Du meinst also, es sei nicht gut, wenn man die Kinder beten lernt und ihnen vom Schutzengel erzählt?
Die Fundis sind doch diejenigen, die keinen Sinn im Leben erkennen wollen?
Weil es so nichts bringt, da niemand zuhört (keine göttlichen Wunscherfüller), und keine Engel existieren.
Objektiver Sinn existiert auch nicht.
Und das größte Problem ist, dass damit häufig zum einen ein gewaltiger Katalog mit religiösen Regeln verbunden ist (Zeitverschwendung und Einschränkung von Dingen, die das Kind gut finden könnte und es mit anderen Kindern verbindet), die ebenfalls oft komplett nutzlos sind, und Nichtbefolgung und Strafandrohung (bis hin zur Hölle) Schuld und seelische Not auch noch erzeugen, obwohl da so ja wie gesagt nichts dran ist. Insofern löst es kein Problem und erzeugt weitere...
Klar, ich habe nichts dagegen, dass man kleinen Kindern erzählt, dass Opa nach seinem Tod auf der anderen Seite ist usw, auch weil ich ja selber denke, dass Bewusstsein sozusagen über der Materie steht (wegen verschiedener Gründe, die ich hier schon oft zu Protokoll gegeben habe), aber meine Ideen beinhalten keine tausend Regeln, Schuldkreation und Hoffnungsmache, die in der Form unrealistisch ist. Probleme werden durch Beten nicht gelöst. Schau dir die Menschheitsgeschichte an. Denkst du die Kinder haben nicht genug gebetet, die in Kriegen umkamen, an einer Krankheit gestorben sind, verhungert sind usw. Dinge wurden nur, wenn überhaupt, besser, wenn sich Menschen da Mühe gegeben haben. In meinem Fall (etwas weniger dramatisch mit Mobbing und Isolation) hat es logischerweise auch nicht geholfen.
Und weiß ich alles aus meiner Kindheit. Wurde ja christlich erzogen, in evangelischen Freikirchen bis Sekten usw.
Und das geht noch deutlich schlimmer/fundamentalistischer als in meinem Fall.
Ich glaube zwar schon an Religionsfreiheit, aber de facto werden Kinder oft so mit einem Weltbild indoktriniert, als wäre es eine absolute Wahrheit, was dann letztlich der Hauptgrund dafür ist, dass diese Ideologien fortbestehen, da genug Leute als Erwachsene dabei bleiben. Obwohl es zum Beispiel nicht einmal klar ist ob Jesus als reine historische Person existiert hat (alles andere ist natürlich noch weniger bewiesen).
Und Menschen waren früher nicht besser, als die meisten gläubige Christen waren. Insofern denke ich nicht, dass selbst die Prämisse funktioniert. Ich bezweifle, dass Religion, und speziell Christentum auch, zumindest "hilft", selbst wenn es nicht wahr ist. Und Leute wollen nicht belogen werden. Die meisten würden wohl auch nicht in einer virtuellen Welt (Gehirn angeschlossen an Kabel) existieren wollen, die sich als real ausgibt, aber nicht ist, selbst wenn sie besser wäre als unsere.
Und dann gibt es hier ja die Hölle zum Beispiel. Aber keine Überraschung, dass eine Religion sowohl mit unendlicher Belohnung lockt als auch mit unendlicher Strafe droht, was logischerweise sehr gelegen war/ist für die Autoritäten. 72 Jungfrauen sind da dann schon die logische Fortsetzung eigentlich, in Bezug auf Männer zumindest, aber die waren ja auch die Hauptzielgruppe im Islam (aber war sicher generell so früher). Unabhängig davon, dass es Nonsens ist, bin ich natürlich auch nicht arrogant genug zu glauben, dass ich selbst genug für so viele Frauen für eine ganze Ewigkeit wäre, auch wenn ich gewöhnlich in der Hinsicht ein gewisses Selbstvertrauen habe wegen Telepathiesex früher.

Aber das ist nun doch zu viel.

Und logischerweise und ernsthaft sollte man auf die Idee kommen, dass das natürlich unfair ist so...
Insofern nehme ich an, dass ich hier fast mit
@Niflheimr übereinstimmen würde, mit dem Unterschied, dass sie vermutlich denkt, dass Islam deutlich besser ist, obwohl es zumindest de facto in der heutigen Zeit viel schlimmer damit ist. De facto sind alle abrahamitischen Religionen nicht empfehlenswert, aber Juden sind zumindest keine ideologischen Imperialisten, die alle dazu bekehren wollen. Aber ich halte weiterhin auch überhaupt nichts von Kindermönchen im Buddhismus usw, selbst wenn ich der Religion (und noch mehr Advaita Vedanta) weit mehr zustimme, auch wenn ich die Welt positiver sehe (nicht notwendig Leid, mehr subjektiv aus meiner Sicht). Aber würde nie zu meinen Kindern sagen, dass ich 100% weiß, dass Leute reinkarnieren und erleuchtet werden können. Ich weiß es nicht wirklich sicher.
Zu viel religiöse Kost ist nicht gesund für Kinder.