Und genau an diesem Punkt hakt es schon. Denn dazu müssten alle Probanden in der Lage sein, ihre jeweiligen Aspekte anzuerkennen. Bei manchen klappt das auch, allerdings werden "Negativauslegungen" gerne negiert und von sich gewiesen - oder, schlimmer noch, auf jemanden im Außenbereich projiziert. Natürlich unbewusst.
Erzählt man einem Probanden z.B., sein Sonne/Saturn-Quadrat hätte etwas mit seinem autoritärem Vater zu tun, der vermutlich keine Nähe zuließ und strenge Regeln im Leben des Probanden aufstellte, dann wird so mancher dies empört verneinen und evtl. erwidern, gut, mein Vater war strenger als alle anderen, aber sooo schlimm war er denn doch nicht. Gleichzeitig kannst du aber beobachten, dass dieser Proband alles Autoritäre bekämpft und ablehnt und sehr große Schwierigkeiten mit Männern in höheren Positionen oder mit männlichen Vorgesetzten hat, über welche er sich oft und verbittert auslässt. In seinem Kopf schwirrt ein autoritäres Vaterbild herum, mit dem er sich innerlich immer noch nicht ausgesöhnt hat und deshalb im Außen bekämpft.
Oder ein Proband hat ein Sonne/Pluto-Quadrat. Meinst du, er hört es gern, dass er seine Umgebung unter Kontrolle halten muss schriftlich wie mündlich weil alles andere einfach zu gefährlich für ihn wäre? Er kann sich ein Loslassen nicht leisten, weil er es durch eine machtvolle, kontrollierende Vaterfigur nie lernen durfte.
ein schönes anti-beispiel oder gar perversion für einen barnum-text,
weil nicht schmeichelt und eher ablehnung hervorrufen wird,
was man als korrekte betroffenheit dann positiv werten müsste,
wenn den stimmen könnte wofür grob eine 1 von 3 chance besteht:
die aussagen beziehen sich beide auf quadrate im kardinalen (=menschenbezogen) kreuz.
mit goodwill könnte das zweite auch im substanziellen (stichwort umgebung)
verwenden werden, aber wohl kaum, wenn diese solar-quadrate im geistigen kreuz
auszumachen wären. ich wies auf die krux hin, wenn man einen algorithmus,
der eine solche aussage macht, auf die nachbarhäuser überträgt.
hier zeigt sich die fahrlässigkeit, mit der astrologen heute (dav gesegnet) vorgehen
und erhebt die frage, ob man nicht besser erst dann astrologie wird,
wenn zuvor den dipl-ing in psychologie hat
oder wenigstens selbst ein paar semester gasthörer wäre
(was anforderungen an den gesetzgeber stellt oder),
was vielleicht anforderungen an den kultusminister stellt,
astrologie als teilgebiet (der psychologie) wenigstens fakultativ anzubieten,
auch zur historischen würdigung
(aber auch in mathe und astro-physik ein schönes teilgebiet wäre).
die gegenseitige maßregelung, skalierung oder egalwelche deuterische
metaphorik einer quadratur als laterales kontrollieren haben kann,
ist sicher nicht auf autoritäten beschränkt, sondern prinzipiell bevormundend:
hier wäre es (saturnische) konzentrationskraft
und (solare) lebenskraft, die sich lateral kontrollierend gegenseitig behindern
aber auch auftrieb erzeugen können, wenn man weitere aspekte mit einbezieht,
was bei barnum-texten prinzipiell nicht möglich ist. barnum texte sind diese (text-)
bausteine, mit denen das horoskop eher als steinhaufen entsteht,
als damit ein sich wechselweise fügendes und gegenseitig stützendes gesamtwerk.
also, auch der komplexen integration wegen den dipl-ing verlangt.
der astrologe verfährt nach stereotypen regeln und weiß gar nicht,
welchen schaden anrichten kann, weil nicht weiß, was er tut.
es gibt keinen aspekt für sich, in keinem skope
(aber erhaben isoliertes doch, was dann kein aspekt mehr wäre)
und man allenfalls mit aspektgruppen behandeln,
dann aber nur sätze bilden (ungleich absätze abrufen) kann.
wenn astrologie diese konstruktive kritik verweigert, erfahren wir nie,
ob an dieser astrologie was dran sein könnte. ich vermute deshalb immer noch,
sie muss in unsere wissenschaftskultur wieder eingebunden werden.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Wissenschaftler sich mit einer in seinen Augen Pseudo-Wissenschaft beschäftigt, es sei denn, dass er diese als Humbug an den Pranger stellen möchte und dafür Beweise sammelt. Aber dann hätten wir es mit einem Skeptiker zu tun, der halt seine Sicht der Dinge darlegen möchte und dahingehend Negativ-Beweise sammelt. Ein richtiger Wissenschaftler hingegen, wird sich immer selber mit der Materie auseinandersetzen, um zu einer umfassenden Wahrheitsfindung zu gelangen. Allerdings wage ich zu bezweifeln falls dieser Wissenschaftler denn doch etwas Positives an der Astrologie entdecken konnte das er mit dieser Erkenntnis an die Öffentlichkeit gehen wird. Er weiß doch nur zu gut, was ihn dann erwarten würde: nämlich Hohn und Spott
.
LG
Urajup