Die 7 Bewusstseinsstufen

@Simi :)
Mich würde interessieren, was du jetzt über die Sache denkst.
Ich habe das Gefühl, dass es mir jetzt möglich ist, auf die Verständnisebene zu gehen (Luftebene). D.h. sich dem anderen langsam öffnen und ihn als Mensch sehen.
Jetzt habe ich meinen Post nochmal gelesen und muss was hinzufügen: es geht mir jetzt nicht darum, dass er der Partner wird. Als solcher wäre er so, wie er jetzt ist, überhaupt nicht geeignet.
 
Werbung:
Kayamea schrieb:
Das tun viele, mit dem "Außergewöhnlichen", "Extraordinären" etc. sympatisieren, wie sonst entstehen Idole und sonstige Heilige ?.... eine Kunst ist es aber doch auch, mit dem "kleinen Mann" zu sympatisieren, der zwar nicht vom Hocker reißt mit seinem Reden, der aber wesentlich authentischer und vorallem mit Wärme in die Tiefen führt, als es der intellektuelle Phantast, der seine Ideen als "die" Wahrheit verbreitet, zu erreichen vermag.

Die Balance findet sich dort, wo ich mir nicht zu schade bin, im kleinen zu gucken und auch nicht zu arrogant, dem der nach meinem Gefühl große Reden schwingt, nicht doch zuzuhören. Denn man kann sowohl hier als auch da Wertvolles für die eigene Entwicklung des Bewusstseins erhalten. Wie du sagtest: es ist das Zusammenführen der einzelnen Elemente.

Nein, ich meine nicht das Große, Außergewöhnliche. Sowas kann mich längst nicht mehr beeindrucken, falls es das überhaupt je in meinem Leben tat. Gerade die überhöre ich meistens. Also ganz im Gegenteil: es sind gerade auch die Unbeachteten. Hat Dich schon einmal der Blick eines vom Down-Syndrom Betroffenen angeschaut? Ganz unverwandt, direkt und ohne Urteil? Eine sich geborgen fühlende, in Gott aufgehobene, naive Seele liegt hinter diesen Augen und vernichtet mit einem einzigen, arglos lächelnden Blick Dein eitles Selbstbild. Wer läßt sich schon auf solch einen Blick ein? Statt wegzuschauen? Das ist ein zum besseren Verständnis simpel gezeichnetes Beispiel für den "kleinen Mann", wie Du ihn nennst.

Auch hier in solchen Foren gibt es immer wieder solche Beispiele von Leuten, denen keiner zuhört oder denen einhellig widersprochen wird. Ich meine nicht die Egozentriker, da hast Du mich mißverstanden. Ich schaue diesen Prozeß dann immer von der anderen Seite an ;).

ich würde meinen, eine Diskussion schleicht um das, was sich Dir noch nicht erschlossen hat bzw. was Du thematisieren möchtest, dabei kann es sich durchaus um Ungesagtes handeln...
Das Thema kreieren wir alle gemeinsam. Und ich behaupte, daß Dir davon nur ein Teil bewußt ist - anderen ist es tiefer bewußt. Mit dem Ungesagten ist das Unaussprechliche gemeint, nicht das Verschwiegene oder Unbewußte ^^.
 
Hallo Jokkmokk, :)

vielleicht hast Du meine Antwort etwas zu persönlich genommen, aber egal, Deine Antwort gefällt mir.

Hat Dich schon einmal der Blick eines vom Down-Syndrom Betroffenen angeschaut? Ganz unverwandt, direkt und ohne Urteil? Eine sich geborgen fühlende, in Gott aufgehobene, naive Seele liegt hinter diesen Augen und vernichtet mit einem einzigen, arglos lächelnden Blick Dein eitles Selbstbild.

Ja, ganz besonders häufig, als ich auf die Ergebnisse meiner Fruchtwasseruntersuchung wartete. :) - ja, da wird Dir die ganze Liebe, die durch Gott spricht bewusst und damit auch die eigene Rolle in Bezug auf das große Ganze.

Wer läßt sich schon auf solch einen Blick ein? Statt wegzuschauen? Das ist ein zum besseren Verständnis simpel gezeichnetes Beispiel für den "kleinen Mann", wie Du ihn nennst.

Ein sehr gutes Beispiel! Wie oft ertappst Du oder ihr anderen Euch beim Wegschauen? :)

Auch hier in solchen Foren gibt es immer wieder solche Beispiele von Leuten, denen keiner zuhört oder denen einhellig widersprochen wird. Ich meine nicht die Egozentriker, da hast Du mich mißverstanden.

Ich glaube nicht, dass ich Dich missverstanden habe. :)

Das Thema kreieren wir alle gemeinsam. Und ich behaupte, daß Dir davon nur ein Teil bewußt ist - anderen ist es tiefer bewußt.

Wie skalierst Du den Bewusstheitsgrad? Woran meinst Du zu erkennen, wem was tiefer bewusst ist/wird als einem anderen? In einem Forum, wo wir nur über Sprache zusammen finden, ist das wohl kaum klar zu sagen, oder? (ich erinnere an den "Blick" eines Menschen mit Down-Syndrom)

Mit dem Ungesagten ist das Unaussprechliche gemeint, nicht das Verschwiegene oder Unbewußte.

Was ist für Dich das Unaussprechliche?

Lieben Gruss
Martina
 
Ich sympathisiere gewissermaßen mit dem Outsider, dem Verrückten, dem Schizophrenen, dem Ruchlosen... Vielleicht ist es ein heiliger Narr, wenigstens aber ist er interessant genug. Denn was ist es, wovon der Mensch sich abwendet? Es sind die Zonen seiner selbst, die ihn, wenn er bewußt genug wäre, hinzuschauen, in die Tiefe führen würden..

Das fasse ich als sehr neptunisches Vokabular auf.

Jokkmokk schrieb:
In der Regel aber handelt es sich nicht um solche Berufene. Meistens sind es nur belanglose Hirngeburten, die ich sofort als solche erkenne und nicht weiter beachte.

Was sind Berufene?
Das verstehe ich hier sowie im restlichen Gebrauch dieser Bezeichnung in diesem Thread nicht.
Anhand deiner Aufzählung wären belanglose Hirngeburten unerlöste, neptunische Prinzipien.
Dunkel erinnere ich mich daran, wie Platons Höhlengleichnis erklärt wurde, ich bin mir gerade nicht sicher, wo ich das gelesen habe. Da litten die, die das grelle Licht außerhalb der Höhle gesehen haben, so verängstigt und geblendet, hinterher an Neurosen. Das wären dann also Hirngeburten. Belanglos?
Hier scheint es um Berufung zu gehen; Erstrebung der höchsten Bewusstseinsstufe. Astrologisch, so viel mir bekannt ist, ist die Himmelsmitte ein Richtungsweiser für die Berufung. Ruf, rufen... gerufen werden? Also dann folgen. Jeder hat eine Himmelsmitte, wird dann also jeder gerufen. Berufene sind dann die, die auch tatsächlich folgen? Aber jeder wird doch be-rufen. Vielleicht sind dann die Berufenen eher die Folgenden. Und berufen ist jeder?

Würd mich über deine Begriffsdefinition freuen. Zum eigentlichen Thema fällt's mir schwer, etwas Sinnvolles zu schreiben.
 
@Simi :)
Mich würde interessieren, was du jetzt über die Sache denkst.
Ich habe das Gefühl, dass es mir jetzt möglich ist, auf die Verständnisebene zu gehen (Luftebene). D.h. sich dem anderen langsam öffnen und ihn als Mensch sehen.
Jetzt habe ich meinen Post nochmal gelesen und muss was hinzufügen: es geht mir jetzt nicht darum, dass er der Partner wird. Als solcher wäre er so, wie er jetzt ist, überhaupt nicht geeignet.
Den anderen kann man erst dann wirklich sehen (Luftebene), wenn man sich selbst sieht, Lilith. Und zwar vorher. Es geht um die richtige Reihenfolge- das Betreten der Luftebene ist gleichbedeutend mit dem Wagen/VII, dem Beginn der 4. Stufe. Dazu bedarf es einer Sicht auf sich selbst, einer Offenbarung. Die fehlt dir nach wie vor. Du bist zu einigen Erkenntnissen über dich selbst gelangt, aber noch nicht zu einer Offenbarung.
 
Jokkmokk schrieb:
In der Regel aber handelt es sich nicht um solche Berufene. Meistens sind es nur belanglose Hirngeburten, die ich sofort als solche erkenne und nicht weiter beachte.

Auch du kannst.... - nein, auch Du irrst. :)


Immer wieder amüsant, wie jeder jedem ständig unter die Nase reibt, dass der/die andere "irrt" (außer man selbst, versteht sich :D )

Und so sitzen wir mit unseren Irrungen und Wirrungen alle in einem Boot: Martina Kayamea, Simi, Jokkmokk, meine Wenigkeit, und ... und ... und ...

:)
 
Hallo Simi!

Wäre es Dir möglich, diesen entscheidenden Schritt zu präzisieren? Warum ist es notwendig, in das Reich der Schatten einzutreten? Was erwartet ihn dort? Und ist es nicht so, daß zugleich sich eine andere Dimension offenbart, die nicht zum Reich der Schatten zugehört?
Der Suchende sieht zuerst ein paar Schäbigkeiten seines Charakters, dann sieht er Gott, dann offenbart sich ihm seine Berufung, die immer darin besteht, der leidenden Menschheit zu eben dieser Offenbarung zu verhelfen- und genau damit scheitert er. Das ist der Lauf der Dinge.

Warum scheitert der von Gott Berufene? Er hat doch einen klaren Auftrag erhalten, dem geht er nach. Jaja- er hat einen klaren Auftrag erhalten, von Höchster Stelle- aber eine Sekunde nach Erteilung des Auftrags hat sich sein Ego eingemischt und den klar erteilten Auftrag in seinem Sinne verfälscht. Ich nenne das: die Wahrheit nehmen und eine Lüge draus basteln. Und ich kenne niemanden, der nicht genau das tut. Ausser ein Verwirklichter natürlich.

Was ist das für eine Lüge, die das Ego aus dem Berufungsauftrag bastelt? Es ist die Liebes-Lüge, wie immer. Der Drang nach Zweisamkeit, obwohl es ja um das Gegenteil geht: die Einheit. Das Ego will aus zwei eins machen, dazu sucht es die zwei- den anderen. Natürlich ist der andere vor allem anderen Geschlechts, schliesslich geht's ja um die Liebe. Darum entfalten Menschen, die den Standort Kraft/XI erreicht haben, einen solchen Missionseifer. Sie wollen unbedingt jemanden auf den Weg bringen, damit der sie dann dafür liebt. Dieser persönliche Liebeswunsch ist aber unbewusst- tatsächlich ist der Betreffende davon überzeugt, gemäss seinem Auftrag zu handeln und Gutes zu tun.

Natürlich klappt das nicht, was zunehmenden Frust mit sich bringt. Insgeheim beginnt er, sich über die 3er zu ärgern, während er äusserlich ihr Unwissen entschuldigt und ihnen möglichst liebevoll begegnet. "Wir sind doch alle eins. :liebe1:" Wenn sich der Suchende seinen Frust eingesteht, dann bleibt er am Gehängten/XII hängen- er hängt buchstäblich in der Luft, weiss nicht mehr ein noch aus. Er hat einen Auftrag zu erfüllen, er weiss, nur dies bringt ihm wahres Glück- aber er vermag es nicht. Diese Stelle, dieses völlige in der Luft hängen, ist unerträglich, darum gelingt es den Wenigsten. Hier wird kapituliert- oder es geht zurück zu Kraft/XI, neuer Versuch. Mit vorprogrammiertem Scheitern- am Gehängten/XII kommt keiner vorbei. Wer hier wirklich absolut kapituliert, dem offenbart sich eine neue Art der Liebe: die, die unabhängig ist von einem zweiten.

Mit dieser Offenbarung begreift man, dass Liebe kein Gefühl ist, sondern ein Zustand des Sehens der Tatsache, dass die Dinge im Äusseren so sind, wie man sie dachte. Das Sehen und Erkennen des Zusammenhangs zwischen Denken und Materie an einem praktischen Beispiel des eigenen Lebens hat als Begleiterscheinung diese Art der Liebe im Gepäck. Ein anderer Mensch, der vor einem steht, ist auch genau so, wie man ihn zuvor dachte- er entspricht einem.

Die Offenbarung dieser Liebe gehört bereits zur nächsten Station: Tod/XIII. Denn gleichzeitig mit dieser Offenbarung von wahrer Liebe wird einem klar, dass alles, wirklich alles, was man vorher getan hat, nur einem Motiv zugrunde lag: Liebe, aber die falsche, nämlich eine Zweierkiste, zu suchen. Dieses Verhalten stirbt am Tod/XIII- und damit die ganze Welt. Alles, was man jemals in der Welt tat, tat man nur aus einem Grund: man wollte geliebt werden. Diese Art der Liebe hat sich aber nun als wertlos herausgestellt angesichts dessen, was Liebe wirklich ist, deshalb gibt man am Tod/XIII diese Suche auf. Und ist damit allein- und zwar völlig.

Es gibt am Tod/XIII nur eine Zuflucht: Gott. Denn der Wunsch nach der Zwei ist nicht gänzlich ausgerottet, unbewusst wirkt er weiterhin. Unbewusst fleht man Gott an, er möge jemanden schicken, der versteht, was man hier gerade durchmacht, allein, wie man ist. Jemanden, der auch die Welt hat sterben lassen, weil ihm die wahre Liebe das Wichtigste ist. Man weiss, Gott wird ihn schicken. Weil- in Wirklichkeit ist man es ja selbst. Man hat ja gesehen: was man denkt, verwirklicht sich. Man braucht also nur absolut ehrlich zu sein und wirklich alle Verhaltensweisen ablegen, die darauf abzielen, die falsche Liebe zu gewinnen.

Naja, das sagt sich so leicht. Tatsächlich hab' ich drei Monate gebraucht. Ich hatte nur die Karten als Wegbeschreibung, die nächste war die Mässigkeit/XIV, ich habe darauf vertraut. Auf mich und auf alles, was sich mir bis dato offenbart hatte. Während der drei Monate traf ich jemanden, der war wie ich am Tod/XIII, das war faszinierend, aber er hatte was an sich, das war widerlich, ich konnte ihn nicht ausstehen. Völlig unabhängig voneinander kamen wir zeitgleich zum Abschluss vom Tod/XIII, an der Mässigkeit/XIV erging der Befehl: "durch ihn zu mir", sagte Gott- der Typ war mein Seelenpartner.

Am Teufel/XV durfte ich mich dann wiederholt davon überzeugen, dass der Kerl wirklich so war, wie ich ihn mir zuvor am Tod/XIII unbewussterweise gedacht hatte. In allen Einzelheiten. Umgekehrt war es natürlich nicht anders: ich war genau so, wie er mich zuvor unbewussterweise gedacht hatte.
Natürlich wollte keiner von uns beiden diese Tatsache wahrhaben- Schuld war der andere, wer sonst? :D Was für ein Gemetzel! :D

Der SP, der Gottbefohlene, ist die fleischgewordene Versuchung, eine Projektion des eigenen Schattens, dh der vielen unbewussten egoistischen Wünsche. An ihm und seinem Verhalten kann man genau ablesen, was man dachte und wünschte, er deckt alles auf. Das ist ein extrem schmerzhafter Prozess, man kann der Versuchung nur widerstehen, wenn man schaut, in welcher Angst sie begründet liegt. Und natürlich ist es wieder die Angst, nicht geliebt zu werden, was auch sonst. Diese Angst ist es, die das Herz verschliesst, es öffnet sich jedesmal völlig, wenn man erneut den Zusammenhang zwischen Denken und Geschehen erlebt und in der wahren Liebe badet.

Erst wenn Satan, der Versucher, sich wandelt zu Luzifer, dem Lichtbringer, dh wenn man das Licht sieht, kann man beginnen, den Turm/XVI zu bauen. Das Herz wurde entleert von Wünschen und Ängsten und ist jetzt rein und offenen- und nun kann man seiner Berufung nachgehen. Das tut man dann auch, der Turm/XVI ist ein Ruheplatz. Bis der Blitz einschlägt und ihn sprengt. Auf den Trümmern sitzend erkennt man, dass man auch das gedacht hat.

Dann wird's richtig schwierig- weil man erkennt, dass zwar alles so geschieht, wie man es denkt, man kann sein Denken aber nicht steuern, es ist unwillkürlich. Man kann aber auch nicht nicht-denken. Was soll man tun? Kapitulieren, lach. Diese Kapitualtion ist gleichbedeutend mit Erleuchtung Stufe 1 oder der Stern/XVII- der Offenbarung, dass dem Denken Schöpferpotential innewohnt. "Am Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott."- und ich hab's gesprochen, das wurde mir offenbar.

Jokkmokk schrieb:
Simi hat zweifellos etwas sagen. Gleichwohl irrt sie, wie jeder Mensch.
Natürlich, das sag' ich doch immer. Wäre ich ohne Irrtum, wäre ich ein 7er.
Auf der 2. Hälfte der 4. Stufe wird der Schatten integriert, auf der 5. Stufe Anima und Animus- an dem Thema bin ich gerade dran und da bin ich doch tatsächlich einem Irrtum erlegen. Diesen Irrtum hab' ich hier im Forum als Wahrheit dargestellt, aber den stelle ich ein anderes Mal klar.

Jokkmokk schrieb:
Das ist es, was Entwicklung kennzeichnet: ein Mosaikspiel - doch das Bild wird sich niemals vervollständigen, denn der Geist kann die unendliche Intelligenz nicht umfassen, schon garnicht sprachlich.
Falsche Haltung, Jokkmokk. Solchen Aussagen zeigen, wie ernsthaft du bist.
Wenn ich jemals gedacht hätte, dass sich das Mosaik nicht zusammensetzen lässt, dann hätte ich gar nicht begonnen.

Jokkmokk schrieb:
Was ist denn das Nicht-Ich? Kann Nicht-Ich benannt werden?
*schmunzel*
Benannt werden kann überhaupt nur das Nicht-Ich. Oder anders gesagt: alles Nennbare bin nicht Ich. Dahin geht die Reise nämlich: ins Nichts. In das Unaussprechliche, das Nicht-Nennbare, das ist das Ich. Gott. Realität. Der Entwicklungsweg ist im Grunde eine Negierung: zuerst begreift man, dass man nicht seine Angst ist, dann, dass man nicht das Denken ist. Das Fühlen ist man auch nicht. Und zum Schluss wird man gewahr, dass man sich auch in der Adresse des Körpers geirrt hat- der ist ein bisschen grösser, als man glaubte, lach.

:)
 
Ohne großartig Worte zu machen, sag ich jetzt mal eins:

ES REDET SICH IMMER ALLES WUNDERSCHÖN!

Metaphern sind aber nix im Vergleich zum (individuellen) Erleben und Erfahren.

Simi, nimms mir nicht übel, wenn ich das hier schreib: aber du lebst auch in einer Partnerschaft. So abhold bist du derer Dinge also auch nicht. Das bezieht sich jetzt auch auf die Frage, die ich dir letzthin gestellt habe: Wie lebst du das?
Oder liegt allem nur schlicht und ergreifend die Erkenntnis zugrunde, dass alles so ist, wie es ist? Wie es sein musste? Wenn dem so ist, mach ich das eh schon immer.

Ich halte diesen Thread hier nachwievor für einen großen Quatsch, weil man ihn ins unermeßliche ausdehnen könnte.

Irgendwann - vor langer langer Zeit - hab ich mal im allgeimeinen Forum meine Meinung kundgetan: Wenn wir alle perfekt (oberstufig :weihna1) wären, bräuchte es keine Weiterentwicklung mehr, insofern wäre jegliche weitere Form von Evolution sinnlos. Schluss. Aus. Bücher zusammenpacken. Heim gehen. Wollen wir das?

Ich würde mir zwar ein paar mehr intelligente Menschen wünschen, doch die paar, die man zum Leben braucht, findet man auch so. Die Welt will ich nicht verbessern, insofern kanns mir völlig :banane: sein, wie wer denkt und auf welchem Niveau er/sie sich befindet. Die, die zusammengehören, finden sich eh.

:liebe1:
 
pieps schrieb:
Was sind Berufene?
Ich nutze normalerweise solche Begriffe nicht. Überhaupt ist mir schon wieder die Lust vergangen, hier weiterzudiskutieren. Denn mal ehrlich: es ist lustig, darüber zu schwatzen, aber eigentlich ist es doch ziemlicher Nonsens, der hier verzapft wird. Aber dennoch hier meine Antwort.

Ich könnte da verschiedene Definitionen anbieten. Berufung hat mit Ruf und Suche zu tun. Somit sind Berufene für mich die mit der Dimension zuviel. Es sind die Sehnsüchtigen und Sehenden, all jene, die zu zweifeln beginnen. Sie sind praktisch aus der Matrix herausgefallen und stehen mit einem Fuß in der Freiheit und mit dem anderen in den Strukturen ihres alten Selbstes. In einer frühen Phase versucht der Berufene andere Menschen für das Tiefere zu erwecken - und scheitert an dem allgemeinen Desinteresse. Er merkt irgendwann, daß er allein dasteht mit seinem Schauen. Viele verwechseln dies mit Egozentrik oder Individualität oder halten es für etwas Besonderes (auserwählt oder genial zu sein). In Wahrheit sind dies aber oft tief Leidende, mit sich und Gott Ringende, nicht selten einsame Menschen, die aufgrund ihres weitgediehenen Bewußtseins nicht verstanden werden. So werden sie oft gefragt: Wonach suchst du eigentlich? Sie sind weitaus seltener als angenommen (persönlich kenne ich nicht einen einzigen, suchte aber auch nicht aktiv nach ihnen). Irgendwann wird dem Berufenen bewußt, daß er auf dem "Weg" ist und wird radikal. Das ist zuweilen sehr hart, aber er hat keine Wahl: es geht um alles oder nichts. Das ist dann möglicherweise die Wende, von da an ihm der Sprung auf die "andere Seite" gelingt.

Aber man kann Berufung auch anders definieren. Ich zähle oft auch andere Typen mit dazu: nämlich all jene, die die Gabe haben, zu berühren. Mein Herzschlag ist dein Herzschlag, und wenn du meines schlagen hörst, erkennst du dich selbst. Oder die Narren, die Spiegel... also all jene mit erhöhtem bewußtseinserzeugendem Wirkungsgrad.

Abraxas462 schrieb:
Und so sitzen wir mit unseren Irrungen und Wirrungen alle in einem Boot: Martina Kayamea, Simi, Jokkmokk, meine Wenigkeit, und ... und ... und ...
Eine kuschelige Vorstellung. Im Grunde aber dreht es sich immer um dasselbe: um Rangfolgen. Aus höherer Sicht gibt es diese nicht. Aus wertender Sicht entstehen Angst, Verlangen und Mißgunst. Die Aufgabe besteht darin, eine ethische Vorstellung von Bewußtseinsstufen zu entwickeln. Dann ist es nicht mehr notwendig, demokratisch zu kuscheln, sondern übernimmt Verantwortung für den eigenen Entwicklungsstand.

@Simi

Da hast Du aber ordentlich getippt. Danke für die Mühe.

Simi schrieb:
Falsche Haltung, Jokkmokk. Solchen Aussagen zeigen, wie ernsthaft du bist.
Wenn ich jemals gedacht hätte, dass sich das Mosaik nicht zusammensetzen lässt, dann hätte ich gar nicht begonnen.
Warum leitest Du daraus mangelnde Ernsthaftigkeit ab? Mir ging es eher darum:

Simi schrieb:
Auf den Trümmern sitzend erkennt man, dass man auch das gedacht hat.
Es sind die Trümmern Deines Mosaiks. Meine Haltung ist wohl eher eine agnostische. Ich neige zum Nichtwissen. Das steht in keinem Zusammenhang mit meiner Ernsthaftigkeit. Immerhin gebe ich Haus und Annehmlichkeiten auf, um meinem Herzen zu folgen. Diese Radikalität zeigt deutlich, wieviel mir daran gelegen ist.

Ich fürchte, liebe Simi, ich kann Deinem Stufenmodell nur bedingt folgen. Alles, was Du schreibst, ist wahr. All die Hürden, Fallen und Aufgaben existieren und dem muß der Strebende sich stellen. Und obwohl es einen Prozeß zu geben scheint, halte ich Dein lineares Stufenmodell dennoch für eine Krücke. Ähnlich wie ein Mantra als Technik von Nutzen sein kann, so sind auch derlei Konzepte durchaus für den Einzelnen interessant. Für mich war es dies auch - und nun ziehe ich aber weiter und lasse dies hinter mir. Ich zweifle nicht die Weisheit solcher Modelle und Systeme an. Aber sie sind für mich nur von begrenztem Nutzen. Ich bin ein geistiger Nomade, ich schnuppere hier rein und da rein - doch nirgends werde ich heimisch, denn mein Zuhause ist dort, wohin mich all das Ausgedachte, all die nette Esoterik nicht hinführen wird. Dorthin wird allein mein Herz mich führen. Einzig ein authentischer Lehrer kann hierbei noch helfen. Alles andere fällt ab und interessiert nicht länger.

Aber ich danke Dir für Deine Inspirationen. Es war sehr bereichernd :).

Simi schrieb:
*schmunzel*
Benannt werden kann überhaupt nur das Nicht-Ich. Oder anders gesagt: alles Nennbare bin nicht Ich.
Ich oder ICH... typisches Mißverständnis. Ich kenne dieses Advaita-Spielchen und bin jetzt zu faul, es mitzuspielen. Nichts, woran man sich aufhalten sollte.

Simi schrieb:
Dahin geht die Reise nämlich: ins Nichts. In das Unaussprechliche, das Nicht-Nennbare, das ist das Ich. Gott. Realität. Der Entwicklungsweg ist im Grunde eine Negierung: zuerst begreift man, dass man nicht seine Angst ist, dann, dass man nicht das Denken ist. Das Fühlen ist man auch nicht. Und zum Schluss wird man gewahr, dass man sich auch in der Adresse des Körpers geirrt hat- der ist ein bisschen grösser, als man glaubte, lach.
*verbeugt sich lächelnd und tritt ab* :)
 
Werbung:
Ich bin ein geistiger Nomade, ich schnuppere hier rein und da rein - doch nirgends werde ich heimisch, denn mein Zuhause ist dort, wohin mich all das Ausgedachte, all die nette Esoterik nicht hinführen wird. Dorthin wird allein mein Herz mich führen. Einzig ein authentischer Lehrer kann hierbei noch helfen. Alles andere fällt ab und interessiert nicht länger.
Oh je!

Nichts richtig zu tun, sondern sofort wieder das Handtuch zu werfen - oder wie du's ausdrückst: mal hier, mal dort reinzuschnuppern -, ist nicht Zeichen von Reife sondern von Unreife.

Wie willst du die Tiefe der Lehren jemals verstehen können, wenn du dich nicht auf eine Sache einlässt, und diese mal für die nächsten 5 Jahre ernsthaft praktizierst (das kann sogar ein Kochkurs sein - da lernst du äusserst viel nützliches, im echten Sinne esoterisches Wissen)?

"Einzig ein authentischer Lehrer" - mit anderen Worten (und im Klartext): Niemand ist weise genug, um mit deiner eigenen Weisheit konkurrieren zu können.

Ich habe so das dunkle Gefühl, du wärst hier vor 2 Jahren (oder wann war's?) schon mal hier gewesen. Natürlich kann ich mich irren. Aber falls nicht, dann hat sich seit damals überhaupt nichts bei dir geändert. Wirklich gar nichts. Und das fände ich dann schon irgendwie erschreckend.
 
Zurück
Oben