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Der Leuchtturm

Dieses Thema im Forum "Träume" wurde erstellt von Mary.., 18. März 2021.

  1. Mary..

    Mary.. Mitglied

    Registriert seit:
    12. März 2021
    Beiträge:
    27
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    In einem meiner Träume sah ich am Strand einen Leuchtturm stehen. Neugieriger Erwartung ging ich die Stufen entlang und oben an der obersten Stelle stand mein Vater. Ich habe ihn nie kennen gelernt, aber im Traum sah er jung aus und er lächelte. Wir gingen gemeinsam die Stufen hinunter und als wir unten angekommen sind, nahm er mich zum ersten Mal in den Arm. Es war ein Gefühl der Geborgenheit, der Liebe und der Annahme. Nach so vielen Jahren war er bereit mit mir in Kontakt zu treten bzw. sind wir uns auf Traumebene begegnet.
    Kann vielleicht sein, dass ich eine andere Ebene erst betreten musste und die Stufen hochgehen sollte, bevor ich ihn erreiche. Ein Leuchtturm, der nicht im Wasser, sondern sich unmittelbar am Strand befindet, bedeutet für mich Erdung, gut geerdet und verwurzelt zu sein. Emotionen spielten da eher weniger eine Rolle, sondern dass eine Verbindung schon immer bestanden hat. Ein Leuchtturm ist rot/weiß. Die Farben bedeuten Energie, Aktivität, Reinheit und Klarheit. Er soll Orientierung und Richtung geben. Erinnert mich an ein Fels, ein Fels in der Brandung... Ich denke oft daran... :)
     
  2. Renate Ritter

    Renate Ritter Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    7. Januar 2018
    Beiträge:
    1.346
    Diesen Satz nehme ich mal als konkrete Angabe über das Verhältnis zwischen dir und deinem Vater.
    Diese andere Ebene müsstest du betreten in der Realität, denn in deinem Lebensbereich triffst du ihn wohl nicht an. Die Stufen hoch symbolisiert, dass du ihn dir in deinen Gedanken und Gefühlen erhöht hast, auch wenn dir das vielleicht nicht bewusst ist.
    Ja, das ist die Funktion eines Leuchtturms. Und eben diese Funktion hat der Vater in klassischem Sinne. Er gibt dem Kind die Orientierung vor, was geht wie und wo und wann...
    Fehlt der Vater, muss sich das Kind anderswo orientieren, was es immer als nachteilig für sich versteht.
    Erdung und Verwurzelung gibt der Vater im klassischen Sinne. Fehlt der Vater, wird das als mangelnde Verwurzelung empfunden vom Kind.

    Dass sich der Leuchtturm, der dir den Weg weist zum Vater, direkt am Strand befindet, meint aber, dass du den Vater an der Grenze zum Unterbewusstsein lokalisierst. Nicht in der Realität, nicht in einem geistigen Nirgendwo. Das Meer ist das Unbewusste, der Strand die Grenze, der Übergang zum Unbewussten.
    Und genau an der Grenze zwischen realer und geistiger Welt kannst du im Traum den Vater treffen. Dort wartet er auf dich, der Leuchtturm zeigt es dir nur an. Er ist nicht der Vater.

    Im Traum geschieht genau das, was du dir schon so lange wünschst.
     
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  3. Mary..

    Mary.. Mitglied

    Registriert seit:
    12. März 2021
    Beiträge:
    27
    Für deine ausführliche Deutung @Renate Ritter danke ich dir.
    Es ist absolut stimmig und es gibt nichts mehr hinzuzufügen. :)
     
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  4. Mary..

    Mary.. Mitglied

    Registriert seit:
    12. März 2021
    Beiträge:
    27
    @Renate Ritter

    Mich hat das Ganze echt zum Nachdenken gebracht und vielleicht liege ich da richtig. Meine Mutter hat ihre Muster auf mich übertragen. Sie hat mitunter das Gleiche erlebt wie ich und hat auch im gleichen Alter einen anderen Vater bekommen. Nur bei ihr war es so, ihr Vater ist im Krieg gefallen und bei meinem leiblichen Vater wurde ein Kontaktverbot verhängt und halt eine Grenze gesetzt.

    Ich meine Mal, deshalb hatte er eine Sockelfunktion und stand für mich immer auf einem Podest. Unbewusst habe ich immer Partner angezogen, die mir genau die Verhaltensweisen meines Vaters gespiegelt haben.

    Für mich als Ergebnis ist das Ganze durchaus nachvollziehbar, denn keiner gehört auf ein Podest, sondern auf den Boden der Realität und so konnte ich es für mich annehmen. Meine Familie habe ich da Unrecht getan und es hatte wohl alles seine Richtigkeit.

    Danke
     
  5. Renate Ritter

    Renate Ritter Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    7. Januar 2018
    Beiträge:
    1.346
    Das ist beinahe die Regel, dass sich zwischen Eltern und Kindern Muster wiederholen, und es sind noch wesentlich mehr Muster, die aber nicht so augenfällig sind wie das mit ihrem und deinem Vater.
    Ganz gleich, wie sich dein Vater tatsächlich verhalten hat oder was man dir erzählt hat über ihn, er hat dir die ganze Kindheit lang gefehlt. Auch, wenn du einen anderen Vater bekommen hast, die wirkliche Vaterrolle hat nur der leibliche Vater, auch dann, wenn das Kind ihn gar nicht kennt.

    Gerade weil er fehlt, weil das Kind kein reales Bild hat von ihm, gerade deshalb wird er idealisiert, erhöht in den Gedanken und Gefühlen des Kindes. Die ganze Kindheit lang wird der Vater zum Sehnsuchtsziel, ganz bewusst oder auch unter der Oberfläche.

    Ein Leuchtturm, den die Schiffe ansteuern, die erhöhte Platzierung des Vaters, das ist alles das traumlogisch völlig stimmige Symbol für den fernen unbekannten Vater.
    Das verstehe ich aber nicht. Womit hast du denn deiner Familie Unrecht getan?
     
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  6. Mary..

    Mary.. Mitglied

    Registriert seit:
    12. März 2021
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    27
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    @Renate Ritter

    Ich habe irgendwann angefangen zu rebellieren und nach Fotos von meinem Vater gefragt und wie er so war im Leben. Es wurde mir eigentlich nur wenig gutes berichtet von ihm. Das ging soweit, dass ich mich von meiner Familie entfernt hatte.

    Weil es meines Erachtens nicht sein kann, dass ein Mensch nur negatives tut, weil immer alles zwei Seiten hat. Unrecht in dem Sinn, weil ich mich gegen sie gestellt habe und meinen Vater auf ein Podest stellte. Bei dieser Sache habe ich alles hinterfragt. Es kann irgendwo nicht sein, dass ein Kind seine Wurzeln nicht kennt, besser gesagt, nicht wissen darf, woher es kommt.

    Ich war nicht immer nett zu meiner Mutter, wir hatten eher nicht das beste Verhältnis. Aber diese zwei Seiten haben mich schon immer aufgeregt, denn ich stand immer dazwischen. Es ist das gut erzogene artige Kind, das brav erzogen wurde, den Mund zu halten, das hat hier von Unrecht gesprochen, weil man sich nicht gegen die Familie stellt.

    Man sagte zu mir, ich wäre wie mein Vater und ich hätte keine Daseinsberechtigung, weil ich noch nicht mal gewollt war.

    Die dürfen sich alle auf der anderen Seite an einen Tisch setzen, weil sie hier unter uns nicht mehr verweilen. Sie sind alle schon drüben...

    Und für meine Zwecke, erkenne ich, dass ich meine Grenze nicht mehr als meine Grenze anerkenne, denn ich gehe über sie hinaus. Ich lasse mich nicht mehr begrenzen und das Gut-Böse Ding, das möchte ich nicht mehr haben. Ich bin beides...

    Ich stehe seit Wochen unter energetischem Beschuss, weil ich nicht mehr das brave Hündchen spiele und mache, was andere mir sagen.

    Ich bin frei und lebe nicht mehr im Käfig und das war jetzt emotional.
     
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  7. Renate Ritter

    Renate Ritter Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    7. Januar 2018
    Beiträge:
    1.346
    Ja, schön emotional und stark.

    So vielen Kindern wird erzählt, ihr Vater wäre ein Mensch mit schlechtem Charakter. Man denkt, es müsste sich eigentlich herumgesprochen haben, was man damit dem Kind antut.
    Jedes Kind empfindet sich als Nachkomme je zur Hälfte von Vater und Mutter. Wenn eine Seite nichts wert sein soll angeblich, dann ist damit auch das Kind nichts wert. So kommt das an bei einem Kind.

    Oft ist es einfach so, dass die Mutter bzw. die Großeltern ihre eigenen verletzten Gefühle abreagieren, indem sie dem Vater jede Schuld zuschieben.

    Natürlich hast du das Recht, deinen Vater kennenzulernen bzw. etwas über ihn zu erfahren.
    Ich hoffe, das hast du nicht nur im Traum geschafft....
    Ja, das hast du etwas wirklich Wahres erkannt.
     
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  8. Mary..

    Mary.. Mitglied

    Registriert seit:
    12. März 2021
    Beiträge:
    27
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    Ich bin noch dran einiges aufzuarbeiten und wenn ich Fragen habe, bekomme ich meine Antworten.
    Mit meinem Opa bin ich immer zu seinem Grab und war auch allein dort, bis sie das Grab entfernt haben. Friedhöfe mag ich sehr, ein Ort der Ruhe und der Besinnung...
     
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