Der Durchgang

SunnyLizard

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23. September 2024
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Hallöchen...

von mir auch mal wieder ein Traum..
Ich hoffe, dass ich ihn verständlich in Worte packen kann..

Los geht`s ;)

Ich befinde mich in einer mir unbekannten Stadt.. ich fühle mich leicht, freudig und frei.. laufe und nehme alles Mögliche wahr.. scheinbar ziellos und doch geführt.. betrete ich dann einen Park.. dort sind viele Menschen, die sich dort in verschiedenen Gruppe treffen.
Während ich diesem Gewusel zuschaue, fällt mir eine Frau auf, die wie ich irgendwie nirgends dazugehört und auch nur schaut..

Sie kommt mir bekannt vor.. so, als würde ich sie kennen.. aber ich kenne sie im RL nicht.
In einer kurzen Sequenz sehe ich einen rot-gemusterten Teppich in gedämpften Farben... dann bemerke ich, dass sie mich ebenfalls anschaut und lächelt.. ich erwidere das Lächeln und im nächsten Moment stehen wir beieinander und sie fragt mich, zu welcher der Gruppen ich mich hingezogen fühle.. ich erzähle ihr, dass mich mein Weg hierhergeführt habe..
Sie nickt.. lässt dann ihren Blick schweifen und erzählt mir, dass sie hier nicht ganz ohne Grund ist, sich aber nicht so ganz zugehörig fühlt.. und nicht wisse, ob sie teilnehmen sollte oder nicht.. dabei schaut sie zu einer Gruppe die sich rechts im Bild befindet.

Ich frage nicht nach... und so vergeht ein wenig Zeit, in der wir einfach still nebeneinander stehen.
Es fühlt sich absolut stimmig an und es bedarf in diesem Moment auch nichts, als diese Ruhe..

Dann erzählt sie mir, dass sie hier sei, weil sie Jemanden verloren habe.. es sei aber keine Trauergruppe im Sinne von Trauer, sondern um zu leben. Sie fühle sich aber nicht so ganz zugehörig, weil es bei ihr anders sei.. er wäre noch da und noch nicht fort.

Dann schaut sie mich an und meint, dass sie mir etwas zeigen wolle, damit ich es verstehen könnte.
. . .
Ich stehe nun vor ihrer Wohnung.. die Tür ist nur angelehnt.. nachdem ich angeklopft habe und ihre Stimme im inneren der Wohnung ertönt, betrete ich diese... sie hat hohe Decken und dunkle Holzverkleidungen.. das Licht ist gedämpft. Ich gehe einmal im Karree und komme schließlich bei ihr in der Küche an.. sie macht gerade Kaffee. Als sie mich sieht lächelt sie und freut sich, dass ich gekommen bin.

Sie gibt mir eine Tasse (die ich im RL selbst besitze). Fragt dann aber, ob ich lieber einen Tee hätte.
Ich bejahe dies, nehme aber die Tasse mit dem Kaffee und dem Schaum darauf an.
Während sie den Tee in einer gläsernen Kanne zubereitet, schaue ich ihr kurz dabei zu.. sehe neben anderen Zutaten eine Orangenscheibe und eine andere Fruchtscheibe, die mittig einen Stern hat.. als sie die Kanne mit heißem Wasser aufgießt, entsteht eine schöne rötliche Bernsteinfarbe..

Sie sagt mir, dass mir gleich zeigen werde, worum es ginge.. ich mich so lange der Tee zieht gerne in der Wohnung umsehen könne.
Mit dem Kaffee in der Hand laufe ich dann, bis auf den mittig gelegenen Raum, durch die Wohnung.. draußen regnet es und das Licht hier in den Räumen spiegelt das gedämpfte Licht des Außen wider..

Der Stil der Wohnung erinnert mich an den englischen Stil aus Filmen der 20er Jahre... zeitlos.

Während ich mich durch die Räume bewege, ist der Tee dann auch fertig und sie begegnet mir in einem der Zimmer, in dem eine weitere Tür in den mittigen Raum führt.. sie öffnet die Tür und als ich hineintrete, fällt mir als erstes der Teppich aus der Sequenz auf.. er liegt dort mittig unter einem langen Tisch, einer Tafel.

Im nächsten Moment fällt mir auf, dass es hier um einiges kühler ist, als in den anderen Räumen.. auf dem Tisch liegt abgedeckt mit einem weißen Tuch eine Gestalt.. sie tritt näher und deckt den Kopf ab.. dabei sagt sie: "Das ist er"
Von der Seite betrachtet hat er ein sehr markantes Profil.. er wirkt, als würde er schlafen.
Dann sagt sie, dass sie das meinte mit: er ist nicht fort.

Ein kurzer Blick auf mich und im nächsten Moment sagt sie mir, dass sie sich um den Tee kümmern würde und ich hier gerne alleine mit ihm sein könnte. Ich schaue ihn an und irgendwie ist es ein seltsames Gefühl.. es fühlt sich an, als wäre da eine Passage.. im Raum, zu ihm.
Ich folge ihr in die Küche.. schaue ihr kurz dabei zu, wie sie den Tee serviert.. sie ist freudig und kurz lachen wir.. dieses Lachen fühlt sich sonnig an.

Wie eine alte Erinnerung und so, als würden wir uns schon sehr lange kennen.
Mit der Tasse in der Hand gehe ich zurück in den mittigen Raum.. ich schaue ihn an und dann ist da wieder dieses Gefühl, als könnte ich wie hindurchschlüpfen, als wäre dort so etwas wie ein Schalter den ich nur betätigen müsste um etwas zu entdecken, zu erkennen.
Es fühlt sich seltsam vertraut an.

Und dann sage ich zu ihm, dass ich mir vorstellen könnte mit ihr befreundet zu sein.
Und in diesem Moment tut sich da etwas auf.. es zieht mich - hinein.. durch die Passage.. ein Durchgang in einen anderen Raum.
Er ist weder das eine noch das andere. Er ist einfach.

In diesem "Raum".. ist Nichts und zugleich Alles. Zeitlos..
Ich höre seine Stimme..
. . .
Ich befinde mich nun wieder bei ihr in der Küche.. sie fragt ob ich bei ihm war und ich bejahe es.
Dann sagt sie.. er heißt... doch ehe sie es sagen kann, sage ich ihr.. dass ich es wisse.. dass er mir seinen Namen mitgeteilt habe.
(Im Traum selbst fiel sein Name nicht, aber ich hatte das tiefe Gefühl ihn zu kennen)

Sie lächelt und meint, dass sie dort im Park etwas gesucht habe und es in mir gefunden habe.

Als nächstes fällt mir ein kleiner runder Tisch auf.. auf dem selbst gestaltete Karten liegen. Sie sind aus pastelligem Papier.. lila, flieder und hellblau. Dazwischen weiße Kärtchen. Die Ränder sind verschieden gestaltet. Auf einem erkenne ich ein Glückklee und auf einem anderen weiße kleine Blüten.. auf ihr ruht mein Blick für einen Moment und ich schaue sie mir an. Filigran gemalt auf einer fliederfarbenen Karte.

Aus der Küche sagt sie mir, dass jede Karte für einen Tag stehe.
Es liegen schon einige aus.. (ich glaube 14).

Ehe sich die Szene auflöst und ich aufwache, sehe ich eine weiße Karte auf der in Kalligraphie geschriebenes blaues Z steht.
Und beim Aufwachen selbst kommt der Name Andreas.

Ende.

Ich hoffe, dass er nicht zu verschachtelt geschrieben ist.

LG,
Sunny
 
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ich fühle mich leicht, freudig und frei.. laufe und nehme alles Mögliche wahr.. scheinbar ziellos und doch geführt..
Hallo Sunny, wieder mal ein sehr besonderer Traum von dir.
Mich faszinieren deine Traumerzählungen. Aber deuten? Eigentlich gibt es nichts zu deuten, alles ist, was es ist.

Du bist wie in deinen anderen Träumen auch hinter den Kulissen der so genannten realen Welt und erlebst die wahre Natur der Realität. In einem früheren Traum sagte ich mal „Jenseits“. Aber das trifft es nicht wirklich. Du hast einfach die erweiterte Wahrnehmung, die wir sowieso in unseren Träumen haben, nur dass sie bei dir wesentlich mehr erweitert ist. Anders kann ich es nicht sagen.
Du schaust tiefer oder höher.

Die Frau ist nicht einfach nur der innere verborgene Teil von dir, den wir alle haben. Sie ist der rein geistige Teil deiner Psyche/Seele, der nicht als Mensch geboren wurde. Du kannst leicht im Traum in Verbindung gehen mit ihr.

Ihr versteht euch ohne Worte. Kaffee und auch Tee trinken im Traum symbolisiert, dass man mit der anderen Person ganz persönlich in Kontakt treten möchte.

Der verstorbene junge Mann steht ebenfalls in einer Verbindung mit dir und der Frau, die nicht beschrieben werden kann. Du allein könntest in dir nachspüren, was es mit ihm auf sich hat für dich.

Gibt es einen realen Todesfall in deiner Umgebung? Das heißt nicht, dass der Traum sich direkt auf diese verstorbene Person bezieht. Aber es kann der Auslöser sein, das Thema „Tod und doch nicht tot“ im Traum zu beleuchten.

Es gibt viele Details, die du alle ausführlich beschreibst, die einfach für dich eine Bedeutung haben, die man aber von außen nicht erklären kann oder sollte.
 
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Was ich noch anfügen möchte:
und so vergeht ein wenig Zeit, in der wir einfach still nebeneinander stehen.
Es fühlt sich absolut stimmig an und es bedarf in diesem Moment auch nichts, als diese Ruhe..
Ein Zeichen einer echten innerseelischen Verbundenheit ist, dass man Stille nicht nur zulassen kann, sondern dass sie sich stimmig anfühlt.
 
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