Laut Aussagen der Familie und des Teams war Nawalny bis zum Donnerstag gesund.
Kurz vor dem Rückflug nach Moskau habe Nawalny am Flughafen in Tomsk noch einen Tee getrunken, sagt seine Sprecherin Jarmysch. Die Moskauer Boulevardzeitung Moskowski Komsomolez veröffentlichte am Wochenende einen Artikel, in dem beschrieben steht, wo sich Nawalny in Sibirien aufhielt und was er und sein Team dort machten.
Als Quelle gibt die Zeitung anonymisierte Sicherheitskreise an.
So soll das Team mehrere Hotelzimmer angemietet haben, Nawalny aber in einer "konspirativen" Wohnung übernachtet haben. Auch von der Sushi-Bestellung der Mitarbeitenden ist hier die Rede. Behauptet wird auch, dass Nawalny beschattet worden sei, wobei festgehalten wurde, mit wem er sich getroffen habe.
Die Sprecherin sagte, die Überwachung überrasche sie nicht, das Team sei sich dessen bewusst. Sie erstaune aber, dass die Regierung dies so offen zugebe.
Für eine Vergiftung sprechen daher einerseits diese Umstände und andererseits, dass es schon mehrfach solche Vorfälle gegeben hat.