Austausch zu individuellen Meditationserfolgen

Wie soll ich deine Worte deiner Meinung nach deuten?
Im Zusammenhang des Kontexts und so, wie sie allgemein verstanden werden. Wenn ich von »Alltag« rede, ist da doch nichts unverständliches dahinter?
Vielleicht wäre sie es, wenn du auf meine Fragen öfter antworten würdest? Ich denke, mir geht es ersteinmal um das Finden von soetwas wie einem kleinsten Nenner, bei dem man sagen kann: Wahrscheinlich erleben wir das ähnlich. Davon könnte man sich dann weiter vorarbeiten im Austausch.
Dieses Verständnis scheint mir meinem Verständnis zu ähneln.
Dann hast du diesen kleinen Nenner ja bereits gefunden. ;)
Das ist keine sehr hilfreiche Antwort auf eine Oder-Frage?
Natürlich zieht es mich zu einem inneren Gleichgewicht. Jetzt klarer?
"Innere Ruhe oder Unruhe fühlt man, sobald man sich ein wenig Zeit für sich selbst nimmt, die eigenen Gemütszustände tiefer betrachtet. Das ist bereits Meditation, und auf diese Weise ist es möglich, inneres Chaos wieder in Ordnung zu bringen - und auch hilft es, die eigene Einstellung zu überarbeiten."

Also bezog sich dein "das ist bereits Meditation" auf das Fühlen von innerer Ruhe oder Unruhe? Wenn ja, meinetwegen.
Richtig, das war von mir wohl schlampig ausgedrückt, sorry dafür. :barefoot:
Ich kann nicht glauben, dass du wirklich denkst, man könnte einfach mal eben einen Hebel ziehen und das Leben von Grund auf neugestalten. Wenn das so einfach wäre, warum leben dann geschätzte 99% der Menschen in Unzufriedenheit?
Das ist für mich tatsächlich eines der großen Rätsel dieser Welt.
Weil es eben nicht so einfach ist. Man braucht ein Fundament, auf dem man sein Haus aufbauen kann.


 
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so, wie sie allgemein verstanden werden.
Das ist eine These zum Verständnis anderer.
Wenn ich von »Alltag« rede, ist da doch nichts unverständliches dahinter?
Nein, im Kontext gesehen stellte sich mir dann aber diese Frage.
Dann hast du diesen kleinen Nenner ja bereits gefunden. ;)
Dabei ging es mir ums Erleben, weniger um Aspekte eines, wenn auch zentralen, Begriffsverständnisses. Oder was sagt es sonst über dein Erleben aus, daß Meditation etwas ist, das nicht als "Meditation" angestrebt werden muß, sondern vielleicht einfach im Leben eines Menschen geschieht? Sagt es aus, was das genau bewirkt und in welchem Ausmaß? Muß es gar nichts bewirken, so wie Menschen eben manchmal über etwas nachsinnen und es dann wieder vergessen?
Natürlich zieht es mich zu einem inneren Gleichgewicht. Jetzt klarer?
"Natürlich" bedeutet, daß du meinst, es zieht praktisch alle Menschen dahin? Dann würde sich umso mehr fragen, wieso sie es dann nicht erreichen?
Weil es eben nicht so einfach ist.
Also ich glaube mehr und mehr, daß es sehr sehr einfach ist.
Man braucht ein Fundament, auf dem man sein Haus aufbauen kann.
Wie meinst du das?

"Und der Platzregen kam herab und die Ströme kamen und die Winde wehten und stießen gegen das Haus, und es fiel, und sein Fall war groß."
Mt 7,27

So in etwa?

Wenn es sich um erlebbares Scheitern handeln würde, dann wäre das etwas, das jeder aus seiner eigenen Lebenserfahrung schnell lernen dürfte? Welches Fundament im Alltag sein gewünschtes Ziel trägt? Ungefähr so, wie man eben lernt, was man tun muß, damit einem kein Sabber aus dem Mund läuft?
 
Daß Menschen das was sie empfinden oft aus ihrer Subjektivität erleben, sehe ich auch so. Aber der Beobachter tut das nicht?
Der Beobachter tut es nicht. Würde er mehr tun als beobachten, täte er es.
Er beobachtet, während du schreibst? Oder handelt es sich um einen vorübergehenden Zustand der Meditation?
Es handelt sich um einen vorübergehenden Zustand vom Ich aus betrachtet. Tatsächlich ist es umgekehrt. Das Ich ist vorübergehend und kann das Bleibende nur gelegentlich wahrnehmen.
Du verortest deine Identität in einer unbeständigen Zusammensetzung verschiedener Erfahrungen? Wie kam es dazu? Das liest sich für mich tragisch, irgendwie gehetzt.
Ja, das tue ich. Das ist meine eigene Erfahrung, denn ich habe über die Jahrzehnte nichts gefunden, was davon beständig bliebe. Übrigens wars umgekehrt, erst stellte ich das fest, dann hörte ich, das meine Ansichten recht buddhistisch seien und dann lernte ich den Buddhismus kennen. Nebenbei ists wohl auch aktuell die Ansicht einiger Gehirnforscher, das es kein Ich im festeren Sinne gäbe.

Natürlich klingt das für diejenigen, denen Erfahrungen des Beobachters fehlen, tragisch und gehetzt:D

Das Ich kämpft um sein Überleben, wenn es nicht lernt zu sterben.
Meditation lässt es sterben. Das wirkt sich im Alltag entspannend aus und man ist weniger gehetzt.
 
Nein, im Kontext gesehen stellte sich mir dann aber diese Frage.
Falls es noch immer nicht klar ist, google mal schnell nach der Bedeutung des Wortes. Nichts anderes meinte ich.
"Natürlich" bedeutet, daß du meinst, es zieht praktisch alle Menschen dahin? Dann würde sich umso mehr fragen, wieso sie es dann nicht erreichen?
Warum?
Also ich glaube mehr und mehr, daß es sehr sehr einfach ist.
Dann kannst du uns, die wir es nicht so einfach finden, ja mal eine Anleitung geben? ;)
Wie meinst du das?

"Und der Platzregen kam herab und die Ströme kamen und die Winde wehten und stießen gegen das Haus, und es fiel, und sein Fall war groß."
Mt 7,27

So in etwa?
Da ich kein Experte der Bibel bin und jetzt deshalb nicht weiß, worauf sich diese Stelle bezieht und was sie bedeuten könnte, kann ich darauf keine klare Antwort geben.
Ich meinte es jedoch bezogen auf so eine Art Re-Setting, wenn man die Ruhe leben will, daher der Neuaufbau seines Hauses. Du brauchst ein gutes Fundament, bildlich gesagt, denn je nachdem, in welchen Lebenssituationen du dich befindest, ist der Boden nicht immer geeignet.

 
Falls es noch immer nicht klar ist, google mal schnell nach der Bedeutung des Wortes. Nichts anderes meinte ich.
Der Alltag lenkt uns ab, unsere Aufmerksamkeit fliegt von einem nach Aufmerksamkeit heischenden Sensationsgipfel zu anderen, ohne die Zeit, irgendwo für längere Zeit zu verweilen. Das ist es, was ich den Auslöser zur beginnenden inneren Unruhe nenne.
Meine Frage war, ob das deiner Meinung nach jeder Alltag tut.
Weil es sie ja dahin zöge?
Dann kannst du uns, die wir es nicht so einfach finden, ja mal eine Anleitung geben? ;)
"Uns" nicht, wenn dann Individuen. Allgemein ist es sicher sinnvoll uneigennützige Liebe in seinem Leben zu leben, leben zu wollen.
Da ich kein Experte der Bibel bin und jetzt deshalb nicht weiß, worauf sich diese Stelle bezieht und was sie bedeuten könnte, kann ich darauf keine klare Antwort geben.
Bezieh dich ruhig nur auf das, was da steht. Das soll ich bei dir ja auch. ;)
Ich meinte es jedoch bezogen auf so eine Art Re-Setting,
Was verstehst du darunter? Einen Neustart? Dieser würde dann mit einem Hausbau vergleichen?
Du brauchst ein gutes Fundament, bildlich gesagt, denn je nachdem, in welchen Lebenssituationen du dich befindest, ist der Boden nicht immer geeignet.
Das stellt man dann ja fest, wenn man in diese Situationen käme?
 
Ja, das tue ich. Das ist meine eigene Erfahrung, denn ich habe über die Jahrzehnte nichts gefunden, was davon beständig bliebe. Übrigens wars umgekehrt, erst stellte ich das fest, dann hörte ich, das meine Ansichten recht buddhistisch seien und dann lernte ich den Buddhismus kennen. Nebenbei ists wohl auch aktuell die Ansicht einiger Gehirnforscher, das es kein Ich im festeren Sinne gäbe.

Natürlich klingt das für diejenigen, denen Erfahrungen des Beobachters fehlen, tragisch und gehetzt:D

Das Ich kämpft um sein Überleben, wenn es nicht lernt zu sterben.
Meditation lässt es sterben. Das wirkt sich im Alltag entspannend aus und man ist weniger gehetzt.

Dies ist eine völlig falsche Unterbutterung der eigenen Wesenheit. DU kanntest den Buddhismus schon lange zuvor.
Es gibt gewisse Gesetzmässigkeiten. Was Spiritualität angeht, könnte man auch sagen, daß Menschen des asiatischen Lebensraumes Arschlöcher sind, weil in der Überlieferung eines klar geschrieben steht: "Der Westen ist kein geeigneter Ort, um Spiritualtät in der Vertiefung zu erfahren, aber jeder Asiate sollte den Westen zwecks der möglichen Erfahrungen zumindest einmal in seiner Wesenheit aufgesucht haben."

Befrage hiezu deine geistige Führung - diesen Part werde ich nicht näher definieren.

Nirgendswo anders in der Welt findet man das Leid besser als im Westen. Der Mensch hat genug zu Essen, sauberes Wasser, eine Vorsorge im Alter, wenn er nicht mehr zu arbeiten im Stande ist und dennoch jammert er, weil seine Lebensvision, die nicht mehr als eine bloße Vorstellung von Glückseeligkeit ist, nicht mit der realen Umwelt übereinstimmt.

Anders gesagt, in buddhistischem Kontext, könnte man auch sagen, daß es Leid überall in der Welt gibt...das wohlstandsverwahrloste Kind ist genauso arm dran, wie das Flüchtlingskind, das in der Adria ertrunken ist...wessen Leid wohl schlimmer ist? Vielleicht dessen, der sich seines Unvermögens mehr bewusst ist.

Wenn deine Klappe aufgegangen ist, das Ich aus dem Himmel gefallen ist, und du im Großen keinen Halt, sondern einen unendlichen Fall in eine höhere Macht erlebt hast, beantworte mir nur eine Frage:

Was willst du hier, in der Welt der Sterblichen? xD
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Dies ist eine völlig falsche Unterbutterung der eigenen Wesenheit. DU kanntest den Buddhismus schon lange zuvor.
Es gibt gewisse Gesetzmässigkeiten. Was Spiritualität angeht, könnte man auch sagen, daß Menschen des asiatischen Lebensraumes Arschlöcher sind, weil in der Überlieferung eines klar geschrieben steht: "Der Westen ist kein geeigneter Ort, um Spiritualtät in der Vertiefung zu erfahren, aber jeder Asiate sollte den Westen zwecks der möglichen Erfahrungen zumindest einmal in seiner Wesenheit aufgesucht haben."

Befrage hiezu deine geistige Führung - diesen Part werde ich nicht näher definieren.

Nirgendswo anders in der Welt findet man das Leid besser als im Westen. Der Mensch hat genug zu Essen, sauberes Wasser, eine Vorsorge im Alter, wenn er nicht mehr zu arbeiten im Stande ist und dennoch jammert er, weil seine Lebensvision, die nicht mehr als eine bloße Vorstellung von Glückseeligkeit ist, nicht mit der realen Umwelt übereinstimmt.

Anders gesagt, in buddhistischem Kontext, könnte man auch sagen, daß es Leid überall in der Welt gibt...das wohlstandsverwahrloste Kind ist genauso arm dran, wie das Flüchtlingskind, das in der Adria ertrunken ist...wessen Leid wohl schlimmer ist? Vielleicht dessen, der sich seines Unvermögens mehr bewusst ist.

Wenn deine Klappe aufgegangen ist, das Ich aus dem Himmel gefallen ist, und du im Großen keinen Halt, sondern einen unendlichen Fall in eine höhere Macht erlebt hast, beantworte mir nur eine Frage:

Was willst du hier, in der Welt der Sterblichen? xD
Wo sollte das Ich sonst sein, außer in der Welt der Sterblichen?
 
Wo sollte das Ich sonst sein, außer in der Welt der Sterblichen?

Dir ist wohl bewusst, daß es auch noch andere Orte gäbe, aber so vergisst du nicht deinen persönlichen existenziellen Auftrag.

Einige Wesen wollen unbedingt ganz hell erstrahlen, andere verlassen ganz unscheinbar als Schlusslicht die Welt der Sterblichen.

Wer sonst als du selbst wird dies entscheiden?xD

Wenn es ein klares Gefühl ist, so gäbe ich hierzu gerne Rückendeckung, aber ist dieses Gefühl wirklich so klar?
 
Dir ist wohl bewusst, daß es auch noch andere Orte gäbe, aber so vergisst du nicht deinen persönlichen existenziellen Auftrag.

Einige Wesen wollen unbedingt ganz hell erstrahlen, andere verlassen ganz unscheinbar als Schlusslicht die Welt der Sterblichen.

Wer sonst als du selbst wird dies entscheiden?xD

Wenn es ein klares Gefühl ist, so gäbe ich hierzu gerne Rückendeckung, aber ist dieses Gefühl wirklich so klar?
Die Welt der Sterblichen ist weniger beschränkt, als Du sie vielleicht verorten magst. Mit sterblich meine ich die Unbeständigkeit, nicht festzuhaltende Definition eines ewigen Ausdrucks . Sowas gibt es in Form eines Ichs einfach nicht, auch wenns fraglos unangenehm klingen mag.
Wer was tatsächlich entscheiden kann ist die Frage, wo es doch kein Ich gibt;)
Dieses sogenannte Ich kann meditieren oder nicht meditieren, wer auch immer derjenige ist, der das angeblich entscheidet. Aus Sicht des Beobachters passiert es oder passiert es nicht. Aus Sicht des Ichs ists eine große Erleichterung, sich zu lösen, um entspannt zu erkennen, das man keinen Unterschied zwischen einem Ding und einem anderen machen sollte, denn dadurch kommet Schmerz - um mal ein wenig Crowleys 'Gesetz' einfließen zu lassen.

Ja richtig, einige Wesen wollen unbedingt dies, einige unbedingt das und alle merken spätestens auf dem Sterbebett, das es nicht wichtig ist.
 
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Die Welt der Sterblichen ist weniger beschränkt, als Du sie vielleicht verorten magst. Mit sterblich meine ich die Unbeständigkeit, nicht festzuhaltende Definition eines ewigen Ausdrucks . Sowas gibt es in Form eines Ichs einfach nicht, auch wenns fraglos unangenehm klingen mag.
Wer was tatsächlich entscheiden kann ist die Frage, wo es doch kein Ich gibt;)
Dieses sogenannte Ich kann meditieren oder nicht meditieren, wer auch immer derjenige ist, der das angeblich entscheidet. Aus Sicht des Beobachters passiert es oder passiert es nicht. Aus Sicht des Ichs ists eine große Erleichterung, sich zu lösen, um entspannt zu erkennen, das man keinen Unterschied zwischen einem Ding und einem anderen machen sollte, denn dadurch kommet Schmerz - um mal ein wenig Crowleys 'Gesetz' einfließen zu lassen.

Ja richtig, einige Wesen wollen unbedingt dies, einige unbedingt das und alle merken spätestens auf dem Sterbebett, das es nicht wichtig ist.

Was will der Glaubenssatz? Glauben!?...na soll er doch...ist ja auch nicht weiter dramatisch xD
 
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