Frl.Zizipe
Sehr aktives Mitglied
Auch wenn ich der Ansicht bin, dass uns nur eine breitflächige Impfung wieder ein einigermaßen normales Leben ermöglicht, würde ich niemals der Wissenschaft die alleinige Deutungshoheit überlassen. Z.B. war auch Claudius Ptolemäus ein Wissenschaftler und Gelehrter, und doch wissen wir heute, dass die Erde nicht der Mittelpunkt des Universums ist. Auch Wissenschaftler können nur im Rahmen der Möglichkeiten innerhalb ihrer Zeit zu Erkenntnissen kommen. Es sind letztlich Modelle, die die Wissenschaft vorstellt und die gelten dann solange, bis eine neue Wissenschaftsgeneration andere Modelle entwickeln. Wir können nur glauben oder nicht. Jedes erzieherische und besserwisserische Vorbeten bewirkt am Ende nur das Gegenteil.
Das sehen wir doch an der Skepsis gegen das Impfen und gegen die Coronaregeln, grad im Osten der Republik, obwohl, mit ein wenig nachdenken müsste jeder Impfgegner zu dem Schluss kommen, dass die Impfung der beste Schutz ist, jedenfalls zur Zeit.
Gabi
Wenn eine Wissenschaftsgeneration neue Modelle erarbeitet, dann kann sie das nur auf der Basis, die die Generation vor ihr erarbeitet hat. Das bedeutet ja nicht, dass das vorige Modell komplett falsch ist. Wissenschaft wird sich immer weiterentwickeln, das soll ja auch so sein. Wenn zwei Wissenschaftler verschiedener Meinung sind, heißt das ja auch noch lang nicht, dass einer komplett falsch liegt.
Wenn zwei Fußballspezialisten darüber streiten, ob es ein Abseits gab oder nicht, sind sie einfach verschiedener Meinung - obwohl sie sich vermutlich beide mit Fußball gut auskennen und wissen von was sie reden ...