Der große Esoterik-Forums-Wahrsagertest

Nein, es wurden hier keine Persönlichkeiten beschrieben, sindern eben Ereignisse in einem Zeitraum. Wenn da beispielsweise "Glück in der Liebe" vorhergesagt wurde, und jemand Single blieb, so wäre das ein deutlicher Fehler.

Und auch Wahrscheinlichkeiten anstelle von Sicherheiten würden sich in der Statistik niederschlagen. Ebenso haben einige testpersonen zwei Prognosen herausgesucht, wo sie schrieben, eher die, aber auch die andere könnte passen.

Darum geht es doch gar nicht. Ich zeig dir mal, wie ich Wahrsagen sehe. Hab ich schon mal gezeigt.

Es wurde prophezeit, dass er eines Tages in seinem Leben auf dem Mount Everest stehen würde, er grinste und lachte die Wahrsagerin aus und höhnte alle Kartenleger. Einige Male gönnte er sich den Spaß, nur um zu beweisen, dass er nie im Leben diesen Berg würde bezwingen können. Man half ihm auch nach Strich und Faden, sogar mit einer Abseilsicherung, doch er schaffte es tatsächlich nicht, jedesmal stürzte er in die Tiefe...irgendwann gab er auf, als auch der eigene Wunsch sich manifestierte, es aus Trotz nun sich selbst im Kehrwert zu beweisen, es doch zu schaffen......

50 Jahre später traf er die Wahrsagerin wieder, die ihm die Prophezeihung damals machte. Und auf die fragenden Augen, die ihm entgegenblickten, antwortete er im Flüsterton: Sie hatten recht, vor drei Jahren stürzte ein Flugzeug ab, es zerschellte unterhalb des Mount Everest, nachdem eine Seitenwand durchbrochen wurde. Einige wurden hinausgeschleudert, doch keiner hat überlebt, außer ich - gelandet auf dem Gipfel des Berges. Als ich wieder zu mir kam, und mich aufrappelte, vielen mir ihre Worte wieder ein, dass ich eines Tages in meinem Leben auf dem Mount Everest stehen würde.

Nichts mit festen Daten und exakten Berechnungen. Der Proband projeziert etwas hinein genauso wie der Tester hineinprojeziert.

Meine Kurzgeschichte hat noch "keiner" widerlegt. Es gab nur Behauptungen, weil sie was anderes unter Wahrsagerei verstehen.
 
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Du hattest eine Person, die behauptet hat sie kann Hellsehen und dein Ergebnis der Ministudie hat dann belegt, dass diese Person sich wohl selbst überschätzt.

Yup.

Das wär meine Schlussfolgerung. Ockham... ;)

Und da Du gerade Ockham erwähnst: Warum dann davon ausgehen, dass sich jemand nicht überschätzt, wenn er das behauptet? Wozu diese Zusatzannahme wahr halten?
 
Wozu diese Zusatzannahme wahr halten?

Wieso Zusatz?

Ganz ohne den mathematischen komplizierten Kram und die Rumrechenrei, der ja nun nicht unaufwändig ist, wäre diese Kernaussage doch sehr viel simpler.

Denn von einem Wahrsager auf alle zu schließen geht nun mal nicht. Das wäre unzulässig und wird dir selbst klar sein, dass eine Einzelaufnahme einer einzelnen Person dafür nicht ausreichen kann, das Fazit zu formulieren: Wahrsagerei ist immer Unsinn.

p.s. ich überlas das nicht, also meine Antwort ohne nicht verstehen. *lacht* pps. klar, so grundsätzlich würde ich auch nicht davon ausgehen, dass ein paranormales Phänomen wie Wahrsagerei jeder Mensch "kann".

Wodurch sind Phänomene eigentlich gekennzeichnet?

LG
Any
 
Wieso Zusatz?

Ganz ohne den mathematischen komplizierten Kram und die Rumrechenrei, der ja nun nicht unaufwändig ist, wäre diese Kernaussage doch sehr viel simpler.

Denn von einem Wahrsager auf alle zu schließen geht nun mal nicht. Das wäre unzulässig und wird dir selbst klar sein, dass eine Einzelaufnahme einer einzelnen Person dafür nicht ausreichen kann, das Fazit zu formulieren: Wahrsagerei ist immer Unsinn.

Klar, es mag sein, dass es unter den vielen Menschen, die behauopten wahrsagen zu können, welche gibt, die es auch wirklich können. Ich kann es nicht widerlegen. Ebensowenig kann ich die Existenz vom Yeti oder von Einhörnern widerlegen. Der Punkt ist der, dass es eben Zusatzannahmen sind, davon auszugehen.

Ebenso ist es eine Zusatzannahme davon auszugehen, es könne Menschen geben, die mit nur sehr wenig Informationen Zukunftsprognosen erstellen können, weil es eine ziemlich unplausible Behauptung ist. Das sagt Ockhams Rsiermesser aus: Keep it simple. Nimm nichts mehr an, als womit Du die Beobachtungen gut erklären kann. Oder: Wenn zwei Aussagen die Beobachtungen gleich zu beschreiben, ist die zu wählen, die weniger Zusatzannahmen benutzt. Ich habe keine präkognition gefunden... ich finde sie unplausibel im Rahmen eines gut gesicherten Weltbildes... warum davon ausgehen, dass es sie doch gibt?

Das hat natürlich keinen totalen Wahrheitsanspruch. Aber um diesen Wahrheistanspruch zu kippen, müssen eben gute Belege her.
 
Das ist keine Zusatzannahme, Joey... das ist die Kernaussage. Ansonsten ist der gesamte Versuchsaufbau Mumpitz... Du hast eine Einzelperson getestet.

p.s. also kannst Du auch nur Aussagen begrenzt auf diese Einzelperson machen.

Ich brauche dazu nicht mal implizit sonstwas annehmen... das ist alles irrelevant.
 
Darum geht es doch gar nicht. Ich zeig dir mal, wie ich Wahrsagen sehe. Hab ich schon mal gezeigt.



Nichts mit festen Daten und exakten Berechnungen. Der Proband projeziert etwas hinein genauso wie der Tester hineinprojeziert.

Meine Kurzgeschichte hat noch "keiner" widerlegt. Es gab nur Behauptungen, weil sie was anderes unter Wahrsagerei verstehen.

Die Kurzgeschichte ist so erst einmal mit ziemlicher Sicherheit nicht passiert - aber das weißt Du sicher auch.

Was jetzt den "Sinn" der Geschichte angeht: Klar, man kann immer etwas wahres reinprojizieren. Das macht dann das Wahrsagen aber immernoch nicht zufällig richtig.

So könnte es ja auch weiter "Glück in der Liebe" sein, dass ich Singkle bleibe und mir die Beziehung mit der Frau, in die ich unglücklich verliebt war, erspart blieb. Wer weiß. So kann man solche Prognosen künstlich wahr halten. Das macht dann Hellseherei nicht-falsifizierbar und damit total wertlos als Aussage.
 
Das ist keine Zusatzannahme, Joey... das ist die Kernaussage. Ansonsten ist der gesamte Versuchsaufbau Mumpitz... Du hast eine Einzelperson getestet.

Ich habe eine Einzelperson getestet, die die Zusatzannahme bestätigt hätte, hätte sie bestanden. Ansonsten bleibt Präkognition eine Zusatzannahme, die nicht gut belegt ist.

Ansonsten widerlege mit den Weihnachtsmann. Woher wißt Du, dass er nicht existiert? Nur, weil er bei Dir und Dir bekannten Menschen nicht wahr? Damit testest Du nur Dich und die Dir bekannten Menschen. Vielleicht besucht er ja einmal im Jahr eine zurückgezogen lebende Familie irgendwo in Alaska, die auch nie darüber spricht. Belege das Gegenteil.

Wieso vom Weihnachtsmann ausgehen?
 
p.s. also kannst Du auch nur Aussagen begrenzt auf diese Einzelperson machen.

Du kannst auch nur Aussagen begrenzt auf Deinen Horizont bezüglich des Weihnachtsmannes machen. Weiso glaubst Du trotzdem nicht an ihn? Wieso ziehst Du ihn nie in Betracht?

Ich brauche dazu nicht mal implizit sonstwas annehmen... das ist alles irrelevant.

Da war eine Person, die glaubte, Wahrsagen zu können, und die mutig genug war, sich meinem Test zu stellen, wofür ich ihr sehr danke.

Wenn sowas unplausibles wie Präkognition möglich sein sollte, so wäre es eine Bestätigung dafür gewesen, wenn sie den Test bestanden hätte. Wenn sie ihn nicht besteht, sehe ich keinen Grund Präkognition weiter als möglich anzunehmen. Warum sollte es das geben?

Ansonsten: Wissenschaft lebt von Reproduktion von und Verbesserung Experimenten. Du bist also herzlich eingeladen, einen Test zu organisieren, der Dir mehr zusagt, solange Du ihn auch verblindet hältst etc.
 
Du kannst auch nur Aussagen begrenzt auf Deinen Horizont bezüglich des Weihnachtsmannes machen. Weiso glaubst Du trotzdem nicht an ihn? Wieso ziehst Du ihn nie in Betracht?

...sowas unplausibles wie Präkognition möglich sein sollte, so wäre es eine Bestätigung dafür gewesen, wenn sie den Test bestanden hätte. Wenn sie ihn nicht besteht, sehe ich keinen Grund Präkognition weiter als möglich anzunehmen. Warum sollte es das geben?

Ansonsten: Wissenschaft lebt von Reproduktion von und Verbesserung Experimenten. Du bist also herzlich eingeladen, einen Test zu organisieren, der Dir mehr zusagt, solange Du ihn auch verblindet hältst etc.

Oh, ich glaube grundsätzlich nicht gerne, ich tue Unbewiesenes in die Ablage: Schwebende Post.
...
Wieso soll Präkognition unplausibel sein?
...
Wissenschaft schafft nicht zwingend Belege, die allgemeingültig sind. das wäre eine unzulässige Schlussfolgerung. Sie kann höchstens sagen: dies passiert soundso oft, aber nicht immer, unter jenen Bedingungen.

Genau darum ja meine Frage, wie sinnvoll es überhaupt sein kann, ein paranormales Phänomen, das es nicht wäre, wenn alle Menschen es können, Allgemeingültigkeit abringen zu wollen?

LG
Any
 
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