitere Theorie...:sneaky:
Gib mal bitte ein Beispiel bzgl. angsteinflössendes Image, ich verstehe nicht, was Du meinst .
 
Ebenso denkbar wäre allerdings auch, dass Liebe eben so gar nicht zu dem angsteinflößenden Image gepasst hätte das er sich bewusst schuf. Und er machte das so erfolgreich, dass er schon zu Lebzeiten Eingang in die Literatur seiner Zeitgenossen fand.
Charismatikerschicksal. Ohne sein Charisma wäre er in Vergessenheit geraten und diejenigen, die noch am Skelett seiner aus verdrängtem christlichen Fundamentalismus, Amok laufendem Sexualtrieb, Drogenfantasien und Lust am Theatralischen gestrickten Religion herumkrabbeln, in der er sich mit der Zeit hoffnungslos verfing, wären wesentlich kleiner an Zahl.
 
Gib mal bitte ein Beispiel bzgl. angsteinflössendes Image, ich verstehe nicht, was Du meinst .

Gern, ich meinte Crowleys Wirkung auf seine Zeitgenossen:

In diesem Augenblick ging ein ziemlich hagerer Mann in einem Umhang auf dem Bürgersteig vorbei. Bei ihm war eine große Frau, und er schielte nach unserem Tisch und sah dann woandershin und zog weiter den Boulevard hinunter.
"Haben sie gesehen, wie ich ihn ignoriert habe?" sagte Ford. (Anm.: Ford Madox Ford)...
"Nein. Wen haben sie ignoriert?"
"Belloc," sagte Ford. "Habe ich den ignoriert."
...
Er war von Grund auf und rundherum zufrieden. Ich hatte Belloc noch nie gesehen, und glaubte nicht, dass er uns gesehen hatte. Er hatte wie jemand gewirkt, der in Gedanken versunken war und sozusagen automatisch nach dem Tisch geschielt hatte. Es gefiel mir nicht, dass Ford unhöflich zu ihm gewesen war, denn als junger Mann, der noch viel lernen musste, hatte ich große Achtung vor ihm als älterem Schriftsteller.
...
Ein guter Freund von mir, der selten in die Closerie kam, trat an den Tisch und nahm Platz, und gerade als mein Freund sich bei Emile etwas zu trinken bestellte, gingen der hagere Mann im Umhang und die große Frau auf dem Bürgersteig an uns vorbei. Er schielte nach unserem Tisch, und dann woandershin.
"Das ist Hilaire Belloc" sagte ich zu meinem Freund. "Ford war vorhin hier und hat ihn vollkommen ignoriert."
"Seien Sie kein Esel" sagte mein Freund. "Das ist Alistair Crowley, der Satanist. Angeblich der sündhafteste Mensch der Welt."
"Entschuldigung," sagte ich.

Quelle: Paris - ein Fest fürs Leben. Kapitel 9: Ford Madox Ford und der Teufelsschüler (Ernest Hemingway)
 
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Gern, ich meinte Crowleys Wirkung auf seine Zeitgenossen:

In diesem Augenblick ging ein ziemlich hagerer Mann in einem Umhang auf dem Bürgersteig vorbei. Bei ihm war eine große Frau, und er schielte nach unserem Tisch und sah dann woandershin und zog weiter den Boulevard hinunter.
"Haben sie gesehen, wie ich ihn ignoriert habe?" sagte Ford. (Anm.: Ford Madox Ford)...
"Nein. Wen haben sie ignoriert?"
"Belloc," sagte Ford. "Habe ich den ignoriert."
...
Er war von Grund auf und rundherum zufrieden. Ich hatte Belloc noch nie gesehen, und glaubte nicht, dass er uns gesehen hatte. Er hatte wie jemand gewirkt, der in Gedanken versunken war und sozusagen automatisch nach dem Tisch geschielt hatte. Es gefiel mir nicht, dass Ford unhöflich zu ihm gewesen war, denn als junger Mann, der noch viel lernen musste, hatte ich große Achtung vor ihm als älterem Schriftsteller.
...
Ein guter Freund von mir, der selten in die Closerie kam, trat an den Tisch und nahm Platz, und gerade als mein Freund sich bei Emile etwas zu trinken bestellte, gingen der hagere Mann im Umhang und die große Frau auf dem Bürgersteig an uns vorbei. Er schielte nach unserem Tisch, und dann woandershin.
"Das ist Hilaire Belloc" sagte ich zu meinem Freund. "Ford war vorhin hier und hat ihn vollkommen ignoriert."
"Seien Sie kein Esel" sagte mein Freund. "Das ist Alistair Crowley, der Satanist. Angeblich der sündhafteste Mensch der Welt."
"Entschuldigung," sagte ich.

Quelle: Paris - ein Fest fürs Leben. Kapitel 9: Ford Madox Ford und der Teufelsschüler (Ernest Hemingway)
Mich hätte "das er sich bewusst schuf" interessiert. Tat er das oder ist es das Gereiztsein seines Umfeldes?
 
Ich kenne mich mit dem ganzen Zeug, das ihr hier schreibt, nicht wirklich aus. Vor 15 Jahren habe ich mir mal "Das Buch der Lügen" von AC gekauft - und es war unleserlich.

Ich glaube, man muss unterscheiden, zwischen dem ansteckenden Hass, der einen auf seine Seite zieht, und es dann Spaß macht, im Diesseits böse zu sein - und dem Hass, von dem man weiß, dass er schlecht ist, der weh tut.

Beim ansteckenden Hass muss man sich halt vorher überlegen, ob man das will.
Beim nicht-ansteckenden Hass, würde ich sagen, dass es sehr wohl einen Willen dazu gibt. Man kann (und sollte) nicht immer nur glücklich sein. Die Frage ist, ob man solche Phasen durchhält - und nachher gestärkt ist.
Aber ich glaube, auch wenn man scheitert, kann man gerettet/geheilt werden.

... und selbst das ich nicht die ganze Wahrheit, die ich meine.

Was anderes:
Ich glaube ja, dass wir uns im Wassermannzeitalter befinden - und dass das dunkel ist, die nächste Zeit.
Und dass in nächster Zeit die "Gutmenschen" die Kontrolle haben.
Wer diese "hasst" (psychisch - also sich gegensätzlich abgrenzt) muss nicht immer unbedingt so falsch liegen.
 
Liebe ist eine aktive, bewusste Handlung - auch dessen, was man aus dem Affekt vielleicht lieber hassen mag - und dieser Akt untersteht dem Willen.

Ich sehe mich, auch so, wie die meisten anderen Menschen (durch meine Brille hindurch - vielleicht mag es auch anders sein?) als kleine Rädchen im Universum. "Wir" (die, die nicht sozial "oben" sind) sind doch alle Kinder.

Als Kinder muss man im Affekt hassen - um zu erfahren und zu verstehen was (und wie es) falsch ist, um zu erkennen dass man auch darüber stehen kann - und aus freiem Willen lieben kann.

Wie soll man etwas lernen, wenn man es vorher nicht falsch gemacht hat?
Geistig geht das schon. Dass der Instinkt aber dem Geist folgt, funktioniert leider anders nicht.

Vielfach folgt der Geist dem Instinkt. Er rechtfertigt das dann mit "Das ist natürlich! Normal!"

Und ich will nicht auf ewig meinem Instinkt vorbehaltlos "gehören".
 
Ja das Hirn erschafft vieles. In magischer Sicht gibt es aber vieles was nicht vom Hirn kreiert wird :)

Natürlich ist das meiste, das wir Kinder erleben, nicht von unserem Hirn kreiert.
Nur: ist das interessant???

Es sind kraftvolle Bilder, verschiedenste Gefühle (im Innen und im Außen), körperliche Schmerzen.
Aber ist das so, wie es ist, an sich, bedeutsam?

Interpretieren und einen (höheren) Sinn geben, tut dem doch nur der Geist.

(Das soll nicht heißen, dass ich es geringschätze! Ich wollte doch nur Werbung für den Geist machen :-) )
 
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Ich kenne mich mit dem ganzen Zeug, das ihr hier schreibt, nicht wirklich aus. Vor 15 Jahren habe ich mir mal "Das Buch der Lügen" von AC gekauft - und es war unleserlich.

Ich glaube, man muss unterscheiden, zwischen dem ansteckenden Hass, der einen auf seine Seite zieht, und es dann Spaß macht, im Diesseits böse zu sein - und dem Hass, von dem man weiß, dass er schlecht ist, der weh tut.

Beim ansteckenden Hass muss man sich halt vorher überlegen, ob man das will.
Beim nicht-ansteckenden Hass, würde ich sagen, dass es sehr wohl einen Willen dazu gibt. Man kann (und sollte) nicht immer nur glücklich sein. Die Frage ist, ob man solche Phasen durchhält - und nachher gestärkt ist.
Aber ich glaube, auch wenn man scheitert, kann man gerettet/geheilt werden.

... und selbst das ich nicht die ganze Wahrheit, die ich meine.

Was anderes:
Ich glaube ja, dass wir uns im Wassermannzeitalter befinden - und dass das dunkel ist, die nächste Zeit.
Und dass in nächster Zeit die "Gutmenschen" die Kontrolle haben.
Wer diese "hasst" (psychisch - also sich gegensätzlich abgrenzt) muss nicht immer unbedingt so falsch liegen.
Da isser wieder, Dein Intellekt, dabei ist er Dir glücklicherweise nicht so wichtig. Warum hörst Du nicht auf damit?
 
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