Atomstrom (2. Teil) und die Katastrophe in Japan

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Heute morgen sprachen sie in den Nachrichten schon davon dass "der Ausstieg aus Atomkraft sehr teuer sei" und "die Verbraucher mit einer Kostenerhöhung bis zu 25% rechnen müssen" und "dass auch abgestellte AKWs gefährlich sind wenn da ein Flugzeug reinfliegt"

Es geht schon los. Die Industrie beschwert sich schon und ich bin mir sicher dass der ganze Atomausstieg im Sande verläuft. Und spätestens bei der Drohung der Preiserhöhung wird die Mehrheit der jetzt empörten Bürger gaaaanz schnell umschwenken.



Hmmm - ja, aber frag mal die Japaner ob es ihnen heute nicht lieber wär, 25% mehr für Strom zu bezahlen ....

:)
Frl.Zizipe
 
Leider haben sie damitz recht...auch ein stillgelegtes AKW muß betreut werden...und die Firmen werden sich das teuer bezahlen lassen...vorzeitiger Ausstieg...da wird´s noch Vertragsbruchstrafen geben...dürfte auch nicht aus der Portokasse bezahlbar sein...und der Endkunde zahlt die Rechnung...aber...wenn es 25% teurer wird...dann kann man zumindest einen Teil davon zu hause einsparen...24/7 privat am PC muß nicht sein...und mal bei ner mittleren Leuchte einen oder 2 Leseabende pro Woche einlegen, schadet sicher auch niemandem...standby für TV-Geräte etc muß auch nicht sein und ausschalten ist sogar sicherer.



Sage

Ich hätte auch kein Problem damit (in meinem Fall) € 37,50 statt € 30,00 pro Monat für Strom zu zahlen, wenns denn wirklich Ökostrom ist. Aber ich hab leider die Erfahrung gemacht dass die meisten Menschen zwar durchaus bereit sind € 1.800 statt € 1.000 für einen Urlaub zu zahlen, bei jeder Kleinigkeit aber sonst jeden Cent sparen möchten.

Und dass die AKWs nicht vom Erdboden verschwinden ist klar. Aber mir ist es lieber die stillgelegten werden betreut, als dass sie weiterlaufen und noch neue dazu gebaut werden. Am liebsten wäre mir natürlich es gäbe keine AKWs. Aber die sind nun mal jetzt da.

Ich meinte auch eher dass jetzt die ersten Argumente kommen um die Bürger wieder vom Anti-AKW Kurs abzubringen.
 
Hmmm - ja, aber frag mal die Japaner ob es ihnen heute nicht lieber wär, 25% mehr für Strom zu bezahlen ....

:)
Frl.Zizipe

Eben, erst wenn einem selbst was passiert ist. Aber hier sitzen die Leute im Trockenen und ich weiß und verstehe auch nicht warum Menschen auf der einen Seite so kniepig und auf der anderen Seite aber Geld für allen anderen Müll ausgeben.
 
Guten Morgen @All

Tja....es hat sich im Grunde seit dem Mittelalter nicht viel verändert, denn da hat es schon Lobbys gegeben und Mächtige welche ihre Ziele verfolgen.

Damals sind die auch draufgekommen, dass es nicht so gut ist, das Volk hungern zu lassen, denn ein Volk das nix zu essen hat, ist schneller zu einer Revolte bereit und haben ihre Strategie insofern geändert: gebt dem Volk zu essen, arbeit und das sie gerade genug haben um bischen "gut" zu leben, damit ist das Volk beschäftigt und die Lobbyisten und Großkotze haben freie Hand bei ihrer korrupten Geschäftemacherei, wobei dies beim Volk mit verschiedensten Strategien verschleiert wird und auch hochgradig über die Medien manipuliert wird.

Aber gebt dem Volk ja nicht zuviel! Schaut immer darauf, dass sie nicht genug Ressourcen haben, damit das Volk NICHT in die Möglichkeit (Kapital) kommt seine eigenen Interessen (Autonomie) verfolgen zu können.

Je mehr Autonomie der Einzelne hat, ein Volk hat (Mittelstand, kleine Betriebe, Bauern) , desto mehr hat es die Möglichkeit sich für seine Interessen (Autonomie) auf die Beine zu stellen und desto größer ist auch das Interesse des Einzelnen daran (d.h. das er sich erkundigt, sich dafür stark macht, sich weiterbildet, etc).

Es ist auch so, dass die Arbeiter in einem Kleinbetrieb sich wie eine Familie fühlen und sofort bereit sind füreinander und für den Betrieb, der ihnen eine Lebensgrundlage bietet, zusammenzustehen.

Doch die Lobbyisten und Großkotze wissen das und wissen auch wie man das verhindert. Das ist Tatsache!

Das wird mit den Großkonzernen unmöglich gemacht denn da herrschen andere Prinzipien. Der Einzelne wird zu einem kleinen unbedeutenden, leicht austauschbaren (und auch leicht zu manipulierbaren) Rädchen in einer großen Maschinerie gemacht, wobei dem Einzelnen die Übersicht (über den Geschäftsablauf, Investitionen) genommen ist (nur Teilinformationen oder keine Informationen gegeben werden) und zudem ihm klar gemacht wird: wenn er nicht spurt, wie Großkotz will, wird er einfach ausgetauscht und verliert seine Lebensgrundlage. (Der Großkonzern Staat machts übrigens genauso, denn da wird ein Veto eines einzelnen Bürgers schlicht ignoriert).

Es hilft gar nix auf den scheinbar "dummen Ottinormalo" loszugehen, denn der kann sich dieser Übermacht nur in Form einer Revolte stellen und wie wir wissen, geht diese meist nicht unblutig über die Bühne......

LG Iza
 
.......Und zudem, was mich ärgert....immer wieder sagen Einige, der kleine Bürger soll sich gefälligst noch mehr einschränken, noch mehr Strom sparen, kein Auto verwenden, sich ja nix gönnen. Auch das ist Politik welche von oben wirkt. Ist euch dass denn nicht bewußt? Während Unsummen in die Weltraumforschung und in die Kriegsmaschinerie, Waffenhandel, Großkotzprojekte wie Dubai fließen statt in erneuerbare ökologische Energien und in den Schutz unserer Umwelt, werden wir zu persönlichem Verzicht an den falschen Stellen angehalten .

Wollen Manche in die Steinzeit zurückkehren? Oder geht es auch mit etwas Vernunft? Die Autos sind nicht der größte CO² ausstosser, die die Klimaerwärmung vorantreibt...SONDERN...es ist die graue Energie!

ZITAT CO² Verursacher KONSUMENT:

Den Energieverbrauch und die Treibhausgas-Emissionen während des Lebenszyklus eines Produkts zu erfassen, ist das Ziel sogenannter Ökobilanzen. Diese zeigen, dass die grössten Einsparpotenziale häufig in der Produktions- und Entsorgungsphase liegen. Entscheidend sind die Energiequellen, auf die bei der Herstellung zurückgegriffen wird, die Menge und Art der Rohstoffe, die Qualität und damit die Lebensdauer des Produkts.

http://www.myclimate.org/wissen-klimatipps/facts-zum-klimawandel/co2-verursacher-konsum.html

Schaut euch mal, anhand der Statistik, wieviel Graue Energie im "Fetzenhandel", einem der größten (und teilweise wirklich unnötigsten) Industriezweige, steckt.

Oder dies: Industriestaaten bleiben die größten CO2-Verursacher
02. Dezember 2009, 14:10


http://derstandard.at/1259281048104/Industriestaaten-bleiben-die-groessten-CO2-Verursacher
 
find ich gut und du hast mit allem vollkommen recht.es schreien immer alle wegen der autos udn energie und und und nur die,die am lautestens schreien machen genau das gleich oder glaubt irgendwer ,dass die von den grünen ünberall mit dem rad hinfahren oder zu fuss gehen und bei kerzenlich leben???
 
Zitat MSN:
Viele der 50 Arbeiter werden sterben"
In der Atomanlage von Fukushima hat sich die Notbesatzung nach einem Rückzug wieder an die Katastrophen-Reaktoren herangewagt.
Die Männer versuchen seit Tagen, den drohenden Super-GAU zu verhindern. Feuer und zeitweise stark erhöhte Strahlung hatten die etwa 50 verbliebenen Arbeiter am Mittwoch gezwungen, ihren Einsatz zur Kühlung der Reaktoren zu unterbrechen.
Laut dem Münchner Strahlenbiologen Edmund Lengfelder werden viele der Männer den Einsatz nicht überleben.
Die japanische Regierung hat die maximal zulässige Strahlenbelastung für Mitarbeiter in Atomanlagen mittlerweile mehr als verdoppelt.
Das Ministerium für Arbeitsgesundheit begründete dies am Mittwoch mit der Notwendigkeit, eine Verschlimmerung der Lage im Atomkraftwerk Fukushima-1 zu verhindern.
Die Erhöhung des Grenzwerts von 100 auf 250 Millisievert sei "unter den Umständen unvermeidbar". Dennoch mussten wegen der hohen Strahlung in den nicht mehr ausreichend gekühlten Reaktoren in Fukushima-1 die Arbeitskräfte zeitweise zurückgezogen werden. (Sie schicken sie in den Tod)

Lengfelder, Professor für Strahlenbiologie am Otto Hug Strahleninstituts in München, hält den Einsatz der letzten 50 Mitarbeiter im Akw Fukushima für unhaltbar. Die Strahlenbelastung für die Menschen am Atommeiler sei so hoch, dass viele von ihnen sterben werden.
"Die Höhe der Strahlungsdosis, wie sie mit 400 Millisievert pro Stunde angegeben wurde, bedeutet, dass eine Person am Reaktor, sei es ein Feuerwehrmann, Bedienungspersonal oder Katastrophenhelfer, innerhalb von zwölf Stunden eine Dosis bekommt, wo 50 Prozent der so Belasteten innerhalb der nächsten Wochen sterben werden", sagte der Vorstand des Otto Hug Strahleninstituts in München im "Heute Journal".

Die Bedienungsmannschaften in Fukushima würden offenbar "geopfert", um einen ungebremsten Austritt von Radioaktivität so lange es geht zu verhindern. Es sei vergleichbar mit einem Kriegszustand, "wo auch Soldaten sterben, um ein höheres Ziel zu verteidigen".

Auch Sebastian Pflugbeil, Präsident der Gesellschaft für Strahlenschutz, glaubt, dass die Reaktoranlage Fukushima aufgegeben werden sollte. "Die Anlage ist Schrott - ob die da noch Leute verheizen oder nicht. Und irgendwann wird sie auch die Phantasie verlassen, was man da noch machen kann", sagte Pflugbeil gegenüber n-tv.de. Die Menschen, die vor Ort versuchen, das Schlimmste zu verhindern, hätten mit Sicherheit bereits erhebliche gesundheitliche Schäden, da sie der Strahlung quasi ungeschützt ausgeliefert seien, denn "Schutzanzüge helfen nicht gegen radioaktive Strahlung". Er bezeichnete die Arbeiter als "arme Schweine".

Der Anti-Atomkraft-Aktivist Philip White vom Citizens Nuclear Information Center in Tokio hat die Leistung der Arbeiter im Atomkraftwerk Fukushima gewürdigt. Die 50 Arbeiter, die verzweifelt versuchen, den Austritt von Radioaktivität zu verhindern, setzten sich hohen Strahlendosen aus und riskierten ihr Leben, sagte White der britischen BBC.

Der Unwillen der Behörden, in der Vergangenheit auf Ratschläge bezüglich der Gefahren von Erdbeben und Tsunamis zu hören, habe zu der bedrohlichen Situation geführt. Die Behörden hätten die durchaus begründete Kritik der Atomkraftgegner ernst nehmen sollen, sagte er.Zitat ende.


So gruselig ich diese Kathastrophe finde, so sehr neige ich mein Haupt vor Menschen, die ihr Leben geben, um Schlimmeres zu verhüten.
 
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find ich gut und du hast mit allem vollkommen recht.es schreien immer alle wegen der autos udn energie und und und nur die,die am lautestens schreien machen genau das gleich oder glaubt irgendwer ,dass die von den grünen ünberall mit dem rad hinfahren oder zu fuss gehen und bei kerzenlich leben???

Warum sollten sie denn auch...die Leute kriegen die Politiker, die sie verdienen...und die sie großziehen..."sollen doch die anderen machen"....und keiner macht was...

Sage
 
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