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Spartacus

Dieses Thema im Forum "Religion & Spiritualität" wurde erstellt von Teigabid, 3. März 2011.

  1. Teigabid

    Teigabid Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    3. November 2006
    Beiträge:
    6.054
    Ort:
    burgenland.at
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    Er war kein Bewohner der griechischen Stadt Sparta, wie man meinen könnte, sondern ein Anführer rebellierender Sklaven und Unfreien im Römischen Reich in Italien, etwa 70 v. Chr.

    Seine Strategie war gekennzeichnet durch kriegerische Auseinandersetzungen,
    die sich vom Süden nach Norden über die Halbinsel zogen.
    Am Ende musste sogar die gesamte Heerkraft des Reiches aufgewendet werden,
    damit der Aufstand aus dem Volke niedergeschlagen werden konnte.

    Das hatte bestimmt seine Nachwirkungen, wie ich meine,
    und darum war man damals gegenüber neuartigen Ideen sehr feindlich gestimmt.
    Darunter hatte nicht zuletzt die ausbreitende Entwicklung des Christentums zu leiden.
    Erst viel später ist man dann zu der Überzeugung gekommen,
    es wäre vielleicht besser einem Antihelden einen wirklichen Helden gegenüberzustellen.
    Diesen Gedanken kann man aber nur dann ins Auge fassen,
    wenn man davon ausgeht, dass schon am Beginn einer Entwicklung
    die Mitwirkung des Römischen Reiches gegeben gewesen ist.
    Denn eine solche Mitwirkung konnte sehr leicht als Beherrschung einer solchen Entwicklung empfunden worden sein.

    Diese beiden Komponente, Spartacus in Italien, Teilnahme des Römischen Reiches an der Entwicklung des Christentums vom Anfang an, die sind meiner Meinung nach dafür verantwortlich, wie in der damaligen diktatorischen Besatzungsmacht mit der relativ neuen Lehre des Christentums umgegangen worden ist.

    Oder warum das Christentum das wurde was es ist.


    und ein :weihna2
     
  2. Der Tor von Gor

    Der Tor von Gor Neues Mitglied

    Registriert seit:
    14. Februar 2007
    Beiträge:
    9.772
    Ort:
    Wien
    Die Römer brauchten und wollten gar keine neuartigen Ideen .
    Sie waren das damals am weitesten entwickelte Volk die Welt war ihnen "untertan " . Als es um Kolonialisierungen ging und nicht mehr um Kriege stagnierten sie .
     
  3. abaris

    abaris Mitglied

    Registriert seit:
    25. Februar 2011
    Beiträge:
    72
    Die Römer waren sehr wohl neue Ideen aufgeschlossen.

    Bei aller Brutalität in der Eroberung und bei Niederschlagung der Aufstände - sie wußten, dass man den eroberten Völkerschaften einen Teil ihrer Kultur lassen musste.

    Vor allem Religionen wurden ins römische Pantheon assimiliert. Der Soldatengott etwa war Mitras, eine persische Gottheit, die später als Sol Invictus angebetet wurde. Auch das praktizierte Judentum, das Christentum ist ja bekanntlich nur eine Abart, wurde akzeptiert. Es ist eine Legende, dass das Christentum verfolgt wurde, bloß weil es da war. Nur die politische Komponente wurde verfolgt, die dem damals gültigen Cäsarenbild entgegen lief und damit den Staat in Frage stellte.

    Jenes Christentum, von dem wir in den Anfängen sprechen, war auch ein ganz anderes, und wenn man so will, sympathischeres als das des Paulus, auf dem es ja heute zum guten Teil basiert. Christen durften von ihrer Glaubensauslegung keinen Armeedienst leisten, Christen durften nicht einmal Kriminelle der Justiz ausliefern, Christen waren gegen die Todesstrafe.

    313 war das Jahr des großen Sündenfalls. Da vollführte man eine 180 Grad-Wende, um dem Kaiser zu gefallen. Militärdienst war plötzlich OK, Paulus hatte mit seinem Dogma, dass alle an ihrem Platz bleiben sollen, schon dafür gesorgt, dass auch die Sklaverei akzeptiert wurde. Und so konnte es Staatsreligion werden.
     
  4. Teigabid

    Teigabid Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    3. November 2006
    Beiträge:
    6.054
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    burgenland.at
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    Beide Meinungen hatten ihre Bedeutung, sowohl der ultimative Drang andere Nationen militärisch zu besiegen als auch zu beherrschen. Wenn dann nicht nur in den einzelnen Regionen etwa im Raum vom Palästina die Rede davon gewesen ist, dass sich da aufständische Rebellenführer als Messias sehen wollten, sondern das nicht zuletzt sogar im Herzen von Rom, also sprich in Italien, entwickelt hatte, dann war es nur einleuchtend, dass mit der Zeit die Idee einer sehr gemäßigten Lebensführung an Interesse dazu gewonnen hat, um dann als sinnvolle strategische Linie, als Alternative sozusagen, in die Tat umgesetzt worden ist. Mit dem ungeheuren Vorteil verbunden als Römisches Reich an deren Entwicklung vom Beginn an mitgewirkt zu haben. Sei es auch nur begleitend und aufklärend gewesen, aber doch nicht so fremd und neuartig wie viele andere, und damit geeignet hier in die gewünschte Richtung zu lenken.

    Ich glaube, das kann ich nicht nur als Ansicht so hinstellen, sondern an Hand der Entwicklung sogar ein wenig erklären und beweisen. Nehmen wir den Nazaräner in seinem Land, ein Mensch in seinem Umfeld und mit spirituellen Erfahrungen versehen, dann können wir durch die Glorifizierungen hindurchblickend erkennen, dass da in seiner Person ein hohes Interesse bestand seinen Entwicklungsstand in anderen lebenden Personen zu wiederholen, denn wenn da zwei oder mehrere mit den gleichen Bedingungen vorhanden sind, kann im Abgleich der Meinungen und Erfahrungen sowohl eine Bestätigung als auch ein Gegensatz herausgearbeitet werden. Außerdem wurden neben den erfolgreichen Anwendungen Mittel und Wege gesucht, um die Bedingungen von spirituellen Erfahrungen auch ersatzweise zu erlangen, etwa Fasten für Nahtoderfahrung, wie in all den anderen religiösen Riten auch. Mit mehr oder weniger großem Erfolg.

    Anderseits haben wir da die Verklärung einer Person zum Messias und mehr griechisch hin zu den Römern als Christus. Nach den turbulenten Ereignissen, als die Leitfigur eliminiert worden ist.

    Hier widerspricht sich der Gedanke der Vervielfältigung von spirituellen Erfahrungen, besonders was das Dasein nach dem Tod betrifft, wie es die Einladung von Verstorbenen mit Brot und Wein darstellt, damit eine kommunikative Verbindung zu Kind und Gattin auf dem einfachen Weg der Energieversorgung stattfinden sollte. Während auf der anderen Seite ein Mensch über einen Halbgott hinaus zum Gottessohn erklärt worden ist.

    Das bedeutet, wenn ich einen als Halbgott verehrten Spartacus übertreffen und schlagen möchte, dann muss dessen Gegner andere und entgegengesezte Eigenschaften haben – statt kriegerisch daher extrem friedlich – und damit ein Halbgott geschlagen werden kann, muss der Andere Gott selbst sein oder zumindest dessen Sohn.

    Sehr vom Vorteil ist es, wenn sich in so einer Begegnung beide auf der gleichen Ebene befinden, also in einem Jenseits. Nachfolgern und noch lebenden Personen bleibt es so verwehrt an der Auseinandersetzung teilzunehmen.

    Ich meine sehr geschmeichelt dürfte sich das Apostelkollegium gefühlt haben, denn das gesamte Szenario passt exakt auf eine sehr ausführliche Beschreibung der Essener aus jener Zeit, die in ihrer „Kriegsordnung“ aufgezeichnet worden ist, wo davon gesprochen wird, die Söhne des Lichtes werden die Söhne der Finsternis besiegen.


    und ein :weihna1
     

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