Davonlaufen oder Verändern?

Lunatic0

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Ein gedankenspiel: ich sitze fest - im job, zuhause wo ich wohne oder der beziehung und bin aus diesen oder jenen gründen unzufrieden. Das ist eine situation die ich durchaus schon öfter erlebt habe.
Ich befrage freunde oder verwandte und kriege im allgemeinen zwei arten von ratschlägen zu hören:

entweder: sei nicht so feige und laufe vor deinen problemen davon - sie holen die sowieso immer ein"
oder: "hör auf mit deinem selbstmitleid, hilf dir selbst dann hilft dir gott. Steh auf und veränder etwas, wenn es dir nicht passt"

Es ist schwierig wenn man von verschiedenen seiten beides zu hören bekommt - wo ist der grat zwischen veränderung und davonlaufen? Man empfindet sich oft als unfähiger hilfesuchender und hat in beiden fällen unrecht.
Wie seht ihr das?
 
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Da sich das Muster schon öfters wiederholt hat und du noch immer am selben Punkt bist, solltest du ja inzwischen selbst wissen, dass der Grund für deine Unzufriedenheit nicht außen zu finden ist, sondern in dir und das wird durch Davonlaufen tatsächlich nicht besser.
Was du für dich willst, wohin du möchtest, diese Sachen kannst du nur selbst herausfinden und ob du mal wo bzw. bei jemandem bleiben willst, das wirst du ebenso für dich entscheiden müssen.
 
Weisst du denn genau was dich unzufrieden macht? Oder weisst du einfach das du unzufrieden bist, aber suchst nach dem genauen Grund?
Ich würde mir darüber erstmal klarwerden. Denn nur dann, kannst du auch etwas verändern.
In meinen Augen ist ein verändern nicht ein davonlaufen, sondern man verändert etwas damit es einem besser geht.

Ich würde versuchen die Dinge die dich unzufrieden machen genau zu analysieren. Es genügt nicht zu wissen das dich z.b. der Job unglücklich macht, du musst dann wissen warum das so ist. Das braucht ein wenig Zeit, am besten du setzt dich mal hin, entspannst dich, holst einen Block und Stift und machst dir Gedanken und schreibst alles mal auf.

Für Aussenstehende ist es wohl generell schwierig gute Ratschläge zu geben. Nur die wenigsten Menschen können sich wirklich in einen anderen hineinversetzen.
Schlussendlich ist es so, das nur du dein Leben in der Hand hast, du selbst entscheidest was mit dir passiert und wie du leben möchtest.

In einer Situation zu verharren obwohl sie einem unzufrieden macht, könnte auch bisschen was mit Bequemlichkeit zu tun haben. Das meine ich nicht als Vorwurf, sondern kenne das auch von mir selbst. Es dauert manchmal einfach bis man an dem Punkt angelangt ist wo es eben nicht mehr geht und man dann wirklich aktiv wird. Vielleicht ist bei dir dieser Grad der Unzufriedenheit noch nicht erreicht. Die Frage ist halt, ob du es soweit kommen lassen willst bis du wirklich an den Punkt gelangst, an dem du es nicht mehr aushälst.
Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, da dann wieder herauszukommen ist schwieriger, im Nachhinein betrachtet, hätte ich mir gewünscht früher was geändert zu haben und nicht soviel "Zeit" verschwendet zu haben.
 
Bei einer Bahnfahrt meinte ein etwa 30jähriger Mitreisender: 'Wenn man sich für etwas entschieden hat muß man das auch durchziehen, ich bin Maurer und bleibe Maurer!'

Der Gute hat nicht berücksichtigt, daß einige Zeit vorher Sandkasten und Tretroller interessant waren.
Es ist ein dynamischer Prozeß, auch älter werden, auch Rentner, auch Unzufriedenheit zwischendurch.
Interessant kann es werden wenn nachzuschauen versucht wird, ob der Gedanke Unzufriedenheit einen Besitzer hat und ob die gegenteilige gedankliche Bewertung ebenso möglich wäre.
 
Es ist schwierig wenn man von verschiedenen seiten beides zu hören bekommt - wo ist der grat zwischen veränderung und davonlaufen? Man empfindet sich oft als unfähiger hilfesuchender und hat in beiden fällen unrecht.
Wie seht ihr das?
Du gibst viel zu viel auf das was andere sagen. Nur du selbst kannst wissen wohin du möchtest, welchen Weg du dir wünschst.

Ich geb's zu, nicht jeder ist fähig Gegebenheiten mutig zu ändern und einfach mal einen neuen Weg einzuschlagen, aber, wie gesagt, nur du weißt was du für dich möchtest und was dir deine Ziele wert sind.

Einen Teil deines Umfeldes kann ich schon verstehen, vertrete auch immer die Ansicht: "Ändere was wenn du dich nicht wohl fühlst, von außen wird keine Änderung kommen, das musst du schon selbst in die Hand nehmen!"

Und glaube mir, es nervt gewaltig wenn jemand immer nur meckert/jammert/schimpft aber nicht handelt. Entweder man will nichts ändern, dann muss man die Klappe halten, dann gibt es keinen Grund zum Jammern, oder man jammert und ändert dann sein Leben bzw. das, was unzufrieden macht, damit das Jammern wieder aufhört.

Ist halt typenbedingt, ich bin da ziemlich positiv und eher die die gerne mal was Neues angeht, auch wenn der neue Weg Risiken birgt. Wird schon werden! und wurde bisher auch immer.

R.
 
entweder: sei nicht so feige und laufe vor deinen problemen davon - sie holen die sowieso immer ein"
oder: "hör auf mit deinem selbstmitleid, hilf dir selbst dann hilft dir gott. Steh auf und veränder etwas, wenn es dir nicht passt"

es sagt beides das gleiche aus,
gehe deine Probleme an.

da steht nicht das du davonlaufen sollst
 
Im Grunde genommen ist das Befragen von Freunden zu dem Thema ein Versuch, selbst keine Entscheidung treffen zu müssen. Aber die ist unumgänglich und will getroffen werden. Hilfreich sind verschiedene Meinungen aber dennoch: sie zeigen die Möglichkeiten auf, die einem selbst vielleicht nicht in den Sinn kommen. Aber mehr können diese Meinungen nicht leisten.
 
Ein gedankenspiel: ich sitze fest - im job, zuhause wo ich wohne oder der beziehung und bin aus diesen oder jenen gründen unzufrieden. Das ist eine situation die ich durchaus schon öfter erlebt habe.
Ich befrage freunde oder verwandte und kriege im allgemeinen zwei arten von ratschlägen zu hören:

entweder: sei nicht so feige und laufe vor deinen problemen davon - sie holen die sowieso immer ein"
oder: "hör auf mit deinem selbstmitleid, hilf dir selbst dann hilft dir gott. Steh auf und veränder etwas, wenn es dir nicht passt"

Es ist schwierig wenn man von verschiedenen seiten beides zu hören bekommt - wo ist der grat zwischen veränderung und davonlaufen? Man empfindet sich oft als unfähiger hilfesuchender und hat in beiden fällen unrecht.
Wie seht ihr das?

Deine Freunde kommen mir nicht sehr nett vor, schon mal darüber nachgedacht, dir neue zu suchen?
 
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