...ich finde, es ist auch eine Sache der Interpretation des Begriffes "selbstlos"...weil man das allgemein ja erst mal mit Aufopferung & vielleicht Hingabe verbindet.
Ich denke jedenfalls bei dem Begriff "selbstlos" erstmal automatisch an jemanden, der so oft es nur geht, ehrenamtlich zur Suppenküche rennt, um dort Essen auszuteilen etc. Also so vom Prinzip her.
Hier wurde ja viel über das Fische-Prinzip gesprochen. Also meiner Erfahrung (ich hab sehr sehr viele Fische kennengelernt ~ mit Fischefrauen verstehe ich mich auch immer sehr gut ~ Gegensätze ziehen sich wohl an) ist da ein sehr großes Einfühlungsvermögen & gerade in Krisenzeiten kann es von Fischen sehr viel Hilfe geben (ich hab das so erlebt), aber die Fischemenschen, die ich kenne, begleitet entweder viel Chaos (und ohne es zu merken, können sie auch sehr egoistisch und hart sein~ meist pendelt es so zwischen den Extremen) oder von Grund auf schon doch eine starke materielle Berechnung & zumindest augenscheinliche Kälte. Sie wird zumindest selten aus den Augen gelassen. Gerade die "Chaotischen"

fühlen halt sehr stark mit in dem Moment, wo sie direkten Kontakt zu einer Sache haben. Da habe ich dann das Gefühl, sie wissen, was sie zu tun haben, weil das Prinzip Fisch nun mal doch von Grund auf selbstlos ist...aber man ist das oft ein Gefühls-Durcheinander. Ich glaube aber, dass ein Fisch, der sich nicht immer von der herrschenden Stimmung einfangen lassen will, auch eine gewisse Kälte braucht, um entscheiden zu können, wo seine Hilfe jetzt gefragt ist.
Es gibt da für mich noch diesen großen Unterschied zwischen selbst - los (& dem, was damit so allgemeinhin assoziiert wird_glaube ich zumindest) und dem
selbst-bewusst.
Wenn jemand selbstbewusst handelt ~ für die Allgemeinheit~ dann kennt er auch seinen Charakter, sein Temperament (er hat sozusagen sein Horoskop vor Augen^^), vielleicht auch eine gewisse Vorzeichnung seines Lebensweges & weiß, wo er zur Stelle zu sein hat, und was nicht sein Resort ist.
Das muss dann eben nicht heißen, dass er der erste ist, der in der Früh aufsteht, um seienr Familie ein großes Frühstück zu bereiten, oder als offiezieller Kummerkasten fungiert oder überarbeitet von einem Pflegeberuf nach Hause kommt.
Selbstbewusstheit kann ja auch was mit Langfristigkeit zu tun haben und langfristiger Planung, wenn es um da Allgemeinwohl geht. Da werden vielleicht auch erst einmal unpopulär erscheinende Entscheidungen getroffen (also es kann eben auch dazu gehören, in Kauf zu nehmen, unbeliebt zu sein) oder der Person wird ein eigensinniger Charakter nachgesagt (wobei diese vielleicht ihre Persönlichkeit kennt & weiß, dass sie darauf Rücksicht nehmen muss, um ausgeglichen sein zu können und seine Aufgaben gut zu bewerkstelligen). Und so weiter, ihr wisst bestimmt, was ich meine...
Also ich würde jedenfalls sagen, das selbst-bewusst-heit auch ein Aspekt von oder ein Weg der Selbstlosigkeit sein kann und jeder wirklich selbstlose/selbstbewusste Mensch im Rahmen seiner Möglichkeiten handelt & die sind, je nach Veranlagung (kardinales, fixes, bewegliches Prinzip ) eben sehr unterschiedlich.
Während ein Mensch sich Tag für Tag dafür aufopfert, dass es den Kindern in einem Kinderheim gut geht, sieht ein anderer zu, dass er als Geschäftsmann Geld im großen Stil auftreibt, um Kinderheime zu ermöglichen.
Das fiel mir zu dem Thema ein...
