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Trauma - lebendig begraben *1ne Krankengeschichte

Dieses Thema im Forum "Psyche & Persönlichkeit" wurde erstellt von Rumpelstil, 28. März 2012.

  1. Rumpelstil

    Rumpelstil Mitglied

    Registriert seit:
    29. Februar 2008
    Beiträge:
    113
    Ort:
    BRD
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    Hallo,

    aus persönlichen Gründen (Betroffene) setze ich mich mit Themen wie Traumata, Depressionen, Persönlichkeitsstörungen und auch Autismus auseinander. Auch Fremdbesetzung, Gesichtsverlust, Schuld und Urvertrauen sind Thema.

    Seit über einem Jahr lebe ich selbst in einem Zustand perverser seelischer Anspannung und Not, die mich nicht mehr am Leben teilnehmen lässt.
    Durch diese innere Situation sah ich mich gezwungen und veranlasst sogesehen meine äussere u innere Identität auftzugebe, sprich Wohung, Ausbildung, Gedankengut, Interessen usf. Genaugenommen war dies keine freie Entscheidung denn eine Konsequenz, hervorgerufen durch meine innere Erstarrtheit und pure seelische Verspannung, die ich nicht bewältigen konnte. Dieser inneren Macht und Gewalt war ich schlicht nicht gewachsen.
    Ich lebe also komplett entfremdet und zurück gezogen und im Grunde besteht keine Beziehung zu meiner Umwelt bzw eine durch u durch distanzierte u entfremdete. Auf der Empfindungsebene fühle ich mich in hohem Maße schlicht verstört und verzerrt.

    Grundlage dieses Totalzusammenbruchs war eine desaströse Beziehung, die mich in meinen sachten inneren Regungen gehemmt hat, mich offenbar meine Bedürfnisse u Grenzen vergessen lassen und mich letzlich in eine Art Schockzustand versetzt hat - der nun schon eineinhalb Jahre dauert.

    Ich bin zurück gekehrt zur Familie, aufs Land u lebe nun wirklich basisorientiert (Garten, frische Luft, Atmung, pos Anspannung, Sport/Entspannung). Mein persönliches Gut lagert Kilometer weiter in Kisten.

    Mittlerweile bin ich soweit "entfrostet", dass ich mich nach körperl Anstrengung wieder fühlen, mich durch meinen Atem in den Körper fallen lassen kann und da wieder ein leichtes lebendiges prickeln fühle. Soweit so gut und darüber bin ich wirklich heilfroh. Ich bin wieder relativ aktiv und erlebe wie ich wieder beginne teilzunehmen und wie der Stresspegel nachlässt.

    Aber spüre ich wie mein Verhältnis zur Umwelt u zu mir selbst unglaublich gelitten hat. Im Grunde empfinde ich kein Vertrauen mehr. Mir ist mein Urvertrauen abhanden gekommen u dieser Umstand lässt kaum gesunde spontane Regung zu.

    Vielleicht fühlt sich jmd angersprochen, hat ähnliches durchgemacht?
    In jedem Fall freue ich mich über einen Austausch.


    Grüße
    M.
     
  2. 0bst

    0bst Guest

    Hart, aber leider normal. Viele machen ähnliches durch: Unten ankommen, wieder aufrappeln und dann besser leben als je zuvor mit viel mehr innerer Ruhe. Viel Erfolg und beste Wünsche :)
     
  3. Rosiengel

    Rosiengel Mitglied

    Registriert seit:
    20. März 2012
    Beiträge:
    547
    Ort:
    Bei Böblingen
    Hallo M.,

    du schreibst deine Leidesgeschichte, aber irgendwie sehr emotionslos und sehr sachlich. Du musst ein unheimlich traumatisches Erlebnis gehabt haben - wohl beziehungstechnisch - das dich nachhaltig so hat werden lassen. Ich denke, dass wir alle mal tiefe Einbrüche haben und nun - mit oder ohne Hilfe - versuchen müssen, aus diesem Tal wieder rauszukommen. Es ist nicht einfach, oft ist man ohnmächtig vor Schmerz, dann wieder eiskalt, dann vielleicht wütend. Ich weiß ja nun nicht, was du konkret für ein Problem mit dir rumträgst, aber ich würde dir - angesichts der momentanen Situation - dringend anraten, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Du musst diese Schale knacken, um wieder ganz normal am Leben teilnehmen zu können. Wir können dir hier alle irgendwelche Tipps geben, aber ich denke, letztendlich brauchst du doch eingehende professionelle Hilfe, um wieder annähernd der Mensch zu werden, der du mal warst.

    Ich drück dir feste die Daumen und freue mich auf ein Lebenszeichen. Liebe Grüße!
     
  4. Tanita

    Tanita Mitglied

    Registriert seit:
    1. August 2008
    Beiträge:
    792
    Ort:
    Norddeutschland
    Der Begriff "Entfrostung" gefällt mir gut. Den werde ich mir merken:).
    Ich finde, was Du schreibst, klingt nach einem guten Heilungsprozess. Sich durch den Atem wieder in den Körper fallen lassen können, - phantastisch. Wirklich!
    Was das mit dem Vertrauen betrifft, so habe ich es selbst so erlebt, dass ich mein Misstrauen in die Welt erst spüren konnte, als bei mir eine Entfrostung einsetzte. Ich hatte mich zuvor eigentlich als ganz "normal" und vertrauensvoll wahrgenommen und dann bemerkte ich zunehmend wie misstrauisch ich eigentlich war und dass dieses vorherige "Vertrauen" gar kein echtes Vertrauen gewesen, sondern eher so etwas wie eine Naivität gewesen war, aus der der erwachsene Mensch irgendwann hinauswachsen muss. Verstehst Du, wie ich das meine?
    Ich glaube, dass es total gesund ist, dass Du jetzt dieses Misstrauen spürst. Das wird Dich mit Menschen achtsamer machen und Dich davor bewahren, wieder in traumatische Fallen zu tappen. Und ich glaube nicht, dass Du befürchten musst, dass das ein dauerhafter Zustand ist. Irgendwann kommt da wieder die Unbeschwertheit, aber das ist dann eben eine "reife Unbeschwertheit" und nicht die, die Rotkäppchen zum Wolf führt.

    Liebe Grüße

    Tanita
     
  5. Rumpelstil

    Rumpelstil Mitglied

    Registriert seit:
    29. Februar 2008
    Beiträge:
    113
    Ort:
    BRD
    Ja, den inneren Frieden mit der Ruhe einhergehend, den vermisse ich wirklich.. so schlicht wie dus beschreibst ist es wohl auch - im Rückblick ;)
     
  6. Rumpelstil

    Rumpelstil Mitglied

    Registriert seit:
    29. Februar 2008
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    113
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    Diese Schale knacken, ja, darauf arbeite ich wohl hin.
    Mich schockt im Grunde, dass ich derart trocken und sachlich über meinen Zustand schreiben kann, als wär das kognitive erfassen das einzige was mir geblieben ist und worauf ich zurgreifen kann. Alles andere brodelt und rumort.
    Ich spürs an einem Nervenleiden im Gesicht und an Hautveränderungen.
    Zum Therapieanraten: hab da einen Ansatz bereits hinter mir, der mich aber nicht auffangen konnte und bin ein wenig therapiemüde. Aber der Punkt wird auch kommen.

    Danke Dir!
     
  7. daway

    daway Neues Mitglied

    Registriert seit:
    21. Januar 2011
    Beiträge:
    6.985
    Ort:
    :trost:

    kenn ich irgendwie auch selbst
    wenn man alle übern haufen wirft - sozusagen alles zurücklässt was einem mal was bedeutet hat

    grüße liebe
    daway
     
  8. terramarter

    terramarter Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    5. Januar 2012
    Beiträge:
    2.512
    klingt soweit ganz gut. Du hattest ja Nerven, wahrscheinlich eher Herz, so einen großen Schritt zu hupfen. (Kisten und so)
    Und das Herzzz ist es vielleicht auch, das dich so betroffen gemacht hat. War dein (Ex)partner da nicht etwas härter? Das tut weh.

    Bleib jetzt nicht auf halber Strecke stehen, M. So lange du den Schmerz (der für die Hautveränderungen etc verantwortlich ist) noch in dir trägst, wird er dich begleiten. So ein Rucksack ist schwer. Versuche ihn irgendwie abzuarbeiten.
    Rechne nicht damit dass es leicht wird. Aber das weißt du ohnehin
     
  9. Rumpelstil

    Rumpelstil Mitglied

    Registriert seit:
    29. Februar 2008
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    113
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    BRD
    Mein Ex war da stahlhart. Unsere Kommunikation, eigentlich das Vertrauensverhältnis, war zum Schluß stark gestört, so das die Grundlage einer Aussprache nicht mal mehr gegeben war.
    Eigentlich bin ich heilfroh, dass ich die Kisten noch hab schleppen können, damals. Das war alles mehr als genug.
    Den Schmerz anerkennen.. ich bin da wohl sehr hart mit mir u richte sehr stark. Und auch einfach so erschüttert, wie das alles so hat kommen können.
    Ich bin gespannt, wie weiter geht u wie ich diesen Schmerz u dieses Leid werde packen können, so das es mich nicht mehr im Griff hat.

    Gruß
    M
     
  10. terramarter

    terramarter Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    5. Januar 2012
    Beiträge:
    2.512
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    Oft, wenn ein Vertauensverhältnis gestört ist wie du sagst, wurde es, zumindest bei einem Kontrahenten (oder bei beiden/allen) schon im Kindesalter ge- oder zerstört.
    Das ist deshalb interessant, weil man sonst vielleicht versucht das Problem am späten Punkt zu lösen. Die Wurzel liegt früher auf der Zeitlinie.

    Zum Schmerz
    ich glaube den erkennst du schon an. Und es drückt dich richtig da rein. Klebstoff könnte man da finden.Warum richtest du denn so hart mit dir? Wer hat das zum ersten Mal mit dir gemacht?



    Grundsätzlich:
    Versuche herauszufinden, ob du dich an deine Vergangenheit erinnern kannst. Wenn du nicht an einem beliebigen Zeitpunkt deiner Kindheit (sagen wir zb mit fünf Jahren, oder als du das erste mal im Kindergarten warst, oder Schwimmen)... wenn du in diese Punkte nicht konkret einsteigen kannst, dich umschauen und den Film sehen, die Stimmen hören, was gesagt wurde, und so weiter
    dann fehlen dir Bruchstücke deiner (unverarbeiteten)Vergangenheit oder mehr. Viele Menschen haben nur kurze Lichtblitze wie Momentaufnahmen, einige Stück pro einige Jahre. Das ist wenig; und könnte auf zugefügten Schmerz und darauf folgende erzwungene Verdrängung hindeuten.
    Mit so viel Schwarz in der ErInnerung (die nicht erinnert werden kann), ist es schwer sich gut zu fühlen; aktuelle Verletzungen zu verarbeiten.
     
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