Austausch zu individuellen Meditationserfolgen

Wir sind hier ja im Kontext der Meditation.
Wobei ich Luftsegen darin zustimme, daß man sie nicht klar vom Alltag trennen kann.
Jegliche Anhaftung, auch an Gott, schadet.
Nach meinem Begriff wäre es im Gegenteil so, daß man Gott möglichst stark anhaften sollte. In deiner Begrifflich formuliert wäre es soetwas wie Anhaftung an Einheit. Das was du "Anhaftung" nanntest ist für mich ein bestimmtes Ziel der Liebe eines Menschen.
Da Gott keiner Vorstellung entspricht ist das Wort Gott völlig unnütz und bietet nur Raum für eine Vorstellung, die nicht optimal ist- ein weiterer Filter.
Aus christlicher Perspektive: Gott ist, das ist entscheidend. Jesus Christus ist Gott.
Der Begriff Agape ist abgesehen davon nicht klar im ursprünglichem Verständnis.
Welcher Begriff in diesem Zusammenhang ist auf deiner oder meiner Seite schon wirklich klar? ;)

Ich meine entscheidend ist, daß man erleben kann, was Agape ist.
Menschen, die wenig Klarheit haben, brauchen erstmal ein beschränktes Angebot für ihre Beschränktheit. Werden sie klarer können sie die Lehre weniger beschränkt auffassen und müssen den Filter nicht mehr nutzen.
Mit dem Leben hat das erstmal nicht viel zu tun? Menschen stoßen auf Schriften, finden etwas daran, verstehen vielleicht manches zumindest zunächst nicht so ganz richtig? Und manche Menschen laufen vielleicht solchen Angeboten über den Weg, die vielleicht etwas taugen, vielleicht aber auch wenig.

Und erst Klarheit, dann anspruchsvollere Lehre? Ob das überhaupt so aufgeht habe ich Zweifel. Aber das müssen wir vielleicht hier auch nicht vertiefen, da es ja um das geht, was man selbst erfahren hat.
Der Raum ist klarer Geist.
Sicherheitshalber: Was verstehst du unter Klarheit?
Etwas zu mögen oder nicht zu mögen ist für ein Individuum völlig in Ordnung , wenn es ohne Anhaftung funktioniert.
Anhaftung ist es für dich demnach nicht z.B. gerne Apfelsaft zu schmecken?
 
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Wobei ich Luftsegen darin zustimme, daß man sie nicht klar vom Alltag trennen kann.
Ja, je mehr man meditiert, um so mehr wird sie zur Klarheit im Alltag und führt zur Einheit. Da ist dann beispielsweise kein Unterschied mehr zwischen Gott auf der einen Seite und Welt auf der anderen.
Nach meinem Begriff wäre es im Gegenteil so, daß man Gott möglichst stark anhaften sollte. In deiner Begrifflich formuliert wäre es soetwas wie Anhaftung an Einheit. Das was du "Anhaftung" nanntest ist für mich ein bestimmtes Ziel der Liebe eines Menschen.
Durch die Meditation wird man zum Teil dessen. Anhaftung braucht zwei Dinge, etwas was haftet und etwas, an dem es haftet. Christlich formuliert, nicht mehr ich lebe, sondern Jesus Christus lebt in mir. Ich und Jesus Christus sind nicht Siamesische Zwillinge (Anhaftung) Das ist ein Schritt weiter, ein Filter weniger, ein größeres Bewusstsein.
Aus christlicher Perspektive: Gott ist, das ist entscheidend. Jesus Christus ist Gott.

Und der nächste Wegfall eines Filters: Da ist nichts, was nicht Gott wäre. Und als letzter Schritt: wenn alles Gott ist, erübrigt er sich .
Welcher Begriff in diesem Zusammenhang ist auf deiner oder meiner Seite schon wirklich klar? ;)
Einige sind aus historischen Gründen ihrer unterschiedlichen Verwendung ganz besonders unklar.
Ich meine entscheidend ist, daß man erleben kann, was Agape ist.

Mit dem Leben hat das erstmal nicht viel zu tun? Menschen stoßen auf Schriften, finden etwas daran, verstehen vielleicht manches zumindest zunächst nicht so ganz richtig? Und manche Menschen laufen vielleicht solchen Angeboten über den Weg, die vielleicht etwas taugen, vielleicht aber auch wenig.
Das hat sehr viel mit dem Leben zu tun und weniger mit der Schrift. Man liest sie nur anders, wenn Wahrnehmungsfilter wegfallen oder hinzukommen.
Und erst Klarheit, dann anspruchsvollere Lehre? Ob das überhaupt so aufgeht habe ich Zweifel. Aber das müssen wir vielleicht hier auch nicht vertiefen, da es ja um das geht, was man selbst erfahren hat.
Siehe oben, nicht die Lehre muss anspruchsvoller werden, sondern das Ich klarer
Sicherheitshalber: Was verstehst du unter Klarheit?

Unter Klarheit verstehe ich den Wegfall von Wahrnehmungsfiltern. Radikal zu Ende gedacht: Die Dinge so sehen, wie sie sind
.
Anhaftung ist es für dich demnach nicht z.B. gerne Apfelsaft zu schmecken?
Jeder Genuss ist in Ordnung, solange mich nicht danach verlangt. Damit verließe ich die meditative Grundhaltung, die viel mit dem Gewahrsein im Jetzt zu tun hat. Das darf gerne Alltag sein.
 
Ja, je mehr man meditiert, um so mehr wird sie zur Klarheit im Alltag und führt zur Einheit.
Gemeint war, daß Teile des Alltags eines Menschen Meditation sein können ohne, daß dieser Meditationslehren kennt und anwendet. Ihr Alltag kann bei manchen Menschen vielleicht sogar an Lehren orientierter Meditation überlegen sein.
Da ist dann beispielsweise kein Unterschied mehr zwischen Gott auf der einen Seite und Welt auf der anderen.
Nach deinen Begriffen wäre dann kein Unterschied zwischen Einheit und Dualität? Auf welcher Ebene wird kein Unterschied mehr erlebt?
Durch die Meditation wird man zum Teil dessen. Anhaftung braucht zwei Dinge, etwas was haftet und etwas, an dem es haftet.
Der Mensch haftet im Neuen Bund (Erlösung) schon an Gott. Diese Vereinigung mit dem Geist Gottes bewirkt jedoch paradoxerweise immer größere Freiheit. Das liegt daran, daß der Geist Gottes Leben ist.
Christlich formuliert, nicht mehr ich lebe, sondern Jesus Christus lebt in mir. Ich und Jesus Christus sind nicht Siamesische Zwillinge (Anhaftung) Das ist ein Schritt weiter, ein Filter weniger, ein größeres Bewusstsein.
Seinen Geist mit dem Jesu Christi zu einen betrachtest du nicht als Anhaftung, weil dabei etwas anderes geschieht? Das sehe ich eigentlich nicht so. Den Unterschied sehe ich weiterhin in der Natur des Ziels dieser Anhaftung (Liebe dazu).
Und der nächste Wegfall eines Filters: Da ist nichts, was nicht Gott wäre. Und als letzter Schritt: wenn alles Gott ist, erübrigt er sich
Übersetzt in deine Begrifflichkeit würde das bedeuten, daß es nichts gäbe, das nicht Einheit wäre und da alles Einheit sei, würde sie sich erübrigen?
Einige sind aus historischen Gründen ihrer unterschiedlichen Verwendung ganz besonders unklar.
Das wird so sein.
Das hat sehr viel mit dem Leben zu tun und weniger mit der Schrift.
So war es von mir gemeint.
Siehe oben, nicht die Lehre muss anspruchsvoller werden, sondern das Ich klarer
Aber du schriebst auch: "Menschen, die wenig Klarheit haben, brauchen erstmal ein beschränktes Angebot für ihre Beschränktheit."

Darauf bezog ich mich.
Jeder Genuss ist in Ordnung, solange mich nicht danach verlangt. Damit verließe ich die meditative Grundhaltung, die viel mit dem Gewahrsein im Jetzt zu tun hat. Das darf gerne Alltag sein.
Einheit steht Individualität aus seiner Sicht nicht entgegen?
 
Gemeint war, daß Teile des Alltags eines Menschen Meditation sein können ohne, daß dieser Meditationslehren kennt und anwendet. Ihr Alltag kann bei manchen Menschen vielleicht sogar an Lehren orientierter Meditation überlegen sein.
Nein, das bezeichnet man als Trance.
Nach deinen Begriffen wäre dann kein Unterschied zwischen Einheit und Dualität? Auf welcher Ebene wird kein Unterschied mehr erlebt?
Die Einheit (Gott)beinhaltet die Dualität, die Dualität (z.B. Mensch) beinhaltet Gott (Meer-Wassertropfen im Meer) Der Unterschied wird immer erlebt, in der bewussten Einheit nur gleichzeitig und wertfrei
Der Mensch haftet im Neuen Bund (Erlösung) schon an Gott. Diese Vereinigung mit dem Geist Gottes bewirkt jedoch paradoxerweise immer größere Freiheit. Das liegt daran, daß der Geist Gottes Leben ist.
Soll ich mich wiederholen mit den Siamesischen Zwillingen?

Das liegt daran, das es in der Essenz keinen Unterschied gibt zwischen einem Ding und einem anderen, bzw. Gott und Welt . Das macht frei.

Seinen Geist mit dem Jesu Christi zu einen betrachtest du nicht als Anhaftung, weil dabei etwas anderes geschieht? Das sehe ich eigentlich nicht so. Den Unterschied sehe ich weiterhin in der Natur des Ziels dieser Anhaftung (Liebe dazu).
Richtig, da geht's um Einheit, nicht um Anhaftung. Ja, das siehst Du nicht so. An der Stelle hast Du noch einen Filter mehr als ich, auch wird Dir das umfassend bestätigt durch religiöse Menschen.
Übersetzt in deine Begrifflichkeit würde das bedeuten, daß es nichts gäbe, das nicht Einheit wäre und da alles Einheit sei, würde sie sich erübrigen?
Die Einheit erübrigt sich nicht, nur ist es nicht mehr nutzbringend, sie als Gott zu bezeichnen. Der Filter 'Gott ' fällt weg.



So war es von mir gemeint.

Aber du schriebst auch: "Menschen, die wenig Klarheit haben, brauchen erstmal ein beschränktes Angebot für ihre Beschränktheit."

Darauf bezog ich mich.

Einheit steht Individualität aus seiner Sicht nicht entgegen?
Genau.
 
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