Wenn Gott etwas ist, was außerhalb von Raum und Zeit IST, hat er keine Grenzen, denn diese entstehen nur in Raum und Zeit - außerhalb von Raum und Zeit gibt es weder Anfang und Ende, noch Inhalt, noch Form.
In einem germanischen Schöpfungsmythos heißt es: Vor aller Anfang klaffte ein Riss in der Weite des Alls. Und christlich: Am Anfang war das Logos (Wort) und alles war Logos. Immer wird von dem EINEN ausgegangen, das sich dann teilt. Und erst in dem geteilten Zustand kann Gut und Böse entstehen, denn vorher sind sie ja EINS.
Wenn es also außerhalb von Gott nichts gibt, ist alles Entstandene Teil oder Ausdruck Gottes, so auch die beiden Teile wie Himmel und Hölle und beide sind nicht entstanden, weil Gott es so wollte, sondern weil es nicht anders geht, entweder alles ist eins (Gut ist dann nicht gut und Böse nicht böse, es gibt sie einfach nicht in dieser Einheit) oder aber es gibt zwei - auf der einen Seite Gut und auf der anderen Böse. Und wir Menschen sind es, die diese Teilung dann nutzen um Ein-teilungen vorzunehmen und zu entscheiden was auf die eine Seite und was auf die andere Seite muss (kennt ihr den Sketch von Mr.Bean dazu?). Durch diese Auf-teilung in Gut und Böse erschaffen wir das Gute und das Böse, einfach weil wir das eine mögen das andere nicht, das eine sehen wir als hinderlich, das andere als förderlich für uns selbst, für unsere Gemeinschaft etc. Das hat dann aber nix mit Gott zu tun, außer dass, wenn ich jemanden in die Hölle schicke, es Gott ist, den ich da hin schicke (denn außer Gott gibts nix, wie oben dargestellt).
LGInti