Wechselwirkung in der Kommunikation zwischen zwei verschiedenen Standpunkten bedeutet, das Standpunkt A Standpunkt B beeinflusst und umgekehrt. Wenn Standpunkt A anders ist als Standpunkt B folgt daraus, daß das jeweilige Kommunikationsergebnis eines Kommunikationsaktes für beide neu ist und von neuem in den nächsten Kommunikationsschritt eingeht, woraus wiederum eine Wechselwirkung erfolgt usw.. Daraus kann man nur schließen, daß jeder neue Zeitpunkt in der Kommunikation einen noch nie dagewesenen Zustand zeigt. D.h. das jeder Standpunkt einzigartig, nicht wiederholbar ist. Es ist nicht mal möglich, die vorangegangenen Zustände korrekt zu erinnern, da das System sich ja bereits verändert hat und diese Veränderung bereits in die Erinnerung hineinwirkt. Wir haben also vor dem jetzigen Standpunkt keinen anderen eingenommen, noch werden wir in Zukunft einen anderen haben. Doch das widerspricht total unserem Gefühl: wir haben stets das Gefühl, unseren Standpunkt nicht zu verlassen, stabil und fortwährend darauf zu stehen, uns selbst nicht verändert zu haben. Wie könnten wir sonst auf so etwas wie einen alten Standpunkt beharren? Anders gefragt: wie kommen wir zu der Idee, in einem Diskurs uns selbst nicht vollkommen von unserer Ausgangslage entfernt zu haben?
Das ist keine Idee, sondern Bewusstsein. Du bist Dein eigener Standpunkt.
Ansonsten sind es kranke Konzepte, die zu Standpunkten erklärt werden, von denen ausgegangen wird, anstatt vollkommen vom Innigsten Selbst.
Wenn Du also von geistig saft- und kraftstrotzendem Leben = weltapfelkerngesundes Bewusst-/Gewahr-Sein ausgehst, kannst Du Dich doch niemals geistig veraltet und verstaubt oder wie Asche, sondern nur frühlingsfrisch mit Dir fühlen.
Du selbst als zeitloses Bewusstsein = geistig unvergängliche Intelligenz bist doch unwandelbar. Was wir wandeln, sind unsere begrenzten oder engen Ansichten zu uns selbst und aller Welt und damit erweitert sich unser Verständnis.