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xenophobie - fremdenfeindlichkeit - fear of strangers!

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Diskussionen" wurde erstellt von PT 1976, 2. März 2009.

  1. PT 1976

    PT 1976 Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    14. April 2008
    Beiträge:
    969
    Ort:
    Wien
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    hallo ..

    wenn wir das fremdenfeindliche problem verstehen wollen, müssen wir den geist, den intellekt befreien, damit er hinschauen, verstehen und sich weiterbewegen kann .. das gilt auch für alles emotionelle .. denn xenophobie, die angst, furcht und ablehnung vor allem fremden kann nur eine unbewusste sein ..

    sie ist das resultat und die folge von selbst erlebten ablehnungen, zurückweisungen und vernachlässigungen in der kindheit und durch frühkindlich erlebte misshandlungen und demütigungen, die später unterdrückt wurden .. solche menschen, die selbst zu oft abgelehnt und verachtet worden sind, haben keine neigung und befähigung, sich in andere menschen einzufühlen .. diese haben auch keine empathie entwickelt, zu verstehen, wo der rücksicht endet ..

    diese verdrängte komplexe führen früher oder später durch übertragung auf fremden menschen, dem man alle schuld zuschiebt, dazu, dass man denkt, diese fremden hätten hier nichts verloren .. man beginnt unbewusst die ursache seines problems woanders zu suchen, und diesbezüglich beginnt man in seiner eigenen offensichtlichen bedürftigkeit, andere menschen zu erniedrigen, die man weder kennt, noch sonst etwas von denen weiß ..

    xenophoben sollten es notwendig haben, sich an anderen abzureagieren, weil denen selbst in der kindheit misslich mitgespielt wurde .. darum denke ich, wenn wir das fremdenfeindliche problem verstehen wollen, müssen wir unseren gesit befreien, damit er hinschauen und sich weiterbewegen kann .. und dafür gibt es hilfe professioneller art ..

    lg
    PT
     
  2. Urajup

    Urajup Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    17. November 2004
    Beiträge:
    22.291
    Ort:
    Achtern Diek
    Hi PT 1976,:)

    bei deiner Beschreibung fiel mir spontan der Ausdruck "Sündenbock" ein und ich hab mal gegoogelt. Hier der Auszug dazu.

    Anfang

    http://de.wikipedia.org/wiki/Sündenbock

    Zur soziologischen Relevanz des Begriffes
    Die soziale Rolle des Sündenbocks kann auch einer ganzen Gruppe von Menschen per Attribution zugewiesen werden. Einer umstrittenen Theorie Sigmund Freuds zufolge lässt sich damit die Entstehung von Vorurteilen erklären: Durch Frustration entstandene Aggressionen in einer Gruppe werden auf eine Außengruppe verschoben, um den Zusammenhalt der eigenen Gruppe zu bewahren. Dies kann auch mittels einer durch Machteliten verbreiteten Ideologie geschehen, die ein Feindbild bewusst entwickelt mit dem Ziel, bestimmte soziale, rassische oder politische Minderheiten im eigenen Land oder auch äußere Feinde zum Sündenbock für aktuelle Krisenerscheinungen zu machen oder von der eigenen mangelnden oder schwindenden Legitimation abzulenken. Eine solche Projektion auf einen Sündenbock kann für die Mehrheitsbevölkerung identitätsstiftende Funktionen bekommen.

    Ende

    Ist ja noch gar nicht so lange her, dass man dem Volk in Propagandareden zugerufen hatte: "Und wer ist Schuld?????? Die JU-DEN!!!!! Heut sind´s halt andere "Aussenseiter".
    Ja, gleich unter der Oberfläche unserer sogenannten Zivilisation lauert die Brutalität.....Von wegen Weiterentwicklung.....:rolleyes:


    LG
    Urajup
     
  3. fluadl

    fluadl Guest

    ich gehe einen schritt weiter und ersetze "unserer sogenannten zivilisation" durch "unseres sogenannten bewusstseins".

    wird sie nicht irgendwann integriert, sondern immer weiter rationalisiert, bricht sie unheil anrichtend aus, und sei es auch auf der, vor sich selbst gerechtfertigten gegenseite.

    wut is holy shit, know what i´m sayin´?..:D

    ich mag blunzengröstl..:banane:
     
  4. Mensch

    Mensch Mitglied

    Registriert seit:
    25. Mai 2008
    Beiträge:
    191
    Hallo PT :)

    Das ist ein sehr wichtiges Thema und ich finde es Toll, dass es dieses Thema hier in der Form gibt!

    Zerrüttete Familienverhältnisse machen Kinder und Jugendliche besonders anfällig für fremdenfeindliche Gewalttaten. Die meist schon seit der Kindheit vorhandene Aggressivität richtet sich am Anfang gegen Mitschüler und dann zunehmend gegen Minderheiten. Es ist sehr wichtig, emotional auffallenden Kindern schon früh Hilfe anzubieten.

    Medien sind ebenfalls entscheidend mitverantwortlich für Fremdenfeindlichkeit, da die Unterscheidung zwischen den guten Eigenen und den bösen Fremden ein Grundzug der Medienberichterstattung ist. Medien sind mitverantwortlich für die Erzeugung und Verfestigung ethnisch-kultureller Konflikte. Trotz des richtigen Hinweises, daß die Medien gesellschaftliche Konflikte allenfalls verstärken, keinesfalls aber verursachen, wird die Rolle der Medien genau deshalb brisant, weil ihnen im Zusammenspiel der kommunikativen Vernetzung dann doch wieder die zentrale Rolle und die auch die zentrale Verantwortung zukommt.

    Mensch
     
  5. Mensch

    Mensch Mitglied

    Registriert seit:
    25. Mai 2008
    Beiträge:
    191
    Nach dem Motto: alles gute kommt von uns, alles schlechte von außen!

    Mensch
     
  6. sage

    sage Guest

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    Och, so zerrüttet müssen die Verhältnisse gar nicht sein und die Kiddis müssen auch nicht Not leiden.
    Reicht doch schon, wenn Opa oder Oma immer noch von den Juden mit Hakennasen quakt und wie sie die Leute abzocken . Oder wenn Papa wütend berichtet, daß ihm so´n "sch*** Kanake" den parkplatz weggeschnappt hat.
    Und auch all die gutgemeinten Volksfeste bstätigen meist nur Vorurteile... Die "Neger", die dort meist trommeln oder allenfalls Gospel singen, werden auf Fröhlichkeit und Tanz reduziert. Vielleicht ist sogar noch einer von ihnen mit etwas Kunsthandwerk aus der Heimat vertreten, das war´s dann aber auch schon.
    Warum nicht mal ein paar einladen, die Arzt, Physiker oder einfach nur Büroangestellter sind.
    Und warum nicht mal ne Serie mit nem türkischen Arzt, dem die Frauen vertrauen wie einst Dr. Sommer?
    Als wir die ersten Italiener im Jahre 69 in die Klasse bekamen, hat unser klassenlehrer sie wieder abgegeben an seinen Kollegen aus der Parallelklasse, sie waren ihm zu unruhig...Komisch, daß der andere Pauker keine Probleme hatte.


    Sage
     
  7. Akwaaba

    Akwaaba Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    5. März 2006
    Beiträge:
    4.451
    Hallo PT,

    ich kann die geschilderten Zusammenhänge nur bestätigen. Das ist ein Weg, wie Fremdenfeindlichkeit zustande kommt.

    Es beginnt aber mMn schon viel früher, die meisten Kinder bekommen schon früh Märchen vorgelesen. Sehr viele davon strotzen nur so von Gewalt, Unterdrückung etc. und eben auch Fremdenfeindlichkeit.
    Siehe nur mal als Beispiel Grimm´s Märchen...

    Bereits dort werden grundlegende Verhaltensmuster gelegt...
    Neben den Märchen, die Erwachsene sonst noch so erzählen und sich gar nicht bewußt sind, was für einen Müll sie da von sich geben.

    LGA
     
  8. Condemn

    Condemn Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    7. September 2004
    Beiträge:
    19.310
    Meiner Meinung nach ist es so:
    Alles was fremd und unbekannt ist, löst Angst aus. Nicht nur auf Menschen bezogen. Angst hat immer unbewusste Elemente, was den Umgang mit "etwas" betrifft. Der Gedanke an etwas, das Angst macht, mag bewusst sein, der Umgang damit findet jedoch "nicht-voll-bewusst" statt und signalisiert Gefahr. Aber das betrifft allen und jeden.

    Fremdenfeindlichkeit wiederum muss nicht unbedingt Angst vor Fremden sein.

    Mangel an Empathie etc. ist immer da, wo "dicht gemacht wird". Und dieses dicht-machen geschieht automatisch/unbewusst. Das Prinzip ist da m.A.n. bei jedem gleich, die Themen sind nur unterschiedlich. Aber ich halte z.B. einen Linksextremen nicht für anders als einen Rechtsextremen, obwohl er vielleicht Toleranz gegenüber Ausländern predigt, gleichzeitig in jedem Nebensatz ein Zeichen für rechte Gesinnung sucht. Grundlegend ist die Ursache ein Bündel aus Überzeugungen aus richtig und falsch. Diese Überzeugungen sind individuell verschieden, aber deren Wirkung führt immer in Richtung einer fanatischen Denke.

    Ja. Sehe ich genauso. Nur sehe ich es allgemeiner: So gut wie jeder macht das und sein Urteil richtet sich gegen ihm fremde Menschen. Das müssen nicht Ausländer sein. Das kann sich auch gegen jemanden richten, der z.B. in einem Forum etwas schreibt was bei jemand anderem die Nazi-Klingel aktiviert.

    Wir sind fast alle in gewisser Weise Xenophoben, nur ist die Angst eher eine Frage unterschiedlicher Begrifflichkeiten/Bereichen/Themen. Manche haben Angst vor Ausländern, manche vor Aliens, manche vor Nazis, manche vor Illuminaten... Professionelle Hilfe ist da unrealistisch, weil es dafür nicht genug Kapazitäten gibt. Abgesehen davon richtet sich auch die Psychologie und manche Unterströmung oft genug "gegen etwas"... Seien es die Vorfahren, die einem übel mitgespielt haben, sei es das Unterbewusstsein das als eine Art Dämon angesehen wird, seien es Eigenschaften oder was auch immer. Das Prinzip, das eigene Unterbewusstsein zum Schuldigen zu erklären, ist dasselbe. Es ist immer dasselbe... Eine Ursache wird mehr oder weniger weit in der Wirkung gesehen. Je näher jemand der wirklichen Ursache kommt, ohne darin Schuld zu sehen, desto toleranter wird ein Mensch.

    VG,
    C.
     
  9. Joey

    Joey Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    18. Mai 2005
    Beiträge:
    18.909
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    Hamburg
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    Ich glaube nicht, dass das die einzige Ursache fuer Fremdenfeindlichkeit ist... aber es ist sicher ein wichtiger Faktor dabei.

    Vor ein paar Jahren habe ich mal von einem Experiment gelesen, was an einer Schulklasse durchgefuehrt wurde: Völlig willkuerlich wurde die Klasse in zwei Gruppen aufgeteilt. Die beiden Gruppen wurden in der folgenden Zeit durch Kleidungsregeln unterscheifbar gemacht. Schon nach kurzer Zeit begann sich diese Aufteilung nicht nur in der Kleidung sondern auch im Sozialverhalten wiederzuspiegeln. Die Kinder der Gruppen begannen schlecht ueber die jeweils andere Gruppe zu reden. (Ich habe eben nach deiem Experiment gegoogelt, bin aber nicht mehr fuendig geworden. Wer es findet, möge bitte den Link dazu nachreichen).

    Xenophobie steckt in gewissem Rahmen in uns allen drin. Das Fremde, Ungewohnte und nicht nachvollziehbare. Die von Dir aufgefuehrte fruehkindliche Traumatisierung oder der Emphatiemangel fuehren dazu, dass der Betroffene aber weniger bereit ist, sich das Fremde genau anzuschauen... drauf zuzugehen... zu versuchen es nachzuvollziehen.

    So könnte ich es mir jedenfalls vorstellen.

    Viele Gruesse
    Joey
     

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