Ja, sehr schön, ich bin zufrieden.
Da sind mehrere Denkfehler drin, Fynn. Erstens kann man Liebe nicht geben- man kann Liebe sein, dann strahlt man sie automatisch aus, aber man gibt sie nicht, schon gar nicht einer speziellen Person, ob Egoschwein oder nicht.
Wenn man also die Liebe selbst IST, dann ist aber zweitens noch lange nicht jeder dafür empfänglich, ein Egoschwein bestimmt nicht. Denn ein Egoschwein stellt sich unter Liebe ja etwas vor, was nur ihm allein gebührt- und nicht allen Menschen. Dh ein Egomane würde selbst von Jesus nix empfangen. Was er nicht empfangen hat, kann er dann natürlich auch nicht weitergeben, dh selbst ausstrahlen.
Man kann das aber auch noch umgekehrt betrachten, nämlich so, dass man selbst derjenige ist, der glaubt, er gäbe jemandem Liebe. Man fühlt sich ja gut in der Rolle eines Liebenden mit starken Gefühlen. Dann achtet man auf den Geliebten, kümmert und sorgt sich um ihn und tut ihm Gutes. Der andere empfängt die Wohltaten und sonnt sich in ihnen- gibt aber selbst nix zurück. So gesehen scheint deine Ansicht richtig zu sein- sie ist es nicht. Denn was gegeben wurde, war keine Liebe- es war Sehnsucht. Die Sehnsucht, geliebt zu werden- die empfängt der andere, und die gibt er zurück- in Form von immer neuen Forderungen nach weiteren Wohltaten.
Dein Satz gilt also auch umgekehrt: Was du empfängst, wirst du geben.