"Der Islam gehört zu Deutschland"

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Ich glaube, das es pervers ist, gegen Flüchtlinge zu demonstrieren, welche in ihren Ländern unter Lebensgefahr leben mussten. Ich glaube, das es pervers ist, nicht in der Lage zu sein, zwischen Islam und Islamisten unterscheiden zu können. Ich glaube, das es pervers ist, Menschen erst in unser Land zu bitten, um es wirtschaftlich zur Hochblüte zu führen, sie dann aber pauschal als Islamisten abzuurteilen und des Landes verweisen.
Ich glaube, ich höre nicht richtig, wenn ich hier eine Freundin höre, die sich bedroht fühlt, obwohl ich in ihrer Gegend weit und breit keinen Islamangehörigen getroffen habe, außer ein paar Bauern und die sahen mir nicht sonderlich islamistisch aus.
Ihr macht mir wirklich Angst.
Ich hab auch keine Lust mehr mich zu wiederholen bzgl. Religion im Zuge der Zeit und ihrer Einbettung in einer Kultur und bzgl. verfassungsgemäßer Religionsfreiheit . Islam ist nicht gleich Terror, genausowenig wie es bei Christentum oder Judentum der Fall ist und doch kann man mit allen dreien gleich gut Terror ausüben. Nein , Religion gehört nicht verboten und nein Religionsausübende sind nicht automatisch Terroristen und Nein, der Islam für sich ist da nicht anders. Alle drei beinhalten Texte, die nicht verfassungskonform sind und dürfen in diesen Aspekten nicht in Deutschland ausgelebt werden. Das funktioniert mit dem Judentum, das funktioniert mit dem Christentum und das funktioniert mit dem Islam. Und wenn 600 von Millionen gerne rumballern und töten wollen sind das im Verhältnis zu Millionen anderen zwar 600 zuviel, aber verdammt wenig. Wieviele nichtreligiöse Deutsche sich mit einem Scharfschützengewehr im ehemaligen Jugoslawien in ein Hochhaus gesetzt haben, um Kinder abzuknallen weiß ich nicht, sind aber auch einige..

Nur habe ich nirgends pauschal gegen Flüchtlinge geschimpft und PEGIDA schreibt auch nicht, dass Flüchtlinge generell ausgewiesen werden müssen.

Auch identifiziere ich Islam nicht mit Islamismus, wobei dieser allerdings auch kein absolutes Randphänomen ist.

Die direkte Nähe zu Fundamentalisten ist irrelevant, weil sich jeder Islamist überall frei bewegen kann. Und ein Ort wo er keine Muslime töten wird, könnte aus diesem Grund sogar ein besseres Anschlagsziel sein.

Ansonsten gebe ich dir zwar irgendwo recht (was diese Texte in diesen Religionen betrifft, und dass die meisten Gläubigen das nicht ganz so ernst nehmen), aber es sind weit mehr als 600 Islamisten. Sorry, wenn schon 600 bereit sind in einen Krieg zu ziehen, der wahrscheinlich mit dem Märtyrertod endet, dann gibt es insgesamt viel mehr, darunter welche die familiäre Verpflichtungen haben, oder einfach nicht genug Mut besitzen, aufgrund des Alters oder aus anderen Gründen eher Geld schicken, Leute rekrutieren usw. Wenn 3 NSU-Nazis Ausländer umbringen, dann gibt es auch noch viel mehr Sympathisanten, die das zwar nicht selbst getan haben, aber ideologisch die selbe Linie fahren.

Insofern funktioniert es mit einigen Teilen des Islams eben nicht. Die nehmen die Texte aus dem Koran, die nicht verfassungskonform sind nämlich sehr ernst.
 
Nur habe ich nirgends pauschal gegen Flüchtlinge geschimpft und PEGIDA schreibt auch nicht, dass Flüchtlinge generell ausgewiesen werden müssen.

Auch identifiziere ich Islam nicht mit Islamismus, wobei dieser allerdings auch kein absolutes Randphänomen ist.

Die direkte Nähe zu Fundamentalisten ist irrelevant, weil sich jeder Islamist überall frei bewegen kann. Und ein Ort wo er keine Muslime töten wird, könnte aus diesem Grund sogar ein besseres Anschlagsziel sein.

Ansonsten gebe ich dir zwar irgendwo recht, aber es sind weit mehr als 600 Islamisten. Sorry, wenn schon 600 bereit sind in einen Krieg zu ziehen, der wahrscheinlich mit dem Märtyrertod endet, dann gibt es viel mehr, welche die familiäre Verpflichtungen haben, oder einfach nicht genug Mut besitzen, aufgrund des Alters oder aus anderen Gründen eher Geld schicken, Leute rekrutieren usw. Wenn 3 NSU-Nazis Ausländer umbringen, dann gibt es auch noch viel mehr Sympathisanten, die das zwar nicht selbst getan haben, aber ideologisch die selbe Linie fahren.

Insofern funktioniert es mit einigen Teilen des Islams eben nicht. Die nehmen die Texte aus dem Koran, die nicht verfassungskonform sind nämlich sehr ernst.
Mag sein. Nur geht's in diesem Thread eben um den Islam und das er ebenso zu Deutschland gehört, wie andere Religionen auch.
 
Ich würde mal sagen, dass eine Partei, welche die Demokratie abschaffen will nicht demokratisch ist. Das Ziel auf demokratischem Wege erreichen zu wollen ist nicht ausreichend damit diese Eigenschaft zutreffend ist.

Die NPD gehört sicher nicht zu Deutschland. Es wäre trivial wenn man die Existenz von etwas in einem Land als gleichbedeutend mit "gehört zu Deutschland" ansieht. Ich habe dieses Prädikat (im philosophischen Sinne) "gehört zu Deutschland" nicht erfunden, aber akzeptabel als Subjekte wären zum Beispiel die Menschenrechte, oder einzelne Bundesländer, demokratische Wahlen usw. Eine Religion hingegen sollte nicht zu einem Land gehören, schon da es sich einfach um private Ideologien handelt die keinen wissenschaftlichen Wert haben.

sehe ich im Grunde genauso wie du. Allerdings fände ich es komisch, wenn nicht auch die fragwürdigeren Ideologien zu Deutschland gehörten. Oder meint man mit diesem "gehört" eine Art Sollen und nicht einen "ist-Zustand"? Würdest du sagen, dass die CDU zu Deutschland gehört?

Ansonsten glaube ich nicht, dass irgendwelche Parteien, die jetzt im Bundestag sind diese Punkte in anderer Form als Ziel sehen. Es wird nichts absolut gesetzt, die Volkssouveränität wird anerkannt, keine Partei will das Privatleben der Menschen komplett kontrollieren (in irgendeiner vergleichbaren Form wie wir es von ISIS kennen), eine homogene Ordnung strebt auch niemand an, die Demokratie will niemand abschaffen (demokratischer Sozialismus ist möglich weil Sozialismus eine Wirtschaftsform ist und keine Herrschaftsform), und Fanatismus und Gewaltbereitschaft sehe ich auch nicht. Ja, auf die NSDAP würde alles zutreffen (in einer etwas anderen Form, Führer statt Gott usw.)

Da würde ich dir allerdings widersprechen. Ich glaube Hardt, Negri, Marcuse und viele andere haben gezeigt, wie gewaltvoll und subversiv der Kapitalismus agiert und welche Maßnahmen ergriffen wurden um seine Widersprüche auszugleichen. Ich denke man kann da sehr wohl von einer Herrschaftsform sprechen. Gerade die Ausbeutung des südens, die völlig unhinterfragt mit jeder politischen Entscheidung prolongiert wird, zeugt von einer unheimlichen Gewaltbereitschaft, ideologischer Absolutsetzung und einem Unverständnis von Demokratie. Kurz: diese Abgrenzung gegenüber dem radikalen Islamismus, wird vom Westen auf einer weit höheren Ebene, mit derselben ideologischen und dogmatischen Inbrunst wieder aufgehoben. Allein, dass man sich als Deutsche definiert und deutsche Politik betreibt, ist derart menschenverachtend und zeigt wie der Westen selbstverständlich Millionen zugrunde richtet und sich dem ganz schlicht dem Hinweis entzieht, dass man ja Deutscher ist und nicht Somalier, etc.
 
Nein, ist er nicht. Eine rein materialistische Gesellschaft birgt noch mehr Gefahren.

Glaube ich nicht, aber es geht mir vor allem darum, dass die Kinder nicht auch noch in der Schule indoktriniert werden. Meine Mutter fand den Religionsunterricht in der Schule nicht richtig genug (ja, die ist und war vor allem recht fundamentalistisch, allerdings hatte das einen ziemlich individuellen Charakter, aber heute noch bekehrt sie Leute zu Jesus auf der Straße), und deshalb war ich in Ethik, was eine sehr gute Sache war.
 
Zu jeder Religion gehört mehr oder weniger ausgeprägt auch eine bestimmte Kultur dazu und die sind nur schwer zu entkoppeln ! Weshalb sollten wir Kulturen und damit deren Religion tolerieren in deren Wesen einfach die Unterdrückung von Frauen und damit sogar Ehrenmorde als ok angesehen werden ???

"Es war der Fall, der das Thema “Ehrenmord” und “Zwangsehen” in Deutschland in den Fokus rückte. Viel geändert hat sich seit dem nichts. Zwangsehen sind üblicher denn je, Ehrenmorde kommen immer wieder vor, werden von der Politik und der Gesellschaft mittlerweile nur noch mit Kopfschütteln quittiert, doch Konsequenzen gibt es eigentlich nicht." http://journalistenwatch.com/cms/2015/02/05/hatun-sueruecue-ein-feiger-ehrenmord-vor-10-jahren/

Ich habe erst vor kurzem eine Doku dazu gesehen. Im Durchschnitt gibt es in Deutschland im Jahr 3 Ehrenmorde und ich weiß nicht wieviele versuchte Ehrenmorde. Ein Sozialarbeiter lybischer Abstammung, welcher Jugendlichen einen toleranten Islam nahe bringen möchte, äußerte sich wie folgt: "Fragt man männliche Jugendliche ob sie Ehrenmorde in Ordnung finden ? So lehnen 97 % Ehrenmorde ab. Fragt man jedoch, wie sie es fänden wenn ihre Schwester sich verhalten würde wie Hatun Sürücü, so würden 40 - 50 % der Befragten ihrer Schwester etwas antun."

Vielleicht läge eine Lösung tatsächlich im Religionsunterricht. Denn anders als Anevay schreibt dient der Religionsunterricht der Wertevermittlung einer Religion und nicht um über verschiedene Religionen zu informieren. Das wird im Fach Ethik oder Philosophie vermittelt.

LG Siegmund
 
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Und wer hier 'viele' sind weißt Du natürlich genau. Man hört es ja immer wieder.
Es gibt ihn, den sehr toleranten Islam. Nicht weniger, als das sehr tolerante Christentum und Judentum. Statistiken in israel und Amerika l sind da erschreckender, aber hier geht's wie gesagt um Deutschland.

Darüber gibt es Statistiken:

Daten aus einer an der Universität Hamburg durchgeführten Studie vom Dezember 2007, die allerdings „mit Vorsicht zu genießen“ seien: Demnach„lehnen ca. 14 Prozent der muslimischen Bevölkerung die deutsche Demokratie ab und bevorzugen islamisches Scharia-Recht. Diese Gruppe hält auch politisch-religiös motivierte Gewalt für legitim. Bei muslimischen Schülerinnen und Schülern steigt die Rate auf 29,2 Prozent, bei den Studierenden sind es – unter Einbeziehung von antisemitischen oder antichristlichen Vorurteilen – 16,4 Prozent.[28]

http://de.wikipedia.org/wiki/Islamismus#Frauenbild


Auch wenn diese Prozente "Mit Vorsicht zu geniessen sind", halte ich besonders den Prozentsatz unter gerade den jungen Muslimen, welche das islamische Scharia-Recht bevorzugen, für höchst alarmierend.

Ganz sicher lässt sich ein christlich fundamentalistisches Amerika mit ihrem "Bibel-Belt" nicht mit dem Scharia-Recht vergleichen. Höchstens die Leute vom Ku-Klux-Klan würden mit ihren Wahnvorstellungen zu den Scharia-Befürwortern passen. Abgedrehte Fundamentalisten passen mit ihrem zugrunde liegendem Minderwertigkeitskomplex doch immer zusammen.......;)

Lg
Urajup
 
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