Corona-Virus (Covid-19) und Impfung

Naja, Schweden macht es anders, mit ganz wenigen Verboten und ohne Ausgangsbeschränkungen. Wir werden sehen, ob deren Weg ohne Freiheitsbeschränkungen funktioniert. o_O

Es geht nicht darum, das eine gegen das andere auszuspielen. Die Maßnahmen bis jetzt sind doch ok.
Es geht darum, gut aufzupassen und hinzuschauen, was hinter den Vorhängen passiert.
 
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Das sehe ich auch so. Nur frage ich mich gerade, wie man das bei den ganz kleinen Menschen in unserer Gesellschaft umsetzen möchte, wenn die erst wieder zur Schule und KITA gehen. Hmm...
Ich glaube, das wird sich ganz langsam und schrittweise entwickeln.
Ich hab gestern (am 1.Tag ) bei uns schon Kids gesehen, die eifrig die Masken aufgesetzt haben wie ihre Eltern.....:D
Bis zu einem normalen und regelmäßigen Schulbetrieb werden wahrscheinlich ohnehin noch Wochen, wenn nicht Monate ins Land ziehen..
Bis dahin wird es für alle zur Selbstverständlichkeit werden (müssen)...und wird es auch.
In den asiatischen Ländern klappt es ja auch.
 
Du musst aber auch bedenken, dass Schweden viel weniger Einwohner insgesamt hat, da ist das dann auch einfacher!

Jain. Hier in der Region in Südschweden, wo ich wohne, ist die Lage noch einigermaßen entspannt, wobei es schon ein paar Fälle auf der Intensivstation gibt. Die Lage in Stockholm sieht dramatisch aus. Es wird erwartet, dass die Krankenhäuser nächste Woche voll sein werden. Und das schlimmste ist: Landesweit gibt es schon Covid19-Fälle und auch Todesopfer in Altenheimen.

Insofern bin ich fast der Ansicht, dass ein klarer Lockdown auch hier die bessere Lösung gewesen wäre. Wir werden sehen, wie es weiter geht.
 
Klar, die eigenen Viren werden aufgehalten, aber nicht die Viren einer Person ohne Mundschutz. Nur wenn alle immer in der Öffentlichkeit Mundschutz tragen, ist eine gewisse Sicherheit, sich nicht gegenseitig anzustecken, vorhanden Mit dem nichtmedizinischen Mundschutz schützt man also lediglich sein Gegenüber. Der Schutz ist aber genau so gegeben, wenn man 1,5-2m Abstand hält.
Nicht umsonst nennt Merkel den Mundschutz "Virenschleuder".
Ich würde so ein Ding nur tragen, wenn es Pflicht wird, denn nachvollziehbare Begründungen gibt es nicht. Das ist alles überbordende Symbolpolitik und Regulierungswahn.
Beim medizinischen Mundschutz, von dem du offenbar sprichst, sieht die Sache natürlich anders aus. weil sie eine Filterfunktion haben. Nur sind diese Masken auf dem Markt nicht mehr zu bekommen und diese Masken sollten m.E. zunächst denjenigen vorbehalten bleiben, die sie beruflich wirklich benötigen.
Dann geh mal in Goggle da kannst du den medizinischen 3 Lagenmundschutz kaufen und es sind noch nicht mal Wucherpreise.

Wenn jeder einen Mundschutz trägt sind alle geschützt.
 
Findest Du nicht, daß so eine Formulierung vom menschlichen her bedenklich ist? :unsure:



Klingt so ein bißchen, als wären die Kranken und Alten an allem schuld, wegen denen müssen sich alle einschränken, das trägt doch nicht zu einem gesellschaftlichen Zusammenhalt bei. Eigentlich ist das eher Sozialdarwinismus, keine Rücksichtnahme auf Schwache, sondern freie Fahrt für die Starken, die, die auf der Strecke bleiben, haben halt Pech. o_O


Wir haben auch jetzt keine Rücksichtnahme auf Schwache. Man weigert sich Kinder aus den Lagern Griechenlands bei uns aufzunehmen, es wird Geld von der Entwicklungshilfe abgezogen, Kleinstunternehmer bekommen so gut wie nichts, es wird Delogierungen regnen ab Anfang nächsten Jahres ...

Versteh mich nicht falsch, auch ich finde die Maßnahmen ok, aber ich frag mich halt, wo uns das schlußendlich hinführen wird und wo man dann eine Grenze ziehen muss/sollte. Und ich hab keine Antwort drauf. Ich weiß es schlicht nicht, was richtig ist. Wie soll ich auch? Aber es muss möglich sein, sich diese Fragen zu stellen ohne gleich angegriffen zu werden. Wo sind wir denn schon in der 3. Woche Maßnahmen hingekommen, wenn es unter Bekannten, Freunden nicht mehr möglich ist, wenn und aber abzuwägen.

In Süditalien übrigens wird es schon eng, da rumort es schon ...

https://www.faz.net/aktuell/politik...ditalien-aufrufe-zur-revolution-16702035.html
 
In dem Artikel sind aber einige Fehler, z.B.:

"Nur wer ähnlich streng vorgehe wie die Chinesen, könne Corona besiegen, heißt es. Ob das stimmt, ist fraglich. Südkorea und Taiwan waren ebenfalls sehr erfolgreich bei der Seuchenbekämpfung, mussten dafür aber keine Millionenstädte zusperren. Zum wenigen, was man über SARS-CoV-2 weiß, gehört der Umstand, dass es nicht wahllos mordet wie etwa die Spanische Grippe vor 100 Jahren. Es gibt definierbare Risikogruppen, nämlich chronisch kranke und alte Menschen. Vielleicht hätte es gereicht, diese Gruppen besonders zu schützen. Stattdessen werden nun alle Bürger zu massiven Opfern im Dienste einer kleinen Minderheit gezwungen. Ein solches Experiment gab es noch nie. Auf die Dauer kann das nicht gut gehen."

- Südkorea übt ein extrem hohes Maß an Kontrolle aus indem alle Personen über die Handys geortet und auch identifiziert werden.
- Man weiß zwar, dass Covid-19 für bestimmte Risikogruppen gefährlicher ist. Es kann aber für alle gefährlich sein, denn auch bei den bisher geringen Fallzahlen werden immer wieder auch junge und gesunde Menschen schwer krank, teilweise mit Folgeschäden, und manche sterben auch. Anders gesagt: Angenommen man könnte einen Test-Versuch auf einer Insel mit 1 Million Personen unter 60 machen, alle gesund - man wüsste nicht wie viele es dann erwischt. Möglicherweise nicht mehr als bei einer normalen Grippe. Es könnte aber auch höher sein. Man weiß es schlicht nicht.

Was mich v.a. nervt ist die oft gehörte Forderung doch nur die Risikogruppen zu schützen, denn das lässt sich sehr leicht sagen. Wie aber setzt man so etwas in die Praxis um?

Angenommen, große Teile der Bevölkerung würden sich weitgehend ungebremst nach und nach infizieren:

1) Wie sollen Risiko-Patienten in einem Krankenhaus geschützt werden, wenn dort a) natürlich auch ganz andere/normale Patienten sind (Beinbruch beim Skifahren etwa), b) das gesamte Personal einer hohen Gefahr ausgesetzt ist, c) Besucher.

2) Altenheime... ähnliches Problem

3) Familien: Wie soll eine Frau, die gerade eine Chemo-Therapie hinter sich hat, ansonsten aber auch noch Mutter und Ehefrau ist, geschützt werden? Wie soll der Opa geschützt werden? Sollen die in totale Isolation in irgendein Zimmer?


Diese Forderung sehe ich so lange als undurchdacht an bis solche Dinge mal erklärt werden.


Ich weiß nicht, ob es Forderungen sind. Ich denke, die Menschen überlegen halt. Und wie ich schon Loop geantwortet habe, es muss doch noch möglich sein, verschiedene Varianten auf den Tisch zu bringen.
Ja, vielleicht sagt mal einer einen Blödsinn, aber deswegen muss ja nicht gleich draufgedonnert werden.

Lieber ein denkender Mensch, der halt mal schnell eine undurchführbare Idee hat, als solche, die gar nicht überlegen, nachdenken, oder mitreden möchten.
 
Traurige Bilanz:

Spanien verzeichnet einen neue Rekordzahl an Todesopfern infolge des Coronavirus. Innerhalb von 24 Stunden seien 950 Menschen gestorben, teilte das Gesundheitsministerium am Mittag mit. Zuvor hatte das Land fünf Tage hintereinander mehr als 800 Tote zu beklagen, jedoch gab es noch nie mehr als 900 Opfer. Damit sind in Spanien insgesamt bereits rund 10.000 Menschen an Covid-19 gestorben.
 
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Dieses Video fand ich gerade sehr informativ.

"Im stark von Corona-Fällen betroffenen Kreis Heinsberg haben Prof. Streeck und sein Team diverse Oberflächen getestet und kein aktives Virus nachweisen können: Weder auf Handys, Türklinken, Waschbecken noch Katzen, selbst bei hoch infektiösen Familien. Er betont daher, es gebe stand jetzt *keine Gefahr, beim Einkaufen, jemand anderen zu infizieren.* Die bisherige Forschung zeige: Vor allem große Menschenmengen mit viel Kontakt seien eine Gefahr, also beispielsweise Partys und Fußballspiele.

Prof. Hendrik Streeck ist Direktor des Instituts für Virologie und HIV-Forschung an der Universität Bonn. Er wird mit seinem Team im Kreis Heinsberg jetzt noch genauer untersuchen, wie sich das Virus ausgebreitet hat. Er will auch der Frage nachgehen, wie hoch die Dunkelziffer von nicht erkannten Krankheitsfällen ist. Davon, dass das RKI keine solche Studie geplant hatte, zeigte er sich überrascht. "

 
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