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  3. Esoterikforum Adventkalender 2016
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"So entsteht kein Königreich, so wird es nur zerstört"*

Dieses Thema im Forum "Religion & Spiritualität" wurde erstellt von Regina, 7. Februar 2004.

  1. Regina

    Regina Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    30. November 2003
    Beiträge:
    5.767
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    (*Text Xavier Naidoo)
    Um was geht es in diesem Tread?
    Es geht um die offensichtlichen Widersprüche, die sich uns bieten sobald der Blick auf diese Welt fällt.
    Das Thema advaita vedanta hat mich darauf gebracht....
    Ich möchte Euch hier Auszüge wiedergeben von einem Lehrer dieser Sichtweise:
    BHAGAVAN RAMANA
    "DIE Schriften sagen uns, daß es genau so schwer ist, den Weg eines Weisen nachzuvollziehen, wie den Flug eines Vogels in der Luft"...........
    "Zahllose Menschen, die währen der Lebenszeit Sri Ramana Maharshis nach Tiruvannamalai kamen, hatten diese Erfahrung. Sie sahen in ihm einen Weisen ohne die geringste Spur von Weltlichkeit, einen Weisen von einzigartiger Reinheit, einen Zeugen der ewigen Wahrheit des Vedanta. ".......

    lesen wir einiges aus seinem Weg...aus westlicher Sicht, wird es interessant:
    ..."Er wuchs wie ein gewöhnlicher Durchschnittsjunge auf. Er wurde in eine Grundschule in Tirucculi geschickt und dann für eine einjährige Ausbildung in eine Schule in Dindigul. ...

    .... Er war ein mittelmäßiger Schüler, der seine Studien nicht gerade ernst nahm. Aber er war ein gesunder und kräftiger Junge. Seine Schulkameraden und andere Gefährten hatten Angst vor seiner Stärke. Wenn manche von ihnen Streitigkeiten mit ihm hatten, trauten sie sich nur dann, ihm einen Streich zu spielen, wenn er schlief. Was das betraf, war er eher ungewöhnlich: Er wußte von nichts, was mit ihm während des Schlafes geschah. Man trug ihn fort oder schlug ihn sogar, ohne daß er dabei aufwachte. ..."

    FRAGE: was geschieht in UNSERER WESTLICHEN WELT mit so einem Kind/ Junge??(Ihr wisst es...er landet beim Arzt DENN er ist NICHT NORMAL(!)

    "Die spirituelle Erfahrung, die sich Venkataraman nun sehnlichst wünschte, kam bald und ganz unerwartet. Es war Mitte des Jahres 1896, Venkataraman war damals sechzehn. Eines Tages saß er allein im ersten Stock im Haus seines Onkels. Er war gesund wie immer. Aber plötzlich ergriff ihn eine unverkennbare Todesangst. Er fühlte, daß er sterben wird. Warum er dieses Gefühl hatte, wußte er nicht. Trotzdem entmutigte ihn das Gefühl des bevorstehenden Todes nicht. Er dachte in Ruhe darüber nach, was er tun sollte. Er sagte zu sich selbst: „Nun, der Tod ist gekommen. Was bedeutet das? Was ist es, das stirbt? Dieser Körper stirbt.“ Unmittelbar danach legte er sich auf den Boden, streckte Arme und Beine aus und hielt sie steif, so, als wenn die Leichenstarre eingesetzt hätte. Er hielt seinen Atem an und seine Lippen fest geschlossen, so daß sein Körper vom äußeren Anschein her eine Leiche war."

    FRAGE: Was würdet IHR mit SO EINEM Kind machen???
    Antwort.. ich rate...siehe oben.

    "Ganz plötzlich wurde der Junge, der Venkataraman genannt wurde, zu einem Weisen und Heiligen.
    Man bemerkte einen völligen Wandel im Leben des jungen Weisen. Die Dinge, die er früher schätzte, verloren nun ihren Wert. Die spirituellen Werte, die er bis dahin ignoriert hatte, wurden die einzigen Objekte seiner Aufmerksamkeit. Schulstudien, Freunde, Verwandtschaft - nichts von dem hatte jetzt noch eine Bedeutung für ihn. Er wurde äußerst gleichgültig gegenüber seiner Umgebung. Demut, Sanftmut, Widerstandslosigkeit und andere Tugenden wurden zu seiner Zierde. Er mied Gesellschaft und zog es vor, allein dazusitzen - ganz versunken in Konzentration auf das Selbst"

    ..."Venkataramans älterer Bruder beobachtete den großen Wandel, der sich bei ihm vollzog. Er rügte ihn mehrmals für sein gleichgültiges und Yogi-artiges Verhalten. "

    DAS wäre das MINDESTE was jetzt passieren würde
    oder
    er sässe in der Psychatrie.

    Ich will Euch hier nicht überfordern mit dem Posen von sehr langen Texten
    UND
    ich (persönlich) kann diesen Menschen der von seinen Mitmeschen später einen besonderen Status verleihen bekam zur gänze verstehen........

    Was ich Euch hier aber sagen will
    IN UNSERER Welt wäre kein platz für solch einen Meschen.
    Für uns wäre er un an nehm bar.

    Kabir sagt:
    Ich habe mich auf die Suche nach mir selbst begeben, doch etwas seltsames ist geschehen.ich bin verschwunden, wie ein Tautropfen, der ins Meer gefallen ist."

    Wer diese Erfahrung macht, wird sich verändern..es ist nicht anders möglich.

    Doch in unserer Welt ist kein Platz dafür..und auch kein Verständnis.
    Was macht jemand..der nichts mehr macht?
    Dem die Werte von denen die (westliche) Welt so ergriffen ist abhanden gekommen ist.

    Pornos sind für uns "normal"
    und Prostitution
    und unsere Sinne zu betäuben
    und sinn lose Arbeit zu verrichten...die der bereicherung von wenigen zu lasten von vielem dient.

    Vieles ist für uns normal.
    Wir haben keinen Platz für Gottsuchende.
    Nicht SO.
    Nicht hier.
    Nicht unter uns.
    Nicht in unserer Nachbarschaft.
    Und BITTE auch nicht in der Familie.
    Man liebt das gewöhnliche, ganz normale Leben.
    Vielleicht noch den Nervenkitzel beim Wahrsager...
    Doch der normale Wahnsinn bleibt beliebt.

    "so entsteht kein Königreich, so wird es nur zerstört
    und wofür kein Auge reicht wird ein Gebet erhört..."
    (Xavier Naidoo)

    LG
    (hoffentlich war es nicht zu lang)
    Regina
     
  2. YanaY

    YanaY Mitglied

    Registriert seit:
    4. Dezember 2002
    Beiträge:
    173
    Ort:
    Wien
    Das Königreich werden wir nur errichten wenn wir das WAS WIR WIRKLICH SIND im All-Tag leben. Jeder dort wo er hineingestellt ist und in seinem kleinen Bereich.
    Wir sind nun mal keine Yogis, die in einer Himalayahöhle vor sich hinmeditieren ... und trotzdem hat jeder einzelne von uns die Möglichkeit "das Königreich" zu errichten.
    Frieden SEIN
    demütig SEIN
    mitfühlend SEIN
    ... ... ... ... im All-Tag!
     
  3. Regina

    Regina Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    30. November 2003
    Beiträge:
    5.767
    Danke für Deine Antwort!
    Woher weisst Du was "wir" in unserem Herzen sind?
    Was ist Dein Maßstab?
    "Wir sind nun mal keine Yogis, die in einer Himalayahöhle vor sich hinmeditieren ..."
    LG
    Regina
     
  4. YanaY

    YanaY Mitglied

    Registriert seit:
    4. Dezember 2002
    Beiträge:
    173
    Ort:
    Wien
    Liebe Regine,

    wie könnte etwas das Gott erschafft, nicht vollkommen wunderbar, perfekt, göttlich sein ?
    Wir sind alle Kinder Gottes ... jeder von uns ist in seiner Essenz, seiner Seele, seinem Herzen alles das was Gott auch ist.
    Wir haben es nur vergessen, suchen im Außen, laufen Theorien und Lehren nach ...
    Alles, alles ist in uns, wir müssen uns nur wieder erinnern, mehr ist nicht zu tun.
    Und dann dieses Wissen in den All-Tag zu bringen, dann errichten wir in jedem Moment das Königreich Gottes dort wo wir stehen, hingestellt sind.
    Die Schöpfung ist einfach, die wahren Dinge sind einfach, nur wir Menschen sind kompliziert.
    In Liebe
    YanaY
     
  5. Regina

    Regina Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    30. November 2003
    Beiträge:
    5.767
    Ich gebe Dir recht. Zwischen dem was Du sagst und dem was ich als Realität kenne klafft aber eine grosse Lücke. Das ist es, was ich hier aufzeigen wollte.
    Viele reden von Veränderung, Liebe. Licht, Wahrheit....
    Ich vermisse die Toleranz gegenüber den Suchenden.
    Ich sehe das täglich.
    Menschen die richten, verurteilen...und es ist so "alltäglich" so "normal" das man anderen Ihr Wertesystem überstülpt.
    Es ist "normal" unsere "Normalität" nicht in Frage zu stellen.
    Ich tue das ganz heftig. Täglich.
    Ich verstehe es nicht. Ich sehe es mir an und begreife es nicht.
    Jugendliche spielen Instrumente..darunter ein Alpenhorn, eine Mutter süsselt Ihr Kind an"Was soll ich Dir noch kaufen Schätzchen...komm gehen wir von diesen, diesen Drogensüchtigen weg..."
    Ein Mann plädiert im Radio für die Todesstrafe etc etc.
    Ich sehe mich um und begreife es nicht.
    Ich verstehe es einfach nicht, egal wie lange ich hinsehen...
    LG
    Regina
     
  6. wind

    wind Mitglied

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    Hallo,

    ich habe noch etwas passendes dazu gefunden:

    Also ich finde das sind wahre Worte.
     
  7. Regina

    Regina Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    30. November 2003
    Beiträge:
    5.767
    Eigentlich wollte ich mich gerade vom Forum verabschieden, weil ich eigentlich keinen Sinn mehr darin sehe hier weiter zu posten.
    Deine Zeilen haben mich bewogen noch ein bischen zu bleiben.
    Sie sind wunderschön.
    Danke
    Regina
     
  8. Regina

    Regina Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    30. November 2003
    Beiträge:
    5.767
    Hier meine (versprochene) Ergänzung zu Deinem Posting.
    Die Mahnworte des Ipuwer finden sich soweit übersetzt auch im Reclam Verlag: Ägyptische Dichtung

    Mahnworte des Ipuwer:

    Der Wissende sagt: "so ist es". der Törichte sagt: "nein".

    Recht ist zwar im Land, dem Namen nach, doch Unrecht tun Sie, wenn Sie sich darauf berufen.

    ...wahrlich, der Terror tötet.

    Die Vornehmen gehen in Trauer, wegen dem, was in der Welt geschieht, während die Elenden stolz einherschreiten...

    ...nichts kann der Schöpfer mehr bilden, wegen dem Zustand der Welt.
    ...Wüste ist durch die Welt hin ausgebreitet.
    ...das kostbare Holz zersägt man für Betten.
    ...jedes Fremdland sagt jetzt: "alles gehört uns" und alles geht zugrunde.
    ...ein jeder sagt: "es gibt nichts, der Speicher ist leer."
    ...das Land fällt, durch die Leute des Seth.

    (geschrieben 2100v.Chr.)

    Doch es gibt für die, die trauern auch Trost.
    Trost in den Worten Ptahhoteps

    "Erhaben ist die göttliche Ordnung
    und Ihr Wirken dauert fort.
    NICHTS hat sie verwirrt, seit der Zeit des Osiris.

    Wenn das Ende kommt, bleibt nur die Maat bestehen."

    Tja. tempus fugit.
    Lassen wir die Menschensöhne Ihre Entscheidung treffen.
    Was immer auch geschieht.
    Es spielt keine Rolle.
    Die Maat besteht.
    Nichts kann sie verwirren.
    Die Maat, Gott und das Karma sind EINS.

    LG
    Regina
     
  9. wind

    wind Mitglied

    Registriert seit:
    17. Januar 2004
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    170
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    Stuttgart
    danke, dass du dir so viel Mühe gemacht hast, diesen Beitrag zu erstellen.

    Diese Zeilen bewegen mich sehr, denn es ist die Wahrheit.
     
  10. Regina

    Regina Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    30. November 2003
    Beiträge:
    5.767
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    Es freut mich, das es auch Dich bereichern konnte. Auch mich hat es bewegt sie zu "finden" und zu lesen.
     
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