Der große Esoterik-Forums-Wahrsagertest

Und die Persönlichkeitsanalyse hat zu fast 100% gestimmt, mögen vielleicht 5% gewesen sein, die nicht ganz korrekt waren.
Was mir gerade einfällt... Die Analysen und auch Vorhersagen, die bei mir tatsächlich eingetroffen sind (und das teilweise über Jahre hinaus berechnet), waren aus der Astrologie.

Astrologie stimmt subjektiv für den Betroffenen. Aber zu erklären, warum dem so ist, führt mE hier zu weit.
 
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ginseng schrieb:
Astrologie stimmt subjektiv für den Betroffenen. Aber zu erklären, warum dem so ist, führt mE hier zu weit.

Ist auch nicht wichtig, warum. Ein Mensch geht zum Astrologen, weil er was wissen will, weil er auch Hinweise bekommen möchte für Entscheidungen jeglicher Art etc. Klar kann der Klient nur das für stimmig oder auch nicht stimmig erklären, was er auch bewusst wahrnimmt.

LP
 
Tja, so ein Test ist aber nicht nur für mich da, sondern für viele Menschen. Und Wissenschaft lebt von Reproduktion. Wenn bei einem Test also ein positives Ergebnis bei rauskäme, würde das mich evtl. nicht sofort überzeugen, aber es wäre ein Anreiz für weitere Tests mit besseren Designs etc. Es kann ja nicht darum gehen, etwas ein für alle mal zu Beweisen oder zu widerlegen, was einige sich zu wünschen scheinen.

Wie oft denn eigentlich noch....
Astrologie ist keine Wissenschaft - Reproduktionen einer Horoskopaussage sind nicht möglich, weil es keine identischen Horoskope gibt.
Das ganze Horoskop symboliert das System Mensch. Nimmt man einen Faktor, z.b. den Mars, heraus - kann zwar theoretisch darüber gedeutelt werden, aber letztlich kann man mit nur einem Faktor, nicht die Persönlichkeit beschreiben. Jeder hat alle Faktoren in seinem Horoskop - lediglich die Verteilung und Vernetzung ist unterschiedlich. So hat auch jeder einen Mars und wird sich durch die allgemeine Marsbeschreibung auf irgendeine Weise angesprochen fühlen. Astrologisch gesehen ist aber der Mars in ein Planetensystem eingebunden und damit bekommt er eine höchst individuelle Bedeutung, die sich u.U. komplett von der allgemeinen Marsbedeutung unterscheiden kann.
Aus einem Horoskop sind dazu auch keine Fakten, sondern Bedeutungen zu lesen, die vom Astrologen zu Fakten gedeutet werden – die Validität hängt von der Qualität dieser Deutung ab.
Die Horoskopie, die nur ein kleiner Teil der Astrologie ist,lässt sich nicht in 10 oder 50 Testfragen, beweisen, ebensowenig wie eine Persönlichkeit.
Es geht in erster Linie auch nicht um Vorhersage und determinierende Festlegungen, sondern darum neue Blickwinkel, Sichtweisen und Möglichkeiten anzubieten. Wir reden hier von Konstrukten.
Wissenschaft, insbesondere die Naturwissenschaft, ist auch nicht mehr als ein Glaubenssystem - ein Konstrukt. Wer versteht schon die Formeln, die angeblich"beweisen", dass ein Atom aus Elementarteilchen besteht? Wir glaubens einfach. Vielleicht kann man ja ne schöne Statistik draus machen....
 
...da du mich schon wieder erwähnst - ich fragte Tomilo wie dich bereits nach einer kurzen Erklärung:
:megaphon: WAS IST BARNUM BITTE??? Aber immer noch keine Antwort :cry3:

:(

Schrei doch nicht so, frag Herrn Google und Frau Wiki. :D

http://karrierebibel.de/effekthascherei-diese-35-effekte-sollten-sie-kennen-1/
Beim Barnum-Effekt geht es schlicht darum, dass Menschen die Neigung haben, vage und allgemeingültige Aussagen über sie als zutreffende Beschreibung zu akzeptieren.

Ergo, ab welchem "Konkretheitsgrad" ist es kein Barnum mehr? Das wäre doch sehr wichtig, damit nach einer Studie ein vielleicht positives Ergebnis nicht als Barnum abgetan werden kann.

LG
Any
 
Schrei doch nicht so, frag Herrn Google und Frau Wiki. :D

http://karrierebibel.de/effekthascherei-diese-35-effekte-sollten-sie-kennen-1/
Beim Barnum-Effekt geht es schlicht darum, dass Menschen die Neigung haben, vage und allgemeingültige Aussagen über sie als zutreffende Beschreibung zu akzeptieren.

Ergo, ab welchem "Konkretheitsgrad" ist es kein Barnum mehr? Das wäre doch sehr wichtig, damit nach einer Studie ein vielleicht positives Ergebnis nicht als Barnum abgetan werden kann.

LG
Any

Kannst du ganz einfach selbst testen:

Du hast ja ein Horoskop vorliegen, das du für dich überwiegend zutreffend hältst.

Jetzt nimm mal Radix, Geburtsdatum etc raus. So dass nur der beschreibende Text übrig bleibt. Gebe diesen Text Anderen (sollten jetzt nicht gerade Menschen sein, aus dem Text Hausstellungen von Planten erkennen können).
Lasse diese Menschen im Glauben, dass es ihr Horoskop sei. Und lasse diese Menschen beurteilen, wieviel des Textes auf sie zutrifft.
Dann hast du ganz schnell einen Eindruck, wie groß (oder klein) der Barnumeffekt ist. Und bei welchen Formulierungen Menschen bereit sind, den Text auf sich zu beziehen.
 
Nun, so schließt Du keinen barnum-Effekt aus.

Nenne mir mal bitte ein Beispiel, der das wirklich ausschließt und nicht irgendwie statistisch vermuddelt. ;)

Solche Beispiele gibt es nicht. Man kann es eben nur statisitsch "vermuddeln".

Mit einem starken Anteil des Barnum-Effekts wird es nunmal unmöglich, die richtige Analyse herauszusuchen, weil sie alle stimmig klingen, aber alle sinngemäß sagen: Er/Sie ist ein Mensch.

Ohne starken Anteil an Barnum-Effekt, sind die Aussagen stimmig und differenzierend genug, um überzufällig oft die richtige auszuwählen.

Und ws hälst Du vom Persönlichkeitsprofil, das ein Psychologe dann zum Vergleich erstellt, dann ist Barnum doch ausgeschlossen. Der Proband braucht dein Horoskop ja nicht mal sehen und selbst bewerten, das macht dann die objektive Fachkraft.

Man könnte dem Psychologen auswählen lassen, welcher Analyse-Text am stimmigesten ist, klar. Kommt aufs Gleiche raus.

Man kann auch einen Psychologen einen Analysetext schreiben lassen und dann kannst Du Dich hinsetzen und versuchen zu schauen, welches der Horoskop-Profile am besten mit der Analyse vom Psychologen stimmig ist. Von mir aus kannst Du da auch jeweils zwischen den Aspekten etc. Punkte verteilen. Wichtig ist dabei, dass Du dann auch nicht weißt, welche der Horoskop-Analysen die richtige ist - d.h. dieser Vergleich auch wieder verblindet stattfindet. Dann liegt die Arbeit der Interpretation und des Vergleichs eben bei Dir oder bei einem Psychologen; es kommt aber aufs gleiche raus.

Zur "objektiven Fachkraft": Die psychologischen Analysen mögen zwar meiner Ansciht nach besser sein als astrologische Analysen, weil bei den psychologischen Analysen immerhin eine plausible Grundlage besteht. So ist es plausibel jemanden "cholerisch" zu bezeichnen, der viel brüllt, aber es ist unoplausibel jemandem die "Tendenz zur Cholerik" zu diagnostizieren, der ein entsprechendes Horoskopmerkmal hat. Das macht Psychologen aber nicht automatisch zu einer objektiven Fachkraft - und das ist den meisten Psychologan auch bewusst. Das nur nebenbei - zumal Du ja immer auf die Probleme mit dem ICD10 etc. hinweist.
 
Wie oft denn eigentlich noch....
Astrologie ist keine Wissenschaft - Reproduktionen einer Horoskopaussage sind nicht möglich, weil es keine identischen Horoskope gibt.

Und wie oft noch, dass diese "Individualität" von Horoskopen in diversen Test - so auch im Design, wie ich ihn hier beschreibe - berücksichtigt ist.

Das ganze Horoskop symboliert das System Mensch. Nimmt man einen Faktor, z.b. den Mars, heraus - kann zwar theoretisch darüber gedeutelt werden, aber letztlich kann man mit nur einem Faktor, nicht die Persönlichkeit beschreiben. Jeder hat alle Faktoren in seinem Horoskop - lediglich die Verteilung und Vernetzung ist unterschiedlich. So hat auch jeder einen Mars und wird sich durch die allgemeine Marsbeschreibung auf irgendeine Weise angesprochen fühlen. Astrologisch gesehen ist aber der Mars in ein Planetensystem eingebunden und damit bekommt er eine höchst individuelle Bedeutung, die sich u.U. komplett von der allgemeinen Marsbedeutung unterscheiden kann.
Aus einem Horoskop sind dazu auch keine Fakten, sondern Bedeutungen zu lesen, die vom Astrologen zu Fakten gedeutet werden – die Validität hängt von der Qualität dieser Deutung ab.
Die Horoskopie, die nur ein kleiner Teil der Astrologie ist,lässt sich nicht in 10 oder 50 Testfragen, beweisen, ebensowenig wie eine Persönlichkeit.
Es geht in erster Linie auch nicht um Vorhersage und determinierende Festlegungen, sondern darum neue Blickwinkel, Sichtweisen und Möglichkeiten anzubieten. Wir reden hier von Konstrukten.

Und hat das, was rauskommt überzufällig viel mit der Persönlichkeit des betreffenden zu tun? Oder ist es nur ein Text, der irgendeine Persönlichkeit ebschreibt, und man kann schauen obs passt oder nicht... und letztendlich beschreibt er doch sehr viele Menschen gleich gut...?

Wissenschaft, insbesondere die Naturwissenschaft, ist auch nicht mehr als ein Glaubenssystem - ein Konstrukt. Wer versteht schon die Formeln, die angeblich"beweisen", dass ein Atom aus Elementarteilchen besteht? Wir glaubens einfach. Vielleicht kann man ja ne schöne Statistik draus machen....

Naturwissenschaft lebt vom Experiment. Man kann jetzt Experimente machen udn schauen, ob die sich so verhalten, wie durch die Formeln beschrieben. Wenn nicht, so stimmt die Formeln hächstwahrscheinlich nicht. Die Formeln beweisen gar nichts - das Experiment belegt oder widerlegt. Und Experimente müssen so designt sein, dass ein ergebnis denkbar ist, was die überprüfte Hypothese/Formel etc. widerlegt.
 
Kannst du ganz einfach selbst testen:

Du hast ja ein Horoskop vorliegen, das du für dich überwiegend zutreffend hältst.

Jetzt nimm mal Radix, Geburtsdatum etc raus. So dass nur der beschreibende Text übrig bleibt. Gebe diesen Text Anderen (sollten jetzt nicht gerade Menschen sein, aus dem Text Hausstellungen von Planten erkennen können).
Lasse diese Menschen im Glauben, dass es ihr Horoskop sei. Und lasse diese Menschen beurteilen, wieviel des Textes auf sie zutrifft.
Dann hast du ganz schnell einen Eindruck, wie groß (oder klein) der Barnumeffekt ist. Und bei welchen Formulierungen Menschen bereit sind, den Text auf sich zu beziehen.

:thumbup: Guter Vorschlag. Zumal gerade bei den Sätzen, die Anevay hier schon veröffetnlicht hat, ich den Eindruck hatte, dass es typische Barnum-Aussagen sind, die man sehr weit dehnen kann. Ich habe auch schon beschrieben, wie.
 
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