Cannabis Konsum legalisieren ?

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Für meine Begrifflichkeiten sind alle Menschen nach zig Sachen süchtig. :D
Bei übertriebener Drogen-Sucht ist es halt besonders offensichtlich, dass sie krank macht.

Aber was ist zum Beispiel mit Nymphomanie?
Ist ja so gesehen nicht krank machend, aber ne Sucht ist es trotzdem. ;)

Trotz der kulturellen Relativität des Begriffs verweist das, was man mit Nymphomanie zu bezeichnen versucht, zumindest in einigen Fällen tatsächlich auf psychische Probleme der betroffenen Menschen, unter denen diese auch tatsächlich subjektiv leiden. So ist eine Fixierung zwischengeschlechtlichen (oder auch gleichgeschlechtlichen) Verhaltens auf die Ebene des Sexuellen oft Ausdruck einer psychisch tief sitzenden Bindungsangst, die in einer auf den sexuellen Aspekt einer Beziehung reduzierte Bindung jenes Bedürfnis nach Nähe auszuleben versucht, das als tiefere partnerschaftliche Bindung ängstlich vermieden wird. Sexualität wird dann zur Sucht und Ersatzbefriedigung für wirkliche Liebe, vergleichbar mit anderen Süchten wie Alkoholismus oder Drogenkonsum. Psychotherapie kann dazu beitragen, die Ursachen derartigen Suchtverhaltens zu verstehen und therapeutisch zu verändern.[4]

http://de.wikipedia.org/wiki/Nymphomanie

Klar ist es eine Sucht. Sucht ist ja nicht nur durch körperlichen Verfall gekennzeichnet. Sondern durch eine krankhafte Abhängigkeit. Zum Beispiel die Sportsucht. Sport ist gesund; wenn ich aber durchdrehe, wenn ich nicht jeden Tag Sport machen kann, ich lieber Sport mache statt soziale Kontakte zu pflegen, mir die Knochen ruiniere ectpp., dann wird aus dem gesunden Sport ein Leid. Wenn ich durchdrehe, wenn ich heute keinen Sex bekomme, mich sogar der Gefahr aussetze, Hinz und Kunz mit ins Bett zu nehmen und mir Krankheiten zu holen, ich nicht mehr in der Lage bin, mich anderweitig zu beschäftigen, meine Beziehungen darunter leiden ectpp., dann ist das Sucht.

Sucht ist für mich dann, wenn ich keinerlei Strategien mehr finde, mich ohne das Suchtmittel aufzufangen, wenn mein Alltag, mein Körper, meine sozialen Kontakte undsoweiterundsofort darunter leiden. Es besteht Leidensdruck ohne das Suchmittel - aber auch mit.
 
Das Problem bei Süchten ist imho der schleichende Prozess.

Die Betroffenen verweigern sich in den meisten Fällen der Einsicht der eigenen Abhängigkeit. Und Alkohol und Zigaretten halte ich da für ebenso gefährlich wie bereits verbotene Drogen.

Und die wohl am weitesten verbreitete Sicht eines Abhängigen ist wohl die Annahme, zu jeder Zeit aufhören zu können, aber es angeblich nicht zu wollen. Dabei weiß derjengie erst, ob er abhängig ist, wenn er tatsächlich mal für ein Jahr auf die begehrte Substanz verzichtet oder auf alkoholfreie Alternativen ausweicht.

Wer z.B. meint, er mag nicht auf den Geschmack von Wein oder Bier verzichten, kann heute problemlos auf alkoholfreie Varianten ausweichen. Es mag zwar ein geringer Unterschied im Geschmack bestehen (Vergleich H-Milch zu Vollmilch), aber daran kann man sich schnell gewöhnen. Wenn Mensch will und es nicht der Alkoholrausch ist, der gesucht wird.

LG
Any
 
Sucht ist für mich dann, wenn ich keinerlei Strategien mehr finde, mich ohne das Suchtmittel aufzufangen, wenn mein Alltag, mein Körper, meine sozialen Kontakte undsoweiterundsofort darunter leiden. Es besteht Leidensdruck ohne das Suchmittel - aber auch mit.

Seh ich genauso.
Nur dass man beim Zuführen des Suchtmittels wenigstens kurzzeitig das Gefühl hat, eine Erleichterung zu verspüren. Sonst würd mans ja gar nicht zu sich nehmen. Was auch immer.
 
Sofern du mich meinst.
Nein ich durfte es einfach mit-erleben.
Auch kenne ich Leute (zu denen ich heute zwar keinen persönlichen Kontakt mehr pflege) welche trotzdem immer noch leben. Ob gut lass ich mal dahingestellt. Und mir ist auch persönlich nur einer bekannt, der es geschafft hat, davon wieder los zu kommen. Der würde das Zeugs allerdings auch nie mehr anrühren.
Was aber nicht bedeutet, dass es auch in diesem Falle nicht Menschen geben kann, die in der Lage sind, vernünftig damit umzugehen, inwieweit man vernünftig damit umgehen kann. ;)

Jede Medizin kann ein Gift sein und jedes Gift eine Medizin.
Die Dosierung machts. ;)

Und welchen Zweck verfolge ich? Bitte um Aufklärung. :)

nein das ging richtung sayallas comment zu tarbagans feststellung.
 
dann ist tarbagans differenzierung wohl doch angebracht.

Das kommt drauf an was er nun genau damit meint.
Meint er damit nun "ich hätte ein Problem ohne."
Oder meint er "ich könnte auch ohne wenn ich wollte."

Seine Sätze waren:
Ich hätte Probleme damit, nie wieder in meinem ganzen Leben ein Glas Wein trinken oder eine Zigarette rauchen zu können.

und:

Natürlich ist es ein Problem!

Kann er nun ohne?
Oder ist es ein Problem?
 
Der Rausch hat schon immer zur Menschheit gehört.

Wer hat denn das Recht, einem Menschen zu verbieten sich gelegentlich zu berauschen ?

Wenn ich mir was kaufe, bin ich nach dem Gesetz kriminell, wegen einer Pflanze die seit ewigen Zeiten hier auf diesem Planeten wächst. Ich bin
erwachsen und möchte gern selbst entscheiden, was ich wann tue.

Kein Baum müsste mehr gerodet werden, da Hanf sich ausgezeichnet zur Papierherstellung eignet. Chinesen haben früher nur auf Hanfpapier geschrieben.

Medizinisch ist es nachgewisen, dass es für einige Krankheiten, eine Lösung ist. Und das ohne große Nebenwirkungen, wie bei anderen Medikamenten.
Ich selbst hatte innerhalb von 9 Jahren zweimal Krebs. Habe die Chemotherapie verweigert, weil ich nicht daran glaube den Körper derart zu vergiften. Ich habe Marijuana geraucht, mein Essen und mein Bewusstsein verändert. Mir geht es gut, und bis jetzt, klopf dreimal auf Holz, alles in Ordnung.

Hanf ist eine Heilpflanze, eine von vielen.


Während alle anderen Schweinerein legal sind, zb. der Waffenhandel, jeder weiß das Waffen zum töten gemacht werden und Kiffer werden "gejagt", ehrlich
für mich ist das, die Schizophrenie der Mächtigen.
 
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Ich verstehe Tarbagans Punkt, dass eine Sucht etwas ganz anderes ist, als auf etwas einfach nicht verzichten zu wollen. Sucht ist gekennzeichnet von Zwang, von Leid, von Einschränkung der Lebensqualität - und nicht von Berreicherung derselben. Ich habe nicht das Gefühl, ich gehe unter, wenn ich keine Nudeln mehr esse und Tarbagan geht nicht kaputt bei dem Gedanken, keinen Wein mehr zu trinken - wir KÖNNTEN aber ohne, nur wir wollen nicht. Und das ist auch keine Sucht, weil ich nicht jeden Tag ein Kilo Nudeln essen muß und Tarbagan keine Pulle Wein pötten um zu funktionieren. Zwischen "ich will nicht verzichten" und "ich kann nicht verzichten" ist ein gewaltiger Unterschied. Sonst wären alle Menschen ja nach zig Sachen süchtig. Sucht definiert sich aber über krankhaft abhängig.
Genau so ist es. :thumbup:

sternja schrieb:
Und das nächste: Aber bei Cannabis solls schon funktionieren, ja?
Denen darf man also durchaus vorschreiben, dass sie ihr Lebtag keinen Joint mehr zu rauchen haben. Gefälligst! Weil steht ja auf ner Liste und was da drauf steht is illegal, verboten, führt zum Tode, in jedem Fall. *lach*
Das hat gar nix mit unserem Gesprächsthema "Sucht" zu tun. Man wird nicht weniger oder mehr süchtig, nur, weil das Objekt der Sucht verboten ist oder nicht.

sternja schrieb:
Süchtig (im Sinne dessen was die Gesellschaft darunter versteht) ist man, wenn man etwas übertreibt.
Das ist jetzt die dritte Definition, die du hier bringst. Magst dich mal entscheiden? :confused:
Zuerst hast du gesagt, Sucht ist, wenn man nicht ohne Probleme mit was aufhören kann.
Dann hast du gesagt, Sucht ist, wenn man ohne was nicht mehr Leben kann.
Jetzt sagst du, Sucht ist, wenn man was übertreibt.

Alle diese drei Definitionen sind völlig unterschiedlich und keine davon trifft den Nerv von "Sucht" wirklich. Diesen Nerv beschreibt fantastfisch oben extrem treffend. Sucht macht einen kaputt, über kurz oder lang.
sternja schrieb:
Siehe oben. Vielleicht gibts ja sogar gesunde Suchten?
Nein. Sucht ist begriffsnotwendig mit "Krankheit" verknüft. Eine Sucht, die keine negativen Auswirkungen auf dein Leben hat, nennt man eine Leidenschaft. Du setzt hier beide Begriffe gleich und das ist einfach falsch, weil du damit den Kern von Sucht völlig verkennst.
sternja schrieb:
Und dein Siechtum ist deine Meinung.
Nein, ist es nicht. Sucht und Siechtum kommen etymologisch vom gleichen Ursprung. Das ist nunmal so, sorry.

sternja schrieb:
Das kommt drauf an was er nun genau damit meint.
Meint er damit nun "ich hätte ein Problem ohne."
Oder meint er "ich könnte auch ohne wenn ich wollte."
Natürlich hätte ich ein Problem, wenn ich nie wieder ein Glas Wein trinken könnte. Ich trinke gern Wein, und mein Problem läge darin, dass ich etwas nicht mehr machen kann, obwohl ich es gern tue.
Das ist aber etwas anderes als "ich kann nicht ohne Wein leben", genau davon rede ich ja die ganze Zeit.
 
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