Austausch zu individuellen Meditationserfolgen

Solche Situationen gibt es wohl in den meisten Leben. Sie gehen aber auch wieder vorbei. Und wie sich sich im Leben auswirken dürfte. Und da kämen wir zur Frage, was du unter "innerer Ruhe" verstehst.

Noch vorher war das Ausgangspunkt:

"Manchmal hilft einem Meditation mehr, wenn ein ruhiges Leben kaum möglich scheint."

Und weiter wäre für mich die Frage, wieso das jemandem kaum möglich scheinen (oder besser sein) sollte.
Was scheint, muss nicht immer so sein. Der Alltag lenkt uns ab, unsere Aufmerksamkeit fliegt von einem nach Aufmerksamkeit heischenden Sensationsgipfel zu anderen, ohne die Zeit, irgendwo für längere Zeit zu verweilen. Das ist es, was ich den Auslöser zur beginnenden inneren Unruhe nenne.
Innere Ruhe oder Unruhe fühlt man, sobald man sich ein wenig Zeit für sich selbst nimmt, die eigenen Gemütszustände tiefer betrachtet. Das ist bereits Meditation, und auf diese Weise ist es möglich, inneres Chaos wieder in Ordnung zu bringen - und auch hilft es, die eigene Einstellung zu überarbeiten.

Solche Situationen gibt es wohl in den meisten Leben.
Die Sache bei solchen Situationen, die Stress oder Unwohlsein in uns erzeugen, ist ja, dass sie zwar auch wieder vorübergehen, aber immer wiederkommen, wenn wir nicht lernen, innere Ruhe zu erhalten bzw. aufrecht zu erhalten. Und nein, ein Leben voll dieser Situationen, die mitunter auch recht lange andauern können, nenne ich nicht - kann ich nicht - ruhig nennen.
 
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Was scheint, muss nicht immer so sein.
Richtig.
Der Alltag lenkt uns ab
Was für ein "Alltag"? Jeder?
unsere Aufmerksamkeit fliegt von einem nach Aufmerksamkeit heischenden Sensationsgipfel zu anderen, ohne die Zeit, irgendwo für längere Zeit zu verweilen.
Was für Sensationsgipfel meinst du? Vielleicht hilft es, wenn du versuchst es in einem Beispiel aus einem entsprechenden Alltag zu veranschaulichen, was innerlich wie wirkt?
Das ist es, was ich den Auslöser zur beginnenden inneren Unruhe nenne.
Wohin zieht es dich denn aus deiner Natur? Zu "Sensationsgipfeln" oder zu einem Gleichgewicht in dir? Wenn es dich zu einem Gleichgewicht zieht, wieso solltest du es nicht so oder so verwirklichen?
Innere Ruhe oder Unruhe fühlt man, sobald man sich ein wenig Zeit für sich selbst nimmt, die eigenen Gemütszustände tiefer betrachtet. Das ist bereits Meditation, und auf diese Weise ist es möglich, inneres Chaos wieder in Ordnung zu bringen - und auch hilft es, die eigene Einstellung zu überarbeiten.
Wenn das jemand tut, dann wertest du es als Meditation? Dann wäre Meditation so gesehen Teil des Alltags, auch wenn jemand das Wort nicht kennt und auch keine darauf bezogenen Lehren?
Die Sache bei solchen Situationen, die Stress oder Unwohlsein in uns erzeugen, ist ja, dass sie zwar auch wieder vorübergehen, aber immer wiederkommen, wenn wir nicht lernen, innere Ruhe zu erhalten bzw. aufrecht zu erhalten.
Was ereugt denn Streß und Unwohlsein in dir?
Und nein, ein Leben voll dieser Situationen, die mitunter auch recht lange andauern können, nenne ich nicht - kann ich nicht - ruhig nennen.
Ja, dann sollte man halt entsprechend leben, damit es nicht so ist?
 
@Selbstmacher
Ich weiß nicht genau, was dich dazu veranlasst, ständig in Deutungen und Haarspaltereien zu verfallen, aber zielführend scheint mir so eine Unterhaltung nicht wirklich. Dennoch werde ich darauf eingehen, vielleicht mag ja doch noch die ein oder andere positive Wendung dabei herauskommen.

Was für ein "Alltag"? Jeder?
Willst du das, was ich schreibe, Wort für Wort analysieren, als handele es sich um einen Gesetzestext? Nun, ich kann nur sagen: Nein, es ist kein Text irgendeiner gesetzlichen Verfassung. Und ich schreibe so, dass ich den Inhalt meiner Aussage gut rüberbringen kann, aber nicht, um jedes Wort auf die Goldwaage zu legen.
Wohin zieht es dich denn aus deiner Natur? Zu "Sensationsgipfeln" oder zu einem Gleichgewicht in dir? Wenn es dich zu einem Gleichgewicht zieht, wieso solltest du es nicht so oder so verwirklichen?
Natürlich, es war ja nie die Rede davon, dass Meditation hier irgendwie die Selbstverwirklichung aufhält/einschränkt?
Wenn das jemand tut, dann wertest du es als Meditation?
Ich denke, dass wir beide ein sehr unterschiedliches Bild von dem haben, was wir mit dem Wort »Meditation« umschreiben. Ich werte nichts als Meditation, denn für mich ist eine Handlung keine Meditation, sondern Meditation ist der Prozess, den man durch Handlung erzeugt. Das ist ein sehr weitreichendes, vielfältiges Gebiet und man muss weder die Bedeutung des Wortes »Meditation« erkennen noch Ahnung von diversen Lehren haben. Meditation ist eine Erfahrung, und der Alltag ist voll von Erfahrungen meditativer Prozesse, die wir oft auf diese Weise so gar nicht bewusst erkennen.
Was ereugt denn Streß und Unwohlsein in dir?
Das ist man immer selbst, doch ohne die nötige Umsicht innerer Ruhe erzeugt man aufs Geratewohl immer wieder Stress und Unwohlsein - wir sitzen den manipulativen Machenschaften unser Umwelt auf.
Ja, dann sollte man halt entsprechend leben, damit es nicht so ist?
Ich kann nicht glauben, dass du wirklich denkst, man könnte einfach mal eben einen Hebel ziehen und das Leben von Grund auf neugestalten. Wenn das so einfach wäre, warum leben dann geschätzte 99% der Menschen in Unzufriedenheit?
 
Ich grenze den Begriff gar nicht ab. Man kann die Dinge niemals als solche empfinden, immer nur durch den Filter des Ichs.
Daß Menschen das was sie empfinden oft aus ihrer Subjektivität erleben, sehe ich auch so. Aber der Beobachter tut das nicht?
Nein, der Beobachter kann nicht antworten, er kann beobachten, sonst nichts.
Er beobachtet, während du schreibst? Oder handelt es sich um einen vorübergehenden Zustand der Meditation?
Ich antworte Dir , ein wandelbarer Mensch, eine unbeständige Zusammensetzung verschiedener Erfahrungen,
Du verortest deine Identität in einer unbeständigen Zusammensetzung verschiedener Erfahrungen? Wie kam es dazu? Das liest sich für mich tragisch, irgendwie gehetzt.
 
Du meinst, er erlebt das gar nicht selbst so, sondern gibt etwas wieder, das er irgendwo aufgeschnappt hat?
Nein, ich meine nicht, dass er "irgendwo was aufgeschnappt" hat. Wie kommst du zu so einer Aussage?

Tatsächlich? Was verändert sich an deinem Ich "permanent"?
Da ich keine buddhistische Lehrerin bin, und es jemanden, der so zielstrebig was runter machen möchte, nur schwer mit eigenen Worten erklären kann(möchte), wäre es sicher von Nutzen, wenn du dich da in buddhistischen Schriften und/oder bei einer kompetenten Lehrpersönlichkeit um Informationen umtust. Wenn es dich denn wirklich interessiert.
 
Nein, ich meine nicht, dass er "irgendwo was aufgeschnappt" hat. Wie kommst du zu so einer Aussage?
"Das ist buddhistische Sichtweise des Ich" bedeutet für mich soviel wie, daß es nicht seine eigene ist, sondern eine, die auf einer "aufgeschnappten" Lehre beruht?
und es jemanden, der so zielstrebig was runter machen möchte
Wer will etwas runtermachen? Mir geht es hier um Austausch zu tatsächlich erlebten Erfahrungen, nicht so sehr zu Lehrdogmen.
 
Ich weiß nicht genau, was dich dazu veranlasst, ständig in Deutungen und Haarspaltereien zu verfallen
Was eine Deutung deinerseits darstellt?
aber zielführend scheint mir so eine Unterhaltung nicht wirklich.
Vielleicht wäre sie es, wenn du auf meine Fragen öfter antworten würdest? Ich denke, mir geht es ersteinmal um das Finden von soetwas wie einem kleinsten Nenner, bei dem man sagen kann: Wahrscheinlich erleben wir das ähnlich. Davon könnte man sich dann weiter vorarbeiten im Austausch.
Nein, es ist kein Text irgendeiner gesetzlichen Verfassung.
Wie soll ich deine Worte deiner Meinung nach deuten?

Erwäge eventuell auch, daß meine Reaktionen noch andere Gründe aufweisen.
Natürlich, es war ja nie die Rede davon, dass Meditation hier irgendwie die Selbstverwirklichung aufhält/einschränkt?
Das ist keine sehr hilfreiche Antwort auf eine Oder-Frage?
Ich werte nichts als Meditation, denn für mich ist eine Handlung keine Meditation, sondern Meditation ist der Prozess, den man durch Handlung erzeugt.
"Innere Ruhe oder Unruhe fühlt man, sobald man sich ein wenig Zeit für sich selbst nimmt, die eigenen Gemütszustände tiefer betrachtet. Das ist bereits Meditation, und auf diese Weise ist es möglich, inneres Chaos wieder in Ordnung zu bringen - und auch hilft es, die eigene Einstellung zu überarbeiten."

Also bezog sich dein "das ist bereits Meditation" auf das Fühlen von innerer Ruhe oder Unruhe? Wenn ja, meinetwegen.
Meditation ist eine Erfahrung, und der Alltag ist voll von Erfahrungen meditativer Prozesse, die wir oft auf diese Weise so gar nicht bewusst erkennen.
Dieses Verständnis scheint mir meinem Verständnis zu ähneln.
Das ist man immer selbst, doch ohne die nötige Umsicht innerer Ruhe erzeugt man aufs Geratewohl immer wieder Stress und Unwohlsein - wir sitzen den manipulativen Machenschaften unser Umwelt auf.
Und warum ist das so? Wieso sollte es jemand als nicht möglich betrachten anders zu leben, wenn das entsprechende Bedürfnis danach vorhanden wäre und es ernstgenommen würde?
Ich kann nicht glauben, dass du wirklich denkst, man könnte einfach mal eben einen Hebel ziehen und das Leben von Grund auf neugestalten.
Um es umzugestalten, müßte es ersteinmal grundlegender anders gewesen sein?
Wenn das so einfach wäre, warum leben dann geschätzte 99% der Menschen in Unzufriedenheit?
Das ist für mich tatsächlich eines der großen Rätsel dieser Welt.
 
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"Die meisten Menschen glauben an ein Selbst. Buddhas Erkenntnis aber ist die Nichtexistenz dieses Selbst. Er hat gelehrt, dass alles unbeständig und damit nicht ewig ist. Alles, was existiert, ist nur durch eine Vielzahl von Bedingungsfaktoren zusammengekommen, die sich auch wieder auflösen werden. Das bedeutet aber, dass es weder ein permanentes noch ein unabhängiges Selbst geben kann.

Alles kommt und geht. Was geboren wird, altert und stirbt eines Tages. Jede noch so kleine Zelle unseres Körpers, unsere Gefühle, Gedanken und Vorstellungen, aber auch unsere Umwelt, alles ist vergänglich und verändert sich in jeder Millisekunde. Das ist ein Naturgesetz. Wer dieses Naturgesetz nicht akzeptieren will und an der Idee von Beständigkeit festhält, wird darunter leiden: Sobald die Wirklichkeit diese Illusion zerstört, entstehen Enttäuschung und Leid. Daher hat der Buddha gesagt, dass Leid von uns selbst erzeugt wird."
http://www.phathue.de/buddhismus/faqs-die-haufigsten-fragen-zum-buddhismus/
 
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