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Seltsamer Traum wie "Sixth Sence"

Dieses Thema im Forum "Träume" wurde erstellt von merlina40, 8. Dezember 2019.

  1. merlina40

    merlina40 Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    23. April 2010
    Beiträge:
    473
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    Hallo ihr Lieben,

    Heute Morgen, ich hab etwas weitergedöselt, was ich meist nur Sonntags kann, hatte ich einen seltsamen Traum.
    Vor 3 Monaten ist meine 23jährige Tochter gestorben.

    Und immer hab ich mir gewünscht ihr in meinen Träumen wieder zu begegnen. Leider träumte ich seither nie mehr, obwohl ich sonst ein "vielträumer" war. Der Schock und die Trauer haben mich meist beim ersten Augenaufschlag schon in die schreckliche Realtität gezogen, das ich gar nicht fähig war, irgendwie dahinzudösen.
    Es war sehr schön für mich, das erste mal seit langem wieder "langsam aufzuwachen". Ich liebte das. So sanft aufzuwachen. Was mich auch tröstet, und mir sagt, das die Trauer besser wird.

    Nun, hatte ich aber keinen wirklich schönen Traum von ihr.


    Und dann habe ich meine Schwester angerufen und ihr davon erzählt.....und die meinte "wer weiß, vielleicht war ihre Seele damals schon bereit zu gehen, und sie hat nur für dich "überzogen"(ein verrückter Gedanke). ........Aber trotzdem musste ich lachen, meine Schwester hat oft so seltsame Überlegungen "der anderen Art" .
    Ja, ich denke ein Kind als 7 jährige zu verlieren hätte mich noch mehr um den Verstand gebracht als es jetzt schont tut.........Und sie war sicher so ein Mensch, der "für andere einfach weitermacht.....nur um zu warten bis derjenige stark genug ist, um so ein Drama zu überstehen".

    Trotzdem frage ich mich, was es bedeuten könnte? Habe ich in dieser Zeit irgend eine Kränkung der Kinderseele übersehen?
    Irgendwas, das ich sehen hätte sollen als sie 7 war? Danach kam ja eine schlimme famillieure Zeit für sie. Scheidung, böse Stiefmutter, Schlüsselkind, Argwöhnische Volksschullehrerin, zwei Umzüge, zwei neue Frauen im Leben des Vaters, Förderbedarf für den Bruder....alles sehr unsicher und nicht schön für ein kleines Mädchen.......Sie war auch bis 7 viel viel lebendiger als später, ab 7 würde ich sagen, wurde sie immer in sich gekehrter, und ihre "Stärke" die sie bis dahin an den Tag legte verblasste Jahr um Jahr.

    Sie war in ihren ersten Lebensjahren unglaublich dickköpfig, und stark, und begeisterte sich für alles. War extrem offenherzig, und zugänglich und ging auf Leute zu und lachte so viel und herzlich, wie ein "lachsack" haben die Leute immer gesagt.
    Ja, wenn ich so zurückblicke...ist in jenen Jahren ihr "eigener Wille" immer kleiner geworden und sie fügte sich Jahr um Jahr mehr den Gegebenheiten des Lebens, als hätte sie nichts mehr dagegenzusetzen das irgendwas anders werden könnte.
    Ich bin auch noch nicht fähig mir Bilder und Fotos anzusehen, als sie klein war ohne in Tränen auszubrechen.

    Aber irgendwie belastet mich jetzt dieser Traum. Als wollte sie mir damit etwas sagen. Und er löst Schuldgefühle aus, aus den tieften Abgründen meiner Seele. Als hätte ich sie irgendwie im Stich gelassen.

    Ich hatte so einen ähnlichen Traum als sie erst 3 war. Da träumte ich, ich hätte sie einfach im Kinderzimmer eingesperrt und wäre einen ganzen Tag auf "Sause in die nächste Stadt gefahren". Und da stand sie und kratzte mit ihren Fingerchen an der Tür und weinte und schrie um ihre Mama und um einen Kaukau und ein Butterbrot..............der Traum damals hat mich auch lange beschäftigt.
    Vor allem weil ich niemals so eine Mutter war. Ich hätte meine Kinder niemals im Stich gelassen.
    Trotzdem hatte ich in der Scheidungsphase meinen eigenen Film laufen....und auch in der Schulzeit hätte ich sie viel mehr verteidigen müssen und viel mehr für sie kämpfen müssen, vielleicht auf Lehrer oder Schulwechsel bestehen.
    Das "kämpfen" von damals muss ich eh jetzt aufholen. Man entkommt nichts und niemanden. Wenn man es nicht zur Rechten Zeit schafft seinen Aufgaben nachzukommen, dann bekommt man sie im nachhinein.
    Aber, ich frage mich, ob man so viel "Schuld" auf sich laden soll, wenn man doch nicht anders konnte. Nicht stark genug war. Ist Schwäche gleich Schuld?........................unglaublich was dieser Traum in mir auslöst.

    Niemand kommt aus seiner Haut sage ich immer. Mein eigenes "inneres Kind" hat schon lange meinen Eltern verziehen, was immer sie nicht auf die Reihe bekommen haben. Sie wussten es eben nicht besser.
    Nun bin ich an der anderen "Seite", nun muss ich mir selbst vergeben lernen..........aber es ist schwer. "Denn sie wissen nicht was sie tun", ist der einzige Satz in der Bibel, den ich irgendwie begreife. Ich bin nicht gläubig, und schaffe es auch nicht mehr in diesem Leben an einen Gott zu glauben.
    Aber ich glaube an einen Seelenweg, der vorherbestimmt ist. Und ja....vielleicht können Seelen auch anderen zu liebe länger auf dieser Welt bleiben.......obwohl sie schön längst wo anders sein sollten und nur mehr eine Marionette ihrer Selbst sind........................um am Ende noch irgend eine Aufgabe zu erfüllen, um das Karma abzuschließen.

    Gestern las ich in einem Forum, das Seelen, die in früheren Leben Gewaltäter waren, sich irgendwann auf die andere Seite begeben müssen und am eigenen Leib Gewalt erfahren müssen. Um eben zu lernen was Liebe ist. Was für ein schrecklicher Gedanke. Warum um Himmels Willen...müssen "Seelen" überhaupt so viel Prozedere durchleben........ist eine Seele nicht vollkommen? Sind wir im Fegefeuer? Oder was soll dieser Wahnsinn auf dieser Welt? Wenn es einen Gott gibt, dann ist er ein Arschloch und auf keinen Fall "allmächtig".

    Sorry.....das ich schon wieder ins sudern lammentieren und dahinsinieren komme......ich höre eh schon wieder auf.

    Ich glaube, ich leg mich noch mal hin....und bitte um die Antwort zu diesem Traum. Mein Kopf ist noch viel zu verwirrt..........

    Habt einen schönen Sonntag...bei mir scheint die Sonne....wäre besser ich ginge spazieren. :rolleyes::rolleyes::rolleyes::rolleyes:
     
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  2. Renate Ritter Offenbach

    Renate Ritter Offenbach Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    7. Januar 2018
    Beiträge:
    806
    Oh diese heilige Schuld. Was immer geschieht, der Gedanke der Schuld ist der erste, der bestimmende, der bewegende und der nicht beantwortbare.
    Entweder wissen wir sofort, auf wen wir mit dem Finger zeigen können „Du bist schuld.“ Oder wir klagen uns selbst an, zerfleischen uns geradezu mit dieser Selbstanklage.

    Wir alle haben angeblich diese ewige und nie endende Schuld auf uns geladen und dafür müssen wir büßen, müssen bestraft werden, und gern bestrafen wir uns auch selbst.
    Merlina, wenn ich dir einen Rat geben darf, lass es. Es gibt keine Schuld. Schon gar nicht im Zusammenhang mit dem Tod eines Menschen.

    Deine Tochter hatte vor ihrer Geburt entschieden für sich, dass sie zwar als Kind dieses Leben in Fleisch und Blut auf der Erde erfahren will, keinesfalls aber als Erwachsene. Das wusstest du schon, bevor du deine Tochter zur Welt gebracht hast. Du warst bereit, sie mit dieser Absicht zur Welt zu bringen. Das war dein Beitrag der Liebe für sie.
    Und es kann nun deinem Traum nach durchaus so sein, dass sie still für sich schon im Alter von 7 Jahren gehen wollte, aber halt einfach noch ein bisschen durchgehalten hat. Obwohl sich die Umstände ihres Lebens so verändert hatten, dass durchhalten angesagt war.

    Viele Menschen sterben als Kind. Und das nicht etwa, weil die Umstände sie dazu zwingen würden. Nein, die Umstände sind das Mittel zum Zweck.
    Wer stirbt als Kind oder nach einem langen erfüllten Leben, der hat sich entschieden, sich vom Körper loslösen zu wollen. Niemand stirbt, weil er muss. Wir alle wollen sterben.
    Der Tod ist nicht die schlimmste aller Katastrophen, auch wenn das für die Hinterbliebenen genau so aussieht.

    Manche Hinterbliebenen träumen von ihren verstorbenen Angehörigen. Oder sie bekommen eine Botschaft ohne Traum. Und diese Botschaft heißt so gut wie immer: Sei nicht traurig, mir geht es gut, ich lebe, mich gibt es immer noch....

    Interessant wäre, wie es dir ging, als du mit dieser Tochter schwanger warst. Auch wenn das ein bisschen ein anderes Thema ist.
     
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  3. Siriuskind

    Siriuskind Moderatorin und Alien in geheimer Mission Mitarbeiter

    Registriert seit:
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    Beiträge:
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    Ort:
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    Liebe Merlina,

    erst mal mein herzliches Beileid zum Tode Deiner Tochter, sowas ist immer wirklich unendlich schwer zu ertragen, wenn Kinder vor einem gehen!:trost:

    Im Falle dieses Traums würde ich sagen, dass Deine Tochter nicht selber bei Dir war, sondern dass Du die Geschehnisse mit ihr und was sie seit der Scheidung erlitten hat, aufarbeitest, dass bei Dir jetzt alles hoch kommt und Du Dir Gedanken machst, was Du hättest besser machen können oder wo Du versagt hast. Das gehört zum Trauerprozess dazu!

    Mach Dir trotzdem klar, dass Du keine Schuld hast, Du ihr damals nicht so helfen konntest, wie Du vielleicht jetzt in der Lage wärest, da Du ja selber mit Deinen Problemen zu kämpfen hattest. Die „Fehler“, die man als Eltern macht, macht man (meist) nicht in böser Absicht und Deine Tochter wusste das mit Sicherheit auch (Kinder verstehen viel!)!

    Arbeite mit Deiner Trauer, lass alle emotionalen Zustände zu, unterdrücke nichts und wenn Du Dich da durch gearbeitet hast, wirst Du mehr Klarheit haben und die Verbindung zu Deiner Tochter wieder besser spüren. Sie ist nicht weg, Ihr seid Euch trotzdem nahe! Es ist nur eine dünne Wand zwischen den verschiedenen Welten.

    Aber Gott ist nicht verantwortlich für all die Geschehnisse, er ist einfach nur! Er handelt nicht, er ist! Wir handeln hier und wir entscheiden selber, wie unsere Leben verlaufen sollen, in dieser Dimension wie eben auch auf der anderen Seite. Du kannst und sollst weder Dir noch Gott die Schuld zuschieben, da niemand die „Schuld“ hat.
     
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  4. merlina40

    merlina40 Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    23. April 2010
    Beiträge:
    473
    Dank euch für den lieben Zuspruch.
    Ich weiß ich war gestern wieder in so einer "Schuldschleife" gefangen.
    Heute gehts schon wieder besser. Hab 2 Tage frei und versuche Gutes für mich zu tun.

    Interessieren würde mich dennoch diese Frage:

    Sie war nicht mehr "geplant" da mein erster Sohn mit einem Herzfehler geboren wurde und ich viel zu viel Angst hatte das ein weiteres Kind auch nicht gesund wäre. Ich hatte schon viele gemischte Gefühle während der Schwangerschaft. Freute mich dennoch sehr darauf da wir auch gerade das Haus umbauten für uns als kleine glückliche Familie. Alles ging damals in Richtung Zukunft. Mein Sohn entwickelte sich trotz alledem prächtig und ich traute mich keine Sekunde lang eine Tochter zu wünschen..hauptsache gesund....darum spürte ich so unendliche Freude als ich sie das erstemal im Arm hatte... gesund und ein Mädel. Das kleine Glück war perfekt. Ich war überglücklick und sie strotzte so vor Lebenswillen hatte sofort an der Brust genuckelt und hatte so eine ausdrucksstarke Charakterausstrahlung.......ach sie war so wunderbar.....❤❤❤❤
     
  5. Renate Ritter Offenbach

    Renate Ritter Offenbach Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    7. Januar 2018
    Beiträge:
    806
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    Danke, Merlina, für die Antwort auf meine Frage.
    Die Theorie dahinter ist, dass die Schwangerschaft seeehr symbolisch das Leben des werdenden Kindes zusammenfasst.
    Aber in deinem Fall müsste man dazu wohl so sehr in Tiefe gehen, wie das unbekannterweise schlecht möglich ist.

    Aber deine Erzählung erklärt deinen Traum. Du hast die Tochter ja bekommen mit der Vorstellung, dass ihr damit eine glückliche Familie werdet, was ja im ersten Moment voll zutraf. Sie war gesund und ein Mädchen. Diese Botschaft an das Kind war so was wie ihr Auftrag.
    Jede Mutter sendet eine Botschaft an ihr werdendes Kind, was sie sich selbst meist nicht bewusst macht.

    Und wenn ich deine Geschichte richtig verstanden habe, dann habt ihr euch scheiden lassen, als sie 7 Jahre alt war. Damit war der ganz subjektive Grund für die Existenz dieses Kindes sozusagen erledigt.

    Verstehe mich nicht falsch, hier gibt es auch nicht den Hauch einer Schuld.
    Viele Paare lassen sich scheiden und viele unglückliche Scheidungskinder wachsen heran. Dass sie sterben, das ist in jedem Fall die eigene Entscheidung, wie ich schon schrieb.

    Aber „tot im Alter von 7 Jahren“, dieses Traumbild hat sich mit deiner Beschreibung der Schwangerschaft erklärt. Sie war geboren als der Mensch, der das Familienglück komplett macht und dieses Familienglück hatte sich aufgelöst.

    Ich habe nun keine Ahnung, wie du über Leben und Tod denkst, ob es für dich das so genannte Leben nach dem Tod gibt. Falls nicht, dann gäbe es für dich natürlich auch kein Leben vor dem Leben.
    Aber in der jenseitigen Welt, wo der grundsätzliche Verlauf des Lebens geplant wird, ist sterben etwas absolut Natürliches, das Normalste überhaupt.

    Es kommt nun durchaus öfter vor, dass manche Menschen mehrmals nacheinander als Kind sterben wollen. Der Grund ist meist das andere Gemüt, das ein Kind hat im Unterschied zum Erwachsenen. Sie wollen sich dieses Gemüt bewahren, es in der Wiederholung konsolidieren.
    Denn der Aufbau, die Formung und Zusammensetzung der eigenen Charakteristik, das ist der Sinn, der hinter unserer Existenz steht...

    Du möchtest von deiner Tochter träumen und das gelingt dir nicht bisher. Hast du schon versucht, den Kontakt mit aufzunehmen ohne Traum?
     
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