Corona-Virus (Covid-19) und Impfung

Viele der 30% nehmen alle Maßnahmen hin um die Impfung zu vermeiden.
Und Sie gehen eben lieber das Risiko ein auch daran zu sterben. Ist das nicht Ihr gutes Recht?

Es ist so lange ihr gutes Recht, wie sie damit den (Selbst-)Schutz anderer nicht erschweren oder stark gefährden. Und es handelt sich nunmal um eine mittlerweile stark ansteckende Krankheit.

Darüber hinaus droht die Erkrankungswelle bei der aktuellen Impfquote und ohne weitere Maßnahmen die bestehenden Krankenhauskapazitäten um ein Vielfaches zu übersteigen - man kann also nicht nur sagen, es wäre die Schuld eines zusammengesparten Gesundheitswesens. Darum sind weitere Eindämmungs- Maßnahmen ja auch zusätzlich notwendig. Natürlich muss eine Behandlung gegebenenfalls unabhängig vom Impfstatus stattfinden. Aber wer sollte DMn Vortritt bekommen, sollte die Betreuungs-Kapazität nur noch für einen Patienten ausreichen: Ein(e) geimpfte(r) ü80-Jährige(r), bei dem/der die Impfung nicht richtig gegriffen hat, oder ein(e) ungeimpfte(r) 50-Jährige(r), der/die dann einen schweren Verlauf erlebt, den er/sie nicht hätte, wäre er/sie gimpft. Beide hätten mit Behandlung eine gewisse Chance zu überleben, und ohne wäre es der sichere Tot. Wer soll zum Sterben nach Hause geschickt werden?

Deine Mama hat großes Glück in einem Land zu leben wo sie sich zu ihrem eigenen Schutz so oft impfen und Boostern lassen kann wie sie möchte!

Nein, kann sie eben nicht. Sie hatte das große Glück, dass ihre Hausärztin sie schnell geboostert hat, als sie darum gebeten hat. Andere Menschen in ihrem Alter bzw. Situation versuchen seit Wochen vergeblich, eine entsprechende Impfung zu bekommen. Du findest hier im Thread auch Berichte davon, wie eben jemand, der will, NICHT geimpft wird.

Sie kann bei Menschenkontakt eine gut wirksame FFP2 Maske aufsetzen und auf Abstand achten.

Tut sie. Hoffentlich reicht das aus. Und hoffentlich greift auch die Impfung bei ihr gut genug, so dass sie nicht viel davon merkt, sollte sie das Virus doch mal erreichen - was früher oder später sowieso passieren wird.

Es gibt Länder da wird weder die Risiko Gruppe geimpft, noch haben Sie sich selbst schützende Masken wie die FFP2 Masken!

Ja, und es wäre für die Pandemie-Bekämpfung weltweit sinnvoll, wenn auch diesen Ländern geholfen wird, die Virus-Ausbreitung einzudämmen. Was sagt das aber über Deutschland aus, und welche Maßnahmen da sinnvoll oder notwendig sind?

Und zur allgemeinen Impfpflicht noch ein Artikel :

Der Artikel ist ein Jahr alt; darüber hinaus äußert sich die darin erwähnte Expertin der WHO nicht a priori gegen eine Impfpflicht, sondern äußert auch, dass für einige Berufsfelder eine Impfpflicht durchaus sinnvoll sein könnte.
 
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Nun, wenn die Demo-Veranstalter auch freunschaftliche Verbindungen zu diversen Reichsbürger-Größen hegen - darüber wurde hier im Thread schon geschrieben - wirken die Distanzierungen eher als fade Lippenbekenntnisse. Und wen es auf einer Demo nicht stört, u.U. auf dem gleichen Bild auzutauchen wie ein Plakat mit rechten Parolen oder verschwörungsmythologischen Inhalten (wie z.B. QAnon) stört sich zumindest scheinbar auch nicht an diesen Inhalten.

Da kann ich nur von mir und für mich selbst reden: Aber solchen Demonstrationen, auf denen gut sichtbar Inhalte auch vertreten werden, die ich ablehne, bleibe ich fern - egal, ob ich dem Kernthema der Demo zustimme. Mag sein, dass es einige anders handhaben und sich nicht dran stören, wenn es dann auch Bildmaterial geben könnte, in denen sie mit einer Reichsfahne o.ä. auf dem gleichen Bild zu sehen sind...



Dazu könnte ich einiges schreiben, was allerdings die aktuell noch geltende Themensperre verletzen würde. Das hat mir shon einmal eine temporäre Sperre eingebracht, und darum gehe ich hier jetzt nicht mehr genauer drauf ein.



Diese 30% sind in der Art eine Gefahr, dass sich ohne weitere Gegenmaßnahme das Virus unter ihnen sich rasend schnell ausbreiten und zu einer Erkrankungs-Welle (und weiteren Übersterblichkeit) führen würde, die sich gewaschen hat. Und das wird dann auch für einige Menschen, die mir lieb sind, zur Gefahr. Meine Mutter mit 86 Jahren und chronischer Leukämie zum Beispiel: Sie ist zwar geimpft und geboostert, aber wie weit diese Impfungen in ihrem Alter und dieser Erkrankung wirklich anschlagen, ist eine andere Frage. Bei niedrigen Inzidenzen ist der Gang zum Einkaufen, was sie immernoch gerne selbst erledigt, ein hinehmbar kleines Risiko. Wenn das Virus aber stärker grassiert, steigt auch dieses Risiko und ist dann irgendwann nicht mehr hinnehmbar gering. Der Selbstschutz der Risiko-Gruppen wird also auch umso schwieriger, je unvernünftiger sich die von Dir erwähnten 30% verhalten.
Meine Mutter ist 87 Jahre alt und immunsupprimiert, bei ihr wirken vermutlich Impfung und Booster kaum bis gar nicht, trotzdem hat sie sie.
Die anfallenden und dringend benötigten Facharzttermine (Rheumatologe, Augenarzt, Augenspezialklinik, Ohrenarzt, Kardiologe) müssen wir alle absagen, weil die Gefahr einer Infektion in diesem Winter zu hoch ist.
FFP2 Masken wirken auch nur begrenzt, Omikron ist extrem ansteckend.

Also kann ich, wie so oft in dieser Pandemie schon, von Arzt zu Arzt fahren, Überweisungen beibringen und Rezepte abholen, dabei müßte sie dringenst mal untersucht werden.
Der Hausarzt kommt ins Haus, die Physiotherapie ebenfalls, das wars aber auch schon - feststellen, ob sie weiter erblindet, ob innere Organe mitmachen, ob die Rheumamedikation sowie die Herzmedikamente verändert werden muß können die nicht.
Also warten wir, wie schon letztes Jahr, auf den Sommer, damit sie wieder zu Ärzten kann.
Ein Geschäft, eine Kultureinrichtung o.ä. hat sie letztmalig vor der Pandemie gesehen.

Die riesige Angst, dass ich mich infiziere und das an sie weitergebe (sie wohnt bei mir im Haus), bleibt ständig, mein Mann und meine Kinder haben den Kontakt zu ihr sicherheitshalber weitgehend eingestellt (nur mit FFP, Lüften, Abstand und so kurz wie möglich) - das sind echt tolle letzte Lebensjahre!

Ein schwangere Kollegin und eine Nachbarin, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden dürfen, leben allerdings genauso.

Dass alle (auch Geboosterte) nun wieder starke Einschränkungen hinnehmen müssen, sei nur am Rande miterwähnt, trifft ja nur ein paar kaum erwähnenswerte Millionen.

Aber es ist ja gaaaaanz wichtig, dass Ungeimpfte wenigstens ihr Recht auf Nicht- Impfung wahrnehmen können, egal wie viele Kollateralschäden sie verursachen und wie viele Menschen wegen ihnen sterben/ kein Leben mehr haben, wie viel Infrastruktur demnächst zusammenbrechen wird.
 
Auch da hilft die Wissenschaft weiter.
Man kann ziemlich genau beschreiben, wer wann und warum sehr gefährdet ist, der Esoterik und insgesamt krudem Gedankengut (die Korrelation zwischen beidem ist immens) anheim zu fallen.
Auch wenn ich der Ansicht bin, dass uns nur eine breitflächige Impfung wieder ein einigermaßen normales Leben ermöglicht, würde ich niemals der Wissenschaft die alleinige Deutungshoheit überlassen. Z.B. war auch Claudius Ptolemäus ein Wissenschaftler und Gelehrter, und doch wissen wir heute, dass die Erde nicht der Mittelpunkt des Universums ist. Auch Wissenschaftler können nur im Rahmen der Möglichkeiten innerhalb ihrer Zeit zu Erkenntnissen kommen. Es sind letztlich Modelle, die die Wissenschaft vorstellt und die gelten dann solange, bis eine neue Wissenschaftsgeneration andere Modelle entwickeln. Wir können nur glauben oder nicht. Jedes erzieherische und besserwisserische Vorbeten bewirkt am Ende nur das Gegenteil.
Das sehen wir doch an der Skepsis gegen das Impfen und gegen die Coronaregeln, grad im Osten der Republik, obwohl, mit ein wenig nachdenken müsste jeder Impfgegner zu dem Schluss kommen, dass die Impfung der beste Schutz ist, jedenfalls zur Zeit.

Gabi
 
Auch wenn ich der Ansicht bin, dass uns nur eine breitflächige Impfung wieder ein einigermaßen normales Leben ermöglicht, würde ich niemals der Wissenschaft die alleinige Deutungshoheit überlassen. Z.B. war auch Claudius Ptolemäus ein Wissenschaftler und Gelehrter, und doch wissen wir heute, dass die Erde nicht der Mittelpunkt des Universums ist. Auch Wissenschaftler können nur im Rahmen der Möglichkeiten innerhalb ihrer Zeit zu Erkenntnissen kommen. Es sind letztlich Modelle, die die Wissenschaft vorstellt und die gelten dann solange, bis eine neue Wissenschaftsgeneration andere Modelle entwickeln. Wir können nur glauben oder nicht. Jedes erzieherische und besserwisserische Vorbeten bewirkt am Ende nur das Gegenteil.
Das sehen wir doch an der Skepsis gegen das Impfen und gegen die Coronaregeln, grad im Osten der Republik, obwohl, mit ein wenig nachdenken müsste jeder Impfgegner zu dem Schluss kommen, dass die Impfung der beste Schutz ist, jedenfalls zur Zeit.

Gabi
Wer nie mit Wissenschaft zu tun hatte, schreibt sowas vermutlich bequemerweise ... .
Weil ich mir diesbzgl. hier schon die Finger wund geschrieben habe:

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Das mag für manche Veranstalter schon stimmen, aber für viele eben auch nicht!

Ich kenne Veranstalter die absolut nicht der rechten Szene angehören, sich explizit davon distanziert haben, sogar persönlich einen offensichtlich Rechten aufgefordert haben zu gehen. Am Ende wurde es in den Medien doch wieder nur ein Einheitsbrei von Rechten Demonstranten.

Und wie soll es da für einen Demonstranten überhaupt noch möglich sein die "passende" Demo zu finden, wenn sich Rechte überall dran hängen?
Welche Veranstalter sollen das gewesen sein? Identifiziere sie doch einfach. Und zeige dann bitte auch den Bericht dieser bestimmten Medien, die diesen EINEN "rechten" zur Masse hochstilisiert haben, auch noch, nachdem er von den Veranstaltern aufgefordert wurde zu gehen.
 
Es sind letztlich Modelle, die die Wissenschaft vorstellt und die gelten dann solange, bis eine neue Wissenschaftsgeneration andere Modelle entwickeln.
Naja, es ist eher selten der Fall, dass sich Nachfolgemodelle völlig von ihren (von Wissenschaftlern entwickelten) Vorgängermodellen unterscheiden - sofern es bereits grundlegende Forschung in dem selben Bereich gab.
Seit die wissenschaftlichen Bereiche stärker technisiert sind (seit dem 20. Jahrhundert) wurden wissenschaftliche Theorien Stück für Stück "verfeinert". Es passiert eher selten, dass seit dem 20. Jahrhundert entwickelte Theorien gänzlich verworfen werden.
 
Auch wenn ich der Ansicht bin, dass uns nur eine breitflächige Impfung wieder ein einigermaßen normales Leben ermöglicht, würde ich niemals der Wissenschaft die alleinige Deutungshoheit überlassen. Z.B. war auch Claudius Ptolemäus ein Wissenschaftler und Gelehrter, und doch wissen wir heute, dass die Erde nicht der Mittelpunkt des Universums ist. Auch Wissenschaftler können nur im Rahmen der Möglichkeiten innerhalb ihrer Zeit zu Erkenntnissen kommen. Es sind letztlich Modelle, die die Wissenschaft vorstellt und die gelten dann solange, bis eine neue Wissenschaftsgeneration andere Modelle entwickeln. Wir können nur glauben oder nicht. Jedes erzieherische und besserwisserische Vorbeten bewirkt am Ende nur das Gegenteil.
Das sehen wir doch an der Skepsis gegen das Impfen und gegen die Coronaregeln, grad im Osten der Republik, obwohl, mit ein wenig nachdenken müsste jeder Impfgegner zu dem Schluss kommen, dass die Impfung der beste Schutz ist, jedenfalls zur Zeit.

Gabi

Es ist zwar richtig, dass Wissenschaftler nur im Rahmen der Möglichkeiten ihrer Zeit zu Erkenntnissen kommen können. DAS bedeutet aber nicht, dass all diese Erkenntnisse falsch wären. Und noch weniger bedeutet es, dass bereits als falsch identifizierte Aussagen deswegen doch iregendwie als "möglich" o.ä. weiter aufrecht zu halten wären. Du bringst selbst das Beispiel des Ptoemäischen Weltbildes, welches mittlerweile als nicht die Realität hinreichend beschreibend entlarvt wurde - daran werden auch spätere neuere Erkenntnisse nichts ändern.

Die Wissenschaft brauch auch nicht die einzige Deutungshoheit zu haben. Sie ist allerdings die einzige Instanz, die einigermaßen zuverlässige bzw. gut begründete Aussagen darüber treffen kann, welches Vorgehen zu welchen Folgen führen wird. Wenn mir also ein Epidemiologe vorrechnet, wie sich das Infektionsgeschehen mit den bestehenden Maßnahmen und Impfquote entwickeln wird, und daneben ein Esoteriker o.ä. irgendwie schwurbelt, dass sich das Infektionsgeschehen auch ohne Impfung und Maßnahmen nicht stärker ausbreiten würde als mit... da ist die Aussage des Epidemiologen deutlich besser begründet.

In den Entscheidungen ist das natürlcih nicht der einzige Input, der eingehen muss. Da stehen dann einander widersprechende Anliegen sich gegenüber - Ambivalenz. Das muss erkannt und ausgehalten werden, um dann in diesem Spannungsfeld den Weg mit den geringsten Nachteilen und den größten Vorteilen zu finden.
 
Der Artikel ist ein Jahr alt; darüber hinaus äußert sich die darin erwähnte Expertin der WHO nicht a priori gegen eine Impfpflicht, sondern äußert auch, dass für einige Berufsfelder eine Impfpflicht durchaus sinnvoll sein könnte.
Sorry, wollte eigentlich diesen Artikel einstellen...
 
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Welche Veranstalter sollen das gewesen sein? Identifiziere sie doch einfach. Und zeige dann bitte auch den Bericht dieser bestimmten Medien, die diesen EINEN "rechten" zur Masse hochstilisiert haben, auch noch, nachdem er von den Veranstaltern aufgefordert wurde zu gehen.

Und dann? Würdest du mir glauben? ;)

Nein, ich werde hier nichts weiter dazu schreiben, weil ich und mein Wohnort hier anonym bleiben sollen.

(Und weil es ohnehin nichts an deiner Überzeugung ändern würde)
 
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