Der große Esoterik-Forums-Wahrsagertest

Hallo Anevay!

Nö. Da fehlt vollständig ein Bezug. Das sind einfach nur Begriffe.

Und wenn man diese Begriffe in einen astrologischen Kontext setzt, dann funktioniert's?

Das wäre mir herzlich egal, weil ich schlau genug bin zu wissen, dass ein solches Horoskop das Individuum nicht korrekt beschreiben kann, sondern lediglich Instrument zur Selbstreflektion ist. :D

Ich glaube an den Wahrsageraspekt der Astrologie nicht, auch weil ich weiß, dass die Zukunft und individuelle Lebensumstände einen Menschen dergestalt verändern können, dass sich ein Mensch so gut wie gar nicht mehr in einem Geburts(!)horoskop wiederfinden kann.

Wozu betreibt man dann überhaupt Astrologie? Und woher will man wissen, dass da irgendetwas realitätsbezogenes herauskommt?

Und die konkreten Lebensumstände eines Menschen in unterschiedlichen Lebensphasen lassen sich nicht korrekt aus Geburtsdaten auslesen, weil sie nur die Anlagen beschreiben können, erlöst oder ungelöst, in einer bestimmten Gewichtung.

Dem wird doch in Zuordnungstests Rechnung getragen. Aber selbst dort lassen sich keine Abweichungen von der statistischen Normalverteilung erkennen.

Mal ein Beispiel: der Stier soll ein Genussmensch sein. Nun kannst Du sagen: aber mag nicht jeder Mensch Leckerlis? Klar. Nur bei der Beurteilung geht es um die Gewichtung dieser Anlage, dieses Aspektes im Vergleich zu anderen Menschen. Also wie wichtig mir dies ist und es ist mir sehr wichtig. Ich werde total unleidlich, wenn nur auf den Tisch kommt, was mir solala schmeckt.
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Das sind immer die gleichen Ausreden. Selbst wenn's so wäre, könnte man das in entsprechend angelegten Studien erkennen. Warum ist das so schwer zu verstehen?
Entweder da ist was oder da ist nix. Man kann nicht behaupten, die Astrologie könne etwas an den Sternen (Gestirnen) ablesen, aber überprüfen kann man das nicht. Das ist völlig sinnfrei.

Wäre ich nun durch Lebensumstände gezwungen erheblich am Essen zu sparen, würde ich natürlich mit "Hauptsache satt" auch überleben. Trotzdem bliebe ich ein Genussmensch, könnte dies nur lediglich nicht so ausleben.

Das wird Dich vielleicht verblüffen, aber das liegt nicht an Deinem Sternzeichen. Sehr viele Menschen sind "Genussmenschen", völlig unabhängig von ihren Radices.

Bei der Selbstbeurteilung solcher Aspekte kommt es also nicht darauf an, zu sagen: oh ja, ich mag Leckerlis. Sondern Gesamtschau zu halten. Wie stark ist dies bei mir ausgeprägt im Vergleich zu meinen Mitmenschen usw.?

Genau das wurde in Zuordnungstests gemacht. Ergebnis: Da ist nix!

Gruß, Schlucke.
 
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Wozu betreibt man dann überhaupt Astrologie? Und woher will man wissen, dass da irgendetwas realitätsbezogenes herauskommt?
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Das wird Dich vielleicht verblüffen, aber das liegt nicht an Deinem Sternzeichen. Sehr viele Menschen sind "Genussmenschen", völlig unabhängig von ihren Radices.
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Genau das wurde in Zuordnungstests gemacht. Ergebnis: Da ist nix!

Gruß, Schlucke.

Ich betreibe keine Astrologie, ich beschreibe, wie ich damit umgehe und welche Möglichkeiten ich nutzbar darin sehe. ;)
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Der Geburtsmonat als solches ist auch nicht als einziger Aspekt von vielen relevant, die wirst Du auch woanders finden. Frag Gabi mal dazu, welche das noch sein können.
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Die Studie bitte verlinken, da ich mir das gerne selbst anschauen und beurteilen möchte.

LG
Any
 
Selbst wenn's so wäre, könnte man das in entsprechend angelegten Studien erkennen. Warum ist das so schwer zu verstehen?

Studien, die so grottig angelegt sind, wie die mit den 15 K Leuten, nur Soldaten und Schülerdaten, nur im Bezug zu den Geburtsmonaten ohne weitere Differrenzierung? Oder wo die Menge der Probanden sich auf eine handvoll beziehen oder diese medienwirksame Täuschungsaktion von Galileo?

Ich bitte dich...

LG
Any
 
Oh ja, meinereins liebt derartige Formulierungen.
Peter: "Warum zieht die Sonne übers Firmament?"
Klaus: "Das tut sie doch garnicht, das mag Dir vielleicht so vorkommen, aber tatsächlich resultiert das aus der Erdrotation."
Peter: "Ach ja, und trotzdem geht morgens die Sonne auf und abends unter ... oder ist das nicht so?"
Eigentlich hat der Klaus ja Recht, nüsch? Aber der Peter lügt auch nicht!
Der Vergleich hinkt. Wir reden hier nicht über Betrachtungsweisen, sondern über Existenzen. Ein besserer Vergleich wäre: Peter hehauptet, dass zwei Sonnen übers Firmament ziehen, Klaus behauptet: Es ist nur eine.
Es können nicht beide Recht haben. Egal von welcher Seite du es betrachtest.

Der Versuchsaufbau bestimmt nunmal maßgeblich den Ausgang eines Experiments.
Versuche mit Zenerkarten können auf Hellsicht (Threadthema-Wahrsagertest) oder auf Telepathie ausgelegt sein.
Es ist aber im Vorfeld festzulegen welches Phänomen untersucht werden will und der Versuch muß dementsprechend ausgelegt werden.
Ich sehe das Problem nicht. Ich habe eher den Eindruck, mit dieser Argumentation trickst du dich selbst wieder aus. Man macht einen Zenerkarten-Hellsicht-Test. Dann wendest du ein: Man hat Zenerkarten auf Telepathie nicht untersucht. Damit suggerierst du Zweifel man allen Tests mit Zenerkarten, also auch auf dem Zenerkarten-Hellsicht-Test.
Das ist ein Fehlschluss. Ein fehlender Zenerkarten-Telepathie-Test macht einen fehlgeschlagenen Zenerkarten-Hellsicht-Test nicht ungeschehen. Der fehlgeschlagene Zenerkarten-Hellsicht-Test bleibt Fakt. Daraus kann man keine Aussage über Telepathie ableiten, aber über Hellsichtigkeit durch Zenerkarten schon.

Ohne Ahnung von der Materie kommt es zwangsläufig zu methodischen Fehlern.
Macht aber nichts, wenn man ohnehin nur etwas krampfhaft widerlegen möchte ...
... genau das aber ist unwissenschaftlich!
Wenn du meinst die Widerlegung angeblich so "krampfhaft" durchgeführt werden muss, dann sollte es doch ein leichtes sein einen Beleg dafür zu liefern. Du verkehrst hier sowieso die Rollen. Derjendige, der die Behauptung aufstellt, sollte Belege suchen. Warum gibt es diese Belege von Seiten der "Gläubigen" nicht?

Sonst kann man die Wissenschaft nicht verstehen.
Wer kann was nicht verstehen? Kannst Du das mal etwas präzisieren?
Es geht mir hauptsächlich um die Behauptung: Man könne nichts erforschen, von dem man keine Ahnung hat. Und ich glaube, das ist bei vielen im Kopf drin ... wie ein Dogma.
Leute macht euch klar ... Wissenschaft macht doch nicht anderes. Man sucht ständig nach Unbekanntem, von dem man logischerweise keine Ahnung haben kann. Das ist doch gerade der Sinn der Wissenschaft. Die wissenschaftlichen Methoden sind nicht da um ein Weltbild zu verteidigen. Hinter diesen Methoden stecken Ideen. Ideen, wie man sich etwas nähert, von dem man keine Ahnung hat.

Ich hatte schonmal was dazu geschrieben, wie man das am Beispiel Astrologie konkret angehen kann: https://www.esoterikforum.at/forum/showthread.php?p=4160226#post4160226

Wer grundsätzlich keine Methoden zur Erforschung von Unkanntem akzepieren kann, der kann die Wissenschaft nicht verstehen. Dem wird das Unbekannte aber auch immer unbekannt bleiben.
 
Tja, und damit werden die Horoskope eben sehr schwammig. Da kommen dann Sätze zustande wie: "Sie sind nachdenklich, können aber auch heiter sein." Sinngemäß: "Sie sind so, können aber auch ganz anders sein." oder ganz vereinfacht: "Sie sind ein Mensch." Es klingt so speziel,. beschreibt aber letztendlich eine überwiedende Mehrheit aller Menschen. Barnum-Effekt in seiner Reinform.

Danke für die Bestätigung.


Astrologisch korrekt wäre: "Ihr Vaterbild ist von zwei unterschiedlichen Wesenheiten geprägt, nämlich einmal die heitere, idealistische Note, die ihr Vater in ihr Leben brachte, aber - auf der anderen Seite - der strenge und abweisende Vater, der sie evtl. nicht so anerkannte, wie er hätte sollen. Da diese beiden sehr gegensätzlichen Wesenheiten schwer zu vereinbaren sind, kann es gut möglich sein, dass sie die eine Vaterseite zu Gunsten der anderen negieren."

Das sind klare Ansagen, gemäß der Vorlage des Radix mit den beiden Aspektierungen von Jupiter und Saturn zur Sonne des Probanden.
Die Astrologen können nun wirklich nichts dafür, dass die Horoskope nun einmal keine glasklaren Angelegenheiten sind. Wenn die Sonne eines Probanden nun einmal von Jupiter und Saturn aspektiert werden, dann muss man dem Rechung tragen. Wenn man dies nämlich nicht täte, wäre die Aussage - um deine Worte zu gebrauchen - "schwammig".

Aber ich gönne dir deine Barnum-Wischiwaschi-Texte als Vorlage. Was der Mensch braucht, das braucht er. Bekehren möchte ich niemanden, schon gar keinen Skeptiker, der nur eines im Sinn hat: jemand anderen ans Kreuz zu nageln, der eine andere Weltsicht hat als er selber.

Bringen werden solche Feldzüge eh nichts. Die Leute glauben, was sie glauben möchten. Sie werden weiterhin zu Astrologen gehen, auch zu schlechten. Oder zu Kartenlegern, Schamanen oder Kaffeesatzlesern. Darum ist es völlig müssig, das Für und Wider zu diskutieren. Und so enden solche Glaubenskonflikte - erfahrungsgemäß - auch immer so, dass jede Seite sich von den eigenen Anhängern die jeweilige Theorie bestätigen lässt.

Dazu kann ich dann nur noch sagen: Amen.;)


LG
Urajup
 
Zuletzt bearbeitet:
Studien, die so grottig angelegt sind, wie die mit den 15 K Leuten, nur Soldaten und Schülerdaten, nur im Bezug zu den Geburtsmonaten ohne weitere Differrenzierung? Oder wo die Menge der Probanden sich auf eine handvoll beziehen oder diese medienwirksame Täuschungsaktion von Galileo?

Ich bitte dich...

Schon klar. Wenn die Studie nicht das gewünschte Ergebnis liefert, ist sie halt schlecht. Such' Dir hier was aus!

http://www.astrology-and-science.com/hpage.htm

Übrigens gab's vor ein paar Jahren eine von Astrologen designte Studie, die ebenfalls kein Ergebnis brachte:

http://home.arcor.de/p.goemmel/astrolog.htm
 
Die Astrologen ordneten 59% der Fragebögen richtig zu und 64 % der Testpersonen erkannten sich im für sie erstellten Horoskop. Was die individuelle Leistung eines der teilnehmenden Astrologen betrifft, haben sich sogar 78,6% der Testpersonen (11 von 14) im für sie erstellten Horoskop erkannt. Diese Zahlen betreffen den Stand der Auswertung zum 05. Dezember 2002.

Ist das kein (Zwischen)-Ergebnis?
 
@anevay
Das ist Beschiss, was da gemacht wurde.
Professionelle Astrologen treffen folgende Aussagen über Horoskope:

Viele Menschen sind heutzutage auf der Suche und nutzen die Karten, das Tarot, die Numerologie oder eben die Astrologie dazu, konkrete und nützliche Informationen zu erhalten. Das Geburtshoroskop kann uns einen ganzheitlichen Blick auf uns selbst vermitteln. In der Regel zeigt das Geburtshoroskop auch, wie wir mit unseren Schwächen oder Schattenbereichen umgehen müssen, um den größtmöglichen persönlichen Gewinn davon zu haben.
Und zum Thema Partnerhoroskop
Es beginnt schon damit, die richtigen Menschen zu finden. Wenn diese Hürde genommen ist, kommt es zum Partner- oder Liebestest, der darin besteht, herauszufinden, ob die Partner zusammenpassen. Die Astrologie kann auch hier unschätzbare Dienste liefern, denn mit Hilfe der Partnerhoroskope können genau diese Fragen beantwortet werden. Die Kenntnis des Horoskops kann sogar helfen, besser auf andere Menschen zuzugehen, sowie herauszufinden, wer zu mir passt.
(Quelle: Sternzeichen.net; Berufs-Astrologe Norbert Giesow)

Über Prognosen:
Gibt Ihnen Informationen über die zu erwartenden Tendenzen zu Ihren Anliegen und wichtigen Lebensfragen.
Beschreibt die voraussichtliche Dauer einer Erfahrung oder Lebenssituation und lässt sie zeitlich genauer eingrenzen
Über Horoskopvergleich
Eröffnet Einsichten in Bedeutungen, Chancen und Aufgabenstellungen Ihrer Beziehungen.
Gibt Auskunft über die „Verträglichkeit“ und „Kombinierbarkeit“ unterschiedlicher Persönlichkeiten und ihrer Systeme.
Behandelt die Frage, in welchen Bereichen Sie sich ergänzen und in welchen Bereichen Sie sich unterscheiden.
Zeigt auf, welche Erfahrungsbereiche in Ihrer Beziehung betont sind und im Vordergrund stehen.
Vertieft Ihr Wissen über die Bedürfnisse, Wünsche und Zielsetzungen Ihres Partners, was zu einem verständnisvolleren Miteinander in der Beziehung führt
(Quelle: Astrologie und Coaching)

Über Deutung:
Diese Deutung beschreibt die Zusammenhänge Ihrer Persönlichkeit und Ihrer Anlagen. Ihre Lebenschancen und Ihre persönlichen Problematiken werden dabei umfassend und aufschlussreich entschlüsselt
(Quelle: Astroskopia)

Wenn ein Geburts-/ Radix-/ Partnerhoroskop tatsächlich die angeführten Kriterien erfüllen könnte und per Definition so individuell ist, dass neben Geburtsort eben auch die GENAUE Geburtszeit wichtig ist, dann sollten die „Deutungen“ auch so individuell sein, dass für die Betroffenen nachvollziehbar und ersichtlich wird, falls ihnen ein falsches untergejubelt wird.

64 % der Testpersonen erkannten sich im für sie erstellten Horoskop
Das Problem ist umgekehrt: Testpersonen erkennen sich eben auch in einem Horoskop, dass NICHT für sie erstellt wurde! Soviel zur Individualität und Treffsicherheit von Horoskopen.
 
Werbung:
Die Astrologen ordneten 59% der Fragebögen richtig zu und 64 % der Testpersonen erkannten sich im für sie erstellten Horoskop. Was die individuelle Leistung eines der teilnehmenden Astrologen betrifft, haben sich sogar 78,6% der Testpersonen (11 von 14) im für sie erstellten Horoskop erkannt. Diese Zahlen betreffen den Stand der Auswertung zum 05. Dezember 2002.

Ist das kein (Zwischen)-Ergebnis?

Du solltest das schon komplett lesen und vor allem das Video ansehen, in dem das Endergebnis bekannt gegeben wird.

Übrigens ist das auch wieder typisch. Den anderen Link, den ich Dir schickte, und der wesentlich wichtiger war, ignorierst Du einfach.
 
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