Depression in den USA

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Nur keinen Stress und keine gegenseitigen Anmachen hier im Forum, lohnt sich doch nicht. Wir werden es letztlich doch sehen, wie es sich entwickelt und ob die Untergangsvisionen greifen.
Laß mal - ich nehme das in gegensatz zu vielen anderen hier im forum nicht persönlich oder fühle mich da angegriffen -
Das ist seine perspektive - das ist für mich durchaus ok.

Ich sehe das aber eben lockerer - Das letzte hemd hat sowieso keine Taschen, also was soll das ganze.

Auf der einen Seite ziehen wir uns alle möglichen Katastrophenfilme rein, um ein bißchen Nervenkitzel zu erleben.

Warum denn nicht jetzt mal live - Sio direkt am draht.
Dabei ist das doch eigentlich wirklich noch relativ harmlos.
Dadurch bekommt das ganze aber doch mal in unserer satten dekadenz nur eine gewisse neue Präsenz - Den Hauch vom nackten überleben - direkt an der Basis. Mal sehen wie sich das so anfühlt, wenn man weiß - DAS IST JETZT ECHT. Kein sanftes Gruseln im bequemen Fernsehsessel.
Dann bekommt das Leben bestimmt direkt wieder eine andere Wertigkeit und diverse Ansichten stellen sich plötzlich als völlig wertlos raus.

Es werden dabei immer ein paar auf der strecke bleiben - Das war schon immer so.
 
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Ja. Wozu die Börsen im Grunde nur dienen. Nämlich genau zu dem, was jetzt passiert. Wenn die Banken alle Pleite gehen, werden sie von den Großen aufgekauft, oder sollte ich sagen raubgekauft.
Forcierte Monopolisierung im großen Stil.
Genau - Die kohle Spiel da gar keine Rolle und hat auch keinen wert - So oder So. Ist nur mittel zum Zweck. So kann man auch mit riesigen Verlusten einen *Gewinn* erzielen.
Man erkauft sich so die weltweite Zwangsmonopolisierung.

Ohne Krise würde das niemals *freiwillig* möglich sein - da wird sowas eben inzeniert.
Das Fußvolk bleibt da eben bei auf der Strecke - War das in der Geschichte jemals anders ????
 
wen von euch betrifft es denn, wenn die börsen jetzt chrashen?
außer denen, die in aktien sind (selbst schuld) juckt das doch keinen....
und es ist auch nicht weiter schlimm...

das was wir im moment erleben, ist auch nicht die krise.... nur die vorboten....

die krise geht los, wenn es auf die realwirtschaft durchschlägt.
und wenn die währungen untergehen...

malt euch selbst aus, was dann passieren wird...

aug dem g7 gipfel dieses we in washington wird anscheinend darüber diskutiert die börsen weltweit nächste woche zu zu lassen....

geilo, vlcht. bekomm ich dann ne woche sonderurlaub :rolleyes:
 
Was ist denn die Wurzel? :rolleyes:
Die Börse selbst ist doch die Wurzel.
Handel mit virtuellem Geld, der dazu dient, dass sich einige wenige die Taschen füllen können. Nichts weiter ist es. Und alle Broker in den unteren Rängen, die den Chefetagen zu höheren Gewinnen verhelfen, sind Nutznießer dieses Systems.
Ganz genau so seh ich das auch, die Wurzel des Übels sind nicht die hysterischen Broker, sondern das System an und für sich. Das fängt schon ganz zu unterst bei den Zinsen an. Wenn dann alle schreien "diese pösen, pösen Banker sind schuld" hat man den Schwarzen Peter bald gefunden und alles geht wieder von vorne los. Öhm *flüster* ich bin ja Optimistin und bleibe dabei, dass der Mensch lernfähig ist, wenn er muss :D. Aber dafür muss wohl wirklich zuerst alles den Bach runter.
 
Ein wenig ist es doch schon in der Realwirtschaft angekommen, wenn auch nicht besonders gravierend. Dennoch plant Opel 1o.ooo Stellen abzubauen.

Krise erfasst mehrere Autobauer

Der schwächelnde Absatzmarkt zwingt mehrere Auto-Konzerne zur Drosselung ihrer Produktion. In den deutschen Opel-Werken in Bochum und Eisenach stehen vorübergehend die Bänder still, ebenso wie bei Daimler und Ford...

Quelle: http://www.20min.ch/
 
Es gibt außerdem 30.000 Deutsche, die direkt von der Bankenkrise betroffen sind und das auch zu spüren bekommen, z.B..

Joachim S. bangt um seine Ersparnisse - der Frankfurter ist Kunde bei der isländischen Kaupthing Bank. Seit das Institut verstaatlicht wurde, haben er und 30.000 andere Deutsche keinen Zugriff mehr auf ihre Einlage. Sie ahnen: Auch die Bundesregierung kann und will ihnen jetzt nicht mehr helfen.

Hamburg/Frankfurt am Main - "Zinsen auf hohem Niveau. Vertrauen auf lange Sicht. Einfach & sicher. Gebührenfrei. Immer erreichbar" - die Werbeslogans der isländischen Kaupthing Bank in deutschen Tageszeitungen und Nachrichtenmagazinen müssen auf Joachim S. aus Frankfurt wie Hohn wirken. Rund 20.000 Euro hat er bei der Bank angelegt - verzinst zu 6,1 Prozent, wie er sagt. Seit Donnerstag kommt der Mann nicht mehr an sein Geld - der Alptraum eines jeden Sparers.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,583318,00.html

Ob die eingefrorenen deutschen Konten wieder aufgetaut werden - keiner weiß es.
 
Also, ich habe keine Wertpapiere (der name ist ja schon ein witz), keine Sparkonten, keine Anlagen, kein Guthaben - kein nichts.
Auf meinem konto sind 70.-€ reserve für meine EC-Karte.

Über was soll ich mich jetzt also aufregen oder Sorgen machen.
 
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Bei den Sparkassen haben von 400 - 500 Filialen 4 - 5 Lehmann-Zertifikate verkauft, diese sind jetzt auch im Eimer, also das ist nur ein winzig winzigst kleiner Ausschnitt.

Da ist bei diversen Anlegern mit Totalverlusten in bestimmten Bereichen zu rechnen.

Und das zieht sich durchs gesamte System, das ist ein komplettes auf Seifenblasen aufgebautes System. Und jetzt platzen die ersten, na ja die ersten sinds ja gar nicht, nur hat bisher keiner so richtig drauf geachtet auf die paar Vorboten.

Auf der anderen Seite, heulen brauchen die Risikoanleger auch nicht, Risikoanlagen werden - zumindest aktuell - als solche gekennzeichnet und deklariert, also daß es keine Garantien für nichts gibt. Sie wollen immer hohe Renditen, das Risiko, welches sie mit einkaufen, wird meist nicht besonders hoch eingeschätzt, wenns dann doch passiert, ist halt Pustekuchen (und das Geschrei ....).

Nur, ich möchte nicht wissen, wieviele Fehl- und Falschberatungen es gegeben hat (Stichtwort Omis, die ihre Altersvorsorge sicher anlegen wollten und, und, und auch alle anderen, die nicht korrekt aufgeklärt wurden), die jetzt aufs Tablett kommen werden.

Oh, da wird die Beraterhaftung aber ganze Erdrutsche jetzt erleben. Und die Versicherungen, die dieses Risiko abgesichert haben, dazu. Ho ho, da kommen die neuen EU-Richtlinien, die ab dem 01.01.2008 erst richtig greifen, etwas spät, denn die meisten Anlagen sind ja vorher schon getätigt worden. Wobei ein paar Richtlinien auch vorher schon installiert wurden und greifen z.B. Versicherungspflicht für Berater, also die Vermögensschaden-Haftpflicht.

Somit, die Versicherungskonzerne, die diese Risiken vornehmlich für Finanzberater abgedeckt haben, werden sozusagen doppelt betroffen sein, schätze ich mal. Einmal durch ihre zwar relativ geringen aber trotzdem vorhandenen Verluste durch Risikoanlagen (Allianz 400 Mrd. bis jetzt ...) und dann durch die Verluste, die nun noch durch kommenden Prozesse ausgeglichen werden müssen, sofern man den juristischen Nachweis für eine Falschberatung erbringen kann, denn freiwillig werden sie sicher nicht zahlen. Da muß es schon hart auf hart kommen.

:morgen:
 
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