Absetzen von Citalopram

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CBD-Branche drohen herbe Einbußen
Von Hasch-Brownies über CBD-Öl bis hin zum Mittel gegen allerlei Krankheiten: Der Handel mit Produkten mit Cannabidiol (CBD) boomt. Der geschätzte Jahresumsatz der CBD-Branche beläuft sich dabei auf weit über 100 Millionen Euro. Doch vielen Geschäften droht nach der Ankündigung eines Verkaufsverbots durch das Sozialministerium nun das Aus.

aus:https://orf.at/stories/3103756/
 
Habe trotz der Einnahme von Citralopram, dass Öl benutzt, bei mir hat es eine gute Wirkung gezeigt.
Probiere es doch mal aus, ob es dir gut tut, dann wirst du es wissen.:)
Genau - mach es, wenn a nächsten Tag nichts ansteht, probiere es aus. Dann weisst Du, wie Du es machen kannst, wenn es einmal nötig sein sollte :-)
 
Schade.
Ist wohl noch nicht die Zeit für deine Heilung.
Verstehe ich aber, ist keine Kritik.

Bei CBD Öl wäre ich evtl. vorsichtig, ausser du "kennst" die Hersteller.
Nehme selbst nichts, deswegen habe ich da keine eigenen Erfahrungen.

Auf die Annahme !
Weißt du, ich beschäftige mich schon mit mir und meinen Problemen, aber werde mich hier nicht seelisch ausziehen. Das ist einfach Schutz. :)
 
Hallo @east of the sun

Ich bin gerade über deinen Beitrag gestolpert, der ja doch schon ne Ecke älter ist, mir bisher aber nie ins Auge gestochen ist. Ich weiß nicht, ob dir meine Erfahrung etwas bringt oder nicht. aber gerne teile ich sie mit Dir, vielleicht ist für dich ja was nützliches dabei.

Ich selbst nahm 2008 bis 2010 Anderhalb Jahre lang anfangs 40mg dann 20mg am Tag wegen schweren Depressionen. Parallel war ich 2 1/2 Jahre in Psychotherapie, um die Ursachen meiner Depressionen anzugehen.

Auch später ging ich nochmal in eine Therapie, weigerte mich jedoch, Tabletten zu nehmen, da sie letztlich einfach nur „überbrücken“ aber nicht heilen können.

Für mich war es im Nachhinein das schlimmste Gift, das ich geschluckt habe. Auch wenn es im akuten Zustand mit absoluter Gefühllosigkeit und Todessehnsucht natürlich sinnvoll war, um überhaupt auf ein Level zu kommen, auf dem man wieder einigermaßen normale Gedanken fassen kann und nicht nur noch schwarz sieht.

„Gift“ für mich aber deshalb, denn -auch wenn mir immer versichert wurde, Citalopram mache (körperlich) nicht abhängig - es macht psychisch abhängig. Und bescherte mir in der Zeit einige Nebenwirkungen, teilweise mit Langzeitschäden.

Und leider kenne ich zusätzlich einige Personen in meinem Bekanntenkreis, die seit Jahren bzw. Jahrzehnten Citalopram nehmen... und davon nicht loskommen. die mehrfach versuchten, abzusetzen und dann wieder dazu griffen und es bis heute tun. Manche mussten im Laufe der Zeit sogar (wieder) erhöhen...


Citalopram wirkt „stimmungsaufhellend“ und zwar ausgehend von der grundsätzlichen Verfassung.

Als Beispiel: Wenn es mir heute ohne Tabletten „mittelmäßig“ geht, geht es mir mit „gut“. Geht es mir ohne Citalopram schon „gut“, geht es mir mit „sehr gut“. Geht es mir ohne „sehr schlecht“, geht es mir mit „schlecht“ (- dauerhaft würde man dann wohl die Dosis erhöhen, um zumindest auf „mittelmäßig“ zu kommen).

Das ist jetzt ein sehr banales Beispiel, mit dem ich sagen will, dass im Umkehrschluss aufs Absetzen IMMER ein spürbarer Stimmungs-Rutsch erfolgt. Diesen als Rückschlag zu interpretieren - was viele machen - hält einen dauerhaft im Teufelskreis gefangen.


Bei depressionen aufgrund organischer / körperlicher Ursache ist eine Langzeiteinnahme erforderlich, keine Frage.

Ansonsten ist das Ziel aber ja, die Ursache anzugehen, um in Problemsituationen wieder handlungsfähig zu sein und nicht in ein Loch zu fallen. Dabei spielt citalopram nur die Unterstützer Rolle, um einen stabilen psychischen Zustand zu erreichen, in dem man seinen Alltag bewältigen kann und in der Lage ist, klare Gedanken zu fassen, um die Gedankenmuster mithilfe Therapie o. ä. konstruktiv ändern zu können.


Mit diesem Wissen, setzte ich die Medikamente nach anderthalb Jahren selbst ab, weil mir mein Arzt gern weiterhin Rezept um Rezept ausgestellt hätte und mir beim absetzen nicht helfen wollte. Ich schlich die Einnahme über mehrere Wochen durch immer-wieder-halbieren-der-Dosis langsam aus. Und ich schaffte es aufs erste mal, da ich von Anfang an wusste, dass mit fehlender Einnahme auch die Stimmung wieder spürbar absinken würde und das kein Anzeichen für einen Rückschlag sei.

Auch mir ging es erstmal spürbar schlechter. Ich weinte wieder öfter und merkte auch, dass alles wieder ein bisschen grauer erschien und ich mich mehr anstrengen musste, mich zu motivieren und anzutreiben. Der Unterschied zu vor der Einnahme aber war: ich hatte wieder Antrieb und spürte Lebenswillen. Und das war für mich der entscheidende Punkt, zu erkennen, dass ich nicht mehr depressiv war und ohne Tabletten leben konnte.

Ich habe oft mit bekannten gesprochen, die sich mir gegenüber niedergeschlagen äußerten, ohne citalopram nicht mehr leben zu können. Auf vorsichtiges nachfragen, ob es sich nach dem absetzen wie ein „Schwarzes loch“ angefühlt habe oder nur einfach wieder etwas schwieriger als mit Tabletten, kam häufig (nicht bei allen) ans Tageslicht: mit Tabletten war es halt eine Spur einfacher und die Tabletten gaben ein Gefühl von Sicherheit. Nicht mehr und nicht weniger...
bei einem anderen stellte sich heraus, dass er gegen die eigentliche psychische Ursache nie etwas getan hatte und seine so gesehene Krankheit mit antidepressiva nur besser erdulden konnte, was im Nachhinein immer wieder zu Dosiserhöhungen oder Medikamentenwechsel führte.


Ich möchte mir hier nicht anmaßen, dir einen Tipp oder Rat zu geben geschweige denn zu unterstellen, was dich an Citalopram festhalten lässt - schon allein, weil ich deine persönliche Situation, (Ausgangs-)Diagnose usw. nicht kenne. Aber vielleicht hilft dir der eine oder andere Gedankenanstoss ja und du kannst damit für dich was anfangen.

Ich wünsche dir jedenfalls von Herzen, dass du einen guten Weg für dich findest - im bestfall ohne Medis.

Alles Liebe :blume:
 
Weißt du, ich beschäftige mich schon mit mir und meinen Problemen, aber werde mich hier nicht seelisch ausziehen. Das ist einfach Schutz. :)
Bin nicht sicher ob du mich da evtl. falsch verstanden hast. Ich wollte keine privaten Infos etc. :)
Sondern darauf hinaus, dass das Thema "Schuldgefühle" für dich viel ändern könnte.
(Und du irgendwann auf Chemie, oder Hilfe im Aussen verzichten könntest)

Denn sobald du diese Schuldgefühle angenommen, geliebt, und dann los geworden bist, - und das ist vielleicht sogar das Einzige was getan werden muss
- bist du auf dem Weg.

Bei mir ist es das Thema Scham, ist ja ähnlich wie Schuld.

Wünsche dir auf jeden Fall viel Erfolg, und den Mut mal zu googeln was ich dir geschrieben habe...
 
Um hier mal etwas klarstellen : ich nehme die AD um den Alltag zu meistern. Als Krücke sozusagen. Langfristig möchte ich eine Therapie machen. Nur leider finde ich keinen Therapeuten. Es gibt nicht mal mehr Wartelisten weil zuviele auf der Suche sind. Selbst bei den Akademien wo Therapeuten ausgebildet werden ist alles übervoll.
 
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Um hier mal etwas klarstellen : ich nehme die AD um den Alltag zu meistern. Als Krücke sozusagen. Langfristig möchte ich eine Therapie machen. Nur leider finde ich keinen Therapeuten. Es gibt nicht mal mehr Wartelisten weil zuviele auf der Suche sind. Selbst bei den Akademien wo Therapeuten ausgebildet werden ist alles übervoll.

Wenn ich das richtig verstanden habe, nimmst du die Medikamente seid rund 10 Jahren?

Therapieplätze sind schwierig zu kriegen, ja das stimmt leider. Aber es gibt Wege. Ich fand beide Male innerhalb weniger Wochen einen Platz. Anfangs war ich „Springerin“ für abgesagte Termine, bis ein fester Platz frei wurde. Ich habe insgesamt gerechnet 5 Jahre Therapie mit 1x wöchentlich 50 min. neben Vollzeitjob und Weiterbildungen untergebracht. Und ich bereue keinen Tag, denn jede Stunde war ein Fortschritt in Richtung Genesung :)

Hast du es schon über die KVB versucht? Bei der KVB gibts eine Koordinationsstelle, die freie Plätze kennen und vermitteln. Meine Kollegin hat letzte Woche angerufen und 3 Therapeuten genannt bekommen.

Ist natürlich auch eine standortbezogene Sache, ganz klar. Aber ein Versuch ist es wert :)

ich wünsch dir viel Erfolg! (y)
 
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